gf0761p3014md

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung ME Funktion

Typ gf · Thema 07.61 · Version 0100 · 2008-05-07

Gültig für: MOTOR 266.920 im TYP 169.031 /331, 245.231 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOPF MOTOR 266.940 im TYP 169.032 /332, 245.232 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOPF MOTOR 266.960 im TYP 169.033 /333, 245.233 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOPF MOTOR 266.980 im TYP 169.034 /334, 245.234 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOPF

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.61 Benzin-Einspritz- und Zündsystem ME — Baureihe 169 (Baumuster 031, 032, 033, 034, 331, 332, 333, 334) · Baureihe 245 (Baumuster 231, 232, 233, 234)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 266 920, 266 940, 266 960, 266 980

GF07.61-P-3014MD

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung ME Funktion

7.5.08

MOTOR 266.920 im TYP 169.031 /331, 245.231 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOPF

MOTOR 266.940 im TYP 169.032 /332, 245.232 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOPF

MOTOR 266.960 im TYP 169.033 /333, 245.233 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOPF

MOTOR 266.980 im TYP 169.034 /334, 245.234 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOPF

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung ME Funktion

P07.61-2691-01

Anreicherungsrate-/Zeitdiagramm

a Start

b Abregelbeginn Nachstartanreicherung

c Beginn Warmlaufanreicherung

t Zeit

t1 Startanreicherung (Dauer z. B. 2 s)

t2 Nachstartanreicherung (Dauer z. B. 15 s bei 15 °C Kühlmitteltemperatur)

t3 Warmlaufanreicherung (Dauer entsprechend Kühlmitteltemperatur)

A Anreicherungsrate

Funktionsvoraussetzungen Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein

Kl. 87M EIN (Motorsteuerung EIN)

Motor dreht

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein

Um beim Kaltstart einen stabilen und ruhigen Motorlauf zu erreichen, wird vom Steuergerät ME (N3/10) das Kraftstoff-Luftgemisch angereichert.

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Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgende Teilfunktionen gegliedert:

Funktionsablauf Startanreicherung

Funktionsablauf Nachstartanreicherung

Funktionsablauf Warmlaufanreicherung

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Funktionsablauf Startanreicherung

Um das Starten des kalten Motors zu erleichtern, muss während des Startvorgangs mehr Kraftstoff eingespritzt werden.

Die Berechnung der Einspritzzeit für die Startanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:

– Temperaturfühler Kühlmittel (B11/4)

– Positionsgeber Kurbelwelle (L5), Motordrehzahl

– Abstellzeit des Motors

– Steuergerät EZS (N73), Signal Kl. 50 über Motorraum-CAN (CAN C)

– Höhendruckgeber im Steuergerät ME, Atmosphärenluftdruck für Höhenadaption

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Das Steuergerät ME verlängert beim Erhalten (über den Motorraum-CAN) des "Kl. 50-Signals" vom Steuergerät EZS die Einspritzzeit der Kraftstoff-Einspritzventile (Y62).

Die Startanreicherung bleibt so lange aktiviert, bis eine von der Kühlmitteltemperatur abhängige Motordrehzahl überschritten wird.

Je höher die Kühlmitteltemperatur, desto geringer ist die vom Steuergerät ME berechnete Einspritzzeit.

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Funktionsablauf Nachstartanreicherung

Nach dem Kaltstart wird für kurze Zeit das Kraftstoff-Luftgemisch angereichert, damit der Motor einwandfrei durchläuft.

Der an den kalten Zylinderlaufbahnen kondensierende Kraftstoff wird durch die Nachstartanreicherung ausgeglichen.

Die Berechnung der Einspritzzeit für die Nachstartanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:

– Temperaturfühler Kühlmittel, Kühlmitteltemperatur beim Start

– Verbrennungszyklen nach Start

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– Elektrische Steuereinheit CVT (Y3/9), Wählhebelstellung über Motorraum-CAN (bei Code (426) CVT-Automatikgetriebe)

– Korrekturprogrammierung mit dem Diagnose-Assistenz-System (DAS)

Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt.

Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzzeit der Kraftstoff-Einspritzventile.

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Funktionsablauf Warmlaufanreicherung

Nach der Start- und Nachstartanreicherung wird das Kraftstoff-Luftgemisch über die Warmlaufanreicherung weiterhin angereichert.

Der an den noch kalten Zylinderlaufbahnen kondensierende Kraftstoff wird durch die Warmlaufanreicherung ausgeglichen.

Die Berechnung der Einspritzzeit für die Warmlaufanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:

– Druckgeber (B28), Motorlast

– Temperaturfühler Kühlmittel

– Temperaturfühler Ansaugluft (B17)

– Positionsgeber Kurbelwelle, Motordrehzahl

– Korrekturprogrammierung mit dem Diagnose-Assistenz-System (DAS)

Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt.

Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzzeit der Kraftstoff-Einspritzventile.

Im leerlaufnahen Bereich ist die Einspritzzeit hauptsächlich von der Kühlmitteltemperatur beim Start abhängig.

Bei Teillast ist die Motorlast entscheidend.

Sobald die Lambda-Regelung freigegeben wird, überwacht diese die Einspritzzeit.

Die Zündwinkel der Zündspulen (T1) werden im Warmlauf von einem eigenen Kennfeld bestimmt.

Funktionsschema Elektrik Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung

Typ 169

PE07.61-P-2787-97QA

Typ 245

PE07.61-P-2787-97BAA

Steuergerät ME Bauteilbeschreibung

N3/10

GF07.61-P-6000MD

Referenzierte Dokumente