gf8210p2009faa

Fahrlichtansteuerung Funktion

Typ gf · Thema 82.10 · Version 0100 · 2008-02-22

Gültig für: TYP 203.7 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOPF mit CODE (614) Leuchteinheit Bi-Xenon-Scheinwerfer mit CODE (618) Bi-Xenon Scheinwerfer

Einordnung

Funktionsgruppe 3 Aufbau › 82 Elektrische Anlage, Aufbau › 82.10 Außenbeleuchtung — Baureihe 203 (Baumuster 7**)

GF82.10-P-2009FAA

Fahrlichtansteuerung Funktion

22.2.08

TYP 203.7
ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOPF
mit CODE (614) Leuchteinheit Bi-Xenon-Scheinwerfer
mit CODE (618) Bi-Xenon Scheinwerfer

Fahrlichtansteuerung allgemein

Die Fahrlichtansteuerung umfasst alle Funktionen, die der optimalen Ausleuchtung der Fahrbahn während des Fahrbetriebes dienen.

Während der Fahrlichtansteuerung ist die Stand-/Parklichtansteuerung aktiv.

Die Stand-/Parklichtansteuerung ist in einem separaten Dokument beschrieben.

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Die Funktion Fahrlichtansteuerung setzt sich aus folgenden Teilfunktionen zusammen:

Funktionsablauf Abblendlichtansteuerung

Funktionsablauf Fernlichtansteuerung

Funktionsablauf Tagfahrlichtansteuerung

Funktionsablauf automatische Fahrlichtschaltung

Funktionsablauf automatische Leuchtweitenregulierung (LWR)

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Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Abblendlichtansteuerung

Kl. 15 Ein

Lichtdrehschalter (S1s1) in Stellung manuelles Fahrlicht

Funktionsablauf Abblendlichtansteuerung

Der Klemmenstatus Kl. 15 wird vom Steuergerät EZS (N73) auf dem Innenraum-CAN bereitgestellt. Das Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn (N10/1) liest den Status des Lichtdrehschalters direkt ein und gibt die Anforderung der Abblendlichtansteuerung über ein Spannungssignal direkt an das Steuergerät Xenon-Scheinwerfer (E1n1) an der Leuchteinheit vorn links (E1) und an das Steuergerät Xenon-Scheinwerfer (E2n1) an der Leuchteinheit vorn rechts (E2) aus. Das Steuergerät Xenon-Scheinwerfer an der Leuchteinheit vorn links steuert das Bixenonlicht mit integriertem Zündgerät links (E1e10) und das Steuergerät Xenon-Scheinwerfer an der Leuchteinheit vorn rechts das Bixenonlicht mit integriertem Zündgerät rechts (E2e10) an.

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Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Fernlichtansteuerung

Für Funktion Fernlicht: Kl. 15R und Abblendlicht Ein

Für Funktion Lichthupe: Kl. 15R Ein

Funktionsablauf Fernlichtansteuerung

Die Fernlichtansteuerung setzt sich aus folgenden Unterfunktionen zusammen:

Funktionsablauf Fernlicht

Funktionsablauf Lichthupe

Funktionsablauf Fernlicht

Durch Drücken des Kombi-Schalters (S4) nach vorn wird die Fernlichtansteuerung angefordert. Die Schaltstellung des Kombi-Schalters wird vom Mantelrohrmodul (N80) direkt eingelesen und auf dem Innenraum-CAN und dem Motorraum-CAN bereitgestellt. Das Steuergerät EZS leitet die Anforderung der Fernlichtansteuerung vom Motorraum-CAN auf den Diagnose-CAN an die Steuergeräte Xenon-Scheinwerfer weiter, woraufhin die Steuergeräte Xenon-Scheinwerfer die Magnetspule Fernlicht links (E1I1) und die Magnetspule Fernlicht rechts (E2I1) ansteuern.

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Die Blenden, welche die Lichtkegel der Bixenonlichter teilweise abdecken, werden weggeklappt.

