Funktionsvoraussetzung allgemein
Klemme 15R Ein:
Den Klemmenstatus Klemme 15R sendet das Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) über Fahrwerk-CAN (CAN E) (bis 31.05.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (CAN E1) (ab 01.06.2013) an das Steuergerät Supplemental Restraint System (N2/10).
Supplemental Restraint System auslösen allgemein
Das Supplemental Restraint System überwacht ständig den Belegungszustand des Beifahrersitzes sowie den Status der Sicherheitsgurte vorn (angelegt oder nicht angelegt) und passt anhand dieser Informationen sein Auslöseverhalten an.
Die Funktion Supplemental Restraint System auslösen umfasst folgende Teilfunktionen:
Funktionsablauf Systemüberwachung
Funktionsablauf Auswertung des Belegungszustandes des Beifahrersitzes
Funktionsablauf Erkennung des Status der Sicherheitsgurte vorn
Funktionsablauf Aufprallerkennung
Funktionsablauf bei Frontalaufprall
Funktionsablauf bei Seitenaufprall
Funktionsablauf bei Heckaufprall
Funktionsablauf bei Überrollvorgang
Funktionsablauf Zusatzfunktionen im Crashfall
Funktionsablauf Systemüberwachung
Das Steuergerät Supplemental Restraint System überwacht ständig das Supplemental Restraint System und meldet Fehler über die Kontrollleuchte Supplemental Restraint System (A1e15) und das Multifunktions-Display (A1p13) im Kombiinstrument (A1) an den Fahrer. Die Anforderung zur Ausgabe entsprechender Meldungen sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System bei Fahrzeugen bis 31.05.2013 über Fahrwerk-CAN an das Kombiinstrument. Bei Fahrzeugen ab 01.06.2013 sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System die Anforderung über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn (N10/1) und Fahrwerk-CAN 2 (CAN E2) an das Kombiinstrument.
Zusätzlich wird die Warnleuchte automatische Kindersitzerkennung (S6/1e1) in der Schaltergruppe Instrumententafel (S6/1) (bis 31.05.2013) oder die Warnleuchte automatische Kindersitzerkennung (N72/1e1) (ab 01.06.2013) im Steuergerät Oberes Bedienfeld (N72/1) eingeschaltet. Die Anforderung zum Einschalten der Warnleuchte automatische Kindersitzerkennung sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System über Fahrwerk-CAN (bis 31.05.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.06.2013) an das Steuergerät SAM vorn, das die Warnleuchte automatische Kindersitzerkennung über Instrumententafel-LIN (LIN 1) entsprechend ansteuert. Eventuelle Fehler werden im nichtflüchtigen Speicher des Steuergeräts Supplemental Restraint System abgelegt. Die Kontrollleuchte Supplemental Restraint System und die Warnleuchte automatische Kindersitzerkennung werden nach erfolgreichem Selbsttest nach t = 4 s ausgeschaltet.
Funktionsablauf Auswertung des Belegungszustandes des Beifahrersitzes
Das Auslöseverhalten der Rückhaltemittel auf der Beifahrerseite wird anhand des Belegungszustandes des Beifahrersitzes angepasst.
Ohne Code U18 (Automatische Kindersitzerkennung AKSE) und ohne Code U10 (Automatische Beifahrerairbag-Abschaltung) hat der Status der Sitzbelegungserkennung keinen Einfluss auf das Auslöseverhalten des Supplemental Restraint Systems.
Detaillierte Informationen zur Sitzbelegungserkennung sind in einem separaten Dokument enthalten.
Funktionsablauf Erkennung des Status der Sicherheitsgurte vorn
Das Auslöseverhalten der Rückhaltemittel wird abhängig vom Status der Sicherheitsgurte (angelegt oder nicht angelegt) angepasst. Durch die ins Gurtschloss gesteckte Gurtschlosszunge wird der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Fahrer (S68/3) bzw. der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Beifahrer (S68/4) betätigt. Der Status der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss wird vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt eingelesen.
Der Status der hinteren Sicherheitsgurte hat keinen Einfluss auf das Auslöseverhalten des Supplemental Restraint Systems.
