Phantomdarstellung Automatikgetriebe von hinten links (dargestellt bei Fahrzeugen mit Hinterradantrieb und eingelegter Fahrstufe "P") |
9 | Parksperrenrad |
9a | Parksperrenklinke |
9b | Führungsbuchse |
9d | Feder Parksperrenklinke |
P27.00-2374-82
Schnittdarstellung elektrohydraulische Parksperrenbetätigung |
11 | Kolbengehäuse |
11a | Rastfeder |
11b | Elektrische Steckverbindung Hubmagnet Parksperre |
11c | Sperrkontur "P" |
11d | Rasthebel |
11e | Sperrkontur "nicht P" |
11f | Kolbenstange |
11g | Entriegelungsstift Rasthebel |
11h | Druckraum "P" |
11i | Federteller |
11j | Parksperrenkegel |
11k | Stange |
11l | Druckfeder |
11m | Kolbenstangenführung |
N15/15l1 | Hubmagnet Parksperre |
D27.60-A003-76
Funktionsvoraussetzungen Parksperrensteuerung allgemein
Klemme 15 EIN
Verbrennungsmotor läuft.
Elektrische Zusatzölpumpe (M42) EIN (bei Verbrennungsmotor im Stillstand)
Parksperrensteuerung allgemein
Die Parksperre dient als zusätzliche Sicherungsmaßnahme zur Feststellbremse und soll das Fahrzeug gegen ungewolltes Wegrollen sichern.
Die Parksperre besteht im Wesentlichen aus der Parksperrenmechanik und den elektrohydraulischen Bauteilen, welche im hinteren Bereich des Getriebegehäuses angeordnet sind.
Es besteht keinerlei mechanische Verbindung zwischen den Parksperrenkomponenten des Automatikgetriebes und dem DIRECT SELECT Wählhebel (S16/13) ("ParkbyWire").
Das Ein- und Auslegen der Parksperre erfolgt rein elektrohydraulisch, entweder mittels Betätigung des DIRECT SELECT Wählhebels oder in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise dem Öffnen der Fahrertür bei betriebsbereitem Antriebsstrang.
Parksperrensteuerung Funktionsablauf
Der Funktionsablauf ist in folgenden Punkten beschrieben:
Funktionsablauf Parksperren-Schaltstellung "nicht P" ansteuern, halten und verriegeln.
Funktionsablauf Parksperren-Schaltstellung "P" ansteuern und verriegeln.
Funktionsablauf Parksperren-Schaltstellung "P" ansteuern bei Störung des Hubmagneten Parksperre.
Elektrohydraulische Parksperrenbetätigung (dargestellt bei Fahrzeugen mit Hinterradantrieb und Schaltstellung "nicht P" verriegelt) |
9a | Parksperrenklinke |
9d | Feder Parksperrenklinke |
11a | Rastfeder |
11c | Sperrkontur "P" |
11d | Rasthebel (verriegelt) |
11e | Sperrkontur "nicht P" |
11f | Kolbenstange |
11j | Parksperrenkegel |
11k | Stange |
11l | Druckfeder |
11m | Kolbenstangenführung |
11o | Führungsbuchse |
11p | Druckraum "nicht P" |
N15/15l1 | Hubmagnet Parksperre |
D27.60-A004-75
Funktionsablauf Parksperren-Schaltstellung "nicht P" ansteuern, halten und verriegeln
Schaltet der Fahrer aus der Fahrstufe "P" in "R", "N" oder "D1", wird die Parksperre mittels Druckeinsteuerung in den Druckraum "nicht P" (11p), gegen die Kraft der Druckfeder (11l), in Richtung Schaltstellung "nicht P" verschoben.
Dies erfolgt, nachdem durch Bestromung des Hubmagneten Parksperre der Rasthebel (11d) gegen die Kraft der Rastfeder (11a) angehoben und damit die mechanische Verriegelung geöffnet wurde.
Ist ein ausreichend hoher Arbeitsdruck vorhanden, wird die Parksperre rein durch den hydraulischen Druck in Stellung "nicht P" gehalten. Es besteht in axialer Richtung kein Kontakt zwischen Kolbenstange (11f) und Rasthebel (11d).
Erst bei reduziertem Druck (Kraft der Druckfeder (11l) > hydraulischer Druck) oder einem kompletten Druckabfall fährt die Kolbenstange (11f) durch die Kraft der Druckfeder (11l) gegen die Verrastung, wodurch der Zustand "nicht P" durch die "mechanische Verriegelung" gehalten wird.
In Schaltstellung "nicht P" befindet sich der Parksperrenkegel (11j) vor der Parksperrenklinke (9a) und das Parksperrenrad (9) kann sich frei drehen. Die Feder Parksperrenklinke (9d) hält die Parksperrenklinke (9a) vom Parksperrenrad (9) fern.
