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Programmierte Reparatur: Vergaseranlage Motor 102 2-E-E Vergaser

Typ fs · Thema 07.20 · Version 9111 · 1991-03-11

Gültig für:

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.20 Vergaseranlage

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 102 922, 102 924

Programmierte Reparatur Motor 102 2 E-E Vergaser Verbrennung IVa

07.2 Vergaseranlage

Beanstandung:
Motor geht nach dem Start, beim Einlegen einer Fahrstellung oder beim Anfahren aus.
Motor hat Übergangsfehler, träge Beschleunigung.

Mögliche Ursachen

1. Start- und Warmlaufgemisch bzw. Be-

schleunigungsgemisch zu mager.

2. Saugrohrbeheizung funktioniert nicht.

3. Falsche Abgleichstecker für Zünd- und Ver-

gaseranlage.

Abhilfe

1. a) Vordrosselspalt bei +20 °C prüfen. Wenn Spalt nicht in Ordnung, Masseversorgung für Steuergerät (N45) prüfen (Reparatur-Anleitung 07.2.0903-114).

b) Wenn Vordrosselspalt in Ordnung, größere Leerlaufkraftstoff- und Hauptdüse für 1. Stufe einbauen.

1) Tausch nur erforderlich bis Vergaser-Fertigungs-Datum 7343.

2) Ab Vergaser-Fertigungs-Datum 8336 serienmäßig.

Teile

Teil-Nr.

Leerlaufkraftstoffdüse
(X52,5) 1)

000 071 44 36

Hauptdüse (X112,5) 2)

000 071 91 35

2. a) Elektrische Saugrohrbeheizung prüfen

(Reparatur-Anleitung 07.2-0903-114).

Nur Heizgitter mit Teil-Nr. 102 140 01 70

(Fa. Siemens) einbauen. Dieses

Heizgitter ist ab 10/89 serienmäßig.

Erkennung: Material Aluminium.

b) Saugrohr-Warmwasserbeheizung prüfen.

Dazu bei betriebswarmem Motor

Kühlverschlußdeckel kurz öffnen, Druck

ablassen, Deckel wieder schließen

(entfällt, wenn Motor kalt).

Kühlmittelschlauch am Saugrohr (unterhalb des Vergasers am Wasserkasten) abziehen. Kühlerverschlußdeckel öffnen, es soll ein starker Wasserstrahl aus dem Schlauchanschlußstutzen austreten.
Wenn nicht, Saugrohr ausbauen, Kernlochdeckel aus Zylinderkopf entfernen.

3. Abgleichstecker für Zünd- und Vergaseranlage prüfen, ggf. erneuern (KAT-Fahrzeuge).

Teile

Teil-Nr.

Abgleichstecker (Zündung)

015 545 08 28

Abgleichstecker (Vergaser)

014 545 71 28

Beanstandung:
Motordrehzahl geht beim Gaswegnehmen zeitweise nicht ganz zurück.

Ursache
Drosselklappenansteller-Potentiometer gibt falschen Wert zum Steuergerät 2 E-E Vergaser.

Abhilfe

Sofern kein mechanischer Schwergang der

Regulierung vorliegt, Drosselklappenansteller

erneuern. Teil-Nr. 000 070 02 65, wahlweise

000 070 00 65.

Beanstandung:
Motorleistung schlecht, träge Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit wird nicht erreicht.
Leistungsabfall evtl. bis zum Stehenbleiben des Motors. Nach Loslassen des Fahrpedals und anschließendem Beschleunigen ist Laufverhalten kurzzeitig in Ordnung.

Mögliche Ursachen

1. Zweite Vergaserstufe öffnet nicht (Öffnungs-

beginn 1600-1800/min, Vollöffnung ab ca.

2500/min bei Vollast).

2. Kraftstoffmangel.

3. Tachometer geht nach, hat keine Voreilung.

4. Lambda-Regelung schaltet bei Vollast nicht

ab; so daß Gemisch zu mager ist.

5. Schwimmerkammer hat im Fahrbetrieb

Außenbelüftung.

