GF07.61-S-4022S | Lambda-Regelung ME Funktion | 9.1.09 |
MOTOR 112.951 im TYP 639.601 /603 /605 /701 /703 /705 /711 /713 /811 /813 /815
MOTOR 112.976 im TYP 639.601 /603 /605 /701 /703 /705 /711 /713 /811 /813 /815
P49.10-0306-01
A Abgaskonvertierungsrate
B Regelbereich
CO Kohlenmonoxid
HC Kohlenwasserstoff
NOx Stickoxide
λ Kraftstoff-Luft-Verhältnis
Steuergerät ME (N3/10): Kraftstoff-Luft-Gemisch "ANFETTEN"
Einspritzzeit verlängert
Kraftstoff-Luft-Gemisch "FETT"
Sauerstoffanteil im Abgas niedrig
Steuergerät ME (N3/10): Kraftstoff-Luft-Gemisch "ABMAGERN"
O2-Sondenspannung, Spannungssprung bei λ = 1
O2-Sondenspannung steigt
Sauerstoffanteil im Abgas hoch
Kraftstoff-Luft-Gemisch "MAGER"
Einspritzzeit verkürzt
O2-Sondenspannung fällt
O2-Sondenspannung, Spannungssprung bei λ = 1
Darstellung des Regelkreises
Funktionsvoraussetzungen für die Lambda-Regelung sind die folgenden Betriebsbedingungen:
Die Kühlmitteltemperatur ist > 52 °C.
Die aufgeführten O2-Sonden haben ihre Betriebstemperatur erreicht.
Der Motor ist im Leerlaufbetrieb oder im Teillastbetrieb.
Die Schubabschaltung ist nicht aktiv.
Die Lambda-Regelung dient dazu, die vom Gesetzgeber vorgegebenen Abgasemissionen einzuhalten. Um einen hohen Wirkungsgrad der katalytischen Reaktionen bei der Abgasreinigung zu erreichen, sorgt die Lambda-Regelung für ein ausgewogenes Verhältnis der miteinander reagierenden Komponenten. Ideale Verhältnisse für die Kombination der Oxidation (Energieüberschuss) von nicht vollständig verbrannten Kohlenwasserstoffen (HC) und Kohlenmonoxid (CO) mit der Reduktion (Energiebedarf) von Stickoxiden (NOx) herrschen bei einem Kraftstoff-Luft-Verhältnis (λ) = 1. Dazu werden die folgenden 2 Funktionen eingesetzt:
2-Sondenregelung ME
Abgasrückführung
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Damit der 3-Wege-Katalysator und die unten aufgeführten O2-Sonden schneller auf ihre Betriebstemperatur kommen, werden folgende Systeme und Funktionen zu Hilfe genommen:
Zündsystem
Lufteinblasung
Getriebeschaltpunktanhebung
Leerlaufregelung
O2-Sondenheizung
Die folgenden O2-Sonden reagieren auf den Sauerstoffanteil im Abgas, und erzeugen daraus ein entsprechendes Spannungssignal, welches zur Verarbeitung an das Steuergerät ME (N3/10) weitergeleitet wird:
O2-Sonde, vor KAT links (G3/3)
O2-Sonde, vor KAT rechts (G3/4)
O2-Sonde, nach KAT links (G3/5)
O2-Sonde, nach KAT rechts (G3/6)
Im Steuergerät ME (N3/10) wird das Signal der aufgeführten O2-Sonden mit dem Spannungssollwert bei einem Kraftstoff-Luft-Verhältnis (λ) = 1 (Führungsgröße) verglichen.
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Innerhalb des so genannten Kraftstoff-Luft-Verhältnis (λ)-Fensters erfolgt eine Korrektur der Gemischbildung. Über die Funktion "Selbstanpassung der Gemischbildung" (Regelgröße) werden anhand der Abweichung des Spannungsistwerts zum Sollwert die Einspritzzeiten der Kraftstoff-Einspritzventile (Y62) (Stellgröße) angepasst. Die Frequenz der Lambda-Regelung ist last- und drehzahlabhängig.
Um Motorruckeln zu vermeiden wird die Gemischzusammensetzung mit einer gewissen Verzögerung verändert.
Adaptive Lambda-Regelung
Die Lambda-Regelung beeinflusst die Gemischbildung so exakt, dass in allen Betriebszuständen das vorgegebene Kraftstoff-Luft-Verhältnis (λ) = 1 ist. Die adaptive Lambda-Regelung bewirkt, dass die Gemischzusammensetzung bei besonderen Betriebsbedingungen (z. B. Warmlauf, Höhenlagen) oder bei folgenden Fehlern der Gemischbildung in den Regelbereich zurück verschoben wird:
Falschluft
Verschleiß der Kraftstoff-Einspritzventile (Y62)
Übergangswiderstand im Heißfilm Luftmassenmesser (B2/5)
Schadhafter Membrandruckregler im Kraftstofffilter
Schadhaftes Umschaltventil Regenerierung (Y58/1)
Verschleiß am Motor (z. B. undichte Ventile)
Diese besonderen Betriebsbedingungen oder Fehler können dazu führen, dass in jedem oder auch nur in bestimmten Lastbereichen das Luftverhältnis dauerhaft aus dem schmalen Kraftstoff-Luft-Verhältnis (λ)-Fenster ausbricht und so die Lambda-Regelung überfordert. In einem solchen Fall nimmt das Steuergerät ME (N3/10) selbstständig eine Korrektur der Gemischbildung vor, indem es die Grundeinspritzmenge verändert, bis die O2-Sondenspannung wieder nahe am Sollwert liegt. Dieser Korrekturwert wird gespeichert.
Referenzierte Dokumente
- gf0710s1029s Selbstanpassung der Gemischbildung Funktion
- gf0761s3020s Zweisondenregelung ME Funktion
- gf0761s3025s O2-Sondenheizung Funktion
- gf1420s3000s Abgasrückführung Funktion
- gf1430s3012s Lufteinblasung Funktion