P72.29-2726-82
A85 Türschloss Vordertür links
A85/1 Türschloss Vordertür rechts
M10/3 Fensterhebermotor Vordertür links
M10/4 Fensterhebermotor Vordertür rechts
M10/5 Fensterhebermotor Fondtür links (bei Typ 204.0/2/9)
M10/6 Fensterhebermotor Fondtür rechts (bei Typ 204.0/2/9)
N69/1 Steuergerät Vordertür links
N69/2 Steuergerät Vordertür rechts
N69/3 Steuergerät Fondtür links (bei Typ 204.0/2/9)
N69/4 Steuergerät Fondtür rechts (bei Typ 204.0/2/9)
N73 Steuergerät elektronisches Zündschloss
S20 Schaltergruppe elektrischer Fensterheber und Außenspiegeleinstellung, Fahrerseite
S21/2 Schalter elektrischer Fensterheber, Beifahrerseite
S21/3 Schalter elektrischer Fensterheber hinten links
(bei Typ 204.0/2/9)
S21/4 Schalter elektrischer Fensterheber hinten rechts
(bei Typ 204.0/2/9)
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CAN B Innenraum-CAN
LIN B5 Tür-LIN links
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Funktionsvoraussetzungen allgemein
Keine Über- oder Unterspannung
Klemme 15R Ein oder Klemme 15 Ein oder
Nachlaufzeit aktiv (bis t = 5 min nach Klemme 15R Aus, bei noch nicht geöffneten Türen)
Den Klemmenstatus Klemme 15 sendet das Steuergerät elektronisches Zündschloss über Innenraum-CAN. Der Status der Türen wird vom Türschloss links oder vom Türschloss rechts erkannt, vom Steuergerät Vordertür links oder vom Steuergerät Vordertür rechts eingelesen und über Innenraum-CAN gesendet.
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Elektrische Fensterheber allgemein
Die elektrischen Fensterheber ermöglichen das Öffnen und Schließen der Seitenscheiben in den Türen.
Zum Öffnen oder Schließen gibt es zusätzliche Komfortfunktionen, die ein zentrales Öffnen oder Schließen der Seitenscheiben von einer Bedienstelle aus ermöglichen. Diese Komfortfunktionen werden in der separaten Funktion Komfortbetätigung (KFB) beschrieben.
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Bedienmöglichkeiten:
– Schaltergruppe elektrischer Fensterheber und Außenspiegeleinstellung, Fahrerseite:
– Schalter elektrischer Fensterheber vorn links (S20s1)
– Schalter elektrischer Fensterheber vorn rechts (S20s2)
– Schalter elektrischer Fensterheber, Beifahrerseite
– Schalter elektrischer Fensterheber hinten links
(Typ 204.0/2/9)
– Schalter elektrischer Fensterheber hinten rechts
(Typ 204.0/2/9)
Um die manuelle Ansteuerung auszuführen, muss der entsprechende Schalter elektrischer Fensterheber der zu öffnenden Seitenscheibe betätigt und gehalten werden.
Um die automatische Funktion zu aktivieren, reicht eine kurze Betätigung über den Rastpunkt hinaus aus.
Die Ansteuerung erfolgt so lange, wie die entsprechende Anforderung anliegt oder bis die Seitenscheibe den unteren oder oberen Anschlag erreicht hat. Eine Ansteuerung ist auf maximal
t = 25 s begrenzt.
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Die Funktionsabläufe sind nach Anforderungen mit unterschiedlichen Prioritäten geordnet. Eine Anforderung mit höherer Priorität wird auch dann ausgeführt, wenn aktuell eine Fensterheberfunktion niederer Priorität aktiv ist.
Die niedriger priorisierte Funktion wird zuerst abgebrochen und bei der zweiten gültigen Betätigung startet die entsprechende Funktion.
Liegt nach Beendigung der Funktion mit höherer Priorität weiterhin der Befehl mit niederer Priorität an, wird dieser Befehl ignoriert. Es muss zuerst die Ruhestellung des niedriger priorisierten Befehls erkannt werden, bevor die entsprechende Funktion erneut aktiviert werden kann.
Prioritätenabfolge:
1. Schaltergruppe Fahrerseite
2. Restliche Schalter Fensterheber
3. Betätigung über Diagnose-Tester
4. Fenster öffnen durch Crashentlüftung
5. Komfortöffnen-/schließen über Senderschlüssel (A8/1)
6. Komfortöffnen-/schließen über die Umluftfunktion
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Die Funktio elektrische Fensterheber umfasst folgende Teilfunktionen:
Funktionsablauf Normieren
Funktionsablauf Manueller Hoch- und Tieflauf
Funktionsablauf Automatischer Hoch- und Tieflauf
Funktionsablauf Überschusskraftbegrenzung
Funktionsablauf Einklemmschutz
Funktionsablauf Thermoschutz
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Funktionsablauf Normieren
Das Normieren ist das Einlernen des oberen mechanischen Endanschlags (Nullpunkt) der Seitenscheibe in das jeweilige Steuergerät Vordertür oder Steuergerät Fondtür (bei Typ 204.0/2/9). Die entsprechende Seitenscheibe muss hierzu mittels manuellem Hochlauf vollständig geschlossen werden. Nach Entfallen der Anforderung senkt sich die Scheibe um ca. s =20 mm ab.
Nun muss innerhalb von t= 4 s eine erneute Anforderung für ein manuelles Schließen erfolgen und bei Erreichen des oberen mechanischen Endanschlags der Seitenscheibe für t > 300 ms weiterhin anliegen.
Der Positionszähler des jeweiligen Steuergeräts Vordertür oder Steuergeräts Fondtür (bei Typ 204.0/2/9) wird auf z = 0 gesetzt und der Normiervorgang ist abgeschlossen.
