gf9160p0002tx

Sicherheitsrückhaltesystem (SRS) Funktion

Typ gf · Thema 91.60 · Version 0103 · 2007-05-03

Gültig für: TYP 219.3

Einordnung

Funktionsgruppe 3 Aufbau › 91 Sitze, Liegen, Rückhaltesystem › 91.60 Airbag, Fußgängerschutz — Baureihe 219 (Baumuster 3**)

GF91.60-P-0002TX

Sicherheitsrückhaltesystem (SRS) Funktion

3.5.07

TYP 219.3

Gesamtfunktion

Funktionsvoraussetzungen

Das Sicherheitsrückhaltesystem (SRS) muss auf das Fahrzeug programmiert sein, abhängig von Links- oder Rechtslenker, Ausstattungsprogrammierung und Konfigurationsparameter

Kl. 15R Ein

Kl. 15 Ein

Das Sicherheitsrückhaltesystem (SRS) dient dem passiven Innenraumschutz. Folgende Vorgänge können erfasst und unterschieden werden:

Frontalkollision

Heckkollision

Seitenkollision

Überrollvorgang

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Bei einem Unfall werden je nach der Schwere des Aufpralls und der erkannten Unfallart die entsprechenden Rückhaltemittel ausgelöst:

Fahrerairbag (zweistufig)

Beifahrerairbag (zweistufig)

Sidebag Fahrer/Beifahrer

Windowbag links/rechts

Gurtstraffer Fahrer/Beifahrer
(bis 31.5.06 (nicht oder )
oder bis 30.6.06 (nur oder ))

Gurtschlossstraffer Fahrer/Beifahrer
(ab 1.6.06 (nicht oder )
oder ab 1.7.06 (nur oder ))

Gurtstraffer hinten links/rechts

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Gurtkraftbegrenzer Fahrer/Beifahrer
(bis 31.5.06 (nicht oder )
oder bis 30.6.06 (nur oder ))

Sidebag hinten links/rechts
(bei Code (293) Sidebag im Fond links und rechts)

Crasherkennung und Zündzeitpunktermittlung

Das Steuergerät Rückhaltesysteme (N2/7) misst die Beschleunigung über den Frontalbeschleunigungssensor Fahrer (B48/1), Frontalbeschleunigungssensor Beifahrer (B48/2), Sensor Sidebag und Windowbag Fahrer (A53/1) und über den Sensor Sidebag und Windowbag Beifahrer (A54/1) und erkennt ob die Voraussetzungen für die Auslösung der entsprechenden Rückhaltemittel erreicht werden.

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Wird eine Schwelle überschritten, so werden die Zündstufen der freigegebenen Rückhaltemittel angesteuert. Die Ansteuerung beträgt mindestens 2 ms. Dadurch ist gewährleistet, dass das entsprechende Rückhaltemittel sicher ausgelöst hat.

Die Aktivierung der Rückhaltemittel im Crashfall erfolgt abhängig von der Unfallart. Dabei wird zwischen Frontalkollision, Heckkollision, Seitenkollision und Überrollvorgang unterschieden und dementsprechend werden die jeweiligen Rückhaltemittel aktiviert.

Systemüberwachung

Das Sicherheitsrückhaltesystem (SRS) überwacht sich ständig selbst und meldet Fehler sofort über die Multifunktionsanzeige (A1p13) im Kombiinstrument (A1) an den Fahrer. Zusätzlich wird die Kontroll- und Warnleuchte Airbag (A1e15) im Kombiinstrument eingeschaltet.

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Beim Einschalten von Kl. 15R wird die Kontroll- und Warnleuchte Airbag und die Airbag Off-Kontrollleuchte Kindersitzerkennung (N72/1e1) eingeschaltet. Wird nach dem Selbsttest kein Fehler festgestellt, wird die Kontroll- und Warnleuchte Airbag und die Airbag Off-Kontrollleuchte Kindersitzerkennung nach ca. 4 s wieder ausgeschaltet.

Eventuelle Fehler werden im nichtflüchtigen Speicher des Steuergeräts Rückhaltesysteme abgelegt. Das Sicherheitsrückhaltesystem (SRS) hat eine Energiereserve im Steuergerät Rückhaltesysteme. Nach einem Batterieabriss wird das gesamte Sicherheitsrückhaltesystem (SRS) für mindestens weitere 150 ms mit Spannung versorgt. Der Frontalbeschleunigungssensor Fahrer und Beifahrer wird für mindestens 30 ms mit Spannung versorgt.

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Die Kontroll- und Warnleuchte Airbag im Kombiinstrument wird aufgrund von Fehlern während des Crashs in folgenden Fällen irreversibel vom Steuergerät Rückhaltesysteme angesteuert:

Unmittelbar nach Eintrag des 5. Crashtelegramms.

Durch einen erkannten Fehler im Steuergerät Rückhaltesysteme, in den externen Zündkreisen oder den ausgelagerten Sensoren.

