gf8210p2009ca

Fahrlichtansteuerung Funktion

Typ gf · Thema 82.10 · Version 0104 · 2013-03-26

Gültig für: TYP 207.3/4 bis Modell-J. 2014 außer CODE 615 (Leuchteinheit Bi-Xenon-Scheinwerfer mit integriertem Kurvenlicht) außer CODE 616 (Leuchteinheit Bi-Xenon-Scheinwerfer mit integriertem Kurvenlicht asymetrisch) außer CODE 621 (Intelligent Light System (Linksverkehr)) außer CODE 622 (Intelligent Light System (Rechtsverkehr))'

Einordnung

Funktionsgruppe 3 Aufbau › 82 Elektrische Anlage, Aufbau › 82.10 Außenbeleuchtung — Baureihe 207 (Baumuster 3**, 4**)

GF82.10-P-2009CA

Fahrlichtansteuerung Funktion

26.3.13

TYP

207.3/4

bis Modell-J. 2014

außer CODE 615 (Leuchteinheit Bi-Xenon-Scheinwerfer mit integriertem Kurvenlicht)

außer CODE 616 (Leuchteinheit Bi-Xenon-Scheinwerfer mit integriertem Kurvenlicht asymetrisch)

außer CODE 621 (Intelligent Light System (Linksverkehr))

außer CODE 622 (Intelligent Light System (Rechtsverkehr))

Funktionsvoraussetzung allgemein

Keine Über- oder Unterspannung (Betriebsspannungsbereich U 7 17,5 V)

Fahrlichtansteuerung allgemein

Die Fahrlichtansteuerung umfasst alle Funktionen, die der optimalen Ausleuchtung der Fahrbahn während des Fahrbetriebs dienen.

Während der Fahrlichtansteuerung ist die Standlichtansteuerung aktiv, die im separaten Dokument "Stand-/Parklichtansteuerung Funktion" beschrieben ist.

Die Funktion Fahrlichtansteuerung umfasst folgende Teilfunktionen:

Funktionsablauf Abblendlichtansteuerung

Funktionsablauf Fernlichtansteuerung

Funktionsablauf Tagfahrlichtansteuerung

Funktionsablauf automatische Fahrlichtschaltung

Funktionsablauf Leuchtweitenregulierung (LWR)

Die Fahrlichtansteuerung wird entsprechend der Stellung des Schalters Außenbeleuchtung (S1) ausgeführt. Den Status des Schalters Außenbeleuchtung liest das Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn (N10/1) bei Typ 207.3 bis 31.5.10 über Instrumententafel-LIN (LIN 1) und bei Typ 207.3 ab 1.6.10, Typ 207.4 direkt (spannungscodiert) ein.

Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Abblendlichtansteuerung

Klemme 15 Ein

Das Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) sendet den Klemmenstatus Klemme 15 über Innenraum-CAN (CAN B) an das Steuergerät SAM vorn.

Funktionsablauf Abblendlichtansteuerung

Durch Drehen des Schalters Außenbeleuchtung in die Stellung "manuelles Fahrlicht" wird die Abblendlichtansteuerung angefordert.

Das Steuergerät SAM vorn liest den Status des Schalters Außenbeleuchtung ein und steuert daraufhin das Abblendlicht links (E1e2) in der Leuchteinheit vorn links (E1) und das Abblendlicht rechts (E2e2) in der Leuchteinheit vorn rechts (E2) an. Zusätzlich sendet das Steuergerät SAM vorn die Anforderung "Abblendlicht Kontrolllampe Ein" über Innenraum-CAN an das Kombiinstrument (A1), das daraufhin die Kontrollleuchte Abblendlicht (A1e67) ansteuert.

Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Fernlichtansteuerung

Für Funktion Fernlicht: Klemme 15 und Abblendlicht Ein

Für Funktion Lichthupe: Klemme 15R Ein

Das Steuergerät elektronisches Zündschloss sendet den Klemmenstatus Klemme 15 über Innenraum-CAN an das Steuergerät SAM vorn.

Funktionsablauf Fernlichtansteuerung

Die Fernlichtansteuerung umfasst folgende Teilfunktionen:

Funktionsablauf Fernlicht

Funktionsablauf Lichthupe

Funktionsablauf Fernlicht

Durch Drücken des Kombischalters (S4) nach vorn wird die Fernlichtansteuerung angefordert.

Das Steuergerät Mantelrohrmodul (N80) liest die Schalterstellung des Kombischalters direkt ein und sendet diese über Fahrwerk-CAN (CAN E) an das Steuergerät SAM vorn.

Das Steuergerät SAM vorn empfängt die Schalterstellung des Kombischalters, generiert daraus die Anforderung "Fernlicht Ein", sendet diese über Innenraum-CAN an das Kombiinstrument und steuert das Fernlicht links (E1e1) und das Fernlicht rechts (E2e1) an. Das Kombiinstrument steuert die Kontrollleuchte Fernlicht (A1e3) an.

