gf4247p0002fg

ADAPTIVE BRAKE Funktion

Typ gf · Thema 42.47 · Version 0102 · 2018-05-30

Gültig für: Typ 213 (außer 213.050)'

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 42 Bremsen-Hydraulik und Mechanik › 42.47 Adaptive Brake (ABR) — Baureihe 213 (Baumuster 004, 005, 008, 011, 012, 013, 016, 019, 020, 021, 022, 023, 033, 034, 040, 042, 043, 045, 048, 049, 053, 054, 059, 061, 064, 066, 068, 071, 073, 076, 077, 078, 080, 083, 084, 085, 086, 087, 088, 089, 104, 122, 131, 140, 142, 143, 148, 153, 155, 163, 177, 178, 180, 183, 186, 187, 204, 205, 208, 211, 212, 213, 216, 217, 219, 220, 222, 223, 227, 233, 234, 237, 242, 243, 245, 253, 259, 260, 261, 264, 266, 268, 271, 277, 278, 279, 280, 283, 287, 288, 289)

GF42.47-P-0002FG

ADAPTIVE BRAKE Funktion

30.05.2018

Typ

213 (außer 213.050)

ADAPTIVE BRAKE Funktion

P42.47-2140-79

Blockschaltbild ab 01.06.2018

A1

Kombiinstrument

N3/10

Steuergerät ME (bei Benzinmotor)

S11

Schalter Bremsflüssigkeitsstand

A7/3

Hydraulikeinheit Traktionssystem

N10/6

Steuergerät SAM vorn

S68/3

Schalter Gurtschloss Fahrer

A85s1

Mikroschalter Vorraste Vordertür links

N10/8

Steuergerät SAM hinten

S76/15

Schalter elektrische Feststellbremse

A85/1s1

Mikroschalter Vorraste Vordertür rechts

N28/1

Steuergerät Anhängererkennung (mit Code 550 (Anhängevorrichtung))

S163/1

Tastengruppe Multifunktionslenkrad Kombiinstrument

A91m1

Stellmotor elektrische Servolenkung

N30/4

Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm

X11/4

Diagnosekupplung

B37

Fahrpedalsensor

N49

Lenkradwinkelsensor

Y3/8n4

Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung

B150

Bremsunterdrucksensor

N62

Steuergerät Parksystem (mit Code 235 (Park-Pilot mit PARKTRONIC) oder mit Code P44 (Park-Paket))

CAN B

Innenraum-CAN

E3

Leuchteinheit hinten links

N62/4

Steuergerät Mercedes-Benz Intelligent Drive (mit Code 23P (Fahrassistenz-Paket) oder mit Code P20 (Fahrassistenz-Paket Plus))

CAN C

Motor-CAN

E4

Leuchteinheit hinten rechts

N68

Steuergerät elektrische Servolenkung

CAN C1

Antriebs-CAN

E21

Bremsleuchte Mitte

N69/1

Steuergerät Vordertür links

CAN D

Diagnose-CAN

L6/1

Drehzahlsensor Vorderachse links

N69/2

Steuergerät Vordertür rechts

CAN H

Fahrdynamik-CAN

L6/2

Drehzahlsensor Vorderachse rechts

N73

Steuergerät elektronisches Zündschloss

CAN HMI

Benutzerschnittstelle-CAN

L6/3

Drehzahlsensor Hinterachse links

N80

Steuergerät Mantelrohrmodul

CAN LR

Lenkrad-CAN

L6/4

Drehzahlsensor Hinterachse rechts

N127

Steuergerät Antriebsstrang

CAN PER

Peripherie-CAN

N2/10

Steuergerät Supplemental Restraint System

N135

Lenkradelektronik

Flex E

Fahrwerk-FlexRay

N3/9

Steuergerät CDI (bei Dieselmotor)

S9/1

Schalter Bremslicht

ADAPTIVE BRAKE Funktion

P42.47-2141-79

Blockschaltbild bis 31.05.2018

A1

Kombiinstrument

N3/10

Steuergerät ME (bei Benzinmotor)

S11

Schalter Bremsflüssigkeitsstand

A7/3

Hydraulikeinheit Traktionssystem

N10/6

Steuergerät SAM vorn

S68/3

Schalter Gurtschloss Fahrer

A85s1

Mikroschalter Vorraste Vordertür links

N10/8

Steuergerät SAM hinten

S76/15

Schalter elektrische Feststellbremse

A85/1s1

Mikroschalter Vorraste Vordertür rechts

N28/1

Steuergerät Anhängererkennung (mit Code 550 (Anhängevorrichtung))

S163/1

Tastengruppe Multifunktionslenkrad Kombiinstrument

A91m1

Stellmotor elektrische Servolenkung

N30/4

Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm

X11/4

Diagnosekupplung

B37

Fahrpedalsensor

N49

Lenkradwinkelsensor

Y3/8n4

Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung

B150

Bremsunterdrucksensor

N62

Steuergerät Parksystem (mit Code 235 (Park-Pilot mit PARKTRONIC) oder mit Code P44 (Park-Paket))

