GF07.70-P-6000MIE | Steuergerät Stickoxide Bauteilbeschreibung | 15.12.09 |
MOTOR 272.982 im TYP 204.065
MOTOR 272.983 im TYP 212.057 /257
MOTOR 272.984 im TYP 207.357 /457
P49.10-2867-06
Ansicht Abgasanlage vorn
43 Abgasrückführleitung rechts
43/1 Abgasrückführleitung links
158 Stirnwandkatalysator
159 NOX-Speicherkatalysator
B16 Temperatursensor vor NOX-Speicherkatalysator rechts
B16/1 Temperatursensor vor NOX-Speicherkatalysator links
G3/3 Lambdasonde links vor Katalysator
G3/4 Lambdasonde rechts vor Katalysator
G3/5 Lambdasonde links nach Katalysator
G3/6 Lambdasonde rechts nach Katalysator
N37/5 Steuergerät Stickoxide links
N37/5b1 NOX-Sensor links
N37/6 Steuergerät Stickoxide rechts
N37/6b1 NOX-Sensor rechts
Anordnung
An jedem Abgasstrang ist ein NOX-Sensor mit fest verbundenem Steuergerät Stickoxide angeordnet. Die NOX-Sensoren sind in die Abgasrohre eingeschraubt. Die Steuergeräte Stickoxide sind am Unterboden angeordnet.
Aufgabe
Die Steuergeräte Stickoxide werden von der Firma "VDO Automotive AG" geliefert.
Die NOX-Sensoren erfassen nach jedem NOX-Speicherkatalysator die NOX- und die O2-Konzentration im Abgas und leiten diese Informationen in Form von Spannungssignalen zu den Steuergeräten Stickoxide. Diese verarbeiten die Informationen und senden sie über den Antriebssensor-CAN
(CAN I) zum Steuergerät ME (N3/10).
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Ein- und Ausgangssignale
Von den Steuergeräten Stickoxide werden folgende Eingangssignale ausgewertet und entsprechende Ausgangssignale ausgegeben:
Direkte Eingangssignale
CAN-Eingangssignale vom Steuergerät ME
CAN-Ausgangssignale zum Steuergerät ME
Direkte Eingangssignale
– Klemme 87
CAN-Eingangssignale vom Steuergerät ME
– Diagnoseanforderungen
CAN-Ausgangssignale zum Steuergerät ME
– NOX-Konzentration im Abgas
– O2-Konzentration im Abgas
– Diagnosedaten
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P07.08-2139-12
Aufbau
N37/5 Steuergerät Stickoxide links
N37/5b1 NOX-Sensor links
N37/6 Steuergerät Stickoxide rechts
N37/6b1 NOX-Sensor rechts
a Sensorleitung
b Elektrischer Anschluss
Jeder NOX-Sensor (Doppelkammersensor mit Auswerteschaltung) ist über eine 8-polige Sensorleitung untrennbar mit dem Steuergerät Stickoxide verbunden.
Eine integrierte Sensorheizung, die vom jeweiligen Steuergerät Stickoxide gesteuert wird, sorgt für eine schnelle Betriebsbereitschaft der NOX-Sensoren.
Funktion
Die aktive Sondenkeramik besteht aus mehreren Schichten mit zwei Reaktionskammern. In der ersten Kammer wird, wie in einer Lambdasonde, der Sauerstoff (O2) im Abgas erfasst.
Hierzu wird eine Pumpspannung in der ersten Kammer an die Elektroden angelegt. Dadurch werden die O2-Moleküle in zweifach geladene Sauerstoffionen zerlegt und aus oder in die erste Kammer gepumpt (je nachdem, ob fettes oder mageres Abgas vorliegt), bis 450 mV Spannungsunterschied an den Elektroden erreicht sind. Aus der Größe des erforderlichen Pumpstroms "Ip1" wird die Sauerstoffkonzentration errechnet.
In der zweiten Kammer wird, wenn vorhanden, das Stickoxid an der Masselektrode in Stickstoff und Sauerstoff gespaltet.
Der Sauerstoff wird wieder aus der Kammer herausgepumpt.
Aus dem daraus resultierenden Pumpstrom "Ip2" wird die Konzentration der Stickoxide im Abgas errechnet.
Die Spannungssignale der NOX-Sensoren werden an das jeweilige Steuergerät Stickoxide übertragen und dort verarbeitet. Über den Antriebssensor-CAN senden die Steuergeräte Stickoxide die NOX- und die O2-Konzentration zum Steuergerät ME.
Mit diesen Informationen kann die Abgasreinigung im Schichtbetrieb (Magerbetrieb) des Motors überwacht werden und so die NOX-Speicherkatalysator-Regenerierung gesteuert werden.
Weiterhin erkennen die NOX-Sensoren Schädigungen und "Schwefelvergiftungen" der NOX-Speicherkatalysatoren.
Daraufhin kann vom Steuergerät ME durch Erhöhung der Temperatur der NOX-Speicherkatalysatoren eine Entschwefelung eingeleitet werden.
P07.04-2541-76
Schematische Funktionsdarstellung NOX-Sensor (Doppelkammersensoren)
1 Diffusionsspalt 1
2 Diffusionsspalt 2
3 Festelektrolyt
Ip1 Pumpstrom 1
Ip2 Pumpstrom 2
Referenzierte Dokumente
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