gf5590g2001a

Zuschaltung Hydrostatischer Fahrantrieb (HYF) Funktion

Typ gf · Thema 55.90 · Version 0101 · 2009-09-22

Gültig für: TYP 405.10 /12 /20 /22 mit CODE (G33) Hydrostatischer Fahrantrieb mit Verstellmotor

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 55 Zusatzantriebe, Hydraulik- und Gelenksysteme › 55.90 Hydrostatischer Fahrantrieb — Baureihe 405 (Baumuster 10*, 12*, 20*, 22*)

GF55.90-G-2001A

Zuschaltung Hydrostatischer Fahrantrieb (HYF) Funktion

22.9.09

TYP 405.10 /12 /20 /22 mit CODE (G33) Hydrostatischer Fahrantrieb mit Verstellmotor

Zuschaltung Hydrostatischer Fahrantrieb (HYF) Funktion

G55.90-3153-09

1 Motor-CAN (Control Area Network (Datenbus/CAN Bus))

2 Fahrzeug-CAN (Control Area Network (Datenbus/CAN Bus))

3 Hydrostatpumpe

4 Schaltzylinder Zuschaltung Hydrostatpumpe

5 Schaltzylinder Zuschaltung Hydrostatmotor

6 Zwischengetriebe

7 Hydrostatmotor

A3 Steuergerät FR (FMR)

A4 Steuergerät Hydrostatischer Fahrantrieb

A6 Steuergerät MR (PLD)

P2h19 Kontrollleuchte Hydrostatischer Fahrantrieb Ein

S4 Bremslichtschalter

S40 Schalter Hydrostatischer Fahrantrieb eingelegt

S41 Schalter Hydrostatischer Fahrantrieb eingelegt

S42 Schalter Hydrostatischer Fahrantrieb-Anforderung

Y8 Magnetventil Hydrostatischer Fahrantrieb EIN

Y44 Magnetventil (Proportional) Hydrostatischer Fahrantrieb vorwärts

Y45 Magnetventil (Proportional) Hydrostatischer Fahrantrieb rückwärts

A15 Gebergerät GS (EPS)

A16 Steuergerät GS (EPS)

B1 Fußfahrgeber FR (FMR)

B5 Feststellbremsschalter

B8 Handbedienteil Hydrostatischer Fahrantrieb

B8r3 Potentiometer (Handrad)

B8s1 Schalter vorwärts, rückwärts

B15 Kurbelwellenwinkelpositionsgeber

B16 OT - Geber Zylinder 1

B17 Geschwindigkeitsgeber TCO

B57 Drehgeber GS (EPS)

B60 Sensor Gang GS (EPS)

B71 Drucksensor Kreis I

B72 Drucksensor Kreis II

G2 Generator

P2 Großinstrument

Betätigung

Bei Betätigung des Schalters Hydrostatischer Fahrantrieb-Anforderung (S42) in die Einschaltposition erhält das Steuergerät Hydrostatischer Fahrantrieb (A4) das elektrische Schaltsignal zum Zuschalten des hydrostatischen Fahrantriebs (HYF).

Die Kontrollleuchte im Schalter Hydrostatischer Fahrantrieb-Anforderung (S42) leuchtet auf.

Notwendige Voraussetzungen prüfen

Bevor der hydrostatische Fahrantrieb zugeschaltet wird, prüft das Steuergerät Hydrostatischer Fahrantrieb (A4), ob die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind. Hierzu wertet das Steuergerät Hydrostatischer Fahrantrieb (A4) relevante
CAN-Botschaften aus, die es von anderen Steuergeräten über den Fahrzeug-CAN (2) erhält, und wertet direkt empfangene elektrische Signale aus:

- Das Fahrzeug steht.

CAN-Botschaft vom Steuergerät GS (EPS) (A16), ursprünglich elektrisches Signal vom Geschwindigkeitsgeber TCO (B17) und vom Drehgeber GS (EPS) (B57).

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- Das Getriebe ist in Neutralstellung geschaltet.

CAN-Botschaft vom Steuergerät GS (EPS) (A16), ursprünglich elektrisches Signal vom Sensor Gang GS (EPS) (B60).

- Der Motor läuft.

- CAN-Botschaft vom Steuergerät FR (FMR) (A3), ursprünglich elektrisches Signal vom Kurbelwellenwinkelpositionsgeber (B15) und vom
OT - Geber Zylinder 1 (B16) an das
Steuergerät MR (PLD) (A6), und dann Weiterleitung als
CAN-Botschaft über den Motor-CAN (1) an das Steuergerät FR (FMR) (A3).

- CAN-Botschaft vom Steuergerät FR (FMR) (A3), redundant elektrisches Signal vom Anschluss W am Generator (G2).