CAN B

Innenraum-CAN

E3

Leuchteinheit hinten links

N62/4

Steuergerät Mercedes-Benz Intelligent Drive (mit Code 23P (Fahrassistenz-Paket) oder mit Code P20 (Fahrassistenz-Paket Plus))

CAN C

Motor-CAN

E4

Leuchteinheit hinten rechts

N68

Steuergerät elektrische Servolenkung

CAN C1

Antriebs-CAN

E21

Bremsleuchte Mitte

N69/1

Steuergerät Vordertür links

CAN D

Diagnose-CAN

L6/1

Drehzahlsensor Vorderachse links

N69/2

Steuergerät Vordertür rechts

CAN H

Fahrdynamik-CAN

L6/2

Drehzahlsensor Vorderachse rechts

N73

Steuergerät elektronisches Zündschloss

CAN HMI

Benutzerschnittstelle-CAN

L6/3

Drehzahlsensor Hinterachse links

N80

Steuergerät Mantelrohrmodul

CAN PER

Peripherie-CAN

L6/4

Drehzahlsensor Hinterachse rechts

N127

Steuergerät Antriebsstrang

Flex E

Fahrwerk-FlexRay

N2/10

Steuergerät Supplemental Restraint System

N135

Lenkradelektronik

LIN E1

Lenkungs-LIN

N3/9

Steuergerät CDI (bei Dieselmotor)

S9/1

Schalter Bremslicht

Funktionsvoraussetzungen allgemein

Antriebsstrang betriebsbereit

Motor läuft.

ADAPTIVE BRAKE funktionsfähig

ADAPTIVE BRAKE allgemein

ADAPTIVE BRAKE unterstützt den Fahrer in plötzlich auftretenden Gefahrensituationen und dient somit der aktiven Sicherheit. Dazu wertet das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm die Daten folgender Bauteile zur Erfassung der momentanen Fahrsituation aus:

Drehzahlsensor Vorderachse links

Drehzahlsensor Vorderachse rechts

Drehzahlsensor Hinterachse links

Drehzahlsensor Hinterachse rechts

Lenkradwinkelsensor

Schalter Bremslicht

ADAPTIVE BRAKE kommt in 2 Varianten zum Einsatz:

ADAPTIVE BRAKE Basis-System (außer Code 23P (Fahrassistenz-Paket) und außer Code P20 (Fahrassistenz-Paket Plus))

ADAPTIVE BRAKE Premium-System (mit Code 23P (Fahrassistenz-Paket) oder mit Code P20 (Fahrassistenz-Paket Plus))

Es existieren keine Variantenunterschiede hinsichtlich der nachfolgend beschriebenen Teilfunktionen ADAPTIVE BRAKE.

Das System setzt sich aus folgenden Teilfunktionen zusammen:

Funktionsablauf Elektronisches Stabilitäts-Programm (ESP®)

Funktionsablauf Elektronische Bremskraftverteilung (EBV)

Funktionsablauf Abgastest, Rollentestmodus

Funktionsablauf Torque Vectoring Brake

Funktionsablauf Antiblockiersystem (ABS)

Funktionsablauf Antriebsschlupfregelung (ASR), Elektronisches Traktions-System (ETS)

Funktionsablauf Brems-Assistent-System (BAS)

Funktionsablauf Brems-Assistent-System PLUS (BAS PLUS) (mit Code 23P (Fahrassistenz-Paket) oder mit Code P20 (Fahrassistenz-Paket Plus))

Funktionsablauf Berganfahrhilfe

Funktionsablauf Adaptives Bremslicht blinkend (außer bei Code 494 (USA-Ausführung))

Funktionsablauf Trockenbremsen

Funktionsablauf Vorfüllen abhängig von der Fahrpedalbetätigung

Funktionsablauf Vorfüllen abhängig von der Querbeschleunigung

Funktionsablauf HOLD-Funktion

Funktionsablauf ESP® passiv schalten

Funktionsablauf ESP® Anhängerstabilisierung (mit Code 550 (Anhängevorrichtung))

Funktionsablauf PRE-SAFE® System (mit Code 23P (Fahrassistenz-Paket) oder mit Code 292 (PRE-SAFE® Impuls Seite))

Funktionsablauf Stillstandskontrolle (SSK)

Funktionsablauf Lenkassistenz

Funktionsablauf Seitenwind-Assistent

Funktionsablauf Anzeige von Systemstörungen

Funktionsablauf ESP®

ESP® verhindert das Ausbrechen beim Über- oder Untersteuern des Fahrzeugs. Es sorgt (im Rahmen der physikalischen Grenzen) dafür, dass das Fahrzeug nicht von dem vom Fahrer vorgegebenen Kurs abweicht. Dazu werden zur Korrektur gezielt Bremskräfte an den einzelnen Rädern erzeugt. Des Weiteren findet eine Antriebsmomentreduzierung zur Erhöhung der Fahrstabilität statt.

Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm verarbeitet zur Ermittlung des Fahrzeugverhaltens folgende Messgrößen:

Giergeschwindigkeit

Lenkradwinkel

Bremsdruck

Motordrehmoment

Getriebeschaltstufe

Querbeschleunigung

Raddrehzahl

Es wird dabei zwischen folgenden Eingriffsarten unterschieden:

Eingriff bei übersteuerndem Verhalten

Eingriff bei untersteuerndem Verhalten

Eingriff bei übersteuerndem Verhalten

Bei beginnendem Übersteuern wird ein Bremsdruck am kurvenäußeren Vorderrad aufgebaut. Der daraus resultierende Abbau der Seitenführungskraft am kurvenäußeren Vorderrad bewirkt ein Giermoment, das der Eindrehbewegung des Fahrzeugs entgegenwirkt. Durch die Bremskraft am Vorderrad nimmt die Fahrzeuggeschwindigkeit ab, wodurch ein zusätzlicher stabilisierender Effekt entsteht.

Eingriff bei untersteuerndem Verhalten

Bei untersteuerndem Fahrzeug ist die maximal mögliche Seitenführungskraft an der Vorderachse überschritten. Das heißt, das Fahrzeug schiebt über die Vorderachse an den äußeren Kurvenrand.

Der daraus resultierenden Instabilität wird durch eine Reduzierung des Antriebsmoments und durch folgende Bremseingriffe an bis zu 3 Rädern entgegengewirkt:

Bremsdruckaufbau am kurveninneren Hinterrad (Stufe 1)

Stufe 1 und zusätzlich Bremsdruckaufbau am kurvenäußeren Hinterrad (Stufe 2)

Stufe 2 und zusätzlich Bremsdruckaufbau am kurveninneren Vorderrad (Stufe 3)

Abhängig von der Bremskraft entsteht ein Moment, welches zum Eindrehen des Fahrzeugs bei gleichzeitiger Geschwindigkeitsabnahme führt, wodurch ein erheblich stabilisierender Effekt entsteht. Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm sendet über Fahrwerk­FlexRay, das Steuergerät elektronisches Zündschloss, den Peripherie­CAN, das Steuergerät Antriebsstrang und den Motor-CAN ein Signal zur Antriebsmomentreduzierung an das Steuergerät CDI (bei Dieselmotor) oder das Steuergerät ME (bei Benzinmotor), welches die Motorleistung entsprechend reduziert. Ein eventuell anstehender Schaltvorgang wird während des Regeleingriffs unterdrückt.

Hierzu sendet das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm ein Signal über Fahrwerk-FlexRay, das Steuergerät Antriebsstrang und den Antriebs-CAN an das Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung. Dieses unterdrückt den Schaltvorgang.

Funktionsablauf EBV

Die Funktion EBV unterstützt den Fahrer bei mittelstarker Bremspedalbetätigung. EBV verhindert ein Überbremsen der Hinterachse und erhöht beim Bremsen in der Kurve die Fahrzeugstabilität, indem ggf. der Druck am kurveninneren Hinterrad reduziert bzw. am kurvenäußeren Vorderrad erhöht wird. Mithilfe der Giergeschwindigkeit (Fahrzeugdrehgeschwindigkeit um die Hochachse) wird der Schwimmwinkel (Winkel zwischen Fahrzeuglängsachse und Bewegungsrichtung des Fahrzeugschwerpunkts) ermittelt.

Aus der Giergeschwindigkeit, der Querbeschleunigung und dem Einschlagwinkel der Vorderräder, welcher aus dem Lenkradwinkel errechnet wird, lassen sich die Querkräfte an den Rädern ermitteln. Die Längskräfte an den Rädern werden aus dem Motordrehmoment, der Getriebeschaltstufe und dem Bremsdruck an jedem Rad bestimmt.

Entspricht die gemessene Giergeschwindigkeit nicht dem Sollwert oder ist der ermittelte Schwimmwinkel zu groß, erzeugt das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm für das entsprechende Rad ein Signal zum Bremskraftaufbau oder zum Bremskraftabbau. Die sich dabei einstellenden Kräfte stabilisieren das Fahrzeug.

Funktionsablauf Abgastest, Rollentestmodus

ADAPTIVE BRAKE kann zu Fahrzeugprüfzwecken in den Rollentestmodus gesetzt werden, wenn über das Kombiinstrument das Werkstattmenü aktiviert ist. ESP®, ABS und ASR werden dann passiv geschaltet. Die Warnmeldung Elektronisches Stabilitäts-Programm und die Kontrollmeldung Antiblockiersystem im Kombiinstrument leuchten. Zusätzlich wird ein entsprechender Hinweis im Kombiinstrument angezeigt. Der Rollentestmodus kann auch über XENTRY Diagnostics aktiviert werden.

