GF82.10-P-2009CE | Fahrlichtansteuerung Funktion | 12.3.12 |
TYP 204.0 /2
ausser CODE (614) Leuchteinheit Bi-Xenon-Scheinwerfer
ausser CODE (615) Leuchteinheit Bi-Xenon-Scheinwerfer mit integriertem Kurvenlicht
ausser CODE (616) Leuchteinheit Bi-Xenon-Scheinwerfer mit integriertem Kurvenlicht asymetrisch
ausser CODE (618) Bi-Xenon Scheinwerfer
ausser CODE (621) Intelligent Light System (Linksverkehr)
ausser CODE (622) Intelligent Light System (Rechtsverkehr)
ab Modell-J. 2009
/AEJ 08
TYP 204.3
ausser CODE (615) Leuchteinheit Bi-Xenon-Scheinwerfer mit integriertem Kurvenlicht
ausser CODE (616) Leuchteinheit Bi-Xenon-Scheinwerfer mit integriertem Kurvenlicht asymetrisch
ausser CODE (621) Intelligent Light System (Linksverkehr)
ausser CODE (622) Intelligent Light System (Rechtsverkehr)
TYP 204.9
ausser CODE (615) Leuchteinheit Bi-Xenon-Scheinwerfer mit integriertem Kurvenlicht
ausser CODE (621) Intelligent Light System (Linksverkehr)
ausser CODE (622) Intelligent Light System (Rechtsverkehr)
Funktionsvoraussetzung allgemein
Keine Über- oder Unterspannung
(Betriebsspannungsbereich U 7 17,5 V)
Fahrlichtansteuerung allgemein
Die Fahrlichtansteuerung umfasst alle Funktionen, die der optimalen Ausleuchtung der Fahrbahn während des Fahrbetriebs dienen.
Während der Fahrlichtansteuerung ist die Standlichtansteuerung aktiv, die im Dokument "Stand-/Parklichtansteuerung Funktion" beschrieben ist.
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Die Funktion Fahrlichtansteuerung umfasst folgende Teilfunktionen:
Funktionsablauf Abblendlichtansteuerung
Funktionsablauf Fernlichtansteuerung
Funktionsablauf Tagfahrlichtansteuerung
Funktionsablauf automatische Fahrlichtschaltung
Funktionsablauf Leuchtweitenregulierung (LWR)
Die Fahrlichtansteuerung wird entsprechend der Stellung des Schalters Außenbeleuchtung (S1) ausgeführt. Das Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn (N10/1) liest den Status des Schalters Außenbeleuchtung bei Fahrzeugen bis 31.5.10 über Instrumententafel-LIN (LIN 1) und bei Fahrzeugen ab 1.6.10 direkt (spannungscodiert) ein.
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Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Abblendlichtansteuerung
Klemme 15 Ein
Das Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) sendet den Klemmenstatus Klemme 15 über Innenraum-CAN (CAN B) an das Steuergerät SAM vorn.
Funktionsablauf Abblendlichtansteuerung
Durch Drehen des Schalters Außenbeleuchtung in die Stellung "manuelles Fahrlicht" wird die Abblendlichtansteuerung angefordert.
Das Steuergerät SAM vorn liest den Status des Schalters Außenbeleuchtung ein und steuert das Abblendlicht links (E1e2) in der Leuchteinheit vorn links (E1) und das Abblendlicht rechts (E2e2) in der Leuchteinheit vorn rechts (E2) an. Zusätzlich sendet das Steuergerät SAM vorn die Anforderung"Abblendlicht Kontrolllampe Ein" über Innenraum-CAN an das Kombiinstrument (A1), das daraufhin die Kontrollleuchte Abblendlicht (A1e67) ansteuert.
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Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Fernlichtansteuerung
Für Funktion Fernlicht: Klemme 15 und Abblendlicht Ein
Für Funktion Lichthupe: Klemme 15R Ein
Das Steuergerät elektronisches Zündschloss sendet den Klemmenstatus Klemme 15 über Innenraum-CAN an das Steuergerät SAM vorn.
Funktionsablauf Fernlichtansteuerung
Die Fernlichtansteuerung umfasst folgende Unterfunktionen:
Funktionsablauf Fernlicht
Funktionsablauf Lichthupe
Funktionsablauf Fernlicht
Durch Drücken des Kombischalters (S4) nach vorn wird die Fernlichtansteuerung angefordert.
Das Steuergerät Mantelrohrmodul (N80) liest die Schalterstellung des Kombischalters direkt ein und sendet diese über Fahrwerk-CAN (CAN E) an das Steuergerät SAM vorn.
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Das Steuergerät SAM vorn empfängt die Schalterstellung des Kombischalters, generiert daraus die Anforderung "Fernlicht Ein" und sendet diese über Innenraum-CAN an das Kombiinstrument.
Anschließend steuert das Steuergerät SAM vorn bei Typ 204 (außer Typ 204.9 ab 1.6.12) das Fernlicht links (E1e1) und das Fernlicht rechts (E2e1) an. Bei Typ 204.9 ab 1.6.12 steuert das Steuergerät SAM vorn das Fernlicht im Standlicht und Fernlicht links (E1e21) und das Fernlicht im Standlicht und Fernlicht rechts (E2e21) an. Das Kombiinstrument steuert die Kontrollleuchte Fernlicht (A1e3) an.
Bei Typ 204.9 ab 1.6.12 werden H15-Lampen verbaut, über die die Lichtfunktionen Standlicht und Fernlicht ausgegeben werden.
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Funktionsablauf Lichthupe
Der Funktionsablauf und der Signalfluss der Funktion Lichthupe entsprechen denen der Funktion Fernlicht. Zum Anfordern der Funktion Lichthupe muss der Kombischalter jedoch nach hinten gezogen werden. Wenn der Kombischalter dauerhaft nach hinten gezogen wird, bleibt die Fernlichtansteuerung für maximal
t = 30 s aktiv. Danach wird die dauerhaft anliegende Anforderung als "hängender Kombischalter" interpretiert.
Bei Fahrzeugen mit Code (460) Kanada Ausführung oder Code (494) USA-Ausführung dürfen die Fernlichter nicht gleichzeitig mit dem Nebelscheinwerfer links (E5/1) und dem Nebelscheinwerfer rechts (E5/2) angesteuert werden.
Priorität hat die aktuell eingehende Anforderung.
Bei Typ 204.9 ab 1.6.12 werden keine Nebelscheinwerfer mehr verbaut.
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Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Tagfahrlichtansteuerung
Funktion "Tagfahrlicht:" im Menü "Einstellungen", "Licht" im Kombiinstrument aktiviert (außer Fahrzeuge mit Code (460) Kanada Ausführung)
Signal "Motor läuft" oder "Antriebsstrang betriebsbereit" gesetzt bzw. Fahrzeuggeschwindigkeit v > 3 km/h
Schalter Außenbeleuchtung in Stellung:
– Außenbeleuchtung Aus "0" oder
– "Parklicht links" oder "Parklicht rechts"
(bis 31.5.10) oder
– Automatische Fahrlichtschaltung "AUTO" (bis 31.5.10)
oder in Stellung "A" (ab 1.6.10)
Funktionsablauf Tagfahrlichtansteuerung
Das Kombiinstrument sendet die Anforderung "Tagfahrlicht Ein" in Abhängigkeit von der Ländercodierung oder manuell im Menü "Einstell.", "Licht" aktiviert über Innenraum-CAN.
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Das Steuergerät CDI (N3/9) (bei Dieselmotor) oder das Steuergerät ME (N3/10) (bei Benzinmotor) sendet das Signal "Motor läuft" oder "Antriebsstrang betriebsbereit" über Fahrwerk-CAN.
Das Kombiinstrument sendet die Fahrzeuggeschwindigkeit über Innenraum-CAN.
Das Steuergerät SAM vorn liest alle relevanten Informationen ein, wertet diese aus und aktiviert die Tagfahrlichtansteuerung.
Tagfahrlichtansteuerung bei Typ 204.0/2 bis 28.2.11,
Typ 204.9 bis 31.5.12:
Das Steuergerät SAM vorn aktiviert die Abblendlichtansteuerung und steuert die Abblendlichter an.
Bei Fahrzeugen mit Code (460) Kanada Ausführung oder Code (494) USA-Ausführung aktiviert das Steuergerät SAM vorn die Stand- bzw. die Abblendlichtansteuerung abhängig von der Umgebungshelligkeit.
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Diese wird vom Lichtsensor (B38/1) (ohne Code (345) Regensensor) oder vom Regen-/Lichtsensor (B38/2) (bei Code (345) Regensensor) erfasst. Das Steuergerät SAM vorn liest die Daten des Lichtsensors oder des Regen-/Lichtsensors über Wischer/Innenspiegel-LIN (LIN 2) ein.
Wenn der Lichtsensor oder der Regen-/Lichtsensor "Tag" erkennt, steuert das Steuergerät SAM vorn die Abblendlichter leistungsreduziert (gedimmt) an.
Wenn der Lichtsensor oder der Regen-/Lichtsensor "Dunkelheit" erkennt, aktiviert das Steuergerät SAM vorn die Stand- und die Abblendlichtansteuerung. Die Abblendlichter werden mit voller Leistung angesteuert.
Tagfahrlichtansteuerung bei Typ 204.0/2 ab 1.3.11, Typ 204.3,
Typ 204.9 ab 1.6.12:
Das Steuergerät SAM vorn steuert den Scheinwerfer Tagfahrlicht links (E1/3) und den Scheinwerfer Tagfahrlicht rechts (E2/3) an.
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Bei Dunkelheit aktiviert das Steuergerät SAM vorn zusätzlich die Abblendlichtansteuerung.
Die Tagfahrlichtansteuerung wird deaktiviert, sobald der Schalter Außenbeleuchtung in die Stellung "Standlicht", "manuelles Fahrlicht" oder "Parklicht links" oder "Parklicht rechts" (ab 1.6.10) gedreht wird.
Bei Fahrzeugen mit Code (460) Kanada Ausführung beendet das Steuergerät SAM vorn die Tagfahrlichtansteuerung bei Fahrzeugstillstand nach Ablauf einer Zeitdauer von t = 3 min. Wenn das Fahrzeug dann wieder bewegt wird, aktiviert das Steuergerät SAM vorn die Abblendlichtansteuerung automatisch.
Das Tagfahrlicht hat gegenüber der automatischen Fahrlichtschaltung eine höhere Priorität.
In Ländern mit gesetzlicher Tagfahrlichtvorschrift ist nur die Lichthupe, nicht aber das Fernlicht zulässig.
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Das Fernlicht ist nur zulässig, wenn das Fahrlicht manuell über den Schalter Außenbeleuchtung eingeschaltet wird (ohne Code (460) Kanada Ausführung und ohne Code (494) USA-Ausführung).
Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen automatische Fahrlichtschaltung
Signal "Motor läuft" oder "Antriebsstrang betriebsbereit" gesetzt bzw. Fahrzeuggeschwindigkeit v > 3 km/h
Schalter Außenbeleuchtung in Stellung "AUTO" (bis 31.5.10)
oder in Stellung "A" (ab 1.6.10) oder in Stellung "0"
(bis 31.5.10) (codierbar)
Lichtsensor oder Regen-/Lichtsensor meldet "Dunkelheit erkannt"
Funktionsablauf automatische Fahrlichtschaltung
Die automatische Fahrlichtschaltung ist eine reine Komfortfunktion und entbindet den Fahrer nicht von den Bedienvorschriften aus der Straßenverkehrsordnung.
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Das Steuergerät CDI oder das Steuergerät ME sendet das Signal "Motor läuft" oder "Antriebsstrang betriebsbereit" über Fahrwerk-CAN an das Steuergerät SAM vorn.
Das Kombiinstrument sendet die Fahrzeuggeschwindigkeit über Innenraum-CAN an das Steuergerät SAM vorn.
Das Steuergerät SAM vorn liest den Status des Schalters Außenbeleuchtung über Instrumententafel-LIN oder direkt und die Daten des Lichtsensors oder des Regen-/Lichtsensors über Wischer/Innenspiegel-LIN ein.
Bei der automatischen Fahrlichtschaltung wird das Abblendlicht automatisch ein- oder ausgeschaltet.