Abhilfe

1. Zweite Vergaserstufe auf Vollöffnung prüfen:

a) auf Leistungsprüfstand (Reparatur-Anleitung 2 E-E Vergaser Arb.-Nr. 07.2-110).

b) auf Straße, dazu im dritten Gang ca. 70 km/h

fahren, schlagartig Vollgas geben; nach

2-4 s soll Econometerzeiger auf Anschlag

des roten Feldes gehen.

Geht Zeiger nicht auf Anschlag, öffnet zweite Stufe nicht; ggf.: Mechanischen Leichtgang prüfen.

Unterdruckschlauch und Membrandose auf

Dichtheit prüfen. Drossel im Unterdruckschlauch

(0,5 mm ) auf ca. 0,8 mm aufbohren.

Vergaserdeckel abnehmen, Messingdrossel

0,7 mm im Unterdruckkanal (rechteckige

Aussparung) auf 0,8 mm aufbohren. Unter-

druckentnahmebohrung in 1. und 2. Stufe auf

Durchgang prüfen.

Hinweis

Ab Vergaser-Fertigungsdatum 7343 (neben

Schwimmerkammer-Belüftungsventil einge-

schlagen), ist Steuerung 2. Stufe geändert und

Drossel im Unterdruckschlauch entfallen.

Aufbohren der Drosseln nicht mehr erforder-

lich.

2 a) Kraftstoffvorlaufschläuche zum Vergaser abtasten, ob evtl. eine Drossel eingebaut ist, wenn ja, Drossel ausbauen.

b) Fördermenge prüfen, dazu Stecker für Positionsgeber am EZL-Zündschaltgerät abziehen, damit Motor nicht anspringt. Starter 20 s betätigen, Fördermenge messen,
Sollwert: ca. 0,25 Liter. Bei zu geringer Fördermenge Saug- und Druckseite der Kraftstoffpumpe prüfen (Reparatur-Anleitung 2 E-E Vergaser, Arb.-Nr. 07.2-130).

c) Größere Hauptdüse (X112,5) in 1. Stufe einbauen, Teil-Nr. 000 071 91 35.

3. Tachometervergleich bei ca. 160 km/h auf Rollenprüfstand durchführen.



Werkstatteigene Prüfstandreifen verwenden. Siehe auch Gruppe 54; "Fahrzeug erreicht die Endgeschwindigkeit nicht, Tachometer hat zu geringe Voreilung".

4. Prüfen, ob bei Vollast Lambda-Regelung abschaltet. Dazu auf Leistungsprüfstand oder Straße mit angeschlossenem Lambda-Regelungstester Vollast fahren; Zeiger darf nicht mehr pendeln, ggf. Vollgasanschlag prüfen, einstellen.

5. Schwimmerkammer-Belüftung prüfen (Reparatur-Anleitung 2 E-E Vergaser,
Arb.-Nr. 07.2-114).

Beanstandung:
Motor überfettet, springt schlecht an, kein Leerlauf.

Ursache
Vordrossel wird nicht durch Federkraft in Öffnungsrichtung gedrückt, weil Sicherungsring unterhalb der Druckfeder für Nadelsteuerung Leerlaufkorrekturluft abgesprungen ist.

Abhilfe
Bei Motorstillstand Vordrossel ganz zudrücken, dann langsam loslassen; die Vordrossel muß durch Federkraft ganz aufgedrückt werden, ggf. Vergaser erneuern.

Beanstandung:
Anfahr- und Übergangsfehler, träge Beschleunigung,
Ruckeln bei Teillast

Ursache
Gemisch zu mager.

Abhilfe
Größere Leerlauf- und Hauptdüse einbauen (Reparatur-Anleitung 2 E-E Vergaser
Arb.-Nr. 07.2-160).

1) Tausch nur erforderlich bis Vergaser-Fertigungs-Datum 7343.

2) Ab Vergaser-Fertigungs-Datum 8336 serienmäßig.

Teile

Teil-Nr.

Leerlaufdüse

000 071 44 36

Hauptdüse

000 071 91 35 1) 2)

Beanstandung:
Rattergeräusch bei Motorstillstand und eingeschalteter Zündung.

Ursache
Schwingungsgeräusch der Vordrossel
(100 Hz).