Funktionsablauf Torque Vectoring Brake

Torque Vectoring Brake ist die aktive Beeinflussung des Gierwinkels bzw. der Gierwinkelbeschleunigung durch Bremseingriffe an der Hinterachse. Bei Kurvenfahrten bewirkt ein kurzer Bremseingriff am kurveninneren Hinterrad ein definiertes Eindrehen des Fahrzeugs. Das Fahrzeug lenkt präziser und beherrschbarer ein und die Agilität und Fahrsicherheit werden spürbar verbessert. Torque Vectoring Brake ermöglicht stabile Kurvenfahrten ohne merkliche Beschleunigungsverluste im sportlichen Fahrbereich.

Funktionsablauf ABS

Das ABS verhindert das Blockieren der Räder beim Bremsen und erhält dadurch die Lenkbarkeit und die Fahrstabilität während der Fahrzeugverzögerung. Wird durch die Signale der Drehzahlsensoren vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm ein blockierendes Rad erkannt, wird der Bremsdruck am entsprechenden Rad so lange reduziert, bis es sich wieder dreht.

Funktionsablauf ASR, ETS

ASR und ETS verhindern das Durchdrehen der Antriebsräder im Fahrbetrieb. ASR und ETS bewirken zusätzlich eine verbesserte Fahrstabilität bei erhöhtem Traktionsvermögen über den gesamten Geschwindigkeitsbereich. Das Durchdrehen der Antriebsräder wird über die Signale der Drehzahlsensoren vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm erfasst. Im Fall des Durchdrehens findet eine Reduzierung des Antriebsmoments statt.

Hierzu sendet das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm über Fahrwerk-FlexRay, das Steuergerät Antriebsstrang und den Motor­CAN ein Signal zur Antriebsmomentreduzierung an das Steuergerät CDI (bei Dieselmotor) oder das Steuergerät ME (bei Benzinmotor), welches die Motorleistung entsprechend reduziert. Es wird ständig überprüft, ob z. B. infolge verbesserter Fahrbahngriffigkeit das vom Fahrer über den Fahrpedalsensor vorgegebene Antriebsmoment wieder zugelassen werden kann. Durch gezielte Bremseingriffe am durchdrehenden Rad wird das Antriebsmoment auf das gegenüberliegende laufende Antriebsrad übertragen.

Funktionsablauf BAS

Um eine maximale Verzögerung zu erzielen, erkennt BAS Notbremssituationen anhand einer schnellen Bremspedalbetätigung und erhöht ggf. den Bremsdruck. Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm wertet hierfür den Grad des Druckanstiegs im Bremssystem aus und leitet beim Überschreiten einer bestimmten Aktivierungsschwelle eine Notbremsung ein.

Funktionsablauf BAS PLUS (mit Code 23P (Fahrassistenz-Paket) oder mit Code P20 (Fahrassistenz-Paket Plus))

BAS PLUS erhöht in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Bremspedalbetätigung und der Entfernung des vorausfahrenden Fahrzeugs den Bremsdruck.

Funktionsablauf Berganfahrhilfe

Die Berganfahrhilfe verhindert beim Anfahren das Zurückrollen des Fahrzeugs entgegen der Fahrtrichtung der eingelegten Fahrstufe während des Wechsels vom Bremspedal zum Fahrpedal. Die Funktion wird automatisch ausgelöst, wenn bei Fahrzeugstillstand durch das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Steigungen oder Gefälle erkannt werden, die ein Rollen entgegen der eingelegten Fahrstufe verursachen würden. Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts­Programm liest zudem das Signal des Schalters Bremslicht direkt ein und erkennt somit den Status des Bremspedals.

Durch die Hydraulikeinheit Traktionssystem wird der vom Fahrer aufgebrachte Bremsdruck im Bremssystem belassen.

Nach Lösen des Bremspedals und erkanntem Anfahrwunsch wird der Bremsdruckabbau über die Momentenbilanzierung gesteuert. Diese berücksichtigt das Hangabtriebsmoment, das Gesamtbremsmoment und das verfügbare Antriebsmoment.

Herrscht ein genügend hohes Anfahrmoment, wird die Berganfahrhilfe beendet und das Fahrzeug fährt an, ohne in die ungewünschte Fahrtrichtung anzurollen.

Betätigt der Fahrer das Fahrpedal nicht, wird nach t = 1 s der Druck in der Bremsanlage abgebaut.

Die Berganfahrhilfe wird sofort abgebrochen, wenn

der Motor abgestellt wird, außer der Motor wird über die ECO Start­Stopp-Funktion abgestellt.

der Fahrer den Anfahrvorgang durch vollständiges Lösen des Fahrpedals abbricht.

ein Gangwechsel Vorwärts-/Rückwärtsgang erfolgt.

ein Gangwechsel nach Wählhebelstellung "N" erfolgt.

die elektrische Feststellbremse festgestellt ist.

das Fahrzeug rutscht.

