gf8370s3045a

Zuheizbetrieb startet Funktion

Typ gf · Thema 83.70 · Version 0101 · 2002-06-12

Gültig für: TYP 638.094 /194 /294 mit MOTOR 611.980 mit Zuheizer

Einordnung

Funktionsgruppe 3 Aufbau › 83 Klimatisierung › 83.70 Standheizung, Zusatzheizung, Zuheizer — Baureihe 611 (Baumuster 980) · Baureihe 638 (Baumuster 094, 194, 294)

GF83.70-S-3045A

Zuheizbetrieb startet Funktion

14.9.98

TYP 638.094 /194 /294 mit MOTOR 611.980
mit Zuheizer

Zuheizbetrieb startet Funktion

S83.70-2525-06

1 Mantel

2 Kühlmitteleingang

3 Kühlmittelausgang

4 Wärmeübertrager

5 Brennergehäuse

A90 Zuheizer

A90.1 Steckverbindung Hauptleitungssatz am Zuheizer

A75 Steuergerät Zuheizer

A75.3 Steckverbindung Zuheizer im Elektrikkasten

B94 Kühlmitteltemperaturschalter

B95 Überhitzungssicherung

B96 Flammwächter

M44 Verbrennungsluftgebläse

M54 Kraftstoffdosierpumpe Zuheizer

R18 Glühkerze

Funktionsablauf

1 Der Zuheizer (A90) wird über die Zeitschaltuhr (Zubehör) oder manuell über den Schalter der Heizbedieneinheit aktiviert.

2 Das Verbrennungsluftgebläse (M44) im Heizgerät wird vom Steuergerät (A75) aus angesteuert und läuft an. Das Verbrennungsluftgebläse (M44) fördert im "Teillastbetrieb" mit seiner niedrigsten Leistung.

3 Im Steuergerät (A75) der Zuheizer (A90) wird die Abfrage des Flammwächters (B96) gestartet. Der Flammwächter meldet:

"kalt" = keine Flamme, Start wird fortgesetzt

"heiß" = Flamme, Start wird wegen Defekt des Flammwächters (B96) abgebrochen (Störabschaltung).

4 Die Vorglühzeit von ca. 45 s beginnt. Die Glühkerze (R18) wird eingeschaltet.

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5 Ist die Vorglühzeit beendet, fördert die Kraftstoffdosierpumpe (M54) den Kraftstoff. Der Kraftstoff und die Brennluft bilden im Brennergehäuse das Kraftstoff-Luft-Gemisch.

6 Die Sicherheitszeit (ca. 90 s) für die Flammbildung beginnt. Das Kraftstoff-Luft-Gemisch wird vom Glühskerze (R18) entzündet, der Flammwächter (B96) überwacht die beginnende Verbrennung.

7 Ist die Sicherheitszeit beendet, meldet der Flammwächter:

"heiß" =ausreichende Flammbildung, die Glühkerze (R18) wird ausgeschaltet

"kalt" = keine oder unzureichende Flammbildung, die Kraftstoffdosierpumpe (M54) wird ausgeschaltet und eine einmalige Startwiederholung eingeleitet.

8 Es beginnt die Stabilisierungszeit (ca. 20 s) für die Verbrennung, und die Kraftstoffdosierpumpe (M54) wird über das Steuergerät (A75) in den "Teillastbetrieb" geschaltet. Die Verbrennung hat sich stabilisiert.

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Funktionsablauf (Fortsetzung)

Beim Start des Heizbetriebes müssen nach der Stabilisierungszeit entsprechend der vorliegenden Kühlmitteltemperatur drei Funktionsabläufe unterschieden werden:

Heizbetrieb starten, Kühlmitteltemperatur < 79 °C

Heizbetrieb starten, Kühlmitteltemperatur 79 bis 86 °C

Heizbetrieb starten, Kühlmitteltemperatur > 86 °C

10a) Heizbetrieb starten, Kühlmitteltemperatur < 79 °C

Liegt die Kühlmitteltemperatur unter 79 °C und der Wärmebedarf ist größer als die momentane Heizleistung, werden das Verbrennungsluftgebläse (M44) und die Kraftstoffdosierpumpe (M54) vom Steuergerät (A75) auf "Vollastbetrieb" geschaltet. Das Verbrennungsluftgebläse (M44) arbeitet mit der höchsten Drehzahl.

Der Wärmeaustausch im Wärmeübertrager setzt ein, die Kühlmitteltemperatur steigt an.

10b) Heizbetrieb starten, Kühlmitteltemperatur 79 bis 86 °C

Liegt die Kühlmitteltemperatur zwischen 79 und 86 °C und der Wärmebedarf ist kleiner als die momentane Heizleistung, werden das Verbrennungsluftgebläse (M44) und die Kraftstoffdosierpumpe (M54) vom Steuergerät (A75) weiterhin im "Teillastbetrieb" betrieben.

Die Temperatur des Kühlmittels bleibt entweder konstant oder sinkt mit steigendem Wärmebedarf.

10c) Heizbetrieb starten, Kühlmitteltemperatur > 86 °C

Liegt die Kühlmitteltemperatur über 86 °C und der Wärmebedarf ist kleiner als die momentane Heizleistung oder es besteht gar kein Wärmebedarf, dann wird die Kraftstoffdosierpumpe (M54) vom Steuergerät (A75) ausgeschaltet und die Verbrennung unterbrochen.

Die Nachlaufzeit zur Kühlung des Heizgerätes und zur Spülung des Verbrennungsraums setzt für ca. 120 s ein. Das Verbrennungsluftgebläse (M44) läuft ca. 25 s im Teillast- und ca. 95 s im Vollastbetrieb.

Die Nachlaufzeit ist beendet, das Verbrennungsluftgebläse (M44) wird ausgeschaltet.

Das Heizgerät befindet sich in der Verbrennungspause, die Kühlmitteltemperatur sinkt.

Hat das Kühlmittel eine bestimmte Temperatur (ca. 77 °C) erreicht, wird der Zuheizer (A90) wieder selbsttätig in den Heizbetrieb umgeschaltet. Der Heizbetrieb startet mit der Vorglühzeit (ca. 45 s), anschließend beginnt die Sicherheitszeit und die Stabilisierungszeit (ca. 20 s).

Beim Heizgerät D 5W (Diesel) wird in der Nachlaufzeit noch eine bestimmte Zeit (ca. 30 s) nachgeglüht. Durch dieses Nachglühen wird ein Weißrauch bei der Verbrennung verhindert.

Heizgerät Zuheizer Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF83.70-S-2101A

Steuer- und Bediengerät Klimatisierung Anordnung/Aufgabe/Aufbau

GF83.40-S-2169A

Referenzierte Dokumente