Hubmagnet Parksperre
Der Hubmagnet Parksperre wird getaktet angesteuert, um die Verlustleistung im Steuergerät vollintegrierte Getriebesteuerung (N15/15n4) zu minimieren. Die Magnetansteuerung erfolgt durch die elektrische Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung (VGS) (N15/15). Bei Unterbrechung der Bordnetzspannung erfolgt die Ansteuerung durch das Steuergerät Elektronisches Zündschloss (EZS) (N73/8). Die Zeitspanne, in der die elektrische Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung (VGS) (N15/15) den Hubmagneten Parksperre bestromt, ist in der Regel so bemessen, dass die Kolbenstange (11f) die neue Position erreicht, bevor die Bestromung aufgehoben wird.
Elektrohydraulische Parksperrenbetätigung (dargestellt bei Fahrzeugen mit Hinterradantrieb und Schaltstellung "P" verriegelt) |
9a | Parksperrenklinke |
9d | Feder Parksperrenklinke |
11a | Rastfeder |
11c | Sperrkontur "P" |
11d | Rasthebel (verriegelt) |
11e | Sperrkontur "nicht P" |
11f | Kolbenstange |
11g | Entriegelungsstift Rasthebel |
11j | Parksperrenkegel |
11k | Stange |
11l | Druckfeder |
11m | Kolbenstangenführung |
11o | Führungsbuchse |
11p | Druckraum "nicht P" |
11q | Kolben |
N15/15l1 | Hubmagnet Parksperre |
D27.60-A005-75
Funktionsablauf Parksperren-Schaltstellung "P" ansteuern und verriegeln
Schaltet der Fahrer am DIRECT SELECT Wählhebel in die Fahrstufe "P", wird der Druck im Druckraum "nicht P" (11p) abgebaut. Gleichzeitig bestromt die elektrische Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung (VGS) den Hubmagneten Parksperre.
Dieser hebt den Rasthebel (11d) entgegengesetzt der Kraft der Rastfeder (11a) aus der Sperrkontur "nicht P" (11e) und verhindert so die "mechanische Verriegelung" der Kolbenstange (11f).
Durch die Kraft der Druckfeder (11l) wird die Kolbenstange (11f), welche mit der Stange (11k) gekoppelt ist, in Richtung des Parksperrenrads (9) gedrückt und der Parksperrenkegel (11j) wird zwischen Führungsbuchse (11o) und Parksperrenklinke (9a) geschoben. Durch das ansteigende Profil des Parksperrenkegels (11j) wird die Parksperrenklinke (9a) angehoben und gegen das Parksperrenrad (9) gedrückt.
Gelangt der Zahn der Parksperrenklinke (9a) bei stehendem Fahrzeug nicht in eine Zahnlücke, sondern auf einen Zahn des Parksperrenrads (9), wird der Parksperrenkegel (11j) durch die Feder der Stange (11k) vorgespannt und befindet sich in der Bereitschaftsposition. Dreht sich das Parksperrenrad (9) weiter, rastet die Parksperrenklinke (9a) in die nächste Zahnlücke ein.
Befindet sich die Parksperre in Stellung "P", hebt die elektrische Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung (VGS) die Bestromung des Hubmagneten Parksperre auf. Im unbestromten Zustand fällt der Hubmagnet Parksperre in seine Ausgangsposition zurück und übt keinen Druck mehr auf den Rasthebel (11d) aus.
Dieser wird über die Kraft der Rastfeder (11a) in die Sperrkontur "P" (11c) gedrückt und verriegelt dadurch die Kolbenstange (11f).
Funktionsablauf Parksperren-Schaltstellung "P" ansteuern bei Störung des Hubmagneten Parksperre
Im Fall eines nicht ansteuerbaren bzw. defekten Hubmagneten Parksperre wird die mechanische Verriegelung des Rasthebels (11d) durch den Entriegelungsstift Rasthebel (11g) entsperrt. Der Entriegelungsstift Rasthebel (11g) wird hydraulisch durch das Beaufschlagen des Druckraums "P" (11h) betätigt.
Dadurch wird der Rasthebel (11d) aus der Sperrkontur "nicht P" (11e) der Kolbenstange (11f) gehoben und die Parksperre wird durch die Kraft der Druckfeder (11l) eingelegt.
Noteinlegen und Notentriegeln der Parksperre
Bei intaktem Hubmagneten Parksperre öffnet die elektrische Zusatzölpumpe bei stehendem Verbrennungsmotor die Parksperre hydraulisch "nicht P", das Einlegen erfolgt mechanisch über die Druckfeder (11l).
Bei defektem Hubmagneten Parksperre erfolgt die Entriegelung des Stellglieds über den Entriegelungsstift Rasthebel (11g), allerdings nur aus Stellung "nicht P" in Richtung "P".
Ist der Hubmagnet defekt, kann die Stellung "P" nicht mehr in Richtung "nicht P" verlassen werden, d. h., es gibt keine Notentriegelung mehr.
Referenzierte Dokumente
- gf2710d9992tsa Übersicht Systembauteile Automatikgetriebe (AG)