Funktionsablauf Aufprallerkennung
Das Steuergerät Supplemental Restraint System ermittelt die auf das Fahrzeug wirkenden Beschleunigungskräfte mithilfe folgender Sensoren:
Integrierte Sensoren
Sensor Sidebag links (A53)
Sensor Sidebag rechts (A54)
Frontalbeschleunigungssensor links (B48/1)
Frontalbeschleunigungssensor rechts (B48/2)
Drucksensor Vordertür links (B48/7)
Drucksensor Vordertür rechts (B48/8)
Die Sensorsignale werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt eingelesen.
Durch das Auswerten der Signale dieser Sensoren können folgende Aufprallarten unterschieden werden:
Frontalaufprall
Seitenaufprall
Heckaufprall
Überrollvorgang
Funktionsablauf bei Frontalaufprall
Einen Frontalaufprall erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale folgender Sensoren:
Integrierte Sensoren
Frontalbeschleunigungssensor links
Frontalbeschleunigungssensor rechts
Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls, der Belegung des Beifahrersitzes und dem Status der Sicherheitsgurte.
Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):
Zündpille Gurtstraffer Fahrer (R12/1)
Zündpille Gurtstraffer Beifahrer (R12/2)
Zündpille 1 Beifahrer-Airbag (R12/4)
Zündpille 2 Beifahrer-Airbag (R12/5)
Zündpille Gurtstraffer Fond links (R12/6)
Zündpille Gurtstraffer Fond rechts (R12/7)
Zündpille 1 Fahrer-Airbag (R12/13)
Zündpille 2 Fahrer-Airbag (R12/14)
Zündpille Kneebag Fahrer (R12/25)
Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.
Folgende Zustände werden berücksichtigt:
Belegungszustand des Beifahrersitzes:
Das Steuergerät Supplemental Restraint System legt anhand der aktuellen Belegung fest, ob der Beifahrer-Airbag gar nicht oder 1- oder 2-stufig ausgelöst wird.
Status Gurtschloss Fahrer:
Erkennt der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Fahrer eine nicht ins Gurtschloss gesteckte Gurtschlosszunge, wird anstelle des Gurtstraffers Fahrer den Fahrer-Airbag mit vorverlegtem Zündzeitpunkt ausgelöst.
Status Gurtschloss Beifahrer:
Erkennt der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Beifahrer bei belegtem Beifahrersitz eine nicht ins Gurtschloss gesteckte Gurtschlosszunge, wird anstelle des Gurtstraffers Beifahrer den Beifahrer-Airbag mit vorverlegtem Zündzeitpunkt ausgelöst.
Funktionsablauf bei Seitenaufprall
Einen Seitenaufprall erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale folgender Sensoren:
Integrierte Sensoren
Sensor Sidebag links
Sensor Sidebag rechts
Drucksensor Vordertür links
Drucksensor Vordertür rechts
Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls und der Belegung des Beifahrersitzes.
Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):
Zündpille Gurtstraffer Fahrer
Zündpille Gurtstraffer Beifahrer
Zündpille Gurtstraffer Fond links
Zündpille Gurtstraffer Fond rechts
Zündpille Sidebag Fahrer (R12/9) (Typ 207.3)
Zündpille Sidebag Beifahrer (R12/10) (Typ 207.3)
Zündpille Fondsidebag links (R12/11) (bei Code 293 (Sidebags im Fond))
Zündpille Fondsidebag rechts (R12/12) (bei Code 293 (Sidebags im Fond))
Zündpille Windowbag links (R12/22) (Typ 207.3)
Zündpille Windowbag rechts (R12/23) (Typ 207.3)
Zündpille Head-/Thorax-Bag links (R12/39) (Typ 207.4)
Zündpille Head-/Thorax-Bag rechts (R12/40) (Typ 207.4)
Zündpille Becken-Airbag Fahrer (R12/41) (bei Code 291 (BECKEN-AIRBAG (PELVISBAG)))
Zündpille Becken-Airbag Beifahrer (R12/42) (bei Code 291 (BECKEN-AIRBAG (PELVISBAG)))
Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.