Die Berganfahrhilfe funktioniert nicht, wenn

auf ebener Strecke oder bergab angefahren wird.

sich das Getriebe in Wählhebelstellung "N" befindet.

die elektrische Feststellbremse festgestellt ist.

ESP® gestört ist.

das Fahrzeug rutscht.

Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Adaptives Bremslicht blinkend (außer bei Code 494 (USA-Ausführung))

Fahrzeuggeschwindigkeit > 50 km/h

Verzögerung 7,5 m/s2

BAS ausgelöst

ABS regelt an beiden Vorderrädern.

Funktionsablauf Adaptives Bremslicht blinkend (außer bei Code 494 (USA-Ausführung))

Im Fall einer Notbremsung sendet das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm ein entsprechendes Signal über den Fahrwerk­FlexRay und Innenraum-CAN mit der Schnittstelle Steuergerät elektronisches Zündschloss zum Steuergerät SAM hinten.

Vom Steuergerät SAM hinten werden für die Dauer des Signals (mind. 1 s) die Leuchteinheit hinten links, die Leuchteinheit hinten rechts und die Bremsleuchte Mitte mit einer Blinkfrequenz von 5 Hz angesteuert. Kommt das Fahrzeug aus einer Geschwindigkeit > 70 km/h (kein Stadtverkehr) zum Stillstand, werden die Bremslichter und die Zusatzbremsleuchte wieder dauerhaft angesteuert. Zusätzlich wird die automatische Warnblinkfunktion aktiviert. Überschreitet das Fahrzeug anschließend wieder eine Geschwindigkeit von 10 km/h, wird die Warnblinkanlage automatisch wieder ausgeschaltet.

Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Trockenbremsen

Kein Bremseingriff durch ein Managementsystem

Geschwindigkeit v > 30 km/h

Scheibenwischanlage eingeschaltet

Der Status der Scheibenwischanlage wird vom Steuergerät SAM vorn über Innenraum-CAN, das Steuergerät elektronisches Zündschloss und Fahrwerk-FlexRay an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts­Programm gesendet.

Funktionsablauf Trockenbremsen

Die Funktion Trockenbremsen unterstützt die Leistungsfähigkeit der Bremse bei Nässe. Durch zyklisches Anlegen der Bremsbeläge für kurze Zeit (ca. 0,5 s) mit einem Bremsdruck von p = 1 bar wird der Wasserfilm von der Bremsscheibe abgestreift. Dadurch verbessert sich das Ansprechverhalten der Bremse.

Funktionsablauf Vorfüllen abhängig von der Fahrpedalbetätigung

Bei Erkennen einer vermeintlichen Notbremssituation werden die Bremsbeläge an die Bremsscheiben angelegt. Das Lüftspiel zwischen Bremsbelag und Bremsscheibe wird dadurch kompensiert, bevor der Fahrer die Bremse betätigt. Das Ansprechverhalten der Bremse wird verbessert und es wird eine Verkürzung des Bremswegs erreicht.

Die Notbremserkennung erfolgt über den Lösegradienten des Fahrpedals. Wird ein schnelles Lösen des Fahrpedals detektiert, nimmt das System an, dass der Fahrer beabsichtigt zu bremsen. Die Funktion wird aktiviert und ein Bremsdruck von p = 2 bis 3 bar wird angefordert.

Um die berechnete Aktivierungsschwelle des Lösegradienten an das Fahrerverhalten anzupassen, ist ein Lernalgorithmus implementiert, der anhand der mittleren Rücknahmegeschwindigkeit des Fahrpedals den Fahrer in die Kategorie "Normalfahrer" oder in die Kategorie "Hektischer Fahrer" einordnet.

Funktionsablauf Vorfüllen abhängig von der Querbeschleunigung

Um bei einem evtl. ESP® Eingriff möglichst schnell die erforderliche Bremsleistung am entsprechenden Rad zu erhalten, werden bei dynamischer Kurvenfahrt die Bremsbeläge an die Bremsscheiben der Vorderachse angelegt und das Lüftspiel zwischen Bremsbelag und Bremsscheibe somit kompensiert.

Funktionsablauf HOLD-Funktion

Die HOLD-Funktion unterstützt den Fahrer bei Wartezeiten im Verkehr oder beim Anfahren am Berg. Durch zügiges Nachtreten auf das betätigte Bremspedal im Stillstand wird die HOLD-Funktion aktiviert.

Die erfolgreiche Aktivierung der HOLD-Funktion wird dem Fahrer über eine Statuszeile im Kombiinstrument angezeigt.

