gf0710p1014mt

Schubabschaltung Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0105 · 2015-03-10

Gültig für: MOTOR 270.9 im TYP 117, 156, 176, 246

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 117 · Baureihe 156 · Baureihe 176 · Baureihe 246

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 270 9**

GF07.10-P-1014MT

Schubabschaltung Funktion

10.3.15

MOTOR

270.9 im TYP 117, 156, 176, 246

Funktionsvoraussetzungen Schubabschaltung allgemein

Klemme 87M (Motormanagement EIN)

Motor läuft

Fahrzeug rollt

Fahrpedal nicht betätigt

Wählhebelstellung "D" oder "R" (bei CODE 429 (Doppelkupplungsgetriebe))

Fahrzeug nicht im Tempomatbetrieb

Keine zu hohen Abgastemperaturen

Schubabschaltung allgemein

Die Schubabschaltung hat im Schubbetrieb des Motors folgende Aufgaben:

Bremswirkung des Motors erhöhen

Kraftstoffverbrauch reduzieren

Abgasverhalten verbessern

Das Steuergerät ME (N3/10) führt eine Schubabschaltung abhängig von folgenden Signalen durch:

Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)

Fahrpedalsensor (B37), Fahrpedalstellung

Hallsensor Kurbelwelle (B70) (mit Drehrichtungserkennung), Motordrehzahl

Schalter Kupplungspedal (S40/3) (bei Schaltgetriebe)

Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung Doppelkupplungsgetriebe (Y3/14n4) (bei CODE 429 (Doppelkupplungsgetriebe)), Fahrstufe über Antriebs-CAN (CAN C)

Schubabschaltung Funktionsablauf

Das Steuergerät ME schaltet im Schubbetrieb die Kraftstoffinjektoren Zylinder 1 bis 4 (Y76/1 bis 4) abhängig von der Kühlmitteltemperatur, dem eingelegten Gang und der Motordrehzahl ab, wenn das Fahrpedal nicht betätigt wird. Die Kraftstoffinjektoren werden wieder zugeschaltet, wenn das Fahrpedal betätigt wird.

Wird bei Schaltgetriebe das Kupplungspedal betätigt, dann wird die Schubabschaltung abgebrochen bzw. unterdrückt. Zusätzlich verstellt das Steuergerät ME durch den Stellmagnet Einlassnockenwelle (Y49/1) und den Stellmagnet Auslassnockenwelle (Y49/2) die Ventilüberschneidung auf ihren Minimalwert. Dadurch wird die optimale Umwandlungsrate des Katalysators schneller erreicht.

Nach der Schubabschaltung reichert das Steuergerät ME das Kraftstoff-Luft-Gemisch durch Verlängern der Einspritzdauer kurz an, um den Katalysator vom angereicherten Sauerstoff zu befreien. Um beim Wiedereinsetzen der Verbrennung nach der Schubabschaltung einen sprunghaften Drehmomentanstieg zu verhindern, werden vom Steuergerät ME die Zündwinkel der Zündspulen Zylinder 1 bis 4 (T1/1 bis 4) kurzzeitig in Richtung "spät" verstellt.

Die Schubabschaltung wird bei zu hohen Abgastemperaturen unterdrückt, da der hohe Sauerstoffanteil im Abgas bei einer Schubabschaltung zu einer erhöhten Oxidation (Nachverbrennung) von Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoff führt. Die dabei entstehende zusätzliche Wärme kann den Katalysator überhitzen.

Funktionsschema Elektrik Schubabschaltung

PE07.10-P-2714-97IAC

Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung

GF07.70-P-9998MT

Referenzierte Dokumente