Folgender Zustand wird berücksichtigt:
Das Steuergerät Supplemental Restraint System entscheidet anhand der aktuellen Belegung des Beifahrersitzes über die Auslösung der Sidebag-Einheit Beifahrer.
Funktionsablauf bei Heckaufprall
Einen Heckaufprall erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale folgender Sensoren:
Integrierte Sensoren
Sensor Sidebag links
Sensor Sidebag rechts
Frontalbeschleunigungssensor links
Frontalbeschleunigungssensor rechts
Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls und dem Status der Sicherheitsgurte.
Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):
Zündpille Gurtstraffer Fahrer
Zündpille Gurtstraffer Beifahrer
Zündpille Gurtstraffer Fond links
Zündpille Gurtstraffer Fond rechts
Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.
Zusätzlich werden folgende Bauteile vom Steuergerät Supplemental Restraint System angesteuert:
Magnetspule NECK-PRO-Kopfstütze Fahrersitz (Y24/12)
Magnetspule NECK-PRO-Kopfstütze Beifahrersitz (Y24/13)
Das Auslösen der NECK-PRO-Kopfstützen ist in einem separaten Dokument beschrieben.
Folgende Zustände werden berücksichtigt:
Status Gurtschloss Fahrer:
Erkennt der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Fahrer eine nicht ins Gurtschloss gesteckte Gurtschlosszunge, wird der Gurtstraffer Fahrer nicht ausgelöst.
Status Gurtschloss Beifahrer:
Erkennt der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Beifahrer eine nicht ins Gurtschloss gesteckte Gurtschlosszunge, wird der Gurtstraffer Beifahrer nicht ausgelöst.
Funktionsablauf bei Überrollvorgang
Einen Überrollvorgang erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale der integrierten Sensoren. Es kann nur ein Überrollvorgang um die Fahrzeuglängsachse erkannt werden.
Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):
Zündpille Gurtstraffer Fahrer
Zündpille Gurtstraffer Beifahrer
Zündpille Gurtstraffer Fond links
Zündpille Gurtstraffer Fond rechts
Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.
Folgende Zustände werden berücksichtigt:
Status Gurtschloss Fahrer:
Erkennt der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Fahrer eine nicht ins Gurtschloss gesteckte Gurtschlosszunge, wird der Gurtstraffer Fahrer nicht ausgelöst.
Status Gurtschloss Beifahrer:
Erkennt der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Beifahrer eine nicht ins Gurtschloss gesteckte Gurtschlosszunge, wird der Gurtstraffer Beifahrer nicht ausgelöst.
Typ 207.4
Bei einem Überrollvorgang werden die Überrollbügel ausgelöst. Das Steuergerät Supplemental Restraint System steuert die Zündpille Airbag Überrollbügel links (R12/45) und die Zündpille Airbag Überrollbügel rechts (R12/46) an. Innerhalb von Sekundenbruchteilen werden die hinteren Kopfstützen, in die die Überrollbügel integriert sind, ausgefahren.
Funktionsablauf Zusatzfunktionen im Crashfall
Die Zusatzfunktionen im Crashfall umfassen folgende Unterfunktionen:
Funktionsablauf Aktivieren der Warnblinkfunktion
Funktionsablauf Einschalten der Innenbeleuchtung
Funktionsablauf Öffnen der Zentralverriegelung (ZV)
Funktionsablauf Öffnen der Seitenfenster
Funktionsablauf Abstellen des Motors
Funktionsablauf Auslösen der Pyrosicherung
Funktionsablauf Abschalten der Klimaanlage (ab 01.06.2013)
Funktionsablauf Abschalten der Standheizung (STH) (bei Code 228 (Standheizung))
Funktionsablauf automatischer Notruf (bei Code 359 (Notrufsystem TELE AID), bei Code 348 (Notruf-Assistentsystem), bei Code 347 (Mercedes-Benz Notrufsystem), bei Code 350 (Notrufsystem Ecall Europa), bei Code 360 (HERMES UMTS) oder bei Code 362 (HERMES LTE))
Funktionsablauf Aktivieren der crashaktiven Ausstiegshilfe (bei Code 275 (Memory-Paket))
Funktionsablauf Aktivieren der Warnblinkfunktion
Um nach einem Unfall die anderen Verkehrsteilnehmer zu warnen, wird automatisch die Funktion Warnblinken aktiviert. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 31.05.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.06.2013) an das Steuergerät SAM vorn. Das Steuergerät SAM vorn leitet die Warnblinkfunktion durch Ausgabe des Blinktaktes über Innenraum-CAN ein.
Detaillierte Informationen zur Warnblinkfunktion sind in einem separaten Dokument enthalten.
Funktionsablauf Einschalten der Innenbeleuchtung
Um den Fahrzeuginsassen oder helfenden Personen nach einem Unfall bei Dunkelheit die Orientierung im Fahrzeug zu erleichtern, wird automatisch die Innenbeleuchtung eingeschaltet. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 31.05.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.06.2013) an das Steuergerät SAM vorn. Das Steuergerät SAM vorn aktiviert daraufhin die Innenbeleuchtung.
Detaillierte Informationen zur Innenbeleuchtung sind in einem separaten Dokument enthalten.
Funktionsablauf Öffnen der Zentralverriegelung (ZV)
Um es helfenden Personen zu ermöglichen nach einem Unfall zu den evtl. verletzten Fahrzeuginsassen zu gelangen, wird die ZV automatisch entriegelt. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 31.05.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.06.2013), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an das Steuergerät Vordertür links (N69/1) und an das Steuergerät Vordertür rechts (N69/2).
Die ZV wird nach einer Wartezeit von t = 8 bis 11 s entriegelt.
Detaillierte Informationen zur ZV sind in einem separaten Dokument enthalten.
Funktionsablauf Öffnen der Seitenfenster
Bei der Auslösung der pyrotechnischen Rückhaltemittel entstehen Rauchpartikel im Fahrzeuginnenraum. Um ein schnelles Abziehen dieser Rauchpartikel zu erreichen, werden automatisch die Seitenfenster um einen Spalt geöffnet. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 31.05.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.06.2013), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an das Steuergerät Vordertür links, das Steuergerät Vordertür rechts und an das Steuergerät Fond (N22/6).
Detaillierte Informationen zum Öffnen der Seitenfenster sind in einem separaten Dokument enthalten.
Funktionsablauf Abstellen des Motors
Nach einem Unfall wird zur Verringerung der Brandgefahr automatisch der Motor abgestellt. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 31.05.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.06.2013) an das Steuergerät CDI (N3/9) (bei Dieselmotor) oder an das Steuergerät ME (N3/10) (bei Benzinmotor). Dieses veranlasst daraufhin das Abstellen des Motors.
Das Steuergerät Supplemental Restraint System ist zusätzlich über eine direkte Leitung mit dem Steuergerät CDI oder dem Steuergerät ME verbunden. Über diese Leitung wird ebenfalls das Abstellen des Motors angefordert.
Funktionsablauf Auslösen der Pyrosicherung
Um nach einem Unfall eine mögliche Brandgefahr zu vermeiden, wird die Pyrosicherung 150 (F32f150) (ohne Code B03 (ECO Start-Stopp-Funktion)) oder die Pyrosicherung (F63) (bei Code B03 (ECO Start-Stopp-Funktion)) ausgelöst.
Die Hauptleitung ist innerhalb des Gehäuses der Pyrosicherung als Leitungsschiene mit Sollbruchstelle (3) ausgeführt. Nach Eintreten eines Crashereignisses wird die Pyrosicherung vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert. Durch das Auslösen der Pyrosicherung baut sich in der Kammer (1) ein Druck auf. Der Kolben (2) fährt daraufhin gegen die Sollbruchstelle und trennt somit die Leitungsschiene.
Zeitablauf:
Nach t = 300 μs startet die Kolbenbewegung.
Nach t = 450 μs ist die Trennung der Leitungsschiene beendet.
Durch das Auslösen der jeweiligen Pyrosicherung werden der Starter (M1) und der Generator (G2) schnell und zuverlässig vom Bordnetz getrennt.
