Bei Fahrzeugen ab 01.09.2015 (Modelljahr 2016) gibt es zwei Fahrwerk-CAN-Varianten.
Variante 1:
Beinhaltet das Fahrzeug keine der in Variante 2 genannten Ausstattungscodes, ist nach wie vor nur ein Fahrwerk-CAN (CAN E) vorhanden.
Variante 2:
Beinhaltet das Fahrzeug einen der folgenden Ausstattungscodes, sind ein Fahrwerk-CAN 1 (CAN E1) und ein Fahrwerk-CAN 2 (CAN E2) vorhanden:
Code 218 (Rückfahrkamera)
Code 234 (Totwinkel-Assistent)
Code 459 (Stahlfederung mit Verstelldämpfung)
Code 475 (Reifendruckkontrolle)
Code 476 (Spurhalte-Assistent)
Code 513 (Geschwindigkeitslimit-Assistent)
Code 614 (Bi-Xenon-Scheinwerfer)
Code 615 (Bi-Xenon-Scheinwerfer mit aktivem Kurvenlicht)
Code 618 (Bi-Xenon Scheinwerfer)
Code 621 (Intelligent Light System (Linksverkehr))
Code 622 (Intelligent Light System)
Code 631 (Scheinwerfer LED statisch Linksverkehr)
Code 632 (Scheinwerfer LED statisch Rechtsverkehr)
Im folgenden Text wird jeweils zwischen Variante 1 und Variante 2 unterschieden.
P82.95-2920-79
Variante 1 |
A1 | Kombiinstrument | N2/10 | Steuergerät Supplemental Restraint System | S93/3s5 | Taste MB-Info | ||
A2 | Radio (mit Code 523 (Audio 20 CD); Typ 242, 117.3 ab 03.11.2014, Typ 156 ab 01.09.2015 mit Code 522 (Audio 20 USB)) | N10 | Steuergerät SAM | S111s3 | Taste Telefongesprächsannahme und -ende | ||
A2/5 | Antennenweiche Global Positioning System (mit Code 508 (Navigationsbox Vorrüstung), mit Code 509 (Navigationsbox) oder mit Code 512 (COMAND APS inkl. DVD-Wechsler); Typ 242, 117.3 ab 03.11.2014, Typ 156 ab 01.09.2015 mit Code 522 (Radio Audio 20) oder mit Code 531 (COMAND APS)) | N30/4 | Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm | CAN A | Telematik-CAN | ||
A2/22 | Antenne Telefon und Standheizung (Typ 242 außer Code 536 (SIRIUS-Satellitenradio), Typ 156) | N40/3 | Steuergerät Verstärker Soundsystem (mit Code 810 (Sound-System)) | CAN B | Innenraum-CAN | ||
A2/23 | Antenne GPS (Typ 242 außer Code 536 (SIRIUS-Satellitenradio), Typ 156) | N70 | Steuergerät Dachbedieneinheit | CAN D | Diagnose-CAN | ||
A2/52 | Antenne Notrufsystem | N73 | Steuergerät elektronisches Zündschloss | CAN E | Fahrwerk-CAN | ||
A28/11 | Kombiantenne (Typ 242 mit Code 536 (SIRIUS-Satellitenradio), Typ 117.3) | N80 | Steuergerät Mantelrohrmodul | LIN B13 | Dach-LIN | ||
A40/3 | Steuereinheit COMAND | N123/4 | Steuergerät Notrufsystem | LIN E1 | Lenkungs-LIN | ||
A40/8 | Audio-/COMAND-Display | N135 | Lenkradelektronik | MOST | Media Oriented System Transport | ||
B25/12 | Mikrofon Freisprecheinrichtung | S93/3s2 | Taste Notrufsystem | LVDS | Low Voltage Differential Signal | ||
H4/27 | Lautsprecher Instrumententafel Mitte | S93/3s4 | Taste Pannendienst |
P82.95-3137-79
Variante 2 ab 01.09.2015 |
A1 | Kombiinstrument | N2/10 | Steuergerät Supplemental Restraint System | S93/3s5 | Taste MB-Info | ||
A2 | Radio (mit Code 523 (Audio 20 CD)) | N10 | Steuergerät SAM | S111s3 | Taste Telefongesprächsannahme und -ende | ||