Wird vom Kombiinstrument ein Datenabriss zum Steuergerät Rückhaltesysteme erkannt, wird die Kontroll- und Warnleuchte Airbag eigenständig vom Kombiinstrument eingeschaltet und ein Fehler im internen Speicher abgelegt. In diesem Fall wird im Steuergerät Rückhaltesysteme kein Fehler eingetragen.

Bei wird bei einer Kollision oder einem Überschlag und dem Überschreiten der entsprechenden Auslöseschwelle zusätzlich über das Steuergerät Notrufsystem (N123/4) ein automatischer Notruf abgesetzt.

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Beifahrersitzbelegungserkennung

(ab 1.6.05 ohne Code (U18) Automatische Kindersitzerkennung (AKSE))

Die Beifahrersitzbelegungserkennung erkennt, ob der Beifahrersitz von einer Person belegt ist oder nicht.

Bei Fahrzeugen ab 1.6.07 hat die Information über den Belegungszustand des Beifahrersitzes keinen Einfluss auf die Auslösungsentscheidung des Beifahrerairbags.

Automatische Kindersitzerkennung

(bis 31.5.05 Serienausstattung, ab 1.6.05 mit Code (U18) Automatische Kindersitzerkennung (AKSE))

Die Automatische Kindersitzerkennung erkennt, ob der Beifahrersitz von einer Person oder einem Kindersitz belegt ist.

Bei einem Kindersitz mit eingebautem Transponder wird auch dessen Einbaurichtung ermittelt.

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Weight Sensing System (WSS)

(bei ab 1.6.06)

Das WSS erkennt, ob der Beifahrersitz von einer Person oder von einem Kindersitz belegt ist.

Gurtwarnung

Der Schalter Rückhaltesysteme Gurtschloss Fahrer (S68/3) und der Schalter Rückhaltesysteme Gurtschloss Beifahrer (S68/4) werden vom Steuergerät Rückhaltesysteme eingelesen und überwachen, für die Ausgabe der Gurtwarnung über das Kombiinstrument, das Anlegen des Sicherheitsgurts am Fahrer- und Beifahrersitz.

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Automatisches Notöffnen der Zentralverriegelung (ZV)

Im Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul Fond (N10/2) ist ein zusätzlicher Crashsensor eingebaut.

Bei starker Verzögerung wird ab einem bestimmten Wert das Signal Notöffnen gesendet. Nach einer kurzen Wartezeit wird dieses Signal vom Steuergerät SAM Fond über den Control Area Network-Bus Klasse B (Innenraum) (CAN-B) an das Türsteuergerät vorn links (N69/1), das Türsteuergerät vorn rechts (N69/2), das Türsteuergerät hinten links (N69/3) und das Türsteuergerät hinten rechts (N69/4) gesendet, welche das Entriegeln der Türen veranlassen.

Automatisches Warnblinken

Im Crashfall wird die Warnblinkanlage automatisch eingeschaltet. Das Steuergerät Rückhaltesysteme sendet über CAN-B das Crashsignal an das Steuergerät SAM Fond, welches als Blinkmaster fungiert.

Automatisches Abschalten des Motors

Im Crashfall sendet das Steuergerät Rückhaltesysteme über den CAN-B ein Signal zum Abschalten des Motors. Dieses Signal wird vom Steuergerät EZS (N73) und vom Steuergerät Zentrales Gateway (N93) redundant an das Steuergerät ME (N3/10) (bei Benzinmotoren) oder das Steuergerät CDI (N3/9) (bei Dieselmotoren) über den Control Area Network-Bus Klasse C (Motorraum) (CAN-C) geroutet.

Automatisches Abschalten Standheizung (STH)

(bei Code (228) Standheizung)

Im Crashfall wird die Standheizung (STH) vom Steuergerät Rückhaltesysteme automatisch abgeschaltet.

Sicherheitsrückhaltesystem (SRS) Anordnung der Bauteile

GF91.60-P-0002-01TX

Sicherheitsrückhaltesystem (SRS) Vernetzung der Bauteile

GF91.60-P-0002-02TX

Sicherheitsrückhaltesystem (SRS) Blockschaltbild

GF91.60-P-0002-03TX

Sitzbelegungserkennung Beifahrerseite Funktion

Ab 1.6.05 ohne Code (U18) Automatische Kindersitzerkennung (AKSE)

GF91.60-P-1100TX

Bis 31.5.05 Serienausstattung, ab 1.6.05 mit Code (U18) Automatische Kindersitzerkennung (AKSE)

GF91.60-P-1100TXA

Bei Code (494) USA-Ausführung ab 1.7.06

GF91.60-P-1100TXB

Frontalaufprall Funktion

GF91.60-P-2006TX

Heckaufprall Funktion

GF91.60-P-2004TX

Seitenaufprall Funktion

GF91.60-P-2005TX

Überrollvorgang Funktion

GF91.60-P-2007TX

Referenzierte Dokumente