P91.60-3611-71
Funktionsablauf Abschalten der Klimaanlage (ab 01.06.2013)
Um nach einem Unfall das Eindringen schädlicher Gase in den Fahrzeuginnenraum zu verhindern, wird vom Steuer- und Bediengerät Klimatisierungsautomatik (N22/7) die Klimaanlage abgeschaltet und die Umluftklappe geschlossen. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an das Steuer- und Bediengerät Klimatisierungsautomatik.
Detaillierte Informationen zum Abschalten der Klimaanlage sind in einem separaten Dokument enthalten.
Funktionsablauf Abschalten der STH (bei Code 228 (Standheizung))
Nach einem Unfall wird zur Verringerung der Brandgefahr automatisch die STH abgeschaltet. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 31.05.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.06.2013), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an das Steuergerät Standheizung (A6n1), das die Abschaltung der STH veranlasst.
Detaillierte Informationen zur STH sind in einem separaten Dokument enthalten.
Funktionsablauf automatischer Notruf (bei Code 359 (Notrufsystem TELE AID), bei Code 348 (Notruf-Assistentsystem), bei Code 347 (Mercedes-Benz Notrufsystem), bei Code 350 (Notrufsystem Ecall Europa), bei Code 360 (HERMES UMTS) oder bei Code 362 (HERMES LTE))
Nach einem Unfall wird automatisch ein Notruf abgesetzt. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal
bei Code 359 (Notrufsystem TELE AID) oder bei Code 348 (Notruf-Assistentsystem) über Fahrwerk-CAN (bis 31.05.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.06.2013), Steuergerät SAM vorn und Diagnose-CAN (CAN D) an das Steuergerät Notrufsystem (N123/4).
bei Code 347 (Mercedes-Benz Notrufsystem) über Fahrwerk-CAN (bis 31.05.2013) bzw. über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.06.2013), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an die Steuereinheit COMAND (A40/3).
bei Code 350 (Notrufsystem Ecall Europa) über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät SAM vorn und Diagnose-CAN an das Kommunikationsmodul Telematikdienste (N112/2).
bei Code 360 (HERMES UMTS) oder bei Code 362 (HERMES LTE) über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät SAM vorn und Diagnose-CAN an das Steuergerät HERMES (N112/9).
Das Steuergerät Notrufsystem (bei Code 359 (Notrufsystem TELE AID) oder bei Code 348 (Notruf-Assistentsystem)), die Steuereinheit COMAND (bei Code 347 (Mercedes-Benz Notrufsystem)), das Kommunikationsmodul Telematikdienste (bei Code 350 (Notrufsystem Ecall Europa)) bzw. das Steuergerät HERMES (bei Code 360 (HERMES UMTS) oder bei Code 362 (HERMES LTE)) setzt den automatischen Notruf ab.
Das Crash-Signal wird zusätzlich über eine direkte Leitung vom Steuergerät Supplemental Restraint System an das Steuergerät Notrufsystem (bei Code 359 (Notrufsystem TELE AID) oder bei Code 348 (Notruf-Assistentsystem)) oder an das Steuergerät HERMES (bei Code 360 (HERMES UMTS) oder bei Code 362 (HERMES LTE)) übermittelt.
Detaillierte Informationen zum automatischen Notruf sind in einem separaten Dokument enthalten.
Funktionsablauf Aktivieren der crashaktiven Ausstiegshilfe (bei Code 275 (Memory-Paket))
Um dem Fahrer das Aussteigen bzw. den Ersthelfern das Bergen des Fahrers aus dem Fahrzeug nach einem Unfall zu erleichtern, wird die Lenksäule bei folgenden Aktionen automatisch nach oben verstellt:
Öffnen der Fahrertür
Wechsel des Status der Klemme 15C Ein nach Klemme 15C Aus
Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 31.05.2013) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.06.2013), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an das Steuergerät Fahrersitz (N32/1). Das Steuergerät Fahrersitz leitet die Verstellung der Lenksäule nach oben ein.
Detaillierte Informationen zur crashaktiven Ausstiegshilfe sind in einem separaten Dokument enthalten.
Referenzierte Dokumente
- gf9160p9996cam Übersicht Systembauteile Supplemental Restraint System