A2/5 | Antennenweiche Global Positioning System (mit Code 508 (Navigationsbox Vorrüstung), mit Code 509 (Navigationsbox) oder mit Code 512 (COMAND APS inkl. DVD-Wechsler); Typ 242, 117.3 ab 03.11.2014, 156 ab 01.09.2015 mit Code 522 (Radio Audio 20) oder mit Code 531 (COMAND APS)) | N30/4 | Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm | CAN A | Telematik-CAN | ||
A2/22 | Antenne Telefon und Standheizung (Typ 242 außer Code 536 (SIRIUS-Satellitenradio), Typ 156) | N40/3 | Steuergerät Verstärker Soundsystem (mit Code 810 (Sound-System)) | CAN B | Innenraum-CAN | ||
A2/23 | Antenne GPS (Typ 242 außer Code 536 (SIRIUS-Satellitenradio), Typ 156) | N70 | Steuergerät Dachbedieneinheit | CAN D | Diagnose-CAN | ||
A2/52 | Antenne Notrufsystem | N73 | Steuergerät elektronisches Zündschloss | CAN E1 | Fahrwerk-CAN 1 | ||
A28/11 | Kombiantenne (Typ 242 mit Code 536 (SIRIUS-Satellitenradio), Typ 117.3) | N80 | Steuergerät Mantelrohrmodul | CAN E2 | Fahrwerk-CAN 2 | ||
A40/3 | Steuereinheit COMAND | N123/4 | Steuergerät Notrufsystem | LIN B13 | Dach-LIN | ||
A40/8 | Audio-/COMAND-Display | N135 | Lenkradelektronik | LIN E1 | Lenkungs-LIN | ||
B25/12 | Mikrofon Freisprecheinrichtung | S93/3s2 | Taste Notrufsystem | MOST | Media Oriented System Transport | ||
H4/27 | Lautsprecher Instrumententafel Mitte | S93/3s4 | Taste Pannendienst | LVDS | Low Voltage Differential Signal |
Funktionsvoraussetzungen Notrufsystem allgemein
Klemme 30
Transportmodus nicht aktiv
Jeder fahrzeugnahe Dienst ist separat autorisiert.
Das Kommunikationsmodul des Steuergeräts Notrufsystem ist mit der Rufnummer des entsprechenden Diensteanbieters konfiguriert.
Der Fahrzeughalter ist in der Dienstzentrale registriert und autorisiert.
Notrufsystem allgemein
Mit dem Steuergerät Notrufsystem werden die folgenden fahrzeugnahen Dienste realisiert:
Autorisierung ("Provisioning")
Notruf manuell oder automatisch
MB-Info-Ruf
Pannendienst
Benachrichtigung bei Einbruch- und Diebstahlwarnung ("Anti Theft Notification")
Fahrzeugauffindung ("Tracking")
Fahrzeug-Fernentriegelung
Fahrzeug-Fernverriegelung
Ferndiagnose ("Remote Diagnosis")
Übertragen der Fahrzeugposition ("Vehicle Locator")
Benachrichtigung bei Überschreiten einer bestimmten Geschwindigkeit ("Speed Alert")
Benachrichtigung bei Erreichen oder Verlassen eines bestimmten Gebiets ("Geo Fencing")
Übertragen von Informationen (z. B. Kartendaten) zum Fahrzeug ("Remote Information Feed")
Übertragen von Updates zum Fahrzeug ("Remote Update")
Optische und akustische Fahrzeugerkennung ("Flash Lights and Sound Horn")
Internetverbindung (mit Code 512 (COMAND APS inkl. DVD-Wechsler) oder Fahrzeuge des Typs 242, 117.3 ab 03.11.2014, Typs 156 ab 01.09.2015)
Das Steuergerät Notrufsystem wird nicht für das normale Telefonieren eingesetzt.
Die Funktion Notrufsystem setzt sich zunächst aus den folgenden Teilfunktionen zusammen:
Selbstdiagnose
Statusanzeige Notrufsystem
Auswahl der Telefonantenne
Sprachverbindung zwischen Fahrzeug und Dienstzentrale
Standortbestimmung
Daten vom Steuergerät Supplemental Restraint System
Manueller oder automatischer Notruf
Informationen zur Priorisierung der Dienste erhalten Sie am Ende dieses Dokuments.
Die Internetverbindung wird nicht über das Steuergerät Notrufsystem gesteuert, sondern über das Audiogerät.
