gf9160p2012fq

Supplemental Restraint System auslösen Funktion

Typ gf · Thema 91.60 · Version 0104 · 2016-04-08

Gültig für: Typ 218

Einordnung

Funktionsgruppe 3 Aufbau › 91 Sitze, Liegen, Rückhaltesystem › 91.60 Airbag, Fußgängerschutz — Baureihe 218

GF91.60-P-2012FQ

Supplemental Restraint System auslösen Funktion

08.04.2016

Typ

218

Funktionsvoraussetzung allgemein

Klemme 15R Ein:

Den Klemmenstatus Klemme 15 sendet das Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) über Fahrwerk-CAN (CAN E) (bis 28.02.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (CAN E1) (ab 01.03.2013) an das Steuergerät Supplemental Restraint System (N2/10).

Supplemental Restraint System auslösen allgemein

Das Supplemental Restraint System überwacht ständig den Belegungszustand des Beifahrersitzes sowie den Status der Sicherheitsgurte (angelegt oder nicht angelegt) und passt anhand dieser Informationen sein Auslöseverhalten an.

Die Funktion Supplemental Restraint System auslösen umfasst folgende Teilfunktionen:

Funktionsablauf Systemüberwachung

Funktionsablauf Auswertung des Belegungszustandes des Beifahrersitzes

Funktionsablauf Erkennung des Status der Sicherheitsgurte vorn

Funktionsablauf Aufprallerkennung

Funktionsablauf bei Frontalaufprall

Funktionsablauf bei Seitenaufprall

Funktionsablauf bei Heckaufprall

Funktionsablauf bei Überrollvorgang

Funktionsablauf Zusatzfunktionen im Crashfall

Funktionsablauf Systemüberwachung

Beim Einschalten der Klemme 15R werden folgende Kontrollleuchten angesteuert:

Kontrollleuchte Supplemental Restraint System (A1e15) im Kombiinstrument (A1)

Airbag Off-Kontrollleuchte Kindersitzerkennung (N72/1e1) im Steuergerät Oberes Bedienfeld (N72/1)

Die Kontrollleuchte Supplemental Restraint System und die Airbag Off-Kontrollleuchte Kindersitzerkennung werden nach erfolgreichem Selbsttest (t = 4 s) ausgeschaltet. Danach wird bei Fahrzeugen mit Code U18 (Automatische Kindersitzerkennung AKSE) oder Code U10 (Automatische Beifahrerairbag-Abschaltung) über die Airbag Off-Kontrollleuchte Kindersitzerkennung der Belegungszustand des Beifahrersitzes angezeigt.

Die Anforderung zum Einschalten der Kontrollleuchte Supplemental Restraint System sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System bei Fahrzeugen bis 28.02.2013 über Fahrwerk-CAN an das Kombiinstrument. Bei Fahrzeugen ab 01.03.2013 sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System die Anforderung über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn (N10/1) und Fahrwerk-CAN 2 (CAN E2) an das Kombiinstrument.

Die Anforderung zum Einschalten der Airbag Off-Kontrollleuchte Kindersitzerkennung sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System über Fahrwerk-CAN (bis 28.02.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2013), Steuergerät SAM vorn und Instrumententafel-LIN (LIN 1) an das Steuergerät Oberes Bedienfeld, das die Airbag Off-Kontrollleuchte Kindersitzerkennung direkt ansteuert.

Das Steuergerät Supplemental Restraint System überwacht im Fahrbetrieb weiterhin ständig das Supplemental Restraint System und meldet Fehler über das Multifunktions-Display (A1p13) und die Kontrollleuchte Supplemental Restraint System im Kombiinstrument an den Fahrer. Die Anforderung zur Anzeige einer entsprechenden Meldung sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System bei Fahrzeugen bis 28.02.2013 über Fahrwerk-CAN an das Kombiinstrument. Bei Fahrzeugen ab 01.03.2013 sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System die Anforderung über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät SAM vorn und Fahrwerk-CAN 2 an das Kombiinstrument. Die Fehler werden im nichtflüchtigen Speicher des Steuergeräts Supplemental Restraint System abgelegt.

Bei Fahrzeugen mit Code 494 (USA-Ausführung) ist ab 01.09.2014 ein Unfalldatenschreiber in das Steuergerät Supplemental Restraint System integriert, der vor, während und nach einem Unfall relevante Daten aufzeichnet. Durch die gespeicherten Daten kann der Unfallhergang rekonstruiert werden.

