gf1540p0001fa

Energieversorgung Bordnetz Funktion

Typ gf · Thema 15.40 · Version 0100 · 2008-02-22

Gültig für: TYP 203.7 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOPF

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 15 Elektrische Anlage Motor › 15.40 Generator — Baureihe 203 (Baumuster 7**)

GF15.40-P-0001FA

Energieversorgung Bordnetz Funktion

22.2.08

TYP 203.7 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOPF

Funktionsvoraussetzung allgemein

Kl. 61

Energieversorgung Bordnetz allgemein

Bei laufendem Motor versorgt der Generator (G2) das Bordnetz mit elektrischer Energie und lädt die Batterie (G1) auf. Der Generator erzeugt hierfür Drehstrom, der gleichgerichtet wird.

Die Generatorschnittstelle zwischen dem Steuergerät CDI (N3/9) (bei Dieselmotor) oder dem Steuergerät ME (N3/10) (bei Benzinmotor) und dem Generator wird über Local Interconnect Network (LIN) realisiert.

Es handelt sich hierbei um eine bidirektionale Eindrahtschnittstelle mit einer maximalen Übertragungsrate von 20 kbit/s.

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Über die Generatorschnittstelle werden Botschaften zwischen dem Steuergerät CDI oder dem Steuergerät ME und dem Generator ausgetauscht.

In der weiteren Beschreibung wird für das Steuergerät CDI und das Steuergerät ME der Begriff "Motorsteuergerät" verwendet.

Es wird nach dem Master-Slave-Prinzip verfahren.

Das Motorsteuergerät ist der Master und der Generator agiert als Slave. Der Generator sendet nur, wenn er vom Motorsteuergerät eine Aufforderung erhält.

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Folgende Aufgaben werden umgesetzt:

– Einschalten des Generators nach dem Motorstart und Regeln des Generators entsprechend den im Motorsteuergerät gespeicherten Informationen.
Dazu wird die Regulierspannung vom Motorsteuergerät vorgegeben (max. U = 15 V).

– Verzögertes Anpassen der Regulierspannung des Generators bei hoher Belastungsänderung.

– Schutz des Generators vor Überhitzung.

– Erzeugen der Kl. 61 (Information "Generator dreht") im Motorsteuergerät.

Der Generator führt ständig eine Eigendiagnose durch und sendet die Ergebnisse auf Anforderung zum Motorsteuergerät.

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Das Motorsteuergerät vergleicht diese mit weiteren Signalen (z. B. Motordrehzahl, Batteriespannung und Zeit nach dem Motorstart) und erkennt folgende Fehler:

– Elektrische und mechanische Fehler am Generator (Regler oder Dioden defekt, Statorunterbrechung oder Statorkurzschluss, Erregungsunterbrechung, Regulierspannung und Ladestrom werden eventuell nicht erreicht, Regulierspannung zu hoch, gerissener oder loser Keilrippenriemen)

– Generatorschnittstelle zwischen Motorsteuergerät und Generator unterbrochen. Bei diesem Fehler arbeitet der Generator mit seinen festen Parametern. Es wird eine Regulierspannung von ca. U = 14,3 V vorgegeben.

– Kurzschluss oder Unterbrechung am Ausgang Kl. 61 des Motorsteuergeräts.

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Weitere Funktionalitäten sind unter folgenden Punkten beschrieben:

Diagnose

Notlauf

Diagnose

Folgende Fehler werden vom Motorsteuergerät nach "Zündung Ein" erkannt und im internen Fehlerspeicher abgelegt:

– Generatorschnittstelle defekt

– Leitungsunterbrechung (Kl. 30)

Folgende Fehler werden vom Motorsteuergerät nach "Motorstart" erkannt und im internen Fehlerspeicher abgelegt:

– Elektrische Fehler am Generator

– Mechanische Fehler am Generator

– Leitungsunterbrechung (Kl. 30)

– Unterspannung bei gleichzeitig defekter Generatorschnittstelle

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Entsprechende Fehlermeldungen werden durch Aufleuchten des Batteriesymbols in der Multifunktionsanzeige (A1p13) im Kombiinstrument (A1) oder durch Anzeigen des Klartextes "Werkstatt aufsuchen" ausgegeben.

Die Anzeige des Klartextes "Werkstatt aufsuchen" kann auch vom Steuergerät EZS (N73) ausgelöst werden.

Notlauf

Wird die Kommunikation zwischen dem Generator und dem Motorsteuergerät während des normalen Motorlaufes unterbrochen, arbeitet der Generator mit seinen festen Default-Parametern weiter.

Außerdem verfügt der Generator über einen Notanlauf. Bei unterbrochener Kommunikation zwischen dem Generator und dem Motorsteuergerät ist der Generator in der Lage, bei Motorlauf eine Spannung über den Restmagnetismus aufzubauen. Erkennt der Regler anhand der Spannung und Frequenz, dass sich der Generator sich dreht, beginnt er selbsttätig mit der Erregung des Feldes und geht in den Regelmodus über.

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Einschränkungen:

– Der Befehl "Regelung Aus" vom Motorsteuergerät unterbricht diesen Notlauf.

– Eine genaue Angabe zur Startdrehzahl bei Notanlauf ist nicht möglich.

Energieversorgung Bordnetz Anordnung der Bauteile

GF15.40-P-0001-02FA

Funktionsschema Elektrik Spannungsversorgung Bordnetz Funktion

PE54.10-P-2054-97FA

Energieversorgung Bordnetz Blockschaltbild

GF15.40-P-0001-03FA

Kombiinstrument Bauteilbeschreibung

A1

GF54.30-P-6000FA

Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung

N3/9

Motor 646.9

GF07.16-P-6000OK

Steuergerät ME Bauteilbeschreibung

N3/10

Motor 271

GF07.61-P-6000MFF

Motor 272

GF07.61-P-6000MIF

Steuergerät EZS Bauteilbeschreibung

N73

GF80.57-P-6003FA

Referenzierte Dokumente