Funktionsablauf Lichthupe

Der Funktionsablauf und der Signalfluss der Funktion Lichthupe entsprechen denen der Funktion Fernlicht. Zum Anfordern der Funktion Lichthupe muss der Kombischalter jedoch nach hinten gezogen werden.

Wenn der Kombischalter dauerhaft nach hinten gezogen wird, bleibt die Fernlichtansteuerung für maximal t = 30 s aktiv. Danach wird die dauerhaft anliegende Anforderung als "hängender Kombischalter" interpretiert.

Bei Fahrzeugen mit Code (460) Kanada Ausführung oder Code (494) USA-Ausführung dürfen die Fernlichter nicht gleichzeitig mit dem Nebelscheinwerfer links (E5/1) und dem Nebelscheinwerfer rechts (E5/2) angesteuert werden.
Priorität hat die aktuell eingehende Anforderung.

Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Tagfahrlichtansteuerung

Funktion "Tagfahrlicht" im Menü "Einstell.", "Licht" im Kombiinstrument aktiviert (außer Fahrzeuge mit Code (460) Kanada Ausführung)

Signal "Motor läuft" oder "Antriebsstrang betriebsbereit" gesetzt bzw. Fahrzeuggeschwindigkeit v > 3 km/h

Schalter Außenbeleuchtung in Stellung Außenbeleuchtung AUS "0" oder "Parklicht links" oder "Parklicht rechts" (Typ 207.3 bis 31.5.10) (codierbar) oder Automatische Fahrlichtschaltung "A"

Funktionsablauf Tagfahrlichtansteuerung

Das Kombiinstrument sendet die Anforderung "Tagfahrlicht Ein", abhängig von der Ländercodierung oder manuell im Menü "Einstell.", "Licht" aktiviert, über Innenraum-CAN.

Das Steuergerät CDI (N3/9) (bei Dieselmotor) oder das Steuergerät ME (N3/10) (bei Benzinmotor) sendet das Signal "Motor läuft" oder "Antriebsstrang betriebsbereit" über Fahrwerk-CAN.

Das Kombiinstrument sendet die Fahrzeuggeschwindigkeit über Innenraum-CAN.

Das Steuergerät SAM vorn liest alle relevanten Informationen ein, wertet sie aus und steuert bei Fahrzeugen ohne Code (498) Japan-Ausführung den Scheinwerfer Tagfahrlicht links (E1/3) und den Scheinwerfer Tagfahrlicht rechts (E2/3) an. Bei Fahrzeugen mit Code (498) Japan-Ausführung werden zur Ausgabe der Funktion Tagfahrlicht die Abblendlichter angesteuert, da keine Scheinwerfer Tagfahrlicht verbaut sind.

Bei Dunkelheit schaltet das Steuergerät SAM vorn bei Fahrzeugen ohne Code (498) Japan-Ausführung die Scheinwerfer Tagfahrlicht ab und aktiviert die Abblendlichtansteuerung. Die Umgebungshelligkeit wird dabei vom Regen-/Lichtsensor (B38/2) erfasst. Das Steuergerät SAM vorn liest den Status des Regen-/Lichtsensors über Wischer/Innenspiegel-LIN (LIN 2) ein.

Die Tagfahrlichtansteuerung wird, sobald der Schalter Außenbeleuchtung in die Stellung "Standlicht", "manuelles Fahrlicht" oder "Parklicht links" oder "Parklicht rechts" (Typ 207.3 ab 1.6.10, Typ 207.4) gedreht wird, deaktiviert.

Bei Fahrzeugen mit Code (460) Kanada Ausführung beendet das Steuergerät SAM vorn die Tagfahrlichtansteuerung bei Fahrzeugstillstand nach Ablauf einer Zeitdauer von t = 3 min. Wenn das Fahrzeug dann wieder bewegt wird, aktiviert das Steuergerät SAM vorn die Tagfahrlichtansteuerung automatisch.

Das Tagfahrlicht hat gegenüber der automatischen Fahrlichtschaltung eine höhere Priorität.
In Ländern mit gesetzlicher Tagfahrlichtvorschrift ist nur die Lichthupe, nicht aber das Fernlicht zulässig. Das Fernlicht ist nur zulässig, wenn das Fahrlicht manuell über den Schalter Außenbeleuchtung eingeschaltet wird (ohne Code (460) Kanada Ausführung und ohne Code (494) USA-Ausführung).

Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen automatische Fahrlichtschaltung

Signal "Motor läuft" oder "Antriebsstrang betriebsbereit" gesetzt bzw. Fahrzeuggeschwindigkeit v > 3 km/h

Schalter Außenbeleuchtung in Stellung "A" oder "0" (Typ 207.3 bis 31.5.10) (codierbar)

Funktionsablauf automatische Fahrlichtschaltung

Bei der automatischen Fahrlichtschaltung wird das Abblendlicht automatisch ein- oder ausgeschaltet.

Die automatische Fahrlichtschaltung ist ein reines Komfortsystem und entbindet den Fahrer nicht von den Bedienvorschriften aus der Straßenverkehrsordnung.

Das Steuergerät CDI oder das Steuergerät ME sendet das Signal "Motor läuft" oder "Antriebsstrang betriebsbereit" über Fahrwerk-CAN an das Steuergerät SAM vorn.

Das Kombiinstrument sendet die Fahrzeuggeschwindigkeit über Innenraum-CAN an das Steuergerät SAM vorn.

Das Steuergerät SAM vorn liest den Status des Schalters Außenbeleuchtung ein.

Verhalten der Außenbeleuchtung bei aktiver automatischer Fahrlichtschaltung

Fahrtantritt

Standlicht

Abblendlicht

Klemme 15C Aus

Aus

Aus

Klemme 15C Ein

Aus

Aus

Klemme 15R Ein

Ein

Aus

Klemme 15 Ein

Ein

Aus

Signal "Motor läuft" oder Signal "Antriebsstrang bereit" gesetzt bzw. v > 3 km/h

Ein

Ein (Fernlicht zulässig)

Fahrtende

Standlicht

Abblendlicht

Signal "Motor läuft" oder Signal "Antriebsstrang bereit" gesetzt bzw. v > 3 km/h

Ein

Ein (Fernlicht zulässig)

Klemme 15 Ein

Ein

Aus

Klemme 15R Ein

Ein

Aus

Klemme 15C Ein (Fahrertür geschlossen)

Ein

Aus

Klemme 15C Ein (Fahrertür geöffnet)

Aus

Aus

Klemme 15C Aus

Aus

Aus

Das Abblendlicht wird abhängig von der Umgebungshelligkeit oder abhängig von den Aktivitäten der Wischeranlage ein- und ausgeschaltet:

Funktionsablauf automatische Fahrlichtschaltung über Regen-/Lichtsensor

Funktionsablauf automatische Fahrlichtschaltung über Wischeraktivitäten

Funktionsablauf automatische Fahrlichtschaltung über Regen-/Lichtsensor

Die Umgebungshelligkeit wird vom Regen-/Lichtsensor ausgewertet. Das Steuergerät SAM vorn liest die Daten des Regen-/Lichtsensors über Wischer/Innenspiegel-LIN ein und aktiviert bei erkannter Dunkelheit die Abblendlichtansteuerung.

Funktionsablauf automatische Fahrlichtschaltung über Wischeraktivitäten

Wenn das Abblendlicht infolge der Aktivitäten der Wischeranlage ein- oder ausgeschaltet wird, spricht man vom Wisch-, Regen- oder Schlechtwetterlicht.

Das Steuergerät SAM vorn steuert die Wischeranlage und wertet hierfür die Daten des Regen-/Lichtsensors bzw. die Wischanforderung über den Kombischalter aus.

Bei Aktivierung der Scheibenwischeranlage für t 20 s mit einer Wischzykluszeit von t < 6 s aktiviert das Steuergerät SAM vorn die Abblendlichtansteuerung. Bleiben die Wischzyklen für t 60 s aus, wird die Abblendlichtansteuerung deaktiviert.

Bei Ausfall des Regen-/Lichtsensors wird die automatische Fahrlichtschaltung erst mit dem Abstellen des Motors deaktiviert. Bei Tunneldurchfahrten sowie bei aktiver Funktion Wischerloslaufunterdrückung bleibt die automatische Fahrlichtschaltung eingeschaltet.
Wenn die Funktion Wischerloslaufunterdrückung aufgehoben wird, bleibt die automatische Fahrlichtschaltung für weitere t = 60 s aktiv.

Zusätzliche Funktionsvoraussetzung LWR

Fahrlicht Ein (Abblend-/Fernlicht)

Funktionsablauf LWR

Die LWR ist als passive Sicherheitsausstattung zum Schutz vor Blendung des Gegenverkehrs in Fahrzeugen mit Halogen-Scheinwerfern verbaut. Abhängig vom Beladungszustand des Fahrzeugs kann der Neigungswinkel des Fahrlichts durch Betätigen des Leuchtweitereglers (S1s8) am Schalter Außenbeleuchtung korrigiert werden.

Entsprechend der Stellung des Leuchtweitereglers werden der Stellmotor Leuchtweitenregulierung links (E1m1) und der Stellmotor Leuchtweitenregulierung rechts (E2m1) spannungscodiert angesteuert. Diese verstellen dann die Scheinwerfereinsätze in den Leuchteinheiten vorn.

Funktionsschema Elektrik Fahrlichtansteuerung

PE82.10-P-2059-97EAA

Übersicht Systembauteile Außenbeleuchtung

GF82.10-P-9998CA

Referenzierte Dokumente