Selbstdiagnose
Erhält das Steuergerät Notrufsystem vom Steuergerät elektronisches Zündschloss die Botschaft "Klemme 15R", führt das Steuergerät Notrufsystem einer Selbstdiagnose durch (ca. 8 bis 10 s). Die Leuchtdioden der Taste Notrufsystem, der Taste MB-Info und der Taste Pannendienst leuchten für ca. 10 s.
Das Steuergerät Notrufsystem erhält die Botschaft "Klemme 15R" über den Diagnose-CAN vom Steuergerät elektronisches Zündschloss. Nach erfolgreicher Selbstdiagnose ist das Notrufsystem betriebsbereit und die Leuchtdioden erlöschen.
Bei einem Fehler erscheint je nach Fehlerart eine Fehlermeldung im Kombiinstrument, zusätzlich werden die Leuchtdioden der Taste Notrufsystem, der Taste MB-Info und der Taste Pannendienst permanent angesteuert. Der Fehler wird je nach Fehlerart auch im Fehlerspeicher des Steuergeräts Notrufsystem abgelegt.
Statusanzeige Notrufsystem
Der Status des Notrufsystems wird auf folgende Arten angezeigt:
Statusanzeige durch Leuchtdioden
Statusanzeige im Kombiinstrument
Statusanzeige auf dem Audio-/COMAND-Display
Bei einigen Diensten erfolgt keine systemspezifische Statusanzeige im Fahrzeug.
Anzeige durch Leuchtdioden
Die Leuchtdioden der Taste Notrufsystem, der Taste MB-Info und der Taste Pannendienst dienen zur Anzeige folgender Status:
Selbstdiagnose des Notrufsystems, Leuchtdioden leuchten für ca. 10 s.
Aktiver Dienst, jeweilige Leuchtdiode blinkt.
Fehler im Notrufsystem, Leuchtdioden leuchten permanent.
Systembereitschaft des Notrufsystems, Leuchtdioden sind aus.
Das Steuergerät Notrufsystem steuert die Leuchtdioden der Taste Notrufsystem, der Taste MB-Info und der Taste Pannendienst über folgenden Weg an:
Diagnose-CAN
Steuergerät elektronisches Zündschloss
Innenraum-CAN
Steuergerät SAM
Dach-LIN
Steuergerät Dachbedieneinheit
Statusanzeige im Kombiinstrument
Der Status des Notrufsystems wird in folgenden Fällen durch eine Textmeldung im Kombiinstrument angezeigt:
Aktiver Dienst
Fehler im Notrufsystem
Das Steuergerät Notrufsystem sendet die Meldung über folgenden Weg:
Diagnose-CAN
Steuergerät elektronisches Zündschloss
Innenraum-CAN
Kombiinstrument
Statusanzeige auf dem Audio-/COMAND-Display
Ein aktiver Dienst des Notrufsystems wird durch eine Textmeldung oder ein Pop-up-Fenster (mit Bestätigungsaufforderung) auf dem Audio-/COMAND-Display angezeigt.
Das Steuergerät Notrufsystem sendet die Textmeldung oder das Pop-up-Fenster über folgenden Weg:
Diagnose-CAN
Steuergerät elektronisches Zündschloss
Innenraum-CAN
Audiogerät
LVDS-Leitung
Audio-/COMAND-Display
Auswahl der Telefonantenne
Im Normalfall sendet und empfängt das im Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul alle Mobilfunksignale über die Antenne Telefon und Standheizung (Typ 242 außer Code 536 (SIRIUS-Satellitenradio), Typ 156) oder die Kombiantenne (Typ 242 mit Code 536 (SIRIUS-Satellitenradio), Typ 117.3). Bei unzureichendem Empfang oder einem Defekt der Antenne Telefon und Standheizung oder der Kombiantenne sendet und empfängt das im Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul die Mobilfunksignale automatisch über die Antenne Notrufsystem.
