GF83.70-S-2000B | Heizbetrieb starten Funktion | 10.9.98 |
TYP 638.094 /194 /294 mit CODE (H12) Warmwasser-Zusatzheizung
TYP 638.094 /194 /294 mit CODE (HZ5) Warmwasser-Zusatzheizung 10KW mit Zeitschaltuhr
S83.70-2521-06
1 Mantel
2 Kühlmitteleingang
3 Kühlmittelausgang
4 Wärmeübertrager
5 Brennergehäuse
A34 Wasser Zusatzheizung
A87 Wasser Zusatzheizung mit Zuheizerfunktion
A34.1,
A87.1 Steckverbindung Hauptleitungssatz an ZHE
A34.2,
A87.2 Steckverbindung Wasserpumpe Zusatzheizung
A72 Steuergerät Zusatzheizung
A74 Steuergerät Zusatzheizung mit Zuheizerfunktion
A72.3,
A74.3 Steckverbindung Zusatzheizung im Elektrikkasten
B94 Kühlmitteltemperaturschalter
B95 Überhitzungssicherung
B96 Flammwächter
M19 Kraftstoffdosierpumpe ZHE
M44 Verbrennungsluftgebläse
R18 Glühkerze
M54 Kraftstoffdosierpumpe Zuheizer
Funktionsablauf
1 Der Heizbetrieb wird an der Schaltuhr (A7) der Wasser Zusatzheizung (A34/A87) beim abgeschalteten Motor gestartet. Von der Schaltuhr (A7) geht ein Signal zum Steuergerät (A72/A74).
2 Das Verbrennungsluftgebläse (M44) im Heizgerät und die Zusatzpumpe Heizwassser (M10/M45) werden vom Steuergerät (A72/A74) aus angesteuert und laufen an. Das Verbrennungsluftgebläse (M44) fördert im "Teillastbetrieb" mit seiner niedrigsten Leistung.
3 Das Steuergerät (A72/A74) schaltet über das Steuer- und Bediengerät Klimatisierung (A20) oder über das Relais Zusatzheizung (K29) das Heizungsgebläse (M40) bei einer Kühlmitteltemperatur > 30 °C ein. Dieses Temperatursignal erhält das Steuergerät (A72/A74) vom Temperaturschalter (B94).
4 Im Steuergerät (A72/A74) der Wasser Zusatzheizung (A34/A87) wird die Abfrage des Flammwächters (B96) gestartet. Der Flammwächter meldet:
"kalt" = keine Flamme, Start wird fortgesetzt
"heiß" = Flamme, Start wird wegen Defekt des Flammwächters (B96) abgebrochen (Störabschaltung).
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5 Die Vorglühzeit von ca. 45 s beginnt. Die Glühkerze (R18) wird eingeschaltet.
6 Ist die Vorglühzeit beendet, fördert die Kraftstoffdosierpumpe (M19/M54) den Kraftstoff. Der Kraftstoff und die Brennluft bilden im Brennergehäuse das Kraftstoff-Luft-Gemisch.
7 Die Sicherheitszeit (ca. 90 s) für die Flammbildung beginnt. Das Kraftstoff-Luft-Gemisch wird vom Glühskerze (R18) entzündet, der Flammwächter (B96) überwacht die beginnende Verbrennung.
8 Ist die Sicherheitszeit beendet, meldet der Flammwächter:
"heiß" =ausreichende Flammbildung, die Glühkerze (R18) wird ausgeschaltet
"kalt" = keine oder unzureichende Flammbildung, die Kraftstoffdosierpumpe (M19/M54) wird ausgeschaltet und eine einmalige Startwiederholung eingeleitet.
9 Es beginnt die Stabilisierungszeit (ca. 20 s) für die Verbrennung, und die Kraftstoffdosierpumpe (M19/M54) wird über das Steuergerät (A72/A74) in den "Teillastbetrieb" geschaltet. Die Verbrennung hat sich stabilisiert.
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Funktionsablauf (Fortsetzung)
Beim Start des Heizbetriebes müssen nach der Stabilisierungszeit entsprechend der vorliegenden Kühlmitteltemperatur drei Funktionsabläufe unterschieden werden:
Heizbetrieb starten, Kühlmitteltemperatur < 79 °C
Heizbetrieb starten, Kühlmitteltemperatur 79 bis 86 °C
Heizbetrieb starten, Kühlmitteltemperatur > 86 °C
10a) Heizbetrieb starten, Kühlmitteltemperatur < 79 °C
Liegt die Kühlmitteltemperatur unter 79 °C und der Wärmebedarf ist größer als die momentane Heizleistung, werden das Verbrennungsluftgebläse (M44) und die Kraftstoffdosierpumpe (M19/M54) vom Steuergerät (A72/A74) auf "Vollastbetrieb" geschaltet. Das Verbrennungsluftgebläse (M44) arbeitet mit der höchsten Drehzahl.
Der Wärmeaustausch im Wärmeübertrager setzt ein, die Kühlmitteltemperatur steigt an.
10b) Heizbetrieb starten, Kühlmitteltemperatur 79 bis 86 °C
Liegt die Kühlmitteltemperatur zwischen 79 und 86 °C und der Wärmebedarf ist kleiner als die momentane Heizleistung, werden das Verbrennungsluftgebläse (M44) und die Kraftstoffdosierpumpe (M19/M54) vom Steuergerät (A72/A74) weiterhin im "Teillastbetrieb" betrieben.
Die Temperatur des Kühlmittels bleibt entweder konstant oder sinkt mit steigendem Wärmebedarf.
10c) Heizbetrieb starten, Kühlmitteltemperatur > 86 °C
Liegt die Kühlmitteltemperatur über 86 °C und der Wärmebedarf ist kleiner als die momentane Heizleistung oder es besteht gar kein Wärmebedarf, dann wird die Kraftstoffdosierpumpe (M19/M54) vom Steuergerät (A72/A74) ausgeschaltet und die Verbrennung unterbrochen.
Die Nachlaufzeit zur Kühlung des Heizgerätes und zur Spülung des Verbrennungsraums setzt für ca. 120 s ein. Das Verbrennungsluftgebläse (M44) läuft ca. 25 s im Teillast- und ca. 95 s im Vollastbetrieb.
Die Nachlaufzeit ist beendet, das Verbrennungsluftgebläse (M44) wird ausgeschaltet, die Zusatzpumpe Heizwasser (M10/M45) und das Heizungsgebläse (M40) laufen weiter.
Das Heizgerät befindet sich in der Verbrennungspause, die Kühlmitteltemperatur sinkt.
Hat das Kühlmittel eine bestimmteTemperatur (ca. 77 °C) erreicht, wird die Wasser Zusatzheizung (A34/A87) wieder selbsttätig in den Heizbetrieb umgeschaltet. Der Heizbetrieb startet mit der Vorglühzeit (ca. 45 s), anschließend beginnt die Sicherheitszeit und die Stabilisierungszeit (ca. 20 s).
Beim Heizgerät D 5W (Diesel) wird in der Nachlaufzeit noch eine bestimmte Zeit (ca. 30 s) nachgeglüht. Durch dieses Nachglühen wird ein Weißrauch bei der Verbrennung verhindert.
Referenzierte Dokumente
- gf8370s2100a Heizgerät Zusatzheizung Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion
- gf8370s4022a Vorwahluhr Anordnung/Aufgabe/Aufbau
- gf8375s2103a Zusatzpumpe Heizwasser Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion