Funktionsvoraussetzungen Schubabschaltung allgemein
Klemme 87M (Motormanagement EIN)
Motor läuft
Fahrzeug rollt
Fahrpedal nicht betätigt
Wählhebelstellung "D" oder "R" (bei CODE 429 (Doppelkupplungsgetriebe))
Fahrzeug nicht im Tempomatbetrieb
Keine zu hohen Abgastemperaturen
Schubabschaltung allgemein
Die Schubabschaltung hat im Schubbetrieb des Motors folgende Aufgaben:
Bremswirkung des Motors erhöhen
Kraftstoffverbrauch reduzieren
Abgasverhalten verbessern
Das Steuergerät ME (N3/10) führt eine Schubabschaltung abhängig von folgenden Signalen durch:
Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)
Fahrpedalsensor (B37), Fahrpedalstellung
Hallsensor Kurbelwelle (B70) (mit Drehrichtungserkennung), Motordrehzahl
Schalter Kupplungspedal (S40/3) (bei Schaltgetriebe)
Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung Doppelkupplungsgetriebe (Y3/14n4) (bei CODE 429 (Doppelkupplungsgetriebe)), Fahrstufe über Antriebs-CAN (CAN C)
Schubabschaltung Funktionsablauf
Das Steuergerät ME schaltet im Schubbetrieb die Kraftstoffinjektoren Zylinder 1 bis 4 (Y76/1 bis 4) abhängig von der Kühlmitteltemperatur, dem eingelegten Gang und der Motordrehzahl ab, wenn das Fahrpedal nicht betätigt wird. Die Kraftstoffinjektoren werden wieder zugeschaltet, wenn das Fahrpedal betätigt wird.
Wird bei Schaltgetriebe das Kupplungspedal betätigt, dann wird die Schubabschaltung abgebrochen bzw. unterdrückt. Zusätzlich verstellt das Steuergerät ME durch den Stellmagnet Einlassnockenwelle (Y49/1) und den Stellmagnet Auslassnockenwelle (Y49/2) die Ventilüberschneidung auf ihren Minimalwert. Dadurch wird die optimale Umwandlungsrate des Katalysators schneller erreicht.
Nach der Schubabschaltung reichert das Steuergerät ME das Kraftstoff-Luft-Gemisch durch Verlängern der Einspritzdauer kurz an, um den Katalysator vom angereicherten Sauerstoff zu befreien. Um beim Wiedereinsetzen der Verbrennung nach der Schubabschaltung einen sprunghaften Drehmomentanstieg zu verhindern, werden vom Steuergerät ME die Zündwinkel der Zündspulen Zylinder 1 bis 4 (T1/1 bis 4) kurzzeitig in Richtung "spät" verstellt.
Die Schubabschaltung wird bei zu hohen Abgastemperaturen unterdrückt, da der hohe Sauerstoffanteil im Abgas bei einer Schubabschaltung zu einer erhöhten Oxidation (Nachverbrennung) von Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoff führt. Die dabei entstehende zusätzliche Wärme kann den Katalysator überhitzen.
Referenzierte Dokumente
- gf0770p9998mt Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung
- gf0770p9998mta Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung
- gf0770p9998mtc Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung