Ansicht Schaltgetriebe 700.730 |
S26.00-4502-06
Verkaufsbezeichnung | Typ | Motor | Getriebe | Hinweise |
109/111 CDI | 447.601 | 622.951 | 700.730 | 109/111 CDI Kasten, 109/111 CDI/BT Mixto A1 |
109/111 CDI | 447.603 | 622.951 | 700.730 | 109/111 CDI Kasten, 109/111 CD/BT Mixto A2 |
109/111 CDI | 447.605 | 622.951 | 700.730 | 109/111 CDI Kasten, 109/111 CD/BT Mixto A3 |
109/111 CDI | 447.701 | 622.951 | 700.730 | 109/111 CDI Kasten, 109/111 CDI/BT Mixto A1 |
109/111 CDI | 447.701 | 622.951 | 700.730 | 109/111 CDI/BT Kombifahrzeug A1 |
109/111 CDI | 447.703 | 622.951 | 700.730 | 109/111 CDI Kasten, 109/111 CD/BT Mixto A2 |
109/111 CDI | 447.703 | 622.951 | 700.730 | 109/111 CDI/BT Kombifahrzeug, 160 CD/BT, 180 CD/BT Marco Polo A2 |
109/111 CDI | 447.705 | 622.951 | 700.730 | 109/111 CDI Kasten, 109/111 CD/BT Mixto A3 |
109/111 CDI | 447.705 | 622.951 | 700.730 | 109/111 CDI/BT Kombifahrzeug A3 |
Allgemein
Das Schaltgetriebe 700.730 ist ein vollsynchronisiertes Dreiwellengetriebe mit sechs Vorwärtsgängen und einem Rückwärtsgang und ist für den Quereinbau bei frontgetriebenen Fahrzeugen vorgesehen. Das Schaltgetriebe kommt mit einer Drehmomentübertragung von 350 Nm zum Einsatz. Die Antriebswelle, die Abtriebswelle 2 (3., 4. und Rückwärtsgang) und die Abtriebswelle 1 (1., 2., 5. und 6. Gang) sind auf drei Lagerebenen angeordnet, wodurch eine kurze Baulänge erreicht wird.
Das Getriebegehäuse besteht aus einer Leichtmetalllegierung, dessen Gehäuseteile mit Flüssigdichtmittel abgedichtet werden. Die Losräder sind durch Nadellager auf der Abtriebswelle 1 und der Abtriebswelle 2 gelagert. Der Achsantrieb erfolgt über die schräg verzahnten Ritzel und das Stirnrad im Ausgleichsgetriebe. Das Ausgleichsgetriebe ist durch Kegelrollenlager gelagert.
Bedingt durch stark eingeengte Fertigungstoleranzen der Radsätze, des Kupplungsgehäuses und des Getriebegehäuses ist keine Spieleinstellung der Antriebswelle, der Abtriebswelle 1 und der Abtriebswelle 2 erforderlich. Die Synchronisierung des 1. und 2. Ganges erfolgt durch eine Mehrfachkegel-Synchronisation, die des 3. Ganges durch eine Doppelkegel-Synchronisation und die des 4., 5., 6. Ganges und des Rückwärtsganges durch eine Einfachkegel-Synchronisation.
Das Schaltgetriebe besitzt folgende Merkmale:
Gangwunschübertragung durch Seilzüge
Hydraulisch betätigter Zentralausrücker für die Kupplungsbetätigung
Mehrfachkegel-Synchronisation zur Übertragung größerer Reibkräfte beim Beschleunigen oder beim Abbremsen der Schalträder beim Gangwechsel (1. und 2. Gang)
Ein in das Getriebegehäuse integriertes Kegelrad-Differenzial
Berührungslose Positionsermittlung der Zentralschaltwelle (Rückwärtsgang, Neutralstellung)
Verbrauchs- und drehzahlsenkender 6. Gang (Schongang)
Drehrichtungsumkehr ohne Umkehrrad
Das Schaltgetriebe bietet weiterhin folgende Vorteile:
Kompakte, kleine Aggregateeinheit mit geringem Gewicht
Geringe Wartungskosten durch Getriebeöl-Lebensdauerfüllung
Präzise und leichte Schaltbarkeit
Geringe Fahrgeräusche
Hohe Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer
Eine präzise und leichtgängige Schaltung mit kurzen Schaltwegen wird durch folgende Maßnahmen erreicht:
Übertragung der Schalthebelbewegung durch wartungsfreie Seilzüge
Mehrfachkegel-Synchronisation im 1. und 2. Gang
Doppelkegel-Synchronisation im 3. Gang
Einfachkegel-Synchronisation im 4., 5. und 6. Gang und im Rückwärtsgang
Die Funktionsbeschreibung des Schaltgetriebes setzt sich aus folgenden Teilfunktionen zusammen:
Funktionsablauf Übertragung Schaltbewegung
Funktionsablauf Neutralstellung- und Rückwärtsgangerkennung
Funktionsablauf Übertragung Schaltbewegung
Die Übertragung der Wähl- bzw. Schaltbewegung vom Schalthebel an der äußeren Schaltung zum Schaltmodul im Getriebe erfolgt durch einen wartungsfreien Wählzug und einen Schaltzug. Durch die vom Fahrer ausgeführte Querbewegung des Handschalthebels wird die Schaltgasse vorgewählt. Die Querbewegung wird durch den Wählzug vom Handschalthebel im Fahrzeuginnenraum auf den Wählhebel übertragen. Der Wählhebel wandelt diese Querbewegung in eine Hubbewegung der Zentralschaltwelle im Innenschaltmodul um. Über die Hubbewegung wird die für den Schaltvorgang benötigte Schaltgabel gewählt. Der Schalthebel setzt die Längsbewegung (Gang schalten) des Handschalthebels in eine Rotationsbewegung der Zentralschaltwelle im Innenschaltmodul um. Ein Nocken an der Zentralschaltwelle verschiebt die mit der Schaltgabel verbundenen Konturbleche und bewirkt somit eine lineare Bewegung der jeweiligen Schaltgabel (wird auf der Schaltgabelstange geführt) nach rechts oder links.
Funktionsablauf Neutralstellung- und Rückwärtsgangerkennung
Das Erkennen der Zentralschaltwellenstellung (Neutralstellung und eingelegter Rückwärtsgang) erfolgt berührungslos durch einen Permanentmagneten vom Positionssensor Neutralstellung Getriebe (B79/2). Der Permanentmagnet ist in Höhe des Positionssensors Neutralstellung Getriebe formschlüssig auf der Zentralschaltwelle befestigt. Der Positionssensor Neutralstellung Getriebe ist auf der Außenseite des Getriebegehäuses montiert und erfasst die Hub- und Rotationsbewegungen der Zentralschaltwelle. Der Positionssensor Neutralstellung Getriebe ist konstruktiv so ausgelegt, dass er die Position des Permanentmagnets durch das Getriebegehäuse erfassen kann. Anhand der Stellung des Permanentmagnets zum Positionssensor Neutralstellung Getriebe wird der momentan eingelegte Gang von der Auswerteelektronik des Positionssensors Neutralstellung Getriebe errechnet und direkt vom Steuergerät CDI (N3/33) eingelesen.
Referenzierte Dokumente
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