gf0710p1006mt

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0105 · 2015-03-10

Gültig für: MOTOR 270.9 im TYP 117, 156, 176, 246

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 117 · Baureihe 156 · Baureihe 176 · Baureihe 246

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 270 9**

GF07.10-P-1006MT

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge Funktion

10.3.15

MOTOR

270.9 im TYP 117, 156, 176, 246

Funktionsvoraussetzungen Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge allgemein

Klemme 87M (Motormanagement EIN)

Motor läuft

Bei Fahrzeugen bis Modell-J. 2016 ist unabhängig von der Ausstattung nur ein Fahrwerk-CAN vorhanden.
Bei Fahrzeugen ab Modell-J. 2016 sind je nach Ausstattung zwei Fahrwerk-CAN-Varianten vorhanden.
Variante 1
Hat das Fahrzeug keine der in Variante 2 genannten Ausstattungscodes, ist wie bis Modell-J. 2016 nur ein Fahrwerk-CAN (CAN E) vorhanden.
Variante 2
Hat das Fahrzeug einen der folgenden Ausstattungscodes, sind zwei Fahrwerk-CANs (Fahrwerk-CAN 1 (CAN E1), Fahrwerk-CAN 2 (CAN E2)) vorhanden:
CODE 218 (Rückfahrkamera)
CODE 234 (Totwinkel-Assistent)
CODE 459 (Stahlfederung mit Verstelldämpfung)
CODE 475 (Reifendruckkontrolle)
CODE 476 (Spurhalte-Assistent)
CODE 513 (Geschwindigkeitslimit-Assistent)
CODE 614 (Bi-Xenon-Scheinwerfer)
CODE 615 (Bi-Xenon-Scheinwerfer mit aktivem Kurvenlicht)
CODE 618 (Bi-Xenon Scheinwerfer)
CODE 621 (Intelligent Light System (Linksverkehr))
CODE 622 (Intelligent Light System)
CODE 631 (Scheinwerfer LED statisch Linksverkehr)
CODE 632 (Scheinwerfer LED statisch Rechtsverkehr)

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge allgemein

Die Synchronisierung von Einspritz- und Zündfolge wird vom Steuergerät ME (N3/10) zur Ansteuerung der Zündspulen Zylinder 1 bis 4 (T1/1 bis 4) und der Kraftstoffinjektoren Zylinder 1 bis 4 (Y76/1 bis 4) verarbeitet.

Zusätzlich ist die Synchronisierung für die Klopfregelung und die Kraftstoffabschaltung an einzelnen Zylindern erforderlich.

Das Steuergerät ME synchronisiert die Einspritz- und Zündfolge auf Basis folgender Signale:

Hallsensor Einlassnockenwelle (B6/15), Einlass-Nockenwellenstellung

Hallsensor Auslassnockenwelle (B6/16), Auslass-Nockenwellenstellung

Hallsensor Kurbelwelle (B70) (mit Drehrichtungserkennung), Motordrehzahl und Kurbelwellenstellung

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgenden Punkten beschrieben:

Funktionsablauf Synchronisierung

Funktionsablauf Motordrehzahlsignal

Funktionsablauf Synchronisierung

Beim Starten des Motors wird die Einspritzfolge entsprechend der Zündfolge aus den Spannungssignalen vom Hallsensor Kurbelwelle (mit Drehrichtungserkennung) und dem Hallsensor Einlassnockenwelle oder dem Hallsensor Auslassnockenwelle festgelegt. Dazu muss der Zünd-OT (oberer Totpunkt) von Zylinder 1 erkannt werden.

Funktionsablauf Motordrehzahlsignal

Aus dem Signal vom Hallsensor Kurbelwelle wird vom Steuergerät ME das kurzschlussfeste Motordrehzahlsignal (z. B. für Kalttest und Diagnose) generiert und über den Fahrwerk-CAN oder über Fahrwerk-CAN 1 ausgegeben.

Durch ein Multipolrad an der Kurbelwelle mit magnetischen Polfeldern unterschiedlicher Polarität wird bei drehender Kurbelwelle im Hallsensor Kurbelwelle ein Digitalsignal mit einem Ruhesignalpegel von 5 V und kurzzeitigen Impulsen von 0 V erzeugt. Dabei steht jedes einzelne Polfeld bzw. jede Änderung des Magnetfeldes für eine Winkeländerung von 6° KW (Kurbelwellenwinkel).

Zur absoluten Bestimmung der Position des Multipolrades zum Kurbeltrieb ist ein einziges Polfeld mit einem Abstand von 18° KW ausgeführt.

Drehrichtungserkennung

Dreht der Motor rückwärts, was nur sporadisch bei Motorstopp kurz vor dem Stillstand vorkommen kann, ändert sich die Pulsdauer des 0-V-Impulses. Daran erkennt das Steuergerät ME eine Drehrichtungsänderung und kann somit jederzeit auch die genaue Winkelposition der Kurbelwelle erfassen. Diese Information wird insbesondere zum schnellen Starten des Motors im ECO-Start-Stopp Modus benötigt.

Fällt das Spannungssignal vom Hallsensor Kurbelwelle aus, werden ersatzweise (für den Notlauf) die Spannungssignale vom Hallsensor Einlassnockenwelle oder vom Hallsensor Auslassnockenwelle verwendet. Fällt das Spannungssignal vom Hallsensor Einlassnockenwelle aus, wird ersatzweise das Spannungssignal vom Hallsensor Auslassnockenwelle zur Erkennung des Zünd-OTs von Zylinder 1 verwendet. Steht überhaupt kein Spannungssignal von einem Hallsensor Nockenwelle zur Verfügung, wird nach 360° KW gezündet und eingespritzt, um so einen Motornotstart zu ermöglichen.

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge Funktion

P07.61-2661-09

Signalzuordnung

1

OT Zylinder 1

d, f

Verstellbereich Auslassnockenwelle (40° KW nach spät)

D

Zünd-OT Zylinder 1

2

OT Zylinder 2

e

Hallsensor über Segment der Auslassnockenwelle (Signal low)

E

Signal Hallsensor Einlassnockenwelle

3

OT Zylinder 3

g

Einzelnes Polfeld mit 18° KW-Abstand

F

Signal Hallsensor Auslassnockenwelle

4

OT Zylinder 4

A

Kurbelwinkel (KW)

G

Motordrehzahlsignal

a, c

Verstellbereich Einlassnockenwelle (50° KW nach früh)

B

Polfelder am Multipolrad

b

Hallsensor über Segment der Einlassnockenwelle (Signal low)

C

Signal Hallsensor Kurbelwelle (mit Drehrichtungserkennung)

Funktionsschema Elektrik Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge

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