Die HOLD-Funktion kann eingeschaltet werden, wenn

das Fahrzeug steht.

bei angelegtem Sicherheitsgurt oder wenn die Fahrertür geschlossen ist.

sich der Wählhebel nicht in Stellung "P" befindet.

der Motor läuft oder durch die ECO Start-Stopp-Funktion abgestellt ist.

DISTRONIC PLUS nicht aktiv ist (bei ADAPTIVE BRAKE Premium­System (mit Code 23P (Fahrassistenz-Paket) oder mit Code P20 (Fahrassistenz-Paket Plus))).

die elektrische Feststellbremse nicht festgestellt ist oder sich im Feststellvorgang befindet.

keine Abschaltung in der Stillstandskontrolle vorliegt.

das Fahrzeug nicht rutscht.

Wenn der Fahrer mit dem Fuß von der Bremse geht, wird ein steigungsabhängiger Haltedruck eingestellt und gehalten, bis der Fahrer erneut schnell auf das Bremspedal tritt oder anfährt. Der Druckabbau beim Anfahren wird situationsabhängig von der Stillstandskontrolle ausgeführt.

Die HOLD-Funktion wird automatisch ausgeschaltet, wenn

das Fahrpedal betätigt wird (außer in Stellung "N").

der Wählhebel in Stellung "P" ist (bei Automatikgetriebe).

das Bremspedal erneut mit einem bestimmten Druck betätigt wird, bis die Statuszeile "HOLD" im Kombiinstrument erlischt.

die elektrische Feststellbremse festgestellt ist.

DISTRONIC PLUS aktiviert wird.

das Bremspedal betätigt ist und das Fahrzeug rutscht.

Funktionsablauf ESP® passiv schalten

Die Funktion ESP® kann im Fahrbetrieb mit der Tastengruppe Multifunktionslenkrad Kombiinstrument über das Menü "Assistenz" und das Untermenü "ESP®" des Kombiinstruments passiv geschaltet werden.

Die Tastengruppe Multifunktionslenkrad Kombiinstrument sendet die Bediensignale über folgenden Weg:

Lenkradelektronik 

Lenkrad-CAN (ab 01.06.2018) oder Lenkungs-LIN (bis 31.05.2018) 

Steuergerät Mantelrohrmodul 

Fahrwerk-FlexRay 

Steuergerät elektronisches Zündschloss 

Benutzerschnittstelle-CAN 

Kombiinstrument

Das Kombiinstrument sendet dann die Anforderung "ESP_OFF" über den Benutzerschnittstelle-CAN und Fahrwerk-FlexRay mit der Schnittstelle Steuergerät elektronisches Zündschloss an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm. Wenn die Funktion passiv geschaltet ist, leuchtet die Warnmeldung Elektronisches Stabilitäts-Programm im Kombiinstrument auf. Die Regelschwellen sind bei passiv geschaltetem ESP® angehoben. Das ABS ist nicht abschaltbar. Während einer Bremsung ist ESP® immer aktiv.

Funktionsablauf ESP® Anhängerstabilisierung (mit Code 550 (Anhängevorrichtung))

Die ESP® Anhängerstabilisierung erkennt ein in Pendelschwingung geratenes Gespann anhand der durch den Anhänger angeregten Gierschwingungen im ziehenden Fahrzeug. Eine auftretende Gespanninstabilität wird anhand der Signale vom Steuergerät Supplemental Restraint System erkannt. Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm empfängt diese Informationen über den Fahrdynamik-CAN.

Die ESP® Anhängerstabilisierung greift sensibler ein, wenn eine Anhängevorrichtung ab Werk verbaut ist. Bei nachgerüsteten Anhängevorrichtungen ist die Stabilisierung durch den Standardeingriff sichergestellt.

Die ESP® Anhängerstabilisierung stabilisiert das Gespann durch wechselseitige Bremsdruckanforderungen an der Vorderachse und verzögert ggf. das Gespann durch Motormomentenreduzierung und Druckaufbau an allen Rädern. Die aktive Gespannstabilisierung verändert die kritische Geschwindigkeit nicht.

Funktionsablauf PRE-SAFE® System (mit Code 23P (Fahrassistenz-Paket) oder mit Code 292 (PRE-SAFE® Impuls Seite))

Das PRE-SAFE® System wird bei kritischen Fahrzuständen aktiviert, d. h. in einer potenziellen Unfallsituation. Durch die vor dem eigentlichen Aufprall aktivierten Funktionen sollen für die Fahrzeuginsassen optimale Voraussetzungen beim zu erwartenden Unfall geschaffen werden.

Das PRE-SAFE® System ist im Steuergerät Elektronisches Stabilitäts­Programm integriert. Erkennt das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts­Programm eine der folgenden Situationen, wird das PRE-SAFE® System aktiviert:

Panik-Nachbremsung (der Verzögerungswunsch des Fahrers ist größer als physikalisch möglich)

Starkes Übersteuern (ausbrechender Heckbereich in Verbindung mit starken ESP® Regeleingriffen)

Starkes Untersteuern (das Fahrzeug schiebt über längere Zeit stark über die Vorderräder)

Schnelle Lenkbewegungen, die auf eine Schreckreaktion des Fahrers schließen lassen und zu Fahrzeuginstabilitäten führen können.