- Die Betriebs- oder Feststellbremse ist betätigt.

CAN-Botschaft vom Steuergerät FR (FMR) (A3), ursprünglich elektrisches Signal vom Bremslichtschalter (S4) oder vom Feststellbremsschalter (B5).

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- Das Potentiometer (Handrad) (B8r3) des Handbedienteils Hydrostatischer Fahrantrieb (B8) befindet sich in der Stellung "0 %" und der Schalter vorwärts, rückwärts (B8s1) ist in Neutralstellung.

Elektrisches Signal vom Handbedienteil Hydrostatischer Fahrantrieb (B8).

- Das Potentiometer des Fußfahrgebers FR (FMR) (B1) befindet sich in der Stellung "0 %" (Fahrpedal nicht betätigt).

CAN-Botschaft vom Steuergerät FR (FMR) (A3), ursprünglich elektrisches Signal vom Fußfahrgeber FR (FMR) (B1).

- Ausreichender Vorratsdruck der Betriebsbremsanlage.

CAN-Botschaft vom Großinstrument (P2), ursprünglich elektrisches Signal vom Drucksensor Kreis I (B71) und vom Drucksensor Kreis II (B72).

Falls eine der Voraussetzungen nicht erfüllt ist, ertönt ein akustisches Signal und der Vorgang wird abgebrochen.

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, kann der Fahrer den Getriebegang vorwählen.

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Getriebegang vorwählen und schalten

Es können nur die Getriebegänge 1 bis 5 vorgewählt werden, wobei die Wahl des Getriebegangs von dem verwendeten Arbeitsgerät (Art der Arbeit) und der Arbeitsgeschwindigkeit (Belastung durch die Arbeit) sowie von dem möglichen Bereich für die Fahrgeschwindigkeit abhängt.

Das Gebergerät GS (EPS) (A15) erfasst die Schaltvorgabe des Fahrers, und nach dem Loslassen des Schalthebels wird die Schaltvorgabe für die Dauer der Vorwählzeit (ca. 30 s) im Steuergerät GS (EPS) (A16) gespeichert, sowie als entsprechende CAN-Botschaft an das Großinstrument (P2) übermittelt.

Dort wird der vorgewählte Getriebegang im Display des Fahrerinformationssystems (FIS) angezeigt.

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Zuordnung zwischen Fahrgeschwindigkeit und maximaler Zugkraft (z. B. für die Reifengröße "365/80 R20")

Getriebegang Fahrgeschwindigkeit maximale Zugkraft

1. Getriebegang 0 bis 6,4 km/h 86 kN

2. Getriebegang 0 bis 9,0 km/h 58 kN

3. Getriebegang 0 bis 13,7 km/h 38 kN

4. Getriebegang 0 bis 18,5 km/h 27 kN

5. Getriebegang 0 bis 27,3 km/h 18,58 kN

Nach der Vorwahl des Getriebegangs muss bei Fahrzeugen mit elektronisch-pneumatischer Schaltung (EPS) vom Fahrer die Kupplung betätigt werden, damit der vorgewählte Getriebegang geschaltet wird. Bei Fahrzeugen mit Code (G48) Elektronisch Automatisierte Schaltung (EAS) erfolgt die Betätigung der Kupplung automatisch.

Zuerst schaltet das Steuergerät GS (EPS) (A16) die Wendegruppe in die Neutralstellung und danach schaltet es den vorgewählten Getriebegang. Im Display des Fahrerinformationssystems (FIS)

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wird der geschaltete Getriebegang angezeigt und durch ein Klackgeräusch im Getriebe wird die erfolgte Schaltung akustisch bestätigt.

Automatische Zuschaltung der Hydrostatpumpe (3) und des Hydrostatmotors (7)

Damit die Hydrostatpumpe (3) und der Hydrostatmotor (7) im Weiteren zugeschaltet werden, muss die Kupplung weiterhin betätigt sein.

Da das Steuergerät GS (EPS) (A16) durch eine CAN-Botschaft vom Steuergerät Hydrostatischer Fahrantrieb (A4) über die Anforderung zur Zuschaltung des hydraulischen Fahrantriebs informiert ist und der geschaltete Getriebegang als zulässig in Verbindung mit dem hydrostatischen Fahrantrieb erkannt worden ist, steuert das Steuergerät GS (EPS) (A16) jetzt elektronisch das Magnetventil Hydrostatischer
Fahrantrieb EIN (Y8) an.

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Das betätigte Magnetventil Hydrostatischer Fahrantrieb EIN (Y8) schaltet in Durchgangsstellung, sodass der Schaltzylinder Zuschaltung Hydrostatpumpe (4) und der Schaltzylinder Zuschaltung Hydrostatmotor (5) pneumatisch angesteuert und betätigt werden.