Funktionsablauf Auswertung des Belegungszustandes des Beifahrersitzes

Das Auslöseverhalten der Rückhaltemittel auf der Beifahrerseite wird anhand des Belegungszustandes des Beifahrersitzes angepasst.

Ohne Code U18 (Automatische Kindersitzerkennung AKSE) und ohne Code U10 (Automatische Beifahrerairbag-Abschaltung) hat der Status der Sitzbelegungserkennung keinen Einfluss auf das Auslöseverhalten des Supplemental Restraint Systems.

Detaillierte Informationen zur Sitzbelegungserkennung sind in einem separaten Dokument enthalten.

Funktionsablauf Erkennung des Status der Sicherheitsgurte vorn

Das Auslöseverhalten der Rückhaltemittel wird anhand des Status der Sicherheitsgurte (angelegt oder nicht angelegt) angepasst. Durch die ins Gurtschloss gesteckte Gurtschlosszunge wird der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Fahrer (S68/3) bzw. der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Beifahrer (S68/4) betätigt. Der Status der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss wird vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt eingelesen.

Der Status der hinteren Gurtschlösser hat keinen Einfluss auf das Auslöseverhalten des Supplemental Restraint Systems.

Funktionsablauf Aufprallerkennung

Das Steuergerät Supplemental Restraint System unterscheidet zwischen einem:

Frontalaufprall

Seitenaufprall

Heckaufprall

Überrollvorgang

Dazu werden die Signale folgender Sensoren ausgewertet:

Integrierte Sensoren

Sensor Sidebag links (A53)

Sensor Sidebag rechts (A54)

Frontalbeschleunigungssensor links (B48/1)

Frontalbeschleunigungssensor rechts (B48/2)

Drucksensor Vordertür links (B48/7)

Drucksensor Vordertür rechts (B48/8)

Drucksensor Fondtür links (B48/9) (bei Code 293 (Sidebags im Fond))

Drucksensor Fondtür rechts (B48/10) (bei Code 293 (Sidebags im Fond))

Die Sensorsignale werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt eingelesen.

Funktionsablauf bei Frontalaufprall

Einen Frontalaufprall erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale folgender Sensoren:

Integrierte Sensoren

Frontalbeschleunigungssensor links

Frontalbeschleunigungssensor rechts

Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls, der Belegung des Beifahrersitzes und dem Status der Sicherheitsgurte.

Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):

Zündpille Gurtstraffer Fahrer (R12/1)

Zündpille Gurtstraffer Beifahrer (R12/2)

Zündpille 1 Beifahrer-Airbag (R12/4)

Zündpille 2 Beifahrer-Airbag (R12/5)

Zündpille Gurtstraffer Fond links (R12/6)

Zündpille Gurtstraffer Fond rechts (R12/7)

Zündpille 1 Fahrer-Airbag (R12/13)

Zündpille 2 Fahrer-Airbag (R12/14)

Zündpille Kneebag Fahrer (R12/25) (bei Code 294 (Kneebag))

Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.

Folgende Zustände werden berücksichtigt:

Belegungszustand des Beifahrersitzes:

Das Steuergerät Supplemental Restraint System entscheidet anhand der aktuellen Belegung über die Unterdrückung oder die 1- oder 2-stufige Auslösung des Beifahrer-Airbags.

Status Gurtschloss Fahrer:

Bei nicht gesteckter Gurtschlosszunge wird anstelle des Gurtstraffers Fahrer der Fahrer-Airbag mit vorverlegtem Zündzeitpunkt ausgelöst.

Status Gurtschloss Beifahrer:

Bei nicht gesteckter Gurtschlosszunge wird anstelle des Gurtstraffers Beifahrer der Beifahrer-Airbag mit vorverlegtem Zündzeitpunkt ausgelöst. Dies gilt jedoch nur, wenn ein belegter Beifahrersitz erkannt worden ist. Bei Nichtbelegung wird weder der Gurtstraffer noch der Beifahrer-Airbag ausgelöst.

Funktionsablauf bei Seitenaufprall

Einen Seitenaufprall erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale folgender Sensoren:

Integrierte Sensoren

Sensor Sidebag links

Sensor Sidebag rechts

Drucksensor Vordertür links

Drucksensor Vordertür rechts

Drucksensor Fondtür links

Drucksensor Fondtür rechts

Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls und der Belegung des Beifahrersitzes.

Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):

Zündpille Gurtstraffer Fahrer

Zündpille Gurtstraffer Beifahrer

Zündpille Gurtstraffer Fond links

Zündpille Gurtstraffer Fond rechts

Zündpille Sidebag Fahrer (R12/9)

Zündpille Sidebag Beifahrer (R12/10)

Zündpille Fondsidebag links (R12/11) (bei Code 293 (Sidebags im Fond))

Zündpille Fondsidebag rechts (R12/12) (bei Code 293 (Sidebags im Fond))

Zündpille Windowbag links (R12/22)

Zündpille Windowbag rechts (R12/23)

Zündpille Pelvisbag Fahrer (R12/41) (bei Code 291 (BECKEN-AIRBAG (PELVISBAG)))

Zündpille Pelvisbag Beifahrer (R12/42) (bei Code 291 (BECKEN-AIRBAG (PELVISBAG)))

Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.

Folgender Zustand wird berücksichtigt:

Das Steuergerät Supplemental Restraint System entscheidet anhand der aktuellen Belegung des Beifahrersitzes über die Auslösung der Sidebag-Einheit Beifahrer.

Funktionsablauf bei Heckaufprall

Einen Heckaufprall erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale folgender Sensoren:

Integrierte Sensoren

Sensor Sidebag links

Sensor Sidebag rechts

Frontalbeschleunigungssensor links

Frontalbeschleunigungssensor rechts

Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls und dem Status der Sicherheitsgurte.

Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):

Zündpille Gurtstraffer Fahrer

Zündpille Gurtstraffer Beifahrer

Zündpille Gurtstraffer Fond links

Zündpille Gurtstraffer Fond rechts

Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.

Zusätzlich werden folgende Bauteile durch das Steuergerät Supplemental Restraint System angesteuert:

Magnetspule NECK-PRO-Kopfstütze Fahrersitz (Y24/12)

Magnetspule NECK-PRO-Kopfstütze Beifahrersitz (Y24/13)

Folgende Zustände werden berücksichtigt:

Status Gurtschloss Fahrer:

Bei nicht gesteckter Gurtschlosszunge wird der Gurtstraffer Fahrer nicht ausgelöst.

Status Gurtschloss Beifahrer:

Bei nicht gesteckter Gurtschlosszunge wird der Gurtstraffer Beifahrer nicht ausgelöst.

Funktionsablauf bei Überrollvorgang

Einen Überrollvorgang erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale der integrierten Sensoren. Es kann nur ein Überrollvorgang um die Fahrzeuglängsachse erkannt werden.

Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):

Zündpille Gurtstraffer Fahrer

Zündpille Gurtstraffer Beifahrer

Zündpille Gurtstraffer Fond links

Zündpille Gurtstraffer Fond rechts

Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.

Folgende Zustände werden berücksichtigt:

Status Gurtschloss Fahrer:

Bei nicht gesteckter Gurtschlosszunge wird der Gurtstraffer Fahrer nicht ausgelöst.

Status Gurtschloss Beifahrer:

Bei nicht gesteckter Gurtschlosszunge wird der Gurtstraffer Beifahrer nicht ausgelöst.

Funktionsablauf Zusatzfunktionen im Crashfall

Die Zusatzfunktionen im Crashfall umfassen folgende Unterfunktionen:

Funktionsablauf Aktivieren der Funktion Warnblinken

Funktionsablauf Einschalten der Innenbeleuchtung

Funktionsablauf Öffnen der Zentralverriegelung (ZV)

Funktionsablauf Öffnen der Seitenfenster

Funktionsablauf Abstellen des Motors

Funktionsablauf Auslösen der Pyrosicherung

Funktionsablauf Abschalten der Klimaanlage (ab 01.03.2013)

Funktionsablauf Abschalten der Standheizung (STH) (bei Code 228 (Standheizung))

Funktionsablauf automatischer Notruf (bei Code 359 (Notrufsystem TELE AID), bei Code 348 (Notruf-Assistentsystem), bei Code 347 (Mercedes-Benz Notrufsystem), bei Code 350 (Notrufsystem Ecall Europa), bei Code 360 (HERMES UMTS) oder bei Code 362 (HERMES LTE))

Funktionsablauf Aktivieren der crashaktiven Ausstiegshilfe (bei Code 275 (Memory-Paket))

Funktionsablauf Aktivieren der Funktion Warnblinken

Um nach einem Unfall andere Verkehrsteilnehmer zu warnen, wird die Funktion Warnblinken automatisch aktiviert. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 28.02.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2013) an das Steuergerät SAM vorn. Das Steuergerät SAM vorn aktiviert daraufhin die Funktion Warnblinken.