Das Steuergerät Notrufsystem überwacht die Antenne Telefon und Standheizung oder die Kombiantenne über eine direkte Leitung und erkennt den Ausfall oder einen unzureichenden Empfang. Das Steuergerät Notrufsystem sendet oder empfängt daraufhin automatisch die Mobilfunksignale der jeweiligen fahrzeugnahen Dienste über eine direkte Leitung und die Antenne Notrufsystem.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Sprachverbindung zwischen Fahrzeug und Dienstzentrale
Einer der folgenden fahrzeugnahen Dienste ist ausgelöst:
Manueller oder automatischer Notruf
MB-Info-Ruf
Pannendienst
Fahrzeugauffindung
Sprachverbindung zwischen Fahrzeug und Dienstzentrale
Unabhängig von der Art des ausgelösten fahrzeugnahen Dienstes (z. B. MB-Info-Ruf) wird eine Sprachverbindung zur Dienstzentrale aufgebaut. Nach Rückmeldung der Dienstzentrale mittels eines speziellen Tons wird eine Short Message Service (SMS)-Botschaft an die Dienstzentrale gesendet. Diese SMS enthält die Fahrzeugposition, Kunden- und Fahrzeugidentifizierungsdaten sowie weitere Fahrzeugdaten ("Initial Summary"). Anschließend kann der Fahrer über die noch bestehende Sprachverbindung mit einem Kundenbetreuer sprechen.
Für die Spracheingabe wird das Mikrofon Freisprecheinrichtung verwendet. Die Signale des Mikrofons Freisprecheinrichtung werden über eine direkte Leitung zum Audiogerät geleitet. Im Audiogerät werden die Signale des Mikrofons Freisprecheinrichtung nur durchgeschleift und zu dem im Steuergerät Notrufsystem integrierten Kommunikationsmodul weitergeleitet. Anschließend sendet das im Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul die Signale des Mikrofons Freisprecheinrichtung an die Dienstzentrale.
Das Kommunikationsmodul des Steuergeräts Notrufsystem sendet und empfängt die Mobilfunksignale über folgende Antenne:
Antenne Telefon und Standheizung (Typ 242 außer Code 536 (SIRIUS-Satellitenradio) oder Typ 156)
Kombiantenne (Typ 242 mit Code 536 (SIRIUS-Satellitenradio) oder Typ 117.3)
Bei einem Ausfall der Antenne Telefon und Standheizung oder der Kombiantenne (z. B. Defekt durch Überschlag) sendet und empfängt das im Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul die Mobilfunksignale automatisch über die Antenne Notrufsystem.
Der Aufbau einer Sprachverbindung zur Dienstzentrale wird nach mehreren erfolglosen Anwahlversuchen durch das im Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul abgebrochen und eine entsprechende Meldung wird im Kombiinstrument sowie auf dem Audio-/COMAND-Display angezeigt.
Die Sprachausgabe erfolgt ausschließlich über den Lautsprecher Instrumententafel Mitte. Der Lautsprecher Instrumententafel Mitte wird über direkte Leitungen vom Steuergerät Notrufsystem angesteuert. Für alle anderen Anwendungen (z. B. Audiobetrieb) wird die Lautsprecheranlage stummgeschaltet, durch ein Mute-Signal vom Steuergerät Notrufsystem über eine direkte Leitung zum Steuergerät Verstärker Soundsystem (mit Code 810 (Sound-System)) oder zum Audiogerät (außer Code 810 (Sound-System)). Das Beenden der Sprachverbindung erfolgt im Normalfall durch die Dienstzentrale oder den Nutzer.
Bei einem Notruf kann die Sprachverbindung nur durch die Dienstzentrale beendet werden oder dadurch, dass das Beenden der Telefonverbindung über die Taste Telefongesprächsannahme und -ende mindestens 15 s lang ausgeführt wird.
Standortbestimmung
Zur Standortbestimmung verwendet das Steuergerät Notrufsystem das satellitengestützte Ortungssystem Global Positioning System (GPS). GPS steht weltweit zur Verfügung. Die GPS-Ortung ist nach einem Fahrzeugtransport (z. B. Zug-, Fähr- und Abschleppfahrten) unersetzlich. Eine GPS-Neuortung (nach Unterbrechung des Satellitenempfangs) kann mehrere Minuten dauern (bei Erstinbetriebnahme des Steuergeräts Notrufsystem bis zu 20 min). Die Basis-Standortbestimmung läuft parallel zur GPS-Standortbestimmung ab.