Abhilfe
Keine, da funktionsbedingt.

Beanstandung:
Hoher Kraftstoffverbrauch (Zeiger des Lambda-Regelungstesters steht im rechten Bereich
auf Anschlag, Lambda-Regelung läßt sich nicht einstellen, Leerlauf-CO-Wert am Auspuffrohr bis 8%).

1. Ursache
Motor-Masseleitung (W11) für Steuergerät

(am Zylinderkopf vorne links angeschraubt) unterbrochen, schlechter Kontakt.

Abhilfe
Motor-Masseleitung (W11) auf Festsitz und Durchgang prüfen. Gleichzeitig Masseleitung (W10) am rechten Federdom abschrauben, prüfen, ob alle Leitungen richtig eingelötet sind. Kontaktflächen reinigen.

2. Ursache

Elektrische Leitung von Lambda-Sonde zum Steuergerät Buchse 8 hat Masseschluß.

Abhilfe

Elektrische Leitung auf Masseschluß prüfen.

Dazu bei Motorstillstand Kupplung am Steuer-

gerät abziehen, Widerstand zwischen Buchse 7

und 8 messen, Sollwert: W.

Bei Abweichungen vom Sollwert liegt Masse-

schluß vor, ggf. O2-Sonde prüfen, wenn in Ord-

nung, liegt Masseschluß an Leitung zwischen

Steckverbindung der O2-Sonde und Steuergerät

vor (z. B.: Schirmungsmasse hat Kontakt mit

Leitungsseele).

3. Ursache

Schwimmerkammer hat im Fahrbetrieb Außenbelüftung.

Abhilfe

Schwimmerkammer-Belüftung prüfen

(Reparatur-Anleitung 2 E-E Vergaser, Arb.-Nr. 07.2-114).

Beanstandung:
Motor läuft nach Schiebebetrieb nicht durch.

Mögliche Ursachen

1. Schwimmerkammerbelüftungsventil schaltet nicht auf Innenbelüftung (Gemischüberfettung).

2. Fehlfunktion des Drosselklappenanstellers
(z. B. Evakuierungsventil geht nach Öffnen nicht mehr in Schließstellung, bzw. Ventile undicht).

3. Bei Fahrzeugen bis Ende Mai 1986 evtl. kein Mischrohr für Leerlaufsystem eingebaut.

1. Abhilfe
Schwimmerkammer-Belüftung prüfen
(Reparatur-Anleitung 2 E-E Vergaser, Arb.-Nr. 07.2-114).

2. Abhilfe
Belüftungs- und Evakuierungsventil vom Drosselklappenansteller auf Funktion prüfen Reparatur-Anleitung 2 E-E Vergaser, Arb.-Nr. 07.2-114).

Hinweis
Am Drosselklappenansteller wurden ab Fertigungstag 6 224 (=August 1986, am Blechdeckel eingeprägt) eine Änderung an den Ventilen durchgeführt.

Wird bei den beiden Prüfungen der Ventile nicht eindeutig ein Fehler festgestellt, sind Drosselklappenansteller vor Fertigungstag 6 224 auf Verdacht zu erneuern.

3. Abhilfe
Probeweise neuen Vergaser aufbauen
(Reparatur-Anleitung 2 E-E Vergaser, Arb.-Nr. 07.2-156).

Beanstandung:
Betriebswarmer Motor bleibt stehen.

Das Stehenbleiben des Motors kann verschie-

dene Ursachen haben. Meistens kommt hierfür

eine Fehlfunktion des Drosselklappenanstellers

in Frage, der Stößel wird zu weit eingezogen.

Eine Fehlfunktion der Vordrossel, plötzliches

Zuschlagen oder völliges Öffnen kann ebenfalls

die Ursache sein.

Mögliche Ursachen

1. Belüftungsleitung für Drosselklappenansteller hat zeitweise keinen Durchgang bzw. ist falsch aufgesteckt.
Zum Beispiel: Leitung ist mit Steuerleitung für Kraftstoffverdunstungsanlage verbunden und erhält deshalb Unterdruck.

