si5410p0044a

Service-Information: Zustandsprüfung Hochvoltbatterie

Typ si · Thema 54.10 · Version 0103 · 2017-02-17

Gültig für: Typ 451.390/392/490/492

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 54 Elektrische Anlage, Ausrüstung und Instrumente › 54.10 Batterie, Spannungsversorgung, Spannungswandler — Baureihe 451 (Baumuster 390, 392, 490, 492)

EinPAS 16 Kraftstoff-/Energieversorgung Motor › 16.20 Hochvolt-Bordnetz › 16.20.20 Hochvoltbatterie-Modul — Baureihe 451 (Baumuster 390, 392, 490, 492)

EinPAS 25 Bordnetz/Netzwerk/Multifunktion › 25.20 Bordnetz › 25.20.1 Grundinformation — Baureihe 451 (Baumuster 390, 392, 490, 492)

EinPAS 45 Daten/Information › 45.20 Information/Maßnahmen › 45.20.20 Serviceinformation — Baureihe 451 (Baumuster 390, 392, 490, 492)

SI54.10-P-0044A

Service-Information: Zustandsprüfung Hochvoltbatterie

17.02.2017

Typ

451.390/392/490/492

Bei Durchführung des Wartungsdienstes der Fahrzeuge smart electric Drive 3. Generation ist gemäß Wartungsblatt (AP00.20­P­1229MEX) im Absatz Zusatzarbeiten die Prüfung der Hochvoltbatterie durchzuführen (AP54.10­P­5451MEX). Damit der Kapazitätsverlustwert bei der Prüfung zuverlässig ermittelt wird, muss die Hochvoltbatterie vor Durchführung des Prüfschrittes einen bestimmten Entladezyklus durchlaufen haben.

Wichtige Information für Kundenkommunikation:

Der Kunde ist bereits bei der Terminvereinbarung, d. h. vor dem Werkstatttermin darüber zu informieren, dass er folgende Schritte vor dem Wartungsdienst durchführen muss, sofern dies nicht bereits dem normalen Fahrzyklus des Kunden entspricht:

Fahrzeug fahren (entladen) auf < 40 % SOC (siehe linkes Rundinstrument "% SOC" auf der Instrumententafel).

Fahrzeug ca. 2 h stehen lassen (ohne Fahren, ohne Laden)

Nach dieser Ruhezeit von ca. 2 h Ladekabel anschließen und Fahrzeug vollständig auf 100 % SOC laden.

Anschließend kann das Fahrzeug ganz normal weiter betrieben werden.

Durch das Entladen auf < 40 % SOC, die Ruhezeit und das erneute Laden findet innerhalb der Hochvoltbatterie ein Kapazitätstest statt. Das Testergebnis wird dann bei der Wartung ausgelesen. Dieser Zyklus muss einmalig innerhalb von 3 Wochen vor dem Wartungsdienst durchlaufen werden. Wenn hingegen das Fahrzeug immer nur im hohen SOC-Bereich bewegt wird, kann dieser Test nicht zuverlässig abgeschlossen werden.

Wichtige Information für Werkstattablauf:

Bei Durchführung des Wartungsdienstes gemäß Wartungsblatt (AP00.20­P­1229MEX) ist im Absatz Zusatzarbeiten die Prüfung der Hochvoltbatterie erforderlich (AP54.10-P-5451MEX).

Wenn dieser Ablauf durchführbar ist, wird der entsprechende Kapazitätswert angezeigt. Das Prüfprotokoll ist den Wartungsunterlagen beizufügen und auf Nachfrage dem Kunden auszuhändigen.

Wenn dieser Ablauf keinen gültigen Wert ergibt, so endet der Vorgang im Rahmen der Wartung an dieser Stelle, d. h., es werden keine weiteren Prüfungen durchgeführt. Die aktuelle WIS­Dokumentation wurde entsprechend angepasst.

Im Falle von Kundenbeanstandungen, d. h., auf ausdrücklichen Kundenwunsch kann eine Kapazitätsmessung jederzeit mittels XENTRY DAS über die geführten Prüfungen "Hochvoltbatterie ­ Beanstandung" erfolgen und unter Berücksichtigung geltender Garantie- und Kulanzregeln bzw. sale&care/lease&care­Regeln abgerechnet werden.

Bitte weisen Sie den Kunden in diesem Fall darauf hin, dass das Fahrzeug idealerweise kurz vor dem nächsten Wartungsdienst einmal gezielt entladen und geladen werden sollte, um einen gültigen und aktuellen Kapazitätswert zu ermitteln (siehe Absatz „Kundenkommunikation“).

Hinweise zur Abrechnung:

Für Kunden im sale&care bzw. lease&care Modell wird ausschließlich der jeweilige Wartungsumfang der Hochvoltbatterie gemäß geltender sale&care Richtlinien über Schadensschlüssel 0080F 01 abgerechnet. Für das Restfahrzeug sind die jeweils geltenden Bedingungen zu beachten.

SERVICEÜBERSICHT für ASSYST

AP00.20-P-1229MEX

Hochvoltbatterie - Kapazität prüfen

AP54.10-P-5451MEX

Referenzierte Dokumente