gf0710p1009ogs

Generatorschnittstelle Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0101 · 2013-04-10

Gültig für: MOTOR 642.8 im TYP 222

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 222

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 642 8**

GF07.10-P-1009OGS

Generatorschnittstelle Funktion

10.4.13

MOTOR

642.8 im TYP 222

Funktionsvoraussetzungen Generatorschnittstelle allgemein

Klemme 87 (Motorsteuerung EIN)

Motor läuft

Generatorschnittstelle allgemein

Mit der Generatorschnittstelle werden Botschaften über den Antriebs-LIN (LIN C1) zwischen dem Generator (G2) und dem Steuergerät CDI (N3/9) ausgetauscht und das Regelverhalten des Generators gesteuert. Dazu liest das Steuergerät CDI folgende Signale ein:

– Hallsensor Kurbelwelle (B70), Motordrehzahl

– Spannung Bordnetzbatterie (G1) über "Klemme 30"

– Generator, Status

Generatorschnittstelle Funktionsablauf

Das Steuergerät CDI steuert das Regelverhalten des Generators, um z. B. bei ausreichend geladener Bordnetzbatterie die Regulierspannung (Ladespannung) zu verringern.

Damit reduziert sich die Motorbelastung, wodurch weniger Kraftstoff verbraucht wird und die Abgasemissionen verbessert werden.

Das Steuergerät CDI steuert folgende Funktionen:

– Einschalten des Generators, abhängig vom Bordnetzzustand und von den motorischen Anforderungen.

– Regelung des Generators entsprechend den im Steuergerät CDI gespeicherten Kennfeldern. Dazu wird die Regulierspannung vom Steuergerät CDI vorgegeben.

– Den Generator vor Überhitzung schützen.

– Bei hoher Belastungsänderung des Generators im Leerlauf die Regulierspannung verzögert anpassen, um die Leerlaufdrehzahl zu stabilisieren.

– Erkannte Fehler dem Kombiinstrument (A1) zur Ansteuerung der entsprechenden Warnsymbole und Displaymeldungen über Antriebs-CAN (CAN C1), das Steurgerät Antriebsstrang (N127), über Fahrwerk-FlexRay (Flex E), das Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) und den Benutzerschnittstellen-CAN (CAN HMI) mitteilen.

– Bordnetzspannung auf einem niedrigen Wert halten und laden der Bordnetzbatterie verstärkt in den Schubphasen (Kraftstoffersparnis)

– CAN-Signal Klemme 61 (Generator in Funktion) erzeugen.

Der Generator führt ständig eine Eigendiagnose durch und sendet die Ergebnisse auf Anforderung zum Steuergerät CDI. Dieses vergleicht die Ergebnisse mit weiteren Signalen (wie z. B. Motordrehzahl, Spannung Bordnetzbatterie, Zeit nach Motorstart) und erkennt daraus Fehler am Generator.

Folgende Fehler werden erkannt:

– Leitung (Antriebs-LIN) der Generatorschnittstelle unterbrochen oder Schnittstellentreiber im Steuergerät CDI defekt (der Generator regelt in diesem Fall auf 14,3 V)

– Elektrische Fehler am Generator:

– mögliche Ursachen: Generatorregler oder Dioden defekt, Statordefekt oder Erregungsunterbrechung

– mögliche Folgen: Ladespannung bzw. Ladestrom nicht ausreichend oder zu hoch

– Mechanische Fehler am Generator:

– mögliche Ursachen: gerissener oder loser Keilrippenriemen

– mögliche Folgen: keine oder mangelnde Ladung der Bordnetzbatterie, keine oder mangelnde Bordnetzversorgung

Diagnose

Zum Prüfen der Regulierspannung muss die Bordnetzbatterie mit einem Batterietestgerät belastet werden, da bei voll geladener und unbelasteter Bordnetzbatterie die Regulierspannung deutlich verringert sein kann.

Klemme 61-Signal

Bei Generatoren mit Generatorschnittstelle ist die Leitung "Klemme 61" entfallen. Aus den Informationen, die das Steuergerät CDI über die Generatorschnittstelle erhält, wird das Klemme 61-Signal im Steuergerät CDI nachgebildet und über den CAN-Verbund (z. B. für das Kombiinstrument) ausgegeben.

Funktionsschema Elektrik Generatorschnittstelle

PE07.10-P-2709-97SEB

Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)

GF07.16-P-9997OGS

Referenzierte Dokumente