Funktionsvoraussetzungen Getriebesteuerung allgemein
"Klemme 87 EIN"
Funktionsprüfung des Steuergeräts (Y3/8n4) durchgeführt
Getriebesteuerung allgemein
Die Getriebesteuerung steuert folgende Aktoren elektronisch an:
– Regelmagnetventil Arbeitsdruck (Y3/8y1)
– Regelmagnetventil Kupplung K1 (Y3/8y2)
– Regelmagnetventil Kupplung K2 (Y3/8y3)
– Regelmagnetventil Kupplung K3 (Y3/8y4)
– Regelmagnetventil Bremse B1 (Y3/8y5)
– Regelmagnetventil Bremse B2 (Y3/8y6)
– Regelmagnetventil Bremse B3 (Y3/8y7)
– Regelmagnetventil Wandlerüberbrückungskupplung (Y3/8y8)
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Die Regelmagnetventile sitzen in der hydraulischen Schaltplatte. Diese realisiert die hydraulische Funktionalität.
Die Funktion der elektrischen Steuereinheit (Y3/8) besteht im Wesentlichen in der Auswertung verschiedener für die Getriebefunktion relevanter Eingangssignale. Davon abhängig werden die Regelmagnetventile angesteuert, die ihrerseits den Arbeitsdruck ,das Übersetzungsverhältnis des Getriebes (Gangauswahl), und die Wandlerüberbrückung bestimmen.
Getriebesteuerung Funktionsablauf
Der Funktionsablauf ist in folgenden Punkten beschrieben:
Funktionsablauf Grundschaltprogramm
Funktionsablauf elektronische und hydraulische Getriebesteuerung
Funktionsablauf Kick-down
Funktionsablauf Notlauf
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Funktionsablauf Grundschaltprogramm
Das Grundschaltprogramm beinhaltet Hoch- und Rückschaltkennlinien aller 7 Gänge, ausgelegt für:
– Leeres Fahrzeug
– Warmer Betriebszustand
– Ebene Fahrbahn
– Meereshöhe
Die Anpassung von Schaltprogrammen erfolgt durch die Verschiebung der Schaltkennlinien, abhängig von:
– Beladungszustand des Fahrzeugs
– Änderung des Fahrwiderstands
– Pedalbewegung
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Das Steuergerät überwacht und schaltet in Abhängigkeit von:
– Fahrzeuggeschwindigkeit
– Wählhebelstellung
– Fahrpedalstellung
– Signalen auf dem Motorraum-CAN (CAN C)
Langsame Gaswegnahme:
– Ungewollte Rückschaltungen im oberen Geschwindigkeitsbereich werden verhindert
Schnelle Gaswegnahme:
– Das Hochschalten in den nächsten Gang wird verhindert und erst bei niedriger Fahrzeugbeschleunigung wieder zugelassen
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Funktionsablauf elektronische und hydraulische Getriebesteuerung
Während die elektronische Getriebesteuerung die Gangwahl und die Anpassung der Drücke an das zu übertragende Moment übernimmt, erfolgt die Leistungsansteuerung des Getriebes über hydraulische Elemente der elektrischen Steuereinheit. Die Ölversorgung der hydraulischen Elemente, wie Schaltelemente, Drehmomentwandler und hydraulische Getriebesteuerung erfolgt über eine mit dem Drehmomentwandler verbundene Ölpumpe (Primärpumpe) bzw. über die elektrische Getriebeölpumpe (M42) (bei Code (MJ7) ECO-Start). Die Getriebesteuerung ermöglicht eine präzise Anpassung der Drücke an die jeweiligen Betriebszustände und an die Motorleistung während der Schaltphase, was zu einer deutlichen Steigerung der Schaltqualität führt.
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Das Erreichen der Drehzahlgrenze in den einzelnen Gängen ist bei Vollgas und Kick-down möglich.
Die Getriebesteuerung verhindert durch eine Rückschaltsicherung eine unzulässig hohe Motordrehzahl. Ferner bietet die Getriebesteuerung den Vorteil einer flexiblen Anpassung an verschiedene Fahrzeug- und Motorausführungen.
Bei Code (MJ7) ECO-Start sichert die elektrische Getriebeölpumpe beim abgestellten Verbrennungsmotor die Ölversorgung des Hydrauliksystems. Sie unterstützt zusätzlich die Primärpumpe bei niedrigen Drehzahlen des Verbrennungsmotors. Die Ansteuerung erfolgt über das Steuergerät Zusatzpumpe Getriebeöl (N89).
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Funktionsablauf Kick-down
Dem Wunsch des Fahrers nach maximaler Beschleunigung wird mit der Funktion Kick-down entsprochen.
Ab einem Pedalweg >90 % wird die Funktion Kick-down aktiviert.
Das Signal "Kick-down" wird vom Steuergerät CDI (N3/28) (mit Motor 651) bzw. Steuergerät CDI (N3/30) (mit Motor 642) über den Motorraum-CAN an das Steuergerät geleitet.
Das Steuergerät steuert aufgrund dieser Informationen die Regelmagnetventile so an, dass die Hoch- und Rückschaltungen bei erhöhter Motordrehzahl erfolgen, um maximale Fahrleistungen zu erzielen.
Die Zwangsrückschaltung in den nächstniedrigeren Gang wird durchgeführt bei zu hohen Getriebetemperaturen und geringer Fahrzeuggeschwindigkeit.
Funktionsablauf Notlauf
Im Falle unplausibler Signale ist das System Getriebesteuerung nur noch eingeschränkt betriebsbereit und schaltet in das programmierte Notlaufkennfeld.
Mit dem Wählhebel des Steuergeräts EWM (N15/5) kann der Fahrer die gewünschten Fahrstufen "P, R, N, D" einlegen.
Er kann zwischen Vor- und Rückwärtsfahrt wählen, die Parksperre einlegen oder in Neutralstellung den Kraftfluss zwischen Drehmomentwandler und Getriebe unterbrechen.
Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung | N3/28 Motor 651.9 | ||
N3/30 MOTOR 642.898 im TYP 906 MOTOR 642.898 im TYP 906 * nur für USA, Kanada, Mexiko | |||
N3/30 MOTOR 642.8 im TYP 906 | |||
Steuergerät Elektronisches Wählhebelmodul Bauteilbeschreibung | N15/5 | ||
Steuergerät Zusatzpumpe Getriebeöl Bauteilbeschreibung | N89 Mit Code (MJ7) ECO-Start | ||
Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung Bauteilbeschreibung | Y3/8n4 | ||
Elektrische Getriebeölpumpe Bauteilbeschreibung | M42 Mit Code (MJ7) ECO-Start | ||
Elektrische Steuereinheit Bauteilbeschreibung | Y3/8 | ||
Regelmagnetventil Arbeitsdruck Bauteilbeschreibung | Y3/8y1 | ||
Regelmagnetventil Kupplungssteuerung K1 Bauteilbeschreibung | Y3/8y2 | ||
Regelmagnetventil Kupplungssteuerung K2 Bauteilbeschreibung | Y3/8y3 | ||
Regelmagnetventil Kupplungssteuerung K3 Bauteilbeschreibung | Y3/8y4 | ||
Regelmagnetventil Lamellenbremssteuerung B1 Bauteilbeschreibung | Y3/8y5 | ||
Regelmagnetventil Lamellenbremssteuerung B2 Bauteilbeschreibung | Y3/8y6 | ||
Regelmagnetventil Lamellenbremssteuerung B3 Bauteilbeschreibung | Y3/8y7 | ||
Regelmagnetventil Wandlerüberbrückungskupplung Bauteilbeschreibung | Y3/8y8 |
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