Die Verwendung von Zink als Korrosionsschutz ist aus Sicht der Verfügbarkeit des Zinks problematisch.
Deshalb werden bei der Daimler AG verzinkte Bleche (und auch dann nur in Kombination mit organischen Schutzschichten) nur dort eingesetzt, wo extreme Korrosionsbeanspruchung, z. B. durch Streusalz, erwartet werden kann.
Korrosionsschutz durch Zink
Stahl (-Blech) kann durch verschiedene Verfahren verzinkt werden.
Der Korrosionsschutz durch Zinküberzug entsteht durch das elektrochemische Verhalten des Schutzmetalls (Zink) zum Grundwerkstoff (Stahl).
Hierbei bildet das Zink die Anode und das Grundmetall Stahl die Kathode.
Zink als unedleres Metall geht in Lösung.
Die Stahloberfläche wird nicht angegriffen.
Durch genaues Überprüfen und Abwägen zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten hat sich eine auf das jeweilige Anforderungsprofil abgestimmte Mischbauweise (Kombination unterschiedlicher Werkstoffe) bewährt.
Immer häufiger kommen in korrosionsgefährdeten Bereichen verschiedene Kunststoffe sowie Aluminium als Grundwerkstoff zum Einsatz.
Die kathodische Schutzwirkung des Zinks kann anhand der Lage von Zink und Stahl in der elektrochemischen Spannungsreihe nachvollzogen werden.
Man spricht davon, dass Zink als Opferanode wirkt.
In Verbindung mit organischen Schutzschichten wird somit ein Optimum an Korrosionsschutz erreicht.
Wird die schützende Zinkschicht an einer Stelle durchbrochen, entsteht unter der Einwirkung des Elektrolyten (wässrige, elektrisch leitende Lösung) ein örtliches galvanisches Element.
Referenzierte Dokumente
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