Die Funktion Standortbestimmung setzt sich aus folgenden Teilfunktionen zusammen:
GPS-Standortbestimmung
Basis-Standortbestimmung
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung GPS-Standortbestimmung
Klemme 15R EIN oder Auslösen eines autorisierten Dienstes
GPS-Standortbestimmung
Der im Steuergerät Notrufsystem integrierte GPS-Empfänger erhält die GPS-Signale von der Antenne GPS (Typ 242 außer Code 536 (SIRIUS-Satellitenradio) oder Typ 156) oder von der Kombiantenne (Typ 242 mit Code 536 (SIRIUS-Satellitenradio) oder Typ 117.3) zusätzlich über die Antennenweiche Global Positioning System bei Fahrzeugen mit den folgenden Ausstattungen:
Mit Code 508 (Navigationsbox Vorrüstung)
Mit Code 509 (Navigationsbox)
Mit Code 512 (COMAND APS inkl. DVD-Wechsler)
Typ 242, 117.3 ab 03.11.2014, Typ 156 ab 01.09.2015:
Mit Code 522 (Radio Audio 20)
Mit Code 531 (COMAND APS)
Aus den GPS-Signalen berechnet das Steuergerät Notrufsystem die aktuelle Position des Fahrzeugs (Empfänger). Darüber hinaus wird mithilfe der Abfolge der mit GPS berechneten Standorte die Fahrtrichtung des Fahrzeugs ermittelt.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Basis-Standortbestimmung
Klemme 15R EIN
Basis-Standortbestimmung
Zur Basis-Standortbestimmung benötigt das Steuergerät Notrufsystem Raddrehzahl- und Gierratensignale vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm.
Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm sendet die Signale auf folgendem Weg:
Variante 1:
Fahrwerk-CAN
Variante 2:
Fahrwerk-CAN 1
Steuergerät elektronisches Zündschloss
Diagnose-CAN
Steuergerät Notrufsystem
Das Steuergerät Notrufsystem berechnet aus den Daten die momentane Fahrzeugposition (Längengrad und Breitengrad).
Ortungsfehler bei der Standortbestimmung:
Rückwärtsrollen bei "Klemme 15 AUS" (Zündung ausgeschaltet) oder ein Transport des Fahrzeugs verfälschen die Basis-Standortbestimmung. Die Abweichung wird von dem im Steuergerät Notrufsystem integrierten Navigationsrechner bei Empfang von GPS-Daten in beiden Fällen automatisch korrigiert.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Daten vom Steuergerät Supplemental Restraint System
Klemme 15R EIN
Daten vom Steuergerät Supplemental Restraint System
Bei einem Unfall mit Airbagauslösung wird sofort ein automatischer Notruf (E-Call) abgesetzt. Dabei spielt die Schwere des erkannten Unfalls keine Rolle. Das Steuergerät Notrufsystem erhält die Crash-Informationen über eine direkte Leitung als digitales Crash-Signal vom Steuergerät Supplemental Restraint System.
Zusätzlich (redundant) sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System die Crash-Informationen inkl. Crash-Level über folgenden Weg:
Variante 1:
Fahrwerk-CAN
Variante 2:
Fahrwerk-CAN 1
Steuergerät elektronisches Zündschloss
Diagnose-CAN
Steuergerät Notrufsystem
Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet über denselben Weg wie die Crash-Informationen inkl. Crash-Level alle t = 500 ms ein "LIFE"-Signal ("Lebenszeichen" des Steuergeräts Supplemental Restraint System). Damit wird die Kommunikation mit dem Steuergerät Supplemental Restraint System und die ordnungsgemäße Funktion der Crash-Erkennung permanent vom Steuergerät Notrufsystem überwacht.
Manueller oder automatischer Notruf
Befindet sich der Fahrer in einem entlegenen Gebiet in einer Notsituation, kann ein Mitarbeiter der Dienstzentrale sich mithilfe der vom Steuergerät Notrufsystem erhaltenen Daten (Sprachverbindung und SMS) einen Überblick über den Zustand im Inneren des Fahrzeugs verschaffen und entsprechende Hilfsmaßnahmen einleiten. Ein Notruf kann manuell oder automatisch ausgelöst werden. Ziel dieser Notrufe sind folgende Punkte:
Automatische Alarmierung der Rettungsdienste nach Unfall
Alarmierung der Rettungskräfte auf Knopfdruck (eigene Notsituation, beobachteter Unfall)
Verkürzen der Rettungszeiten durch schnelle Notmeldung mit Angabe des exakten Einsatzorts
Typ 117.3 bis 02.11.14, 242 bis 02.11.14
bis Modell-J. 2015
mit Code 348 (Notruf-/Assistentsystem)
mit Code 512 (COMAND APS inkl. DVD-Wechsler)
Typ 117.3, 156, 242
bis Modell-J. 2017
mit Code 348 (Notruf-/Assistentsystem)
mit Code 357 (Kartennavigation)
mit Code 522 (Radio Audio 20)
Typ 117.3, 156, 242
bis Modell-J. 2017
mit Code 348 (Notruf-/Assistentsystem)
mit Code 531 (COMAND APS)
Typ 156 bis 31.08.15
bis Modell-J. 2016
mit Code 348 (Notruf-/Assistentsystem)
mit Code 512 (COMAND APS inkl. DVD-Wechsler)
Bei einem manuellen oder automatischen Notruf kann die Dienstzentrale bei Bedarf Kartendaten zum Fahrzeug übertragen. Die Daten werden dem Navigationsmodul des Audiogeräts zur Verfügung gestellt.