2. Haarriß in Verteilerkappe, Leitungen an Zündspule lose. (Motor geht besonders unter Last aus).

3. Leitungssatz für elektrische Steuerung des Vergasers am Halter auf dem Ventildeckel beschädigt (Leitungen zueinander kurzzeitige Verbindung, oder kurzzeitig Masseschluß am Halter, zur Fehlerlokalisierung Leitungen bewegen).

4. Fehlfunktion des Drosselklappenanstellers bzw. des Vordrosselstellers.

5. Drehzahlsignal fällt ganz, bzw. kurzzeitig aus. Steuergerät Buchse 13 erhält keine, oder kurzzeitig keine Spannung. Masseversorgung für Drosselklappenansteller-Potentiometer bzw. Drosselklappen-Potentiometer dauernd oder kurzzeitig unterbrochen.

6. Metall-Verschlußplatte für Kraftstoffabschaltung zur Motorhöchstdrehzahlbegrenzung hat sich vom Kunststoffstück gelöst (Kugelkopf ausgerastet) und wird gegen den Düsenstock gesaugt (Kraftstoffabsperrung).

7. Schwimmerkammer hat im Fahrbetrieb Außenbelüftung.

8. Zündschaltgerät hat kalte Lötstelle bzw. Positionsgeber-Kurbelwelle funktioniert zeitweise nicht.

Abhilfe

1. Belüftungsleitung am Drosselklappenansteller abziehen (oberer Anschluß) Fahrzeug probefahren. Ist Beanstandung behoben, Belüftungsleitung aus Gummitülle in der Stirwand ziehen, auf Knickstellen und Druchgang prüfen. Leitung nur ca. 80 mm durch die Gummitülle schieben.
Leitungen der Kraftstoffverdunstungsanlage auf richtigen Anschluß prüfen.

2. Verteilerkappe erneuern, bzw. Leitungen befestigen.

3. Leitungssatz am Halter lösen, Isolierrohr aufschneiden, prüfen, ob Leitungen beschädigt sind, ggf. isolieren, bzw. neues Leirungsstück einsetzen.

4 Zur Unterscheidung, ob die Ursache am Drosselklappenansteller oder am Vordrosselsteller liegt, wie folgt vorgehen:

Im Leerlauf elektrischen Stecker für Drosselklappenansteller abziehen, probefahren. Dann elektrischen Stecker an Vordrossel abziehen, probefahren.
Wenn Motor nicht läuft (zu mager), Gemischregulierschraube so weit herausdrehen, bis Leerlauf in Ordnung.
Tritt der Fehler bei abgezogenem Stecker nicht mehr auf, liegt Fehlfunktion des jeweiligen Bauteils vor, Drosselklappenansteller bzw. Vordrosselsteller erneuern.

Hinweis
Am Drosselklappenansteller wurde ab Fertigungsdatum 6.224 (=August 1986, am Blechdeckel eingeprägt) eine Änderung an den Ventilen durchgeführt.
In Zweifelsfällen sind Drosselklappenansteller vor Fertigungsdatum 6.224 zu erneuern.

5. Leitungen und Steckverbindungen auf Wackelkontakt prüfen, dazu bei laufendem Motor Leitungen bzw. Steckverbindung bewegen, dabei darf sich der Motorlauf nicht verändern.
Elektrischen Leitungsverlauf nach Schaltplan prüfen, Steckverbindungen auf einwandfreie Kontaktierung prüfen, Leitungen auf Durchgang und auf Kurzschluß der Leitungen zueinander prüfen, dazu sämtliche Stecker abziehen. Masseleitung (W10) am rechten Federdom abschrauben, prüfen, ob alle Leitungen richtig eingelötet sind. Kontaktflächen reinigen. Drosselklappen-Potentiometer erneuern.

6. Von Hand Vollgas geben. Sobald Drehzahl auf 3000-4000/min angestiegen ist, Vordrossel kurz bis zum Anschlag aufdrücken und sofort wieder loslassen, dabei weiterhin Vollgas halten. Geht der Motor aus, ist Verschlußplatte lose (Prüfung mehrmals wiederholen). Ggf. Vergaserdeckel ausbauen, Verschlußschrauben am Düsenstock ausbauen. Kunststoffteil um 180° drehen, Metall-Verschlußplatte herausnehmen. Neue Metall-Verschlußplatte Teil-Nr. 000 072 01 41 05 vorsichtig in Kunststoffteil einrasten.

