Dargestellt Typ 172.4 |
N62/1 | Steuergerät Radarsensoren |
P30.30-2327-11
Anordnung
Das Steuergerät Radarsensoren ist auf der Fußstütze im Fußraum Beifahrer befestigt.
Aufgaben
Das Steuergerät Radarsensoren ist die Auswertungseinheit des Nahbereichsradars und des Fernbereichsradars.
Hierfür erfüllt das Steuergerät Radarsensoren folgende Aufgaben:
Einlesen von Sensoren und Signalen
Auswerten der Eingangsgrößen
Steuern von Funktionen
Ausgeben von Signalen
Einlesen von Sensoren und Signalen
Die Eingangsgrößen werden über folgende Verbindungen eingelesen:
Fahrwerk-CAN (CAN E)
Fahrdynamik-CAN (CAN H)
Sensor-CAN (CAN S)
Fahrwerk-CAN
Das Steuergerät Radarsensoren liest beispielhaft folgende Informationen über Fahrwerk-CAN ein:
Stellung Fahrpedal
Eingelegte Fahrstufe
Status Betriebsbremse
Giermoment
Raddrehzahlen und Raddrehrichtungen
Statusinformationen der Fahrassistenz- bzw. Fahrsicherheitssysteme
Status Feststellbremse
Lenkradwinkel
Positionsdaten der Navigation (bei Westeuropa-Ausführung)
Fahreranforderung über TEMPOMAT Hebel (S40/4)
Fahreranforderung über Menüeinstellungen im Kombiinstrument (A1)
Die daraus resultierenden Funktionen sind in den jeweiligen Funktionsbeschreibungen beschrieben (siehe Blockschaltbild oder Funktionsschema).
Fahrdynamik-CAN
Das Steuergerät Radarsensoren liest die Signale von folgendem Bauteil über Fahrdynamik-CAN ein:
Elektrische Steuereinheit DISTRONIC (A89)
Radardaten Fernbereichsradar
Diagnosedaten Fernbereichsradar
Die daraus resultierenden Funktionen sind in den jeweiligen Funktionsbeschreibungen beschrieben (siehe Blockschaltbild oder Funktionsschema).
Sensor-CAN
Das Steuergerät Radarsensoren liest die Signale folgender Bauteile über Sensor-CAN ein:
Sensor DISTRONIC (DTR) Stoßfänger vorne links (B29/2)
Sensor DISTRONIC (DTR) Stoßfänger vorne rechts (B29/3)
Die daraus resultierenden Funktionen sind in den jeweiligen Funktionsbeschreibungen beschrieben (siehe Blockschaltbild oder Funktionsschema).
Auswerten der Eingangsgrößen
Die Eingangsgrößen werden von den integrierten Mikroprozessoren ausgewertet und es erfolgt die Ansteuerung der entsprechenden Bauteile.
Bedingt durch die hohe Leistungsanforderung an das Steuergerät Radarsensoren, ist es mit zwei Mikroprozessoren (mit jeweils 40 MHz Taktfrequenz) ausgerüstet.
Steuern von Funktionen
Das Steuergerät Radarsensoren steuert folgende Funktionen:
Variable SPEEDTRONIC (Geschwindigkeitsbegrenzer) (ohne Code 494 (USA-Ausführung))
Permanenter Geschwindigkeitsbegrenzer (Winterreifen)
DISTRONIC PLUS
Automatische Deaktivierung der Radarsensorik (bei Westeuropa-Ausführung)
Ausgeben von Signalen
Die Ausgabe von Signalen erfolgt über folgende Verbindungen:
Fahrwerk-CAN
Fahrdynamik-CAN
Sensor-CAN
Fahrwerk-CAN
Bei Code 233 (DISTRONIC PLUS) sendet das Steuergerät Radarsensoren folgende Signale über Fahrwerk-CAN:
Anforderung Motordrehmoment anheben
Anforderung Motordrehmoment reduzieren
Anforderung Fahrstufe begrenzen
Anforderung Fahrstufe anheben
Anforderung Fahrstufe reduzieren
Anforderung Warntöne ausgeben
Anforderung System- bzw. Warnmeldungen ausgeben
Anforderung PRE-SAFE-Maßnahmen
Bremsanforderungen
Die daraus resultierenden Funktionen sind in den jeweiligen Funktionsbeschreibungen beschrieben (siehe Blockschaltbild oder Funktionsschema).
Fahrdynamik-CAN
Das Steuergerät Radarsensoren sendet beispielhaft folgende Signale über Fahrdynamik-CAN:
Radaranforderungen Fernbereichsradar (fahrzeug-/betriebsspezifische Daten)
Bremsmomentanforderungen folgender Systeme:
TEMPOMAT
DISTRONIC PLUS
Die daraus resultierenden Funktionen sind in den jeweiligen Funktionsbeschreibungen beschrieben (siehe Blockschaltbild oder Funktionsschema).
Sensor-CAN
Das Steuergerät Radarsensoren sendet folgende Signale über Sensor-CAN:
Radaranforderungen Nahbereichsradar (fahrzeug-/betriebsspezifische Daten)
Diagnoseanforderung
Die daraus resultierenden Funktionen sind in den jeweiligen Funktionsbeschreibungen beschrieben (siehe Blockschaltbild oder Funktionsschema).