MOTOR | 642.8 im TYP 222 |
Funktionsvoraussetzung Laufruheregelung allgemein
Klemme 87M (Motorsteuerung EIN)
Motor läuft
Laufruheregelung allgemein
Die Laufruheregelung reduziert die Laufunruhen im Motordrehzahlbereich von ca. 750 bis ca. 2600/min.
Das Steuergerät CDI (N3/9) liest zur Laufruheregelung folgende Sensoren und Signale ein:
– Heißfilm-Luftmassenmesser links (B2/6), Motorlast
– Heißfilm-Luftmassenmesser rechts (B2/7), Motorlast
– Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)
– Fahrpedalsensor (B37), Fahrpedalstellung
– Hallsensor Kurbelwelle (B70), Motordrehzahl
– Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (N30/4), Raddrehzahlsignal über Fahrwerk-FlexRay (FlexE), Steuergerät Antriebsstrang (N127) und Antriebs-CAN (CAN C1)
– Füllstandssensor Kraftstoffbehälter Kraftstoffanzeige, links (B4/1) und Füllstandssensor Kraftstoffbehälter Kraftstoffanzeige, rechts (B4/2) über das Steuergerät Kraftstoffpumpe (N118) und den Antriebs-CAN (CAN C1) an das Steuergerät CDI.
Laufruheregelung Funktionsablauf
Der Funktionsablauf ist in folgenden Punkten beschrieben:
Funktionsablauf Erkennung von Verbrennungsaussetzern
Funktionsablauf Sensoradaption
Funktionsablauf Erkennung von Verbrennungsaussetzern
Dazu liest das Steuergerät CDI das Signal des Hallsensors Kurbelwelle ein und wertet es auf seine Gleichförmigkeit aus. Treten am Signal des Hallsensors Kurbelwelle Ungleichförmigkeiten auf, korrigiert das Steuergerät CDI über das Druckregelventil (Y74) und das Mengenregelventil (Y94) den Kraftstoffdruck in den Rails und über die Ansteuerung der Kraftstoffinjektoren (Y76) die Einspritzzeit.
Aus dem Kraftstoffdruck in den Rails und der Einspritzzeit der Kraftstoffinjektoren ergibt sich die Einspritzmenge.
Funktionsablauf Sensoradaption
Der Toleranzbereich der Laufruheauswertung wird nach erfolgter Adaption des Hallsensors Kurbelwelle verkleinert.
Die Laufruheauswertung kann damit an die spezifischen Rundlaufeigenschaften des Motors angepasst werden.
In einer Schubphase (Fahrpedal nicht betätigt), bei der gleichförmiger Rundlauf vorhanden ist, speichert das Steuergerät CDI die Rundlaufeigenschaften des Motors. Zur Aussetzererkennung sind diese als Vergleichsgröße erforderlich.
Der Toleranzbereich der Laufruheauswertung ist im Steuergerät CDI voreingestellt und kann bei Bedarf mit Xentry Diagnostics angepasst werden.
Referenzierte Dokumente
- gf0716p9997ogs Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)