Dies erfolgt in Abhängigkeit von der Umgebungshelligkeit oder in Abhängigkeit von den Aktivitäten der Wischeranlage:
Funktionsablauf automatische Fahrlichtschaltung über Lichtsensor oder Regen-/Lichtsensor
Funktionsablauf automatische Fahrlichtschaltung über Wischeraktivitäten
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Funktionsablauf automatische Fahrlichtschaltung über Lichtsensor oder Regen-/Lichtsensor
Die Umgebungshelligkeit wird vom Lichtsensor oder vom Regen-/Lichtsensor ausgewertet. Das Steuergerät SAM vorn liest die Daten des Lichtsensors oder des Regen-/Lichtsensors über Wischer/Innenspiegel-LIN ein und aktiviert bei erkannter Dunkelheit die Abblendlichtansteuerung.
Funktionsablauf automatische Fahrlichtschaltung über Wischeraktivitäten
Wenn das Abblendlicht infolge der Aktivitäten der Wischeranlage ein- oder ausgeschaltet wird, spricht man vom Wisch-, Regen- oder Schlechtwetterlicht.
Das Steuergerät SAM vorn steuert die Wischeranlage und wertet hierfür die Daten des Regen-/Lichtsensors bzw. die Wischanforderung über den Kombischalter aus.
Bei Aktivierung der Scheibenwischeranlage für t 20 s mit einer Wischzykluszeit von t < 6 s aktiviert das Steuergerät SAM vorn die Abblendlichtansteuerung. Bleiben die Wischzyklen für t 60 s aus, wird die Abblendlichtansteuerung deaktiviert.
Abschaltbedingungen automatische Fahrlichtschaltung:
Bei Ausfall des Lichtsensors oder des Regen-/Lichtsensors wird die automatische Fahrlichtschaltung erst mit dem Abstellen des Motors deaktiviert.
Bei Tunneldurchfahrten sowie bei aktiver Funktion Wischerloslaufunterdrückung bleibt die automatische Fahrlichtschaltung eingeschaltet.
Wenn die Funktion Wischerloslaufunterdrückung aufgehoben wird, bleibt die automatische Fahrlichtschaltung für weitere
t = 60 s aktiv.
Verhalten der Außenbeleuchtung bei aktiver automatischer Fahrlichtschaltung | ||
Fahrtantritt | Standlicht | Abblendlicht |
Klemme 15C Aus | Aus | Aus |
Klemme 15C Ein | Aus | Aus |
Klemme 15R Ein | Ein | Aus |
Klemme 15 Ein | Ein | Aus |
Signal "Motor läuft" oder Signal "Antriebsstrang bereit" gesetzt bzw. v > 3 km/h | Ein | Ein |
Fahrtende | Standlicht | Abblendlicht |
Signal "Motor läuft" oder Signal "Antriebsstrang bereit" gesetzt bzw. v > 3 km/h | Ein | Ein |
Klemme 15 Ein | Ein | Aus |
Klemme 15R Ein | Ein | Aus |
Klemme 15C Ein (Fahrertür geschlossen) | Ein | Aus |
Klemme 15C Ein (Fahrertür geöffnet) | Aus | Aus |
Klemme 15C Aus | Aus | Aus |
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung LWR
Fahrlicht Ein (Abblend-/Fernlicht)
Funktionsablauf LWR
Die LWR ist als passive Sicherheitsausstattung zum Schutz vor Blendung des Gegenverkehrs in Fahrzeugen mit Halogen-Scheinwerfern verbaut. In Abhängigkeit vom Beladungszustand des Fahrzeugs kann der Neigungswinkel des Fahrlichts durch Betätigen des Leuchtweitereglers (S1s8) korrigiert werden.
Entsprechend der Stellung des Leuchtweitereglers werden der Stellmotor Leuchtweitenregulierung links (E1m1) und der Stellmotor Leuchtweitenregulierung rechts (E2m1) spannungscodiert vom Steuergerät SAM vorn angesteuert. Diese verstellen dann die Scheinwerfereinsätze in den Leuchteinheiten vorn.
Referenzierte Dokumente
- gf8210p9998ce Übersicht Systembauteile Außenbeleuchtung
- pe8210p205997fac Funktionsschema Elektrik Fahrlichtansteuerung
- pe8210p205997fag Funktionsschema Elektrik Fahrlichtansteuerung