gf0900p2000olb

Aufladung Funktion

Typ gf · Thema 09.00 · Version 0104 · 2015-03-09

Gültig für: MOTOR 651 im TYP 117, 156, 176, 246

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 09 Luftansaugung, Aufladung › 09.00 Allgemeines — Baureihe 117 · Baureihe 156 · Baureihe 176 · Baureihe 246 · Baureihe 651

GF09.00-P-2000OLB

Aufladung Funktion

9.3.15

MOTOR

651 im TYP 117, 156, 176, 246

Funktionsvoraussetzungen Aufladung allgemein

Klemme 87M EIN (Motormanagement EIN)

Motor läuft

Aufladung allgemein

Durch die Aufladung wird der Zylinderfüllungsgrad verbessert. Damit erhöhen sich das Drehmoment und die Leistung des Motors.

Bei der Aufladung wird die Strömungsenergie der Abgase zum Antrieb des Abgasturboladers genutzt.

Der Abgasturbolader saugt Frischluft über den Luftfilter am Verdichtereintritt an und führt diese über den Verdichteraustritt in das Ladeluftrohr vor dem Ladeluftkühler.

Durch die hohe Drehzahl des Verdichterrads und den daraus resultierenden hohen Volumenstrom wird die Luft im Ladeluftrohr verdichtet.

Die verdichtete und dadurch erwärmte Ladeluft strömt über das Ladeluftrohr zum Ladeluftkühler. Dieser kühlt die Ladeluft ab und leitet sie über das Ladeluftrohr zum Ladeluftverteiler weiter.

Die Steuerung der Abgasturboaufladung erfolgt über die Ladedruckregelung. Der Ladedruck wird vom Steuergerät CDI (N3/9) in Abhängigkeit von den folgenden Werten und den dazugehörigen Bauteilen geregelt:

Ladedrucksensor (B5/1)

Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)

Temperatursensor Ladeluft (B17/8)

Drucksensor nach Luftfilter (B28/5)

Temperatursensor vor Abgasturbolader (B19/11)

Hallsensor Kurbelwelle (B70), für die Motordrehzahl

Einspritzmenge wird über die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren (Y76) und den Kraftstoffdruck in der Rail bestimmt. Der Kraftstoffdruck in der Rail wird über den Raildrucksensor (B4/6) erfasst

Abgasdrucksensor (B60), für den Abgasdruck in der Abgasanlage

Atmosphärendrucksensor, zur Erfassung des Atmosphärendrucks

Funktionsablauf Aufladung

Nach Auswertung der Eingangssignale steuert das Steuergerät CDI in Abhängigkeit von dem Ladedruckkennfeld den Ladedrucksteller (Y77/1) mit einem pulsweitenmodulierten Signal an. Über das Regelgestänge des Ladedruckstellers wird die Stellung der Leitschaufeln im Abgasturbolader verstellt.

Die verstellbaren Leitschaufeln verändern den Strömungsquerschnitt, durch den das Abgas auf die Turbine strömt. Damit passen sie den an der Turbine anstehenden Gasdruck dem geforderten Ladedruck an. Durch die Drehzahl des Abgasturboladers wird die Menge der vorverdichteten Luft und somit der Ladedruck bestimmt.

Der Ladedruck wird vom Ladedrucksensor ständig überwacht und an das Steuergerät CDI weitergeleitet.

Als Schutz vor thermischer und mechanischer Überlastung des Abgasturboladers wird die Abgastemperatur durch den Temperatursensor vor Abgasturbolader und der Abgasgegendruck durch den Abgasdrucksensor vom Steuergerät CDI überwacht.

Besteht die Gefahr von thermischer oder mechanischer Überlastung, wird der Ladedruck reduziert.

Funktionsschema Elektrik Aufladung

PE09.00-P-2050-97IAA

Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)

GF07.16-P-9997OLB

Referenzierte Dokumente