Funktionsablauf Stillstandskontrolle (SSK)

Die Stillstandskontrolle überwacht die bremsenden Fahrerassistenzsysteme unterhalb einer Geschwindigkeit von 10 km/h bis in den sicheren Fahrzeugstillstand. Die SSK übernimmt innerhalb dieses Geschwindigkeitsbereichs bei Eintritt eines Sicherungsereignisses die Überführung in den sicheren Zustand.

Im sicheren Stillstand wird die Anrollüberwachung der SSK von den Fahrerassistenzsystemen angefordert. Bei erkanntem Anrollen des Fahrzeugs wird der Bremsdruck so lange erhöht, bis das Fahrzeug wieder steht. Bei Fahrzeugen mit ADAPTIVE BRAKE Premium-System (mit Code 23P (Fahrassistenz-Paket) oder mit Code P20 (Fahrassistenz-Paket Plus)) ist zusätzlich im sicheren Stillstand eine Leckagekompensation aktiv. Fällt der mittels Kreisdrucksensorik gemessene Bremsdruck gegenüber der Solldruckanforderung der SSK ab, wird durch einen aktiven Druckaufbau der Solldruck der SSK wieder eingestellt.

Eine Sicherung des Fahrzeugs durch die SSK wird bei Eintritt folgender Ereignisse notwendig:

Fahrer als abwesend erkannt (Fahrertür offen und Fahrergurtschloss nicht gesteckt)

Motor AUS, außer der Motor wird über die ECO Start-Stopp-Funktion abgestellt.

Unter- und Überspannung (außer durch Unterspannung während Warmstart)

Anforderung zur Sicherung des Fahrzeugs (z. B. DISTRONIC PLUS)

ESP® und FlexRay-Fehler, die zu einer temporären Abschaltung führen.

SSK-Überwachungen, die zu einer temporären oder permanenten Abschaltung führen.

Ablauf der definierten hydraulischen Haltedauer von 10 min

Türkontakt-Plausibilitätsprüfung

Die Plausibilitätsprüfung dient der Erkennung eines Fehlers im Signalpfad vom Mikroschalter Vorraste Vordertür links oder Mikroschalter Vorraste Vordertür rechts (abhängig von der globalen Ländercodierung Rechts- oder Linkslenker), eingelesen vom Steuergerät Vordertür links oder Steuergerät Vordertür rechts und über Innenraum-CAN und Fahrwerk-FlexRay, mit der Schnittstelle Steuergerät elektronisches Zündschloss zum Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm. Wird durch einen elektrischen oder mechanischen Fehler fälschlich "Fahrertür geschlossen" erkannt, obwohl die Fahrertür geöffnet ist, wird dies von der Türkontakt-Plausibilitätsprüfung in der SSK erkannt und ein entsprechender Fehler im Steuergerät Elektronisches Stabilitäts­Programm gespeichert.

SSK-Abschaltung

Eine Abschaltung der SSK wird intern im Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm und extern über Fahrwerk-FlexRay mitgeteilt. Eine Aktivierung der Fahrerassistenzsysteme ist nicht mehr möglich.

Zusätzlich wird bei einer SSK-Abschaltung und einem aktiven Fahrerassistenzsystem sofort die Sicherung des Fahrzeugs angefordert.

Sicherung des Fahrzeugs

Eine Sicherung des Fahrzeugs erfolgt über das Komfortsicherungssystem der elektrischen Feststellbremse, die von der SSK zum Schließen aufgefordert wird. Nach Umsetzung der Schließanforderung vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts­Programm ist das Fahrzeug gesichert. Der vorhandene Bremsdruck an den Rädern wird abgebaut und die SSK wird inaktiv.

Wird die Schließanforderung durch die elektrische Feststellbremse nicht innerhalb einer definierten Zeit umgesetzt oder signalisiert die elektrische Feststellbremse der SSK eine Systemstörung, wird die elektrische Feststellbremse als defekt erkannt und die Sicherungsstrategie wird aktiv.

Sicherungsstrategie, Anforderung "P" einlegen oder Not-P-Pfad (bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe)

Die Sicherungsstrategie erfolgt über das Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung. Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm sendet eine Anforderung zum Einlegen der Fahrstufe "P" über Fahrwerk-FlexRay, das Steuergerät Antriebsstrang und den Antriebs­CAN an das Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung. Nach dem Einlegen der Fahrstufe "P" vom Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung und einer Rückmeldung an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm ist das Fahrzeug gesichert. Der vorhandene Bremsdruck an den Rädern wird abgebaut und die SSK wird inaktiv.

