gf0900p2000ohs

Aufladung Funktion

Typ gf · Thema 09.00 · Version 0100 · 2010-06-23

Gültig für: MOTOR 642.8 im TYP 221.0 /1

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 09 Luftansaugung, Aufladung › 09.00 Allgemeines — Baureihe 221 (Baumuster 0**, 1**)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 642 8**

GF09.00-P-2000OHS

Aufladung Funktion

23.6.10

MOTOR 642.8 im TYP 221.0 /1

Funktionsvoraussetzungen Aufladung allgemein

Klemme 87 EIN (Motorsteuerung EIN)

Motor läuft

Aufladung allgemein

Durch die Aufladung wird der Zylinderfüllungsgrad verbessert. Damit erhöhen sich das Drehmoment und die Leistung des Motors.

Bei der Aufladung wird die Strömungsenergie der Abgase zum Antrieb des Abgasturboladers genutzt. Der Abgasturbolader saugt Frischluft über den Luftfilter am Verdichtereintritt an und führt diese über den Verdichteraustritt in das Ladeluftrohr vor dem Ladeluftkühler. Durch die hohe Drehzahl des Verdichterrads und dem daraus resultierenden hohen Volumenstrom wird die Luft im Ladeluftrohr verdichtet.

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Die verdichtete und dadurch erwärmte Ladeluft strömt über das Ladeluftrohr zum Ladeluftkühler. Dieser kühlt die Ladeluft ab und leitet sie über das Ladeluftrohr zum Ladeluftverteilerrohr weiter.

Die Steuerung der Abgasturboaufladung erfolgt über die Ladedruckregelung.

Der Ladedruck wird vom Steuergerät CDI (N3/9) in Abhängigkeit von den folgenden Werten und den dazugehörigen Bauteilen geregelt:

– Geber Ladedruck (B5/1)

– Temperaturfühler Kühlmittel (B11/4)

– Temperaturfühler Ladeluft (B17/8)

– Druckgeber nach Luftfilter (B28/5)

– Temperaturfühler vor Abgasturbolader (B19/11) (bei Code (474) Partikelfilter)

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– Einspritzmenge, über die Einspritzzeit der Kraftstoffinjektoren (Y76) und den Kraftstoffdruck in den Rails, Kraftstoffdruck in den Rails über den Raildrucksensor (B4/6)

– Geber Abgasgegendruck (B60), für den Abgasgegendruck in der Abgasanlage

– Hall-Geber Kurbelwelle (B70), für die Motordrehzahl

– Atmosphärendrucksensor, zur Erfassung des Umgebungsluftdrucks

Funktionsablauf Aufladung

Nach Auswertung der Eingangssignale steuert das Steuergerät CDI in Abhängigkeit von dem Ladedruckkennfeld den Ladedrucksteller (Y77/1) mit einem pulsweitenmodulierten Signal (PWM-Signal) an. Über das Regelgestänge des Ladedruckstellers wird die Stellung der Leitschaufeln im Abgasturbolader verstellt.

Die verstellbaren Leitschaufeln verändern den Strömungsquerschnitt durch den das Abgas auf die Turbine strömt. Damit passen sie den an der Turbine anstehenden Gasdruck dem geforderten Ladedruck an. Durch die Drehzahl des Abgasturboladers wird die Menge der vorverdichteten Luft und somit der Ladedruck bestimmt.

Der Ladedruck wird vom Geber Ladedruck ständig überwacht und an das Steuergerät CDI weitergeleitet.

Als Schutz vor thermischer und mechanischer Überlastung des Abgasturboladers wird die Abgastemperatur durch den Temperaturfühler vor Abgasturbolader und der Abgasgegendruck durch den Geber Abgasgegendruck vom Steuergerät CDI überwacht.

Besteht die Gefahr von thermischer oder mechanischer Überlastung, wird der Ladedruck reduziert.

Funktionsschema Elektrik Aufladung

PE09.00-P-2050-97SAE

Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)

GF07.16-P-9997OHS

Referenzierte Dokumente