Die Schaltstange des Schaltzylinders Zuschaltung
Hydrostatpumpe (4) verschiebt über eine Schaltgabel eine Schiebemuffe, welche jetzt die Antriebswelle des Getriebes mit der Antriebswelle der Hydrostatpumpe (3) kraftschlüssig verbindet. Die Antriebswelle der Hydrostatpumpe (3) wird jetzt von der Antriebswelle des Getriebes angetrieben.

Die Schaltstange des Schaltzylinders Zuschaltung
Hydrostatmotor (5) verschiebt über eine Schaltgabel eine Schiebemuffe, welche jetzt eine von der Abtriebswelle des Hydrostatmotors (7) angetriebene Zwischenwelle mit der Vorgelegewelle des mechanischen Getriebes kraftschlüssig verbindet.

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Da das Magnetventil (Proportional) Hydrostatischer Fahrantrieb vorwärts (Y44) und das Magnetventil (Proportional) Hydrostatischer Fahrantrieb rückwärts (Y45) der
Hydrostatpumpe (5) nicht elektronisch angesteuert sind, befindet sich die Hydrostatpumpe (5) in der "hydraulischen Nulllage" und erzeugt keinen Fördervolumenstrom (Nullförderung). Der Hydrostatmotor (7) wird somit noch nicht angetrieben.

Außerdem betätigen die Schaltstangen der beiden Schaltzylinder jeweils den zugehörigen Schalter Hydrostatischer Fahrantrieb eingelegt (S40, S41). Die beiden in Reihe geschalteten Schalter Hydrostatischer Fahrantrieb eingelegt (S40, S41) schalten einen elektrischen Strom, der am Steuergerät Hydrostatischer Fahrantrieb (A4), am Steuergerät GS (EPS) (A16) und an der Kontrollleuchte Hydrostatischer Fahrantrieb Ein (P2h19) im Großinstrument (P2) anliegt.

Die Kontrollleuchte Hydrostatischer Fahrantrieb Ein (P2h19) leuchtet auf und zeigt dem Fahrer die mechanische Zuschaltung der Hydrostatpumpe (3) und des Hydrostatmotors (7) an.

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Automatische Aktivierung der Arbeitsdrehzahlregulierung (ADR)

Für den Betrieb des Fahrzeugs mit zugeschaltetem hydrostatischem Fahrantrieb wird im Steuergerät FR (FMR) (A3) automatisch der Betriebsmodus "Arbeitsdrehzahlregulierung (ADR)" aktiviert.

Das Steuergerät Hydrostatischer Fahrantrieb (A4) übermittelt über den Fahrzeug-CAN (2) an das Steuergerät FR (FMR) (A3) eine CAN-Botschaft zur Sperrung des Fußfahrgebers FR (FMR) (B1) für die Motordrehzahlregelung.

Das Steuergerät GS (EPS) (A16) übermittelt über den Fahrzeug-CAN (2) an das Steuergerät FR (FMR) (A3) eine CAN-Botschaft zum Wechsel in den Modus zur Arbeitsdrehzahlregulierung (ADR).

Fahren mit dem hydrostatischen Fahrantrieb

Wenn der hydrostatische Fahrantrieb zugeschaltet ist, dann muss die Kupplung losgelassen und die Betriebs- bzw. Feststellbremse muss gelöst werden, damit der Fahrer die Fahrbefehle zum Fahren vorgeben und das Fahrzeug mit dem hydrostatischen Fahrantrieb fahren kann.

Hydrostatpumpe Bauteilbeschreibung

GF55.90-G-3119A

Hydrostatmotor Bauteilbeschreibung

GF55.90-G-3120A

Steuergerät Hydrostatischer Fahrantrieb Bauteilbeschreibung

GF55.90-G-3121A

Handbedienteil Hydrostatischer Fahrantrieb Bauteilbeschreibung

GF55.90-G-3122A

Magnetventil Hydrostatischer Fahrantrieb Bauteilbeschreibung

GF55.90-G-3123A

Schaltzylinder Zuschaltung Hydrostatpumpe Bauteilbeschreibung

GF55.90-G-3124A

Schaltzylinder Zuschaltung Hydrostatmotor Bauteilbeschreibung

GF55.90-G-3125A

Kontrollschalter Hydrostatischer Fahrantrieb Bauteilbeschreibung

GF55.90-G-3126A

Schalter Hydrostatischer Fahrantrieb Bauteilbeschreibung

GF55.90-G-3127A

Proportionalventil Hydrostatischer Fahrantrieb vorwärts Bauteilbeschreibung

GF55.90-G-3128A

Proportionalventil Hydrostatischer Fahrantrieb rückwärts Bauteilbeschreibung

GF55.90-G-3129A

Referenzierte Dokumente