gf4015p0002tx

Reifendruckverlust-Warnung (RDW) Funktion

Typ gf · Thema 40.15 · Version 0102 · 2005-06-16

Gültig für: TYP 219.3 mit CODE (477) Reifendruckverlust-Warnung

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 40 Räder, Fahrwerkvermessung › 40.15 Reifendruck und -überwachung — Baureihe 219 (Baumuster 3**)

GF40.15-P-0002TX

Reifendruckverlust-Warnung (RDW) Funktion

29.6.04

TYP 219.3 mit CODE (477) Reifendruckverlust-Warnung

Reifendruckverlust-Warnung (RDW) Funktion

P40.15-2200-76

A1 Kombiinstrument

A1e66 Warnleuchte Reifendruckkontrolle

A1p13 Multifunktionsanzeige

B24/15 Sensor Drehgeschwindigkeit und Querbeschleunigung

L6/1 Drehzahlgeber vorn links

L6/2 Drehzahlgeber vorn rechts

L6/3 Drehzahlgeber hinten links

L6/4 Drehzahlgeber hinten rechts

N47-5 Steuergerät ESP

N93 Steuergerät Zentrales Gateway

S110s1 Taster Vor- und Zurückblättern

S111s1 Taster + und -, Einstellung spezifischer Funktionen und Lautstärkeregelung

Allgemein

Die Reifendruckverlust-Warnung (RDW) ist ein Systemumfang vom Steuergerät ESP. Es kommt ohne zusätzliche Komponenten aus. Es soll den Fahrer bei Reifendruckverlust warnen, bevor es zur Plattrollschädigung kommt.

Über die Multifunktionsanzeige im Kombiinstrument wird der Fahrer bei einen Druckverlust gewarnt. Parallel dazu wird die Warnleuchte Reifendruckkontrolle im Kombiinstrument angesteuert.

Funktion

Der Abrollumfang ist abhängig vom Reifeninnendruck und der Fahrgeschwindigkeit. Mit steigender Fahrgeschwindigkeit und zunehmendem Reifeninnendruck vergrößert sich der Abrollumfang. Diese Abhängigkeit wird durch einen Vergleich der 4 Raddrehzahlen im Steuergerät ESP ausgewertet.

Das Steuergerät ESP vergleicht zwischen:

Raddrehzahlen VL und HR

Raddrehzahlen VR und HL

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Da weitere fahrdynamische Größen, wie z. B. Schlupf oder Schräglaufwinkel, den dynamischen Abrollumfang sowie die Kurvenfahrt die Raddrehzahl beeinflussen, werden folgende Sensorsignale in die Berechnung mit einbezogen:

Querbeschleunigung

Drehrate (Gierrate)

Radmomente

Ziel

Durch die RDW wird der Fahrer auf diese kritische Situation hingewiesen. Er kann somit durch den rechtzeitigen Einsatz eines Ersatzrades oder von TIREFIT eine unreparable Beschädigung des Reifens verhindern und seine Mobilität erhalten.

Die Überwachung der Reifen durch die RDW findet ohne Positionsangabe statt.

Die RDW ist erst ab einer Mindestgeschwindigkeit von ca. 20 km/h aktiv.

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Eigenschaften des Systems:

Erkennung von Druckverlust nach einigen Minuten Fahrt.

Aktiv bei Geradeausfahrt (Querbeschleunigung < 1 m/s²).

Aktiv bei gleichförmiger Fahrt (Längsbeschleunigung
< 1 m/s²).

Inaktiv bei Regeleingriff (ABS, ASR, ESP).

Inaktiv bei großem Antriebsmoment.

Inaktiv beim Bremsen.

Teilaktiv bei Niedrigreibwert, Schlechtweg, Schneeketten.

Grenzen des Systems:

Warngrenze bei Druckverlust von 30 bis 50% an einem Rad.

Warnung ohne Positionsangaben.

Keine Erkennung gleichmäßiger Diffusionsverluste.

Fehlbedienung durch den Fahrer (Neuaktivierung trotz deutlichem Minderdruck).

Nach jeder Änderung an Rädern und Reifen (z. B. Druckkorrektur, Reifenwechsel, Rädertausch) muss dem System der neue korrekte Reifenzustand mitgeteilt werden. Dies geschieht mit Hilfe der Multifunktionsanzeige im Kombiinstrument und den Tasten am Multifunktionslenkrad.

Verfügt ein Fahrzeug über eine Reifendruckkontrolle
(Code 475), ist die RDW im Steuergerät ESP ausgeschaltet.

Wird ein neues Steuergerät ESP in ein Fahrzeug mit Reifendruckkontrolle (Code 475) eingebau, ist zu gewährleisten, dass die RDW ausgeschaltet ist.

Reifendruckverlust-Warnung (RDW) Fahrerinformation

GF40.15-P-0002-03TX

Reifendruckverlust-Warnung (RDW) Aktivierung

GF40.15-P-0002-04TX

Erkennung Druckverlust Funktion

GF40.15-P-2005TX

Referenzierte Dokumente