Das Steuergerät SAM vorn empfängt die Anforderung über den Innenraum-CAN, steuert zusätzlich das Fernlicht links (E1e1) und das Fernlicht rechts (E2e1) an und sendet den Status "Fernlichtansteuerung aktiv" über den Innenraum-CAN an das Kombiinstrument (A1). Das Kombiinstrument steuert daraufhin die Kontrollleuchte Fernlicht (A1e3) an.

Funktionsablauf Lichthupe

Funktionsablauf und Signalfluss der Funktion Lichthupe entsprechen denen der Funktion Fernlicht.

Zum Anfordern der Funktion Lichthupe muss der Kombi-Schalter nach hinten gezogen werden. Die Fernlichtansteuerung bleibt so lange aktiv, wie der Kombi-Schalter in dieser Position gehalten wird.

Bei nicht aktiver Abblendlichtansteuerung wird nur das Fernlicht links und das Fernlicht rechts eingeschaltet.

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Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Tagfahrlichtansteuerung

Funktion über das Kombiinstrument aktiviert
(nur Länder ohne gesetzliche Tagfahrlicht-Vorschrift)

Motor läuft (Kl. 61 Ein) n > 300/min

Funktionsablauf Tagfahrlichtansteuerung

Die Anforderung der Funktion Tagfahrlicht wird entsprechend der Ländercodierung oder manuell aktiviert vom Kombiinstrument auf dem Innenraum-CAN ausgegeben.

Der Klemmenstatus Kl. 61 wird vom Steuergerät SAM vorn selbst generiert. Das Steuergerät SAM vorn wertet alle relevanten Informationen aus und gibt die Anforderung der Abblendlichtansteuerung über ein Spannungssignal direkt an die Steuergeräte Xenon-Scheinwerfer aus, die dann die Bixenonlichter zünden.

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Das Tagfahrlicht hat gegenüber der automatischen Fahrlichtschaltung eine höhere Priorität. In Ländern mit gesetzlicher Tagfahrlicht-Vorschrift ist nur die Lichthupe, nicht aber das Fernlicht zulässig. Das Fernlicht ist nur zulässig, wenn das Fahrlicht manuell über den Lichtdrehschalter eingeschaltet ist.

Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen automatische Fahrlichtschaltung

Motor läuft (Kl. 61 Ein) n > 300/min

Lichtdrehschalter in Stellung automatische Fahrlichtschaltung

Sensor Lichteinschaltung (B32/1)
(ohne Code (345) Regensensor) oder
Regen-/Lichtsensor (B38/2)(bei Code (345) Regensensor)
meldet Dunkelheit

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Funktionsablauf automatische Fahrlichtschaltung

Fahrtantritt:

– Senderschlüssel Außenbeleuchtung Aus

(A8/1) abgezogen

– Kl. 15C Ein Außenbeleuchtung Aus

– Kl. 15R Ein Standlicht Ein

– Kl. 15 Ein Standlicht Ein

– Kl. 61 Ein Stand-/Abblendlicht Ein

(Fernlicht zulässig)

Fahrtende:

– Kl. 61 Ein Stand-/Abblendlicht Ein

(Fernlicht zulässig)

– Kl. 15R Ein Standlicht Ein

– Kl. 15C Ein Standlicht Ein

– Senderschlüssel Außenbeleuchtung Aus

abgezogen

Wird die Fahrertür bei Kl. 15C Ein geöffnet, erfolgt das Ausschalten des Standlichts.

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Die Umgebungshelligkeit wird vom Sensor Lichteinschaltung oder vom Regen-/Lichtsensor erfasst. Das Steuergerät Dachbedieneinheit (N70) liest den Status des Sensors Lichteinschaltung oder des Regen-/Lichtsensors direkt ein und sendet ihn über den Innenraum-CAN an das Steuergerät SAM vorn. Die Anforderung der Abblendlichtansteuerung wird vom Steuergerät SAM vorn über ein Spannungssignal direkt an die Steuergeräte Xenon-Scheinwerfer ausgegeben. Daraufhin zünden die Steuergeräte Xenon-Scheinwerfer die Bixenonlichter.