Detaillierte Informationen zur Funktion Warnblinken sind in einem separaten Dokument enthalten.

Funktionsablauf Einschalten der Innenbeleuchtung

Um den Fahrzeuginsassen oder helfenden Personen nach einem Unfall die Orientierung im Fahrzeug zu erleichtern, wird die Innenbeleuchtung automatisch eingeschaltet. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 28.02.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2013) an das Steuergerät SAM vorn. Das Steuergerät SAM vorn aktiviert daraufhin die Innenbeleuchtung.

Detaillierte Informationen zur Innenbeleuchtung sind in einem separaten Dokument enthalten.

Funktionsablauf Öffnen der ZV

Um es helfenden Personen zu ermöglichen, nach einem Unfall zu den evtl. verletzten Fahrzeuginsassen zu gelangen, wird die ZV automatisch entriegelt. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 28.02.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2013) an das Steuergerät SAM vorn, das diese Anforderung umsetzt.

Die ZV wird nach einer Wartezeit von t = 8 bis 11 s entriegelt. Bei einem Heckaufprall wird die ZV ohne Wartezeit entriegelt.

Detaillierte Informationen zur ZV sind in einem separaten Dokument enthalten.

Funktionsablauf Öffnen der Seitenfenster

Bei der Auslösung der pyrotechnischen Rückhaltemittel entstehen Rauchpartikel im Fahrzeuginnenraum. Um ein schnelles Abziehen dieser Rauchpartikel zu erreichen, werden automatisch die Seitenfenster vorn um einen Spalt geöffnet. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 28.02.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2013), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an folgende Steuergeräte:

Steuergerät Vordertür links (N69/1)

Steuergerät Vordertür rechts (N69/2)

Detaillierte Informationen zum Öffnen der Seitenfenster sind in einem separaten Dokument enthalten.

Funktionsablauf Abstellen des Motors

Nach einem Unfall wird zur Verringerung der Brandgefahr automatisch der Motor abgestellt. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 28.02.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2013) an das Steuergerät CDI (N3/9) (bei Dieselmotor) oder an das Steuergerät ME (N3/10) (bei Benzinmotor). Dieses veranlasst daraufhin das Abstellen des Motors.

Das Crash-Signal wird zusätzlich über eine direkte Leitung vom Steuergerät Supplemental Restraint System an das Steuergerät CDI oder an das Steuergerät ME übermittelt.

Funktionsablauf Auslösen der Pyrosicherung

Um nach einem Unfall eine mögliche Brandgefahr zu vermeiden, wird bei Fahrzeugen ohne Code B03 (ECO Start-Stopp-Funktion) die Pyrosicherung 150 (F32f150) im Sicherungskasten elektrische Vorsicherungen vorn (F32) und bei Fahrzeugen mit Code B03 (ECO Start-Stopp-Funktion) die Pyrosicherung (F63) ausgelöst.

Supplemental Restraint System auslösen Funktion

Die Hauptleitung ist innerhalb des Gehäuses der Pyrosicherung als Leitungsschiene mit Sollbruchstelle (3) ausgeführt. Nach Eintreten eines Crashereignisses wird die Pyrosicherung 150 (ohne Code B03 (ECO Start-Stopp-Funktion)) oder die Pyrosicherung (bei Code B03 (ECO Start-Stopp-Funktion)) vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert. Durch das Auslösen der Pyrosicherung baut sich in der Kammer (1) ein Druck auf. Der Kolben (2) fährt daraufhin gegen die Sollbruchstelle und trennt somit die Leitungsschiene.
Zeitablauf:
Nach t = 300 μs startet die Kolbenbewegung.
Nach t = 450 μs ist die Trennung der Leitungsschiene beendet.
Durch das Auslösen der jeweiligen Pyrosicherung werden der Starter (M1) und der Generator (G2) schnell und zuverlässig vom Bordnetz getrennt.