Signalisiert das Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung nicht innerhalb einer definierten Zeit die eingelegte Fahrstufe "P", wird über die Not-P-Funktion des Steuergeräts elektronisches Zündschloss die Fahrstufe "P" zwangsweise eingelegt.

Dazu empfängt das Steuergerät elektronisches Zündschloss ebenfalls die Anforderung zum Einlegen der Fahrstufe "P" vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm über Fahrwerk-FlexRay und sendet selbst eine Anforderung an das Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung. Empfängt das Steuergerät elektronisches Zündschloss innerhalb einer definierten Zeit keine Rückmeldung vom Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung, wird der Not-P­Pfad nach Freischaltung durch das Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung vom Steuergerät elektronisches Zündschloss bestromt und die Fahrstufe "P" im Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung zwangsweise über einen Federmechanismus eingelegt.

Sicherungsstrategie (bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe)

Die Sicherungsstrategie bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe unterteilt sich in 3 Stufen:

Stufe 1

Bei einer Fehlbedienung oder einem Systemfehler wird die Warnmeldung "Sofort Bremsen!" im Kombiinstrument ausgegeben.

Stufe 2

Die Stufe 2 warnt den Fahrer zusätzlich durch ein dezentes Hinweishupen.

Stufe 3

Bei Stufe 3 wird das Hinweishupen intensiviert.

Das Hinweishupen wird abgebrochen, sobald der Fahrer das aktive Fahrerassistenzsystem deaktiviert hat.

Funktionsablauf Lenkassistenz

Die Lenkassistenz unterstützt den Fahrer in kritischen Fahrsituationen dabei, das optimale Lenkverhalten zu erreichen. Die Lenkassistenz wird mithilfe des Steuergeräts elektrische Servolenkung und durch das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm realisiert.

Folgende Funktionen werden dabei ausgeführt:

Fahrerunterstützung durch Gegenlenken bei übersteuerndem Fahrzeug

Fahrerunterstützung beim Bremsen auf wechselnden Fahrbahnbelägen

Der aktuelle Fahrzustand wird vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm erfasst. Im Bedarfsfall wird die Botschaft "Lenkassistenzanforderung" über Fahrwerk-FlexRay an das Steuergerät elektrische Servolenkung gesendet, welches den Stellmotor elektrische Servolenkung entsprechend ansteuert.

Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Seitenwind-Assistent

Fahrzeuggeschwindigkeit 80 bis 220 km/h

Geradeausfahrt oder leichte Kurvenfahrt

Funktionsablauf Seitenwind-Assistent

Die Funktion Seitenwind-Assistent unterstützt den Fahrer bei starken Seitenwindböen und minimiert dabei die Gierreaktion und den Spurversatz des Fahrzeugs durch kurskorrektive Bremseingriffe. Das Steuergerät Supplemental Restraint System erfasst bei stark wechselnden Windböen die Bewegungen des Fahrzeugs und sendet die Signale über den Fahrdynamik-CAN an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm. Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts­Programm verarbeitet außerdem über Fahrwerk-FlexRay den Lenkradwinkel vom Lenkradwinkelsensor, eingelesen vom Steuergerät Mantelrohrmodul, die Raddrehzahlen und die Bremsdrücke sowie die Zahnstangenposition vom Steuergerät elektrische Servolenkung.

Funktionsablauf Anzeige von Systemstörungen

Der Fahrer wird durch nachfolgende Meldungen im Kombiinstrument über den Systemzustand bzw. über Fehler informiert:

Kontrollmeldung Antiblockiersystem

Kontrollmeldung Feststellbremse

Warnmeldung Elektronisches Stabilitäts-Programm

Warnmeldung Bremsanlage

Bei Ausfall des Steuergeräts Elektronisches Stabilitäts-Programm steht immer eine Grundbremsfunktion ohne ABS zur Verfügung.

Der Status des Schalters Bremsflüssigkeitsstand wird vom Steuergerät SAM vorn eingelesen und über den Innenraum-CAN, das Steuergerät elektronisches Zündschloss und den Benutzerschnittstelle-CAN an das Kombiinstrument gesendet.

Typ 213 (außer 213.050)
mit Code 235 (Park-Pilot mit PARKTRONIC)
Beim halb automatischen Ein- und Ausparken empfängt das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm die Informationen zum Restweg bis zum definierten Hindernis vom Steuergerät Parksystem über Fahrwerk­FlexRay. Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm berechnet das erforderliche Bremsmoment und steuert die Hydraulikeinheit Traktionssystem mit dem Erreichen der Rangierpunkte oder der Zielparkposition entsprechend an. Das Fahrzeug wird abgebremst.

Funktionsschema Elektrik ADAPTIVE BRAKE

PE42.47-P-2051-97DBA

Übersicht Systembauteile ADAPTIVE BRAKE

GF42.47-P-9996FG

Referenzierte Dokumente