Bei einem Notruf kann die Sprachverbindung nur durch die Dienstzentrale beendet werden oder durch Drücken der Taste Telefongesprächsannahme und -ende im Teilfeld "Auflegen" für mindestens 15 s.
Das Signal der Taste Telefongesprächsannahme und -ende wird auf folgendem Weg gesendet:
Lenkradelektronik
Lenkungs-LIN
Steuergerät Mantelrohrmodul
Variante 1:
Fahrwerk-CAN
Variante 2:
Fahrwerk-CAN 1
Steuergerät elektronisches Zündschloss
Fahrwerk-CAN 2
Kombiinstrument
Innenraum-CAN
Steuergerät elektronisches Zündschloss
Diagnose-CAN
Steuergerät Notrufsystem
Die Funktion Notruf setzt sich aus den folgenden Teilfunktionen zusammen:
Auslösen eines manuellen Notrufs
Auslösen eines automatischen Notrufs
Übertragen der Notrufdaten und Kommunikation mit der Dienstzentrale
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Auslösen eines manuellen Notrufs
Kein höher priorisierter fahrzeugnaher Dienst (automatischer Notruf) ist aktiv.
Auslösen eines manuellen Notrufs
Durch Betätigen der mit dem Aufdruck "SOS" versehenen Taste Notrufsystem wird der manuelle Notruf ausgelöst. Die Taste Notrufsystem ist mit einer Sicherungsklappe abgedeckt. Durch Antippen der Sicherungsklappe wird diese entriegelt und öffnet sich mithilfe eines Federmechanismus selbstständig.
Die Signale der Taste Notrufsystem werden über folgenden Weg gesendet:
Steuergerät Dachbedieneinheit
Dach-LIN
Steuergerät SAM
Innenraum-CAN
Steuergerät elektronisches Zündschloss
Diagnose-CAN
Steuergerät Notrufsystem
Auslösen eines automatischen Notrufs
Das Steuergerät Notrufsystem erhält vom Steuergerät Supplemental Restraint System ein Crash-Signal über eine direkte Leitung. Gleichzeitig sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System das Crash-Signal (redundant) und den Crash-Level über folgenden Weg:
Variante 1:
Fahrwerk-CAN
Variante 2:
Fahrwerk-CAN 1
Steuergerät elektronisches Zündschloss
Diagnose-CAN
Steuergerät Notrufsystem
Übertragen der Notrufdaten und Kommunikation mit der Dienstzentrale
Nach Auslösen eines manuellen oder automatischen Notrufs baut das Steuergerät Notrufsystem eine Sprachverbindung zur Dienstzentrale auf. Nach der Rückmeldung der Dienstzentrale mittels eines speziellen Tons sendet das Steuergerät Notrufsystem über das integrierte Kommunikationsmodul automatisch eine SMS mit folgenden Daten an die Dienstzentrale:
Fahrzeugposition, Fahrtrichtung und Historie
Fahrzeugdaten und Crash-Informationen
Das im Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul sendet und empfängt die Mobilfunksignale über folgende Antennen:
Antenne Telefon und Standheizung (Typ 242 außer Code 536 (SIRIUS-Satellitenradio) oder Typ 156)
Kombiantenne (Typ 242 mit Code 536 (SIRIUS-Satellitenradio) oder Typ 117.3)
Bei einem manuellen oder automatischen Notruf werden andere fahrzeugnahe Dienste (z. B. MB-Info-Ruf) unterbrochen.