P91.60-3611-71

Funktionsablauf Abschalten der Klimaanlage (ab 01.03.2013)

Um nach einem Unfall das Eindringen schädlicher Gase in den Fahrzeuginnenraum zu verhindern, wird vom Steuer- und Bediengerät Klimatisierungsautomatik (N22/7) die Klimaanlage abgeschaltet und die Umluftklappe geschlossen. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an das Steuer- und Bediengerät Klimatisierungsautomatik.

Detaillierte Informationen zum Abschalten der Klimaanlage sind in einem separaten Dokument enthalten.

Funktionsablauf Abschalten der STH (bei Code 228 (Standheizung))

Nach einem Unfall wird zur Verringerung der Brandgefahr automatisch die STH abgeschaltet. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 28.02.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2013), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an das Steuergerät Standheizung (A6n1), das die Abschaltung der STH veranlasst.

Detaillierte Informationen zum Abschalten der STH sind in einem separaten Dokument enthalten.

Funktionsablauf automatischer Notruf (bei Code 359 (Notrufsystem TELE AID), bei Code 348 (Notruf-Assistentsystem), bei Code 347 (Mercedes-Benz Notrufsystem), bei Code 350 (Notrufsystem Ecall Europa), bei Code 360 (HERMES UMTS) oder bei Code 362 (HERMES LTE))

Nach einem Unfall wird automatisch ein Notruf abgesetzt. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal

bei Code 359 (Notrufsystem TELE AID) oder bei Code 348 (Notruf-Assistentsystem) über Fahrwerk-CAN (bis 28.02.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2013), Steuergerät SAM vorn und Diagnose-CAN (CAN D) an das Steuergerät Notrufsystem (N123/4).

bei Code 347 (Mercedes-Benz Notrufsystem) über Fahrwerk-CAN (bis 28.02.2013) bzw. über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2013), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an die Steuereinheit COMAND (A40/3).

bei Code 350 (Notrufsystem Ecall Europa) über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät SAM vorn und Diagnose-CAN an das Kommunikationsmodul Telematikdienste (N112/2).

bei Code 360 (HERMES UMTS) oder bei Code 362 (HERMES LTE) über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät SAM vorn und Diagnose-CAN an das Steuergerät HERMES (N112/9).

Das Steuergerät Notrufsystem (bei Code 359 (Notrufsystem TELE AID) oder bei Code 348 (Notruf-Assistentsystem)), die Steuereinheit COMAND (bei Code 347 (Mercedes-Benz Notrufsystem)), das Kommunikationsmodul Telematikdienste (bei Code 350 (Notrufsystem Ecall Europa)) bzw. das Steuergerät HERMES (bei Code 360 (HERMES UMTS) oder bei Code 362 (HERMES LTE)) setzt den automatischen Notruf ab.

Das Crash-Signal wird zusätzlich über eine direkte Leitung vom Steuergerät Supplemental Restraint System an das Steuergerät Notrufsystem (bei Code 359 (Notrufsystem TELE AID) oder bei Code 348 (Notruf-Assistentsystem)) oder an das Steuergerät HERMES (bei Code 360 (HERMES UMTS) oder bei Code 362 (HERMES LTE)) übermittelt.

Detaillierte Informationen zum automatischen Notruf sind in einem separaten Dokument enthalten.

Funktionsablauf Aktivieren der crashaktiven Ausstiegshilfe (bei Code 275 (Memory-Paket))

Um dem Fahrer das Aussteigen bzw. den Ersthelfern das Bergen des Fahrers aus dem Fahrzeug nach einem Unfall zu erleichtern, wird die Lenksäule bei folgenden Aktionen automatisch nach oben verstellt:

Öffnen der Fahrertür

Wechsel des Klemmenstatus Klemme 15C Ein nach Klemme 15C Aus

Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 28.02.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2013), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an das Steuergerät Fahrersitz (N32/1), das die Funktion crashaktive Ausstiegshilfe steuert.

Detaillierte Informationen zur elektrischen Lenksäuleneinstellung sind in einem separaten Dokument enthalten.

Funktionsschema Elektrik Supplemental Restraint System auslösen

Typ 218 bis Modell-J. 2014

PE91.60-P-2055-97XAA

Typ 218 ab Modell-J. 2014

PE91.60-P-2055-97XAB

Übersicht Systembauteile Supplemental Restraint System

GF91.60-P-9996FQ

Referenzierte Dokumente