gf6874p2000mx

Einklemmschutz Funktion

Typ gf · Thema 68.74 · Version 0101 · 2003-03-26

Gültig für: TYP 240.1 mit CODE (215a) Trennwand

Einordnung

Funktionsgruppe 3 Aufbau › 68 Innenausstattung › 68.74 Trennwand — Baureihe 240 (Baumuster 1**)

GF68.74-P-2000MX

Einklemmschutz Funktion

7.6.02

TYP 240.1 mit CODE (215a) Trennwand

Überschusskraftbegrenzung beim Trennwandhochlauf

Die Überschusskraftbegrenzung (ÜKB) wirkt bei manuellem und automatischem Hochlauf.

Die Überschusskraft, die bei einem Einklemmen maximal auftreten darf, ist in Abhängigkeit der Bedienung und der Vorgeschichte in folgender Tabelle zusammengefasst:

Trennwand-Heberfunktion

Normierung

Vorgeschichte

Auslöseschwelle

Blockierreversieren

Manueller

Hochlauf

nein

---

keine

inaktiv

ja

---

FAmax1

aktiv

ja

letzter Hochlauf führte zum Reversieren

FAmax2

aktiv

ja

die beiden letzten Hochläufe führten zum Reversieren

keine

inaktiv

Automatischer

Hochlauf

nein

---

kein Automatiklauf

inaktiv

ja

---

FEmax

aktiv

Die Überschusskraftbegrenzung (ÜKB) muss bei einer Einklemmkraft von FEmax = 60 N beim automatischen Hochlauf und einer Kraft - Weg - Rate von 1,5 N/mm bis 20 N/mm im Bereich von 230 mm > s > 3 mm lichter Trennwandöffnung aktiv sein.

Die Überschusskraftbegrenzung (ÜKB) muss bei manuellem Hochlauf basierend auf der bei automatischem Hochlauf ermittelten Auslöseschwelle FAmax auf die Werte

FAmax1 = FAmax kÜKB manu1 Schwelle 1

FAmax2 = FAmax kÜKB manu2 Schwelle 2

eingestellt werden.

Die Konstanten kÜKB manu1 = 1,5 und kÜKB manu2 = 2,4 und die Auslöseschwelle FAmax sind über Bandende-Programmierung des Steuergerätes Trennwand (N69/10) im Bereich von 1 bis 5 (Schrittweite = 0,1) einstellbar.

Das Rücksetzen von einer der beiden erhöhten Schwellen auf die Grundschwelle bei manueller Betätigung erfolgt nach erneutem Einschalten von Klemme 15C.

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Falls Klemme 15C nicht zur Verfügung steht, wird Klemme 15C durch Klemme 15R ersetzt. Die Zeitspanne vom Erkennen des Einklemmens bis zur Umkehr des Antriebs beträgt t < 20 ms. Liegt zum Zeitpunkt des Einklemmens das Signal für automatischen Hochlauf oder das Signal für manuellen Hochlauf weiterhin an, so wird der Antrieb nur gestoppt.

Wird anschließend die Ruheposition des Bedienschalters erkannt, wird die Trennwand um 10 mm (gemessen rechtwinklig zur Scheibenoberkante) geöffnet. Wird zum Zeitpunkt des Einklemmens das Signal für "Taster in Ruheposition" erkannt, wird die Trennwand um 70 mm (gemessen rechtwinklig zur Scheibenoberkante) geöffnet. Mechanische Schwingungen (hervorgerufen durch z.B. schlechte Straßenverhältnisse, Schlaglöcher oder Zuschlagen der Tür) werden nicht als Einklemmen erkannt. Die angeführten Werte werden unabhängig von der Belastung des Motors Trennwand Innenraum (M10/7), der Betriebsspannung und der Umgebungstemperatur eingehalten.

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Blockierreversieren:

Befindet sich die normierte Trennwand im Einklemmbereich, ist zusätzlich zur oben genannten Überschusskraftbegrenzung bei manuellem bzw. automatischem Hochlauf eine Notfunktion aktiv. Die Notfunktion ist bei normierter Trennwand mit Aktivieren des Hochlaufs sofort aktiv. Bei einem Kraftanstieg von FEmax = 160 N (Default) über den zurückgelegten Verfahrweg, oder wenn innerhalb der Zeit tEmax = 150 ms +20 ms keine Änderung der Hallsensorsignale erfolgt, wird ein Einklemmen erkannt und entsprechend reversiert.

Adaptive Überschusskraftbegrenzung

Funktionsvoraussetzungen

Trennwand ist normiert

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Beschreibung

Beim Trennwandhochlauf werden Schwergängigkeiten im Trennwandverlauf, die einer Kraft von FAdap = 80 N (Default) entsprechen, erfasst und bei weiteren Betätigungen zur Vorsteuerung verwendet. Die Adaption ist bei jedem Trennwandhochlauf aktiv. Die Adaption erfolgt im selben Bereich, in dem auch die Überschusskraftbegrenzung aktiv ist. Es wird für je maximal 10 Zählimpulse 1 Adaptionswert abgelegt. Bei manuellem und automatischem Hochlauf erfolgt die Adaption nach oben bis zum maximalen Adaptionswert, sofern kein Schlechtweg erkannt wurde. Bei erkanntem Schlechtweg erfolgt eine Adaption nur stufenweise in Abhängigkeit der Schlechtweganregung. Beim Reversieren der Trennwand bei automatischem Hochlauf werden die adaptierten Werte ab dem Reversierpunkt um mindestens 60 mm nach unten auf den Wert des vorausgegangenen Trennwandhochlaufs zurückgenommen.

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Beim Reversieren der Trennwand bei manuellem Hochlauf werden die adaptierten Werte wie beim automatischem Hochlauf auf den Wert des vorausgegangenen Trennwandhochlaufs zurückgenommen. Bei aktivem Steuergerät Trennwand (N69/10) werden die Werte im RAM abgelegt. Vor Übergang in den Sleep-Mode werden die geänderten Werte ins EEPROM zurückgeschrieben. Die adaptierten Werte werden weder durch Entnormierung noch durch Spannungsverlust gelöscht.

Ausnahme:

Bei einer Entnormierung durch einen unzulässigen Positionszählerstand werden die Adaptionswerte auf den Defaultwert "0 N" zurückgesetzt. Bei Adaption nach unten erfolgt die Anpassung stufenweise je Trennwandlauf in Schritten von 10 N.

Trennwand Funktion

GF68.74-P-0001MX

Referenzierte Dokumente