1 | Kabelschuh |
2 | lackschabende Mutter |
P54.18-5021-11
Ab dem Typ 172 wurde das Kontaktierungskonzept von elektrischen Masseverbindungen zur Fahrzeugkarosserie geändert. Alle Masseanschlüsse der Karosserie sind produktionsseitig mit einer Lackschicht überdeckt.
Wichtig: Um eine elektrisch leitende Verbindung über einen lackierten Masseanschluss zur Karosserie prozesssicher herzustellen, ist es zwingend erforderlich, dass für die Masseverschraubungen ausschließlich die neu entwickelte lackschabende Mutter (2) verwendet wird. Durch die Technologie der lackschabenden Mutter (2) wird der Lack beim Verschrauben abgetragen und eine elektrische Verbindung zwischen dem Außengewinde des Masseanschlusses und dem Innengewinde der Mutter ermöglicht.
Die Verwendung von anderen Muttern, abweichend zu der vorgeschriebenen lackschabenden Mutter (2) (z. B. bei Nachrüstungen, Reparaturen), kann zu einer Beanstandung führen.
Weiterhin ist Folgendes zu beachten:
1 Belegung neuer Masseanschlüsse
Wird bei Nachrüstungen ein zuvor noch nicht verwendeter Masseanschluss belegt, ist darauf zu achten, dass die Auflagefläche des Kabelschuhs (1) plan ist (keine Schweißspritzer o ä.), damit es bei der Verschraubung nicht zu Verspannungen bzw. Verformungen des Kabelschuhs (1) kommt.
2 Wiederholte Verwendung der lackschabenden Mutter (2)
Vor erneutem Aufschrauben der lackschabenden Mutter (2) auf den Masseanschluss ist der Lackabrieb in den Nuten der lackschabenden Mutter (2) zu entfernen (z. B. mit Druckluft ausblasen).
3 Nachlackierung im Bereich des Masseanschlusses
Zur Vermeidung von zu dicken Lackschichten ist vor einer Nachlackierung im Bereich des Masseanschlusses ein Lackierschutz auf dem Anschluss erforderlich (z. B. aufgedrehte Mutter oder Abdeckkappe).