Hinweis
Keinesfalls Betätigungsstange der Kraftstoffabschaltung oben lösen. Fehler kann auftreten, bis Vergaser-Fertigungstag 7.033 (Zahl ist am Vergaserdeckel neben dem Schwimmerkammer-Belüftungsventil eingeprägt).

7. Schwimmerkammer-Belüftung prüfen (Reparatur-Anleitung 2 E-E Vergaser, Arb.-Nr. 07.2-114).

8. Zündschaltgerät probeweise erneuern, Positionsgeber-Kurbelwelle prüfen, ggf. erneuern.

Beanstandung:
Motor läuft im Leerlauf unrund.
Zeiger des Lambda-Regelungstesters steht im linken Bereich auf Anschlag,
Lambda-Regelung läßt sich nicht einstellen, Leerlauf CO-Wert am Auspuffrohr bis 8%.

1. Ursache
Vergaser läuft über.

Abhilfe
Mischkammern ausleuchten und prüfen, ob am Vorzerstäuber Kraftstoff austritt, ggf. Schwimmernadelventil reinigen. Schwimmergewicht (7,90,5 g) prüfen, ggf. neuen Schwimmer einbauen.
Schwimmerstand prüfen.

2. Ursache
Leerlaufkraftstoffdüse lose.

Abhilfe
Gemischregulierschraube ganz hineindrehen. Bleibt der Zeiger des Lambda-Regelungstesters auf Anschlag und der CO-Wert sinkt nicht unter 0,5%, Vergaserdeckel ausbauen, Leerlaufkraftstoffdüse auf festen Sitz prüfen.
Vor CO-Prüfung Motor ca. 1 min mit 3000/min laufenlassen.

Beanstandung:
Lambda-Regelung funktioniert nicht.

Ursache
Falscher Abgleichstecker (ECE-Ausführung) für Steuergerät 2 E-E Vergaser eingebaut, deshalb wird Lambda-Regelung nicht aktiviert.

Abhilfe
Abgleichstecker KAT-Ausführung einbauen,
Teil-Nr. 014 545 71 28.

Beanstandung:
Heißer Motor läuft beim Anhalten stark unrund, geht evtl. aus.

Ursache
Zeitweise springender Zündzeitpunktwert
(z. B. bis 15° KW nach OT, bzw. bis über 30° vor OT im Leerlauf). Unregelmäßiger Spannungsverlauf am Positionsgeber des Schwungrades beeinflußt Zündschaltgerät derart, daß unlogische Zündzeitpunktwerte ausgegeben werden. Bisher ist Fehler nur an Fahrzeugen mit automatischem Getriebe und Bosch-Zündschaltgerät aufgetreten.

Abhilfe

Probeweise Siemens-Zündschaltgerät, Teil-Nr.

006 545 41 32 und Positionsgeber einbauen.

Ist Fehler damit nicht behoben Schwungrad

erneuern, da evtl. Segmentfehler vorliegen.

Beanstandung:
Lambda-Regelung bzw. Leerlaufabgaswert nicht einstellbar.
Motor springt kalt schlecht an.
Motor geht nach dem Kaltstart oder nach Schubbetrieb aus.

Ursache
Leerlaufluftdüsen ausgeschlagen. Leerlaufgemisch kann deshalb nicht mehr durch Verstellen der Gemischregulierschraube eingestellt werden.

Abhilfe
Prüfen, ob Leerlaufluftdüsen ausgeschlagen sind, dazu:

1. Vordrossel von Hand soweit zudrücken, (anfetten) daß Motor gerade noch durchläuft. Zeiger von Lambda-Regelungstester soll nun vom rechten Anschlag weglaufen.

2. Motordrehzahl auf ca. 2500/min bringen, zeiger von Lambda-Regelungstester soll nun pendeln.


Werden beide Bedingungen erfüllt, ist die Leerlaufluftdüse ausgeschlagen und muß erneuert werden (RA 07.2-159).

Referenzierte Dokumente