Bei einem Ausfall der Antenne Telefon und Standheizung oder der Kombiantenne oder bei unzureichendem Empfang sendet und empfängt das Steuergerät Notrufsystem die Mobilfunksignale automatisch über die Antenne Notrufsystem.
Kommt bei einer Auslösung des automatischen Notrufs keine Verbindung mit der Dienstzentrale zu Stande, so wird automatisch eine Sprachverbindung mit einer Notrufnummer aufgebaut und die aufgeführten Daten müssen mündlich übermittelt werden.
Typ 117.3 bis 02.11.14, 242 bis 02.11.14
bis Modell-J. 2015
mit Code 348 (Notruf-/Assistentsystem)
mit Code 512 (COMAND APS inkl. DVD-Wechsler)
Typ 117.3, 156, 242
bis Modell-J. 2017
mit Code 348 (Notruf-/Assistentsystem)
mit Code 357 (Kartennavigation)
mit Code 522 (Radio Audio 20)
Typ 117.3, 156, 242
bis Modell-J. 2017
mit Code 348 (Notruf-/Assistentsystem)
mit Code 531 (COMAND APS)
Typ 156 bis 31.08.15
bis Modell-J. 2016
mit Code 348 (Notruf-/Assistentsystem)
mit Code 512 (COMAND APS inkl. DVD-Wechsler)
Bei einem manuellen oder automatischen Notruf kann die Dienstzentrale bei Bedarf Kartendaten zum Fahrzeug übertragen. Die Daten werden dem Navigationsmodul des Audiogeräts zur Verfügung gestellt.
Priorisierung
Das Steuergerät Notrufsystem kann eine Sprach- oder Datenverbindung und parallel eine SMS-Verbindung verwalten. Die Datenverbindung kann durch das zeitversetzte Übertragen von Datenpaketen von mehreren Diensten parallel genutzt werden. Das Prioritätenmanagement beruht auf folgenden Grundsätzen:
SMS-fähige Dienste werden bei Aktivierung eines der vier höchst priorisierten Dienste per SMS ausgeführt und die weiteren Verbindungsressourcen für den priorisierten Dienst frei gegeben.
Nicht SMS-fähige Dienste oder eine Internetverbindung werden bei Aktivierung eines der vier höchst priorisierten Dienste beendet und die Verbindungsressourcen für den priorisierten Dienst frei gegeben.
Die Ferndiagnose verfügt über einen eigenen Datenkanal und kann zusätzlich zu jedem anderen Dienst durchgeführt werden.
Die vier höchst priorisierten Dienste werden ausgeführt, wenn kein höher priorisierter Dienst aktiv ist.
SMS-fähige Dienste sind:
Fahrzeugauffindung ("Tracking")
Fahrzeug-Fernentriegelung
Fahrzeug-Fernverriegelung
Benachrichtigung bei Überschreiten einer bestimmten Geschwindigkeit ("Speed Alert")
Benachrichtigung bei Erreichen oder Verlassen eines bestimmten Gebiets ("Geo Fencing")
Optische und akustische Fahrzeugerkennung ("Flash Lights and Sound Horn")
Im Folgenden sind die vier höchst priorisierten Dienste aufgeführt.
Priorität | Dienst |
1 | Automatischer Notruf |
2 | Manueller Notruf |
3 | Pannendienst |
4 | MB-Info |
MB-Info und Pannendienst können durch Drücken der Taste eines höher priorisierten Dienstes in diesen höher priorisierten Dienst umgewandelt werden, ohne dass die Sprachverbindung unterbrochen wird. Ein MB-Info-Ruf wird z. B. in einen manuellen Notruf umgewandelt, wenn bei aktivem MB-Info-Ruf die Taste Notrufsystem gedrückt wird.
Funktionsschema Elektrik Anzeige des Status Notrufsystem Funktion | |||
Funktionsschema Elektrik Manueller oder automatischer Notruf Funktion | |||
Funktionsschema Elektrik Sprachverbindung zwischen Fahrzeug und Dienstzentrale Funktion | |||
Funktionsschema Elektrik Standortbestimmung Funktion | |||
Weitere Telematikdienste Funktion | Fahrzeugauffindung und Benachrichtigung bei Einbruch- und Diebstahlwarnung | ||
Übersicht Systembauteile Telematik |
Referenzierte Dokumente
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