Bei Aktivierung der Scheibenwischeranlage für t 20 s mit einer Wischzykluszeit von t < 6 s wird das Abblendlicht eingeschaltet. Bleiben die Wischzyklen für t 20 s aus, wird das Abblendlicht ausgeschaltet.

Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen automatische LWR

Motor läuft (Kl. 61 Ein) n > 300/min

Fahrlicht Ein (Abblend-/Fernlicht)

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Funktionsablauf automatische LWR

Die automatische LWR ermöglicht die Korrektur der Leuchtweite der Fahrzeugscheinwerfer entsprechend der Beladung bzw. den fahrdynamisch bedingten Nickbewegungen des Fahrzeuges.

Hierfür werden die Signale des Hinterachssensors Leuchtweitenregulierung (A51) und des Vorderachssensors Leuchtweitenregulierung (A52) vom Steuergerät Xenon-Scheinwerfer an der Leuchteinheit vorn links direkt eingelesen und ausgewertet.

Informationen zu Raddrehzahl- und Raddrehrichtung werden vom Steuergerät ESP und BAS (N47-5) auf dem Motorraum-CAN bereitgestellt und vom Steuergerät EZS auf den Diagnose-CAN weitergeleitet. Diese Informationen werden zur Regelung der Verstellgeschwindigkeit der automatischen LWR benötigt. Bei konstanter Fahrzeuggeschwindigkeit arbeitet die automatische LWR im "statischen Modus" mit einer geringen Verstellgeschwindigkeit. Bei Beschleunigung wird der "dynamische Modus" mit einer hohen Verstellgeschwindigkeit aktiviert.

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Die Steuergeräte Xenon-Scheinwerfer arbeiten in Master-Slave-Kombination, wobei das Steuergerät Xenon-Scheinwerfer an der Leuchteinheit vorn links als Master fungiert. Beide Steuergeräte Xenon-Scheinwerfer kommunizieren über den Diagnose-CAN miteinander. Das Steuergerät Xenon-Scheinwerfer an der Leuchteinheit vorn links synchronisiert als Master das Steuergerät Xenon-Scheinwerfer an der Leuchteinheit vorn rechts.

Das Steuergerät Xenon-Scheinwerfer an der Leuchteinheit vorn links steuert den Motor Leuchtweitenregulierung links (E1m1) und das Steuergerät Xenon-Scheinwerfer an der Leuchteinheit vorn rechts den Motor Leuchtweitenregulierung rechts (E2m1) an.

Funktionsschema Elektrik Fahrlichtansteuerung

PE82.10-P-2059-97FB

Kombiinstrument Bauteilbeschreibung

A1

GF54.30-P-6000FA

Steuergerät Xenon-Scheinwerfer Bauteilbeschreibung

E1n1, E2n1

GF82.10-P-2114FA

Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn Bauteilbeschreibung

N10/1

GF54.21-P-6070FA

Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Bauteilbeschreibung

N47-5

GF42.45-P-5119FA

Steuergerät Dachbedieneinheit Bauteilbeschreibung

N70

GF82.20-P-5216FA

Steuergerät EZS Bauteilbeschreibung

N73

GF80.57-P-6003FA

Mantelrohrmodul Bauteilbeschreibung

N80

GF54.21-P-6050FA

Senderschlüssel Bauteilbeschreibung

A8/1

GF80.57-P-6010FA

Achssensor Leuchtweitenregulierung Bauteilbeschreibung

A51, A52

GF82.10-P-4153FA

Lichtsensor Bauteilbeschreibung

B32/1

Ohne Code (345) Regensensor

GF54.21-P-6001FA

Regen-/Lichtsensor Bauteilbeschreibung

B38/2

Bei Code (345) Regensensor

GF54.21-P-6000FA

Leuchteinheit Bauteilbeschreibung

E1, E2

GF82.10-P-2017FA

Lichtschaltermodul Bauteilbeschreibung

S1

GF54.25-P-4210FA

Kombi-Schalter Bauteilbeschreibung

S4

GF82.30-P-5000FA

Referenzierte Dokumente