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Elektronische Motorregelung (EMR) Diagnose Fehlersuche

Typ ad · Thema 30.33 · Version 0100 · 2003-06-10

Gültig für: MOTOR 440 im TYP 656, 658, 659 MOTOR 441 im TYP 650, 651, 652, 653, 654 MOTOR 441 im TYP 625.1 MOTOR 442 im TYP 655, 656, 657, 658, 659

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 30 Regulierung, Geschwindigkeitsregelanlagen › 30.33 Elektronische Motorregelung — Baureihe 440 · Baureihe 441 · Baureihe 442 · Baureihe 625 (Baumuster 1**) · Baureihe 650 · Baureihe 651 · Baureihe 652 · Baureihe 653 · Baureihe 654 · Baureihe 655 · Baureihe 656 · Baureihe 657 · Baureihe 658 · Baureihe 659

AD30.33-W-5000A

Elektronische Motorregelung (EMR) Diagnose Fehlersuche

27.10.97

MOTOR 440 im TYP 656, 658, 659

MOTOR 441 im TYP 650, 651, 652, 653, 654

MOTOR 441 im TYP 625.1

MOTOR 442 im TYP 655, 656, 657, 658, 659

Die nachfolgend beschriebene Fehlersuche ohne Meßgeräte nur durchführen, wenn kein HHT oder kein Fahrzeug mit FDS/FSS zur Verfügung steht.

Sie ermöglicht ebenfalls eine Eingrenzung der Fehlerquelle(n) an der EMR-Anlage, und sollte grundsätzlich vor der „Prüfung der Bauteile an den Steckverbindungen” durchgeführt werden.

Wenn die Kontrolleuchte bei laufendem Motor leuchtet oder aufleuchtet, wird eine Störung der EMR-Anlage durch das Steuergerät erkannt. Die Auslesung der Fehlercodes und Istwerte ist nur mit dem HHT oder bei Fahrzeugen mit FDS/FSS möglich. Die Aufschlüsselung der Code-Nummern oder erforderliche Prüfschritte siehe Fehlercode-Übersicht. Ist kein Fehlercode gespeichert, ermöglicht die große Anzahl von Istwerten eine effektive Fehlereingrenzung.

Elektronische Motorregelung (EMR) Diagnose Vorkenntnisse

AD30.33-W-2000A

Elektronische Motorregelung (EMR) Diagnose Funktionskontrolle durch Istwerte

AD30.33-W-3000A

Elektronische Motorregelung (EMR) Diagnose Fehlerspeicher

AD30.33-W-4000A

Fehlersuche bei Istwert Tempomat/Temposet EMR

Mit HHT

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Mit FDS/FSS

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Der Anschluß von elektrischen Zusatzverbrauchern an der Sicherung der EMR kann bei Kurzschluß oder Überlastung die EMR-Anlage (ggf. erst während des Betriebs) außer Funktion setzen.

Bordspannung 24 V (Säuredichte 1,16)

Kontrolleuchte für Nebenverbraucher muß erloschen sein

Druckluft mindestens 5,5 bar

Erfolgte die Anfahrt zur Werkstatt mit der Notfahreinrichtung:

Hinweise Notfahrseilzug EMR

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Fehlersuche

Prüfschritt/ Prüfumfang

Betätigung/ Voraussetzung

Sollwert

mögliche Ursache/ Abhilfe

1

Kontrolleuchte, EMR (H9)

Zündung einschalten

Kontrolleuchte leuchtet

Glühlampe in Kontrolleuchte, EMR (H9), ggf. tauschen.

2

EMR-Anlage durch Kontrolleuchte, EMR (H9)

Zündung: Ein

Motor starten/Motor läuft

Kontrolleuchte erlischt

Steuergerät meldet einen Fehler in der EMR-Anlage.

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3

Drehzahlanhebung (Tempomat)

Zündung: Ein

Motor läuft. Tempomathebel mehrfach nach vorne drücken.

Motordrehzahl erhöht sich hörbar (bzw. am Drehzahlmesser sichtbar).

Lenkstockschalter Tempomat, Stellmotor ausgehängt/defekt,

E-Modul,

MN-Modul.

4

Drehzahlanhebung durch Fahrfußgeber.

Zündung: Ein

Motor läuft. Fahrpedal betätigen.

Motordrehzahl ändert sich entsprechend der Pedalstellung.

Fahrfußgeber ausgehängt/defekt,

E-Modul.

5.0

Drehzahlabsenkung bei 3. Bremse (Motorbremsfunktion)

Nur bei Serie und SA ABS

Zündung: Ein

Motor läuft. Motorbremse und geichzeitig Fahrpedal betätigen.

Es darf kein „Gas” angenommen werden (Motor läuft in Leerlaufdrehzahl).

Bei Serien-Fahrzeug: Sicherung F9 auf L-Modul, Druckschalter am Drosselklappenventil, peumatischer Fehler (Fußschalter, keine Druckluft).

Bei Fahrzeug mit ABS
B-Modul (ASR), Fußschalter Motorbremse.

5.1

Drehzahlabsenkung bei 3. Bremse (Motorbremsfunktion)

Nur bei SA Konstantdrossel

Zündung: Ein

Motor läuft. Motorbremse und geichzeitig Fahrpedal betätigen. Brücke von Kl. 30 am Relais K6 (A31) zu V1 (2/1,+) anschließen.

Es darf kein „Gas” angenommen werden (Motor läuft in Leerlaufdrehzahl).

Sicherung F4/A3 bzw. F2/A3 (je nach Ausführung).

Drehzahlschalter (S38), Diode V1, V2,

Relais K6 (A31), K3 (A32, je nach Ausführung).

Fußschalter Motorbremse (S52).

Schalter verstärkte Motorbremse (S39).

5.2

Drehzahlabsenkung bei 3. Bremse (Motorbremsfunktion Retarder)

Nur bei SA Retarder 115H (Voith)

Zündung: Ein

Motor läuft. Retarder Stufe 1 – 5 und gleichzeitig Fahrpedal betätigen.

Nur in Verbindung mit Konstantdrossel Brücke von Kl. 30 am Relais K6 (A31) zu V1 (2/1,+) anschließen.

Es wird kein „Gas” angenommen (Motor läuft in Leerlaufdrehzahl).

Sicherung F4/A3 bzw. F2/A3 (je nach Ausführung)

Relais K6/A31,

Retarder-Steuergerät,

Lenkstockschalter Retarder

In Verbindung mit Konstantdrossel,
siehe 5.1

6

Temposetfunktion, Kick-Down-Schalter und Leergasschalter im Fußfahrgeber

Zündung: Ein

1. Fahrzeug mit ca. 32 km/h fahren und mit Temposet-Taste diese Maximal-Geschwindigkeit setzen.

Eingestellte Maximal-Geschwindigkeit kann auch bei Vollast am Fußfahrgeber nicht überschritten werden.

Lenkstockschalter Tempomat, C3-Signal vom I-Modul/ Tachographen fehlt, E-Modul (Steuergerät).

2. Kick-Down-Stellung am Fahrfußgeber kurzzeitig betätigen (anschließend in Leergasstellung).

Eingestellte Max.-Geschwindigkeit wird überschritten.

Kick-Down-Schalter, E-Modul.

3. Fahrpedal bis Vollast betätigen.

Die eingestellte Max.-Geschwindigkeit kann wieder nicht überschritten werden.

Leergasschalter, E-Modul.

7

Tempomat

Zündung: Ein

1. Fahrzeug mit 46 – 50 km/h fahren und mit Tempomat-Betätigungshebel diese Geschwindigkeit setzen.

Eingestellte Geschwindigkeit wird ohne „Gasgeben” gehalten.

Lenkstockschalter Tempomat, C3-Signal vom I-Modul/ Tachographen fehlt, Kupplungs- Bremslichtschalter, E-Modul (Steuergerät). Bei Anschluß am Steuergerät: Retardererkennung (VI, 10/4), Neutralerkennung (I, 4/4), Reduziereingang (VII, 18/11).

2. Fahrpedal betätigen

Eingestellte Geschwindigkeit läßt sich überschreiten.

Fußfahrgeber, E-Modul

8

Tempomatabschaltung beim Bremsen

Zündung: Ein

Fahrzeug mit Tempomat (46 – 50 km/h) fahren und leicht bremsen.

Tempomat wird abgeschaltet.

Bremslichtschalter (S8)

9

Tempomatabschaltung beim Kuppeln

Zündung: Ein

Tempomat-Geschwindigkeit wieder aufnehmen (Betätigungshebel nach oben) und Kupplung betätigen.

Tempomat wird abgeschaltet.

Kupplungsschalter.

Keine Abschaltung bei Prüfschritt 8 und 9 Sicherung F4/A3, E-Modul. Leitungsunterbrechung

10

Tempomatabschaltung bei 3. Bremse

Zündung: Ein

Tempomat-Geschwindigkeit wieder aufnehmen und Motorbremse bzw. Retarder betätigen.

Tempomat wird abgeschaltet.

Siehe je nach Ausstattung 5.0 bis 5.2.

Zu 5.2 Bei Retarder Eingang Retarder-Erkennung.

11

Tempomatabschaltung durch Tempomatschalter

Zündung: Ein

Tempomat-Geschwindigkeit wieder aufnehmen und Tempomat-Betätigungshebel nach unten drücken (Stellung AUS).

Tempomat wird abgeschaltet.

Tempomatschalter (S27)

12

Tempomatabschaltung durch Neutralstellung (nur bei SA Automatik-Getriebe)

Zündung: Ein

Tempomat-Geschwindigkeit wieder aufnehmen und kurzzeitig in Neutral schalten.

Tempomat wird abgeschaltet.

Neutralschalter im Getriebe

Verkabelung zu Anschluß 4/4 am

Stecker I.

13

Drehzahlanhebung bei SA Nebenantrieb

Zündung: Ein

Feststellbremse betätigen und Motor (Leerlauf) laufen lassen.

Schalter für Nebenantrieb und ggf. für Drehzahlanhebung einschalten.

Drehzahl erhöht sich auf eingestellten (programmierten) Wert.

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14

Feststellbrems-Signal bei Drehzahlanhebung (nur bei SA Nebenantrieb)

Zündung: Ein

Feststellbremse gelöst (Fahrzeug gegen Wegrollen sichern).

Schalter für Nebenantrieb und ggf. für Drehzahlanhebung einschalten.

Drehzahl erhöht sich nicht.

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15

Retarderabschaltung bei SA Retarder

Zündung: Ein

Bei Probefahrt Retarder in Stufe 1 – 5 schalten, dann Fahrpedal leicht betätigen.

Retarder wird abgeschaltet.

Relais K5/A31

16

Drehzahlanhebung durch Handfahrgeber.

Zündung: Ein

Feststelbremse einlegen und Nebenantrieb einschalten.

Handfahrgeber bis zur Max-Position betätigen.

Drehzahl erhöht sich bis zur eingestellten Grenzdrehzahl.

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Referenzierte Dokumente