Übersicht
Dieses Dokument enthält folgende Informationen:
Allgemeines
Funktionsvoraussetzungen
Drehzahlüberwachung
Kraft-/Stromüberwachung
Automatisches Reversieren
Allgemeines
Die automatische Reversierfunktion ist bei elektrisch angetriebenen Bauteilen immer dann aktiv, wenn die Gefahr besteht, Körperteile einklemmen zu können.
Die automatische Reversierfunktion reagiert gegenüber der Blockiererkennung deutlich empfindlicher. Das Einklemmen von weichen, leichten und dünnen Objekten, z. B. kleinen Fingern, kann aber unter Umständen nicht verhindert werden.
Das Einklemmen wird abhängig vom System durch das Auswerten der Daten der Drehzahlüberwachung bzw. der Kraft-/Stromüberwachung erkannt.
Die Drehzahlüberwachung kommt z. B. beim Panorama-Schiebedach und die Kraft-/Stromüberwachung beim Sonnenrollo Seitenfenster Fond zur Anwendung.
Funktionsvoraussetzungen
System normiert
Lernlauf abgeschlossen (für Drehzahlüberwachung)
Drehzahlüberwachung
Während der Ansteuerung werden die aktuellen Motordrehzahlen des Elektromotors mit den beim Lernlauf und durch Adaption ermittelten Motordrehzahlen verglichen. Wird bei diesem Vergleich ein bestimmter Grenzwert unterschritten, wird dies als Einklemmen bewertet.
Kraft-/Stromüberwachung
Die Kraft-/Stromüberwachung kann auf Basis zweier Grundlagen erfolgen. Entweder sind die Grenzwerte im Steuergerät fest hinterlegt oder sie wurden während eines Lernlaufs aufgenommen und gespeichert.
Beide Werte sind nicht fix und können vom System in begrenztem Maß an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Geringe bzw. stetige Abweichungen können z. B. durch Verschleiß oder Schmutz in der Mechanik hervorgerufen werden.
Die Klemmkraft der Mechanik wird über die Stromaufnahme des Elektromotors referenziert. Überschreitet die Stromaufnahme einen bestimmten Wert, wird dies als Einklemmen bewertet.
Automatisches Reversieren
Wurde ein Einklemmen beim Öffnen erkannt, wird die Ansteuerung des Elektromotors sofort abgebrochen.
Beim Schließen wird die Ansteuerung des Elektromotors sofort abgebrochen und anschließend umgekehrt. Das Bauteil wird dann ganz oder teilweise zurückgefahren (reversiert).
Wenn innerhalb einer festgelegten Zeit nach dem ersten Reversieren eine weitere Anforderung in Richtung Schließen anliegt, wird ein höherer Kraftaufwand oder Drehzahlabfall zugelassen.
Folgt kurz auf das zweite Reversieren eine weitere Anforderung, wird die automatische Reversierfunktion abgeschaltet.
Wenn der Auslöser für das Schließen eine automatische Funktion (z. B. das Regenschließen) war, wird diese Funktion bereits nach dem ersten Reversieren beendet. Die beendete Funktion steht dann erst nach dem nächsten Zündungszyklus wieder zur Verfügung.
Bei einer webbasierten Bedienung wird eine zweite Ansteuerung zugelassen. Sollte dabei erneut ein Einklemmen festgestellt werden, wird auch die webbasierte Bedienung bis zum nächsten Zündungszyklus gesperrt.