TYP | 415 |
Das Supplemental Restraint System (SRS) dient dem Schutz der Insassen bei verschiedenen Unfallarten. Das Fahrzeug verfügt dazu, je nach Ausstattungsvariante, über folgende Airbag- und Gurtstraffereinheiten:
Gurtstraffereinheit Fahrer mit Zündpille Gurtstraffer Fahrer (R12/1)
Gurtstraffereinheit Beifahrer mit Zündpille Gurtstraffer Beifahrer (R12/2)
Airbag Fahrer mit Zündpille 1 Airbag, Fahrer (A45/1r1)
Airbag Beifahrer mit Zündpille 1 Beifahrer-Airbag (R12/4), mit CODE SA6 (Airbag Beifahrer)
Thoraxbag Fahrer mit Zündpille Thorax-Pelvis-Sidebag Fahrer (R12/32), mit CODE SH6 (Thorax-Sidebag für Fahrer (in Sitzlehne)) oder mit CODE SH7 (Thoraxbag für Fahrer und Beifahrer (in Sitzlehne))
Thoraxbag Beifahrer mit Zündpille Thorax-Pelvis-Sidebag Beifahrer (R12/33), mit CODE SH7 (Thoraxbag für Fahrer und Beifahrer (in Sitzlehne))
Windowbag mit Zündpille Windowbag links (R12/16) und Windowbag mit Zündpille Windowbag rechts (R12/17), mit CODE SH8 (Windowbag für Fahrer, Beifahrer und Fond)
Die Airbageinheiten tragen auf der Einheit bzw. an ihrem Einbauort die Aufschrift "AIRBAG".
Je nach Art und Schwere des Unfalls werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System (N2/2) die Airbag- und Gurtstraffereinheiten ausgelöst, die für den bestmöglichen Insassenschutz nötig sind. Dabei werden folgende Eingangsgrößen berücksichtigt:
Beschleunigungswerte der im Steuergerät Supplemental Restraint System (N2/2) integrierten Sensoren
Beschleunigungswerte vom Sensor Thoraxbag und Windowbag, links (A53) und vom Sensor Thoraxbag und Windowbag, rechts (A54), mit CODE SH6 (Thorax-Sidebag für Fahrer (in Sitzlehne)) oder mit CODE SH7 (Thoraxbag für Fahrer und Beifahrer (in Sitzlehne)) bzw. mit CODE SH8 (Windowbag für Fahrer, Beifahrer und Fond)
Die Gurtstraffer straffen beim Aufprall die Sicherheitsgurte, damit sie eng am Körper anliegen.
Gurtkraftbegrenzer verringern bei einer Aktivierung die Gurtbelastung auf den Fahrer oder Beifahrer. Die Gurtkraftbegrenzer sind auf die Frontairbags abgestimmt, die einen Teil der Verzögerungskräfte übernehmen. Dadurch findet eine großflächigere Lastverteilung statt.
Bei Heckunfällen sowie bei leichten Frontalunfällen werden nur die Gurtstraffer ausgelöst. Bei stärkeren Frontalunfällen werden zusätzlich die Frontairbags ausgelöst. Bei Fahrzeugen mit CODE SH6 (Thorax-Sidebag für Fahrer (in Sitzlehne)) oder mit CODE SH7 (Thoraxbag für Fahrer und Beifahrer (in Sitzlehne)) werden bei einem Seitenaufprall die entsprechenden Thoraxbags ausgelöst, wenn die Querbeschleunigungswerte vom Sensor Thoraxbag und Windowbag, links (A53) oder Sensor Thoraxbag und Windowbag, rechts (A54) die Auslöseschwelle überschreiten.
Da eine "Funktionskontrolle" beim SRS nicht möglich ist, wird hier auf eine Beschreibung der einzelnen Auslösestrategien verzichtet. Darüber hinaus sind die Auslösestrategien Änderungen unterworfen, die sich z. B. aus neuen Erkenntnissen der Unfallforschung ergeben.
Beim Fahrer- und Beifahrersitz werden zusätzlich die folgenden Schaltzustände berücksichtigt:
Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Fahrer (S68/1)
Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Beifahrer (S68/2)
Mit Auslösung der jeweiligen Airbag- und Gurtstraffereinheiten gibt das Steuergerät Supplemental Restraint System (N2/2) gleichzeitig ein Unfall-Signal an das Motorsteuergerät aus, damit es den Motor ausschaltet.
Systemüberwachung
Störungen des SRS werden von der Kontrollleuchte Sicherheits-Rückhalte-System (A1e15) angezeigt. Dazu erhält das Steuergerät Kombiinstrument (KI) (A1) die entsprechende Botschaft vom Steuergerät Supplemental Restraint System (N2/2).
Diagnose
Die Diagnose erfolgt über STAR DIAGNOSIS.
Entsorgung
Beim Umgang mit Airbag- und Gurtstraffereinheiten und bei deren Entsorgung sind unbedingt die entsprechenden Sicherheits- und Entsorgungshinweise in den Arbeitsanleitungen zu beachten.
Referenzierte Dokumente
- gf9160s2004c Heckaufprall Funktion
- gf9160s2005c Seitenaufprall Funktion
- gf9160s2006c Frontalaufprall Funktion