Kathodische Tauchlackierung (KTL) Funktionsprinzip KTL |
A | Kathode (Karosserie, Transportgestell) |
B | Anode |
C | Positiv geladene Lackpartikel |
P98.00-0772-12
Die kathodische Tauchlackierung (KTL) ist durch Haftung auf der vorangegangenen Phosphatierung die Basis für alle nachfolgenden Abdichtungs- und Beschichtungsprozesse sowie für einen dauerhaften Korrosionsschutz.
Der besondere Vorteil einer KTL liegt in der gleichmäßigen Beschichtung der Fahrzeugaußenhaut und Schutz aller schwer zugänglichen Stellen wie Karosseriehohlräume, Blechdopplungen, Ecken und Kanten. Bei der KTL werden die phosphatierten Karosserien und Anbauteile in ein Tauchbecken mit wasserverdünnbarer Grundierung abgesenkt.
Durch das im speziellen Winkel festgelegte Eintauchen der Karosserien und dem so genannten Lochbild der Karosserien werden Luftblasen in Hohlräumen vermieden und eine optimale Hohlraumbeschichtung gewährleistet.
Zwischen Karosserie und Tauchbecken wird ein elektrisches Feld erzeugt.
Die positiv geladenen Lackpartikel (Anode) lagern sich an der negativ geladenen Karosserie (Kathode) ab, auf der Karosserie und in deren Hohlräumen entsteht ein gleichmäßiger Lackfilm.
Nach dem Ausfahren der Karosserie aus dem Becken wird das lose anhaftende Grundiermaterial abgespült.
Auf gesundheitsschädliche, umweltschädigende Lösungsmittel kann bei diesem Verfahren weitestgehend verzichtet werden.