Der Positionszähler des jeweiligen Steuergeräts Vordertür oder Steuergeräts Fondtür (bei Typ 204.0/2/9) wertet die Signale des in den Fensterhebermotor integrierten Hallsensors aus.
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Beim "Öffnen" der Seitenscheibe wird der Zählerstand des Positionszählers erhöht, beim "Schließen" verringert.
Das Verhältnis von Zählerstand (z) zu Ankerumdrehung des Fensterhebermotors (AU) beträgt: i = z : AU = 4 : 1
Bei folgenden Ereignissen werden die elektrischen Fensterheber entnormiert:
– Eines der Steuergeräte Vordertür oder Steuergeräte Fondtür (bei Typ 204.0/2/9) erkennt einen Positionszählerstand, der größer ist als der maximale Verstellweg.
– Eines der Steuergeräte Vordertür oder Steuergeräte Fondtür (bei Typ 204.0/2/9) erkennt einen Positionszählerstand, der über die Nullpunkttoleranz des gespeicherten Nullpunkts hinausreicht.
– Eines der Steuergeräte Vordertür oder Steuergeräte Fondtür (bei Typ 204.0/2/9) erkennt bei einer Ansteuerung des Fensterhebermotors keine Hallsensor-Signale.
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Die Ursache für die Entnormierung wird im jeweiligen Steuergerät Vordertür oder Steuergerät Fondtür (bei Typ 204.0/2/9) gespeichert.
Bei entnormierten elektrischen Fensterhebern ist nur noch der manuelle Hoch- und Tieflauf möglich.
Die Normierung ist eine Grundvoraussetzung, um die gesamte Funktionalität der elektrischen Fensterheber nutzen zu können.
Funktionsablauf Manueller Hoch- und Tieflauf
Der entsprechende Schalter Fensterheber muss bis zum ersten Rastpunkt oder darüber hinaus in Richtung "Öffnen" oder "Schließen" betätigt und gehalten werden.
Die Ansteuerung erfolgt so lange, wie die entsprechende Anforderung anliegt oder bis der untere bzw. obere Anschlag erreicht ist. Eine Ansteuerung ist auf maximal t = 25 s begrenzt.
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Typ 204:
Die Signale des Schalters elektrischer Fensterheber vorn links in der Schaltergruppe elektrischer Fensterheber und Außenspiegeleinstellung, Fahrerseite werden über Tür-LIN links vom Steuergerät Vordertür links eingelesen. Das Steuergerät Vordertür links steuert daraufhin den Fensterhebermotor Vordertür links an. Die Signale des Schalters elektrischer Fensterheber, Beifahrerseite werden entsprechend vom Steuergerät Vordertür rechts eingelesen. Das Steuergerät Vordertür rechts steuert daraufhin den Fensterhebermotor Vordertür rechts an.
Typ 204.0/2/9:
Die Signale des Schalters elektrischer Fensterheber hinten links an der Fondtür links werden entsprechend vom Steuergerät Fondtür links eingelesen. Das Steuergerät Fondtür links steuert daraufhin den Fensterhebermotor Fondtür links an. Die Signale des Schalters elektrischer Fensterheber hinten rechts an der Fondtür rechts werden entsprechend vom Steuergerät Fondtür rechts eingelesen.
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Das Steuergerät Fondtür rechts steuert daraufhin den Fensterhebermotor Fondtür rechts an.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Automatischer Hoch- und Tieflauf
Elektrische Fensterheber normiert
Funktionsablauf Automatischer Hoch- und Tieflauf
Der entsprechende Schalter Fensterheber muss kurz über den ersten Rastpunkt hinaus in Richtung "Öffnen" oder "Schließen" betätigt und wieder losgelassen werden.
Der weitere Funktionsablauf entspricht dem des manuellen Hoch- und Tieflaufs.
Die Ansteuerung der Fensterhebermotoren wird beim Erreichen des unteren oder des oberen Anschlags aber automatisch beendet. Beim automatischen Hochlauf ist der Einklemmschutz immer aktiv.
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Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Überschusskraftbegrenzung
Seitenscheibenposition im Bereich von s = 4 bis 230 mm lichte Öffnung
Elektrische Fensterheber normiert
Funktionsablauf Überschusskraftbegrenzung
Erkennt das jeweilige Steuergerät Vordertür oder Steuergerät Fondtür (bei Typ 204.0/2/9) beim Schließen der Seitenscheibe einen Kraftanstieg von F > 160 N über die Stromaufnahme des Fensterhebermotors, wird dies als Einklemmen bewertet. Das Schließen wird sofort beendet und die Seitenscheibe automatisch um ca. s = 20 mm geöffnet.
Um zu verhindern, dass mechanische Schwergängigkeiten als Einklemmen bewertet werden, ist das System adaptiv ausgelegt. Das bedeutet, dass das System eine Schwergängigkeit an der erhöhten Stromaufnahme des jeweiligen Fensterhebermotors erkennt und daraufhin für die nächste Anforderung F = 10 N mehr an Kraftaufwand berechnet.
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Damit ist eine konstante Geschwindigkeit beim Hoch- und Tieflauf des elektrischen Fensterhebers auch bei fortgeschrittenem Verschleiß bzw. bei äußeren Einflüssen wie Feuchtigkeit und Vereisung gewährleistet. Die Adaption ist auf den Maximalwert von F = 80 N begrenzt.
Die Funktion Überschusskraftbegrenzung wird abhängig von der Art des Hochlaufs (automatisch oder manuell) aktiviert.
Wenn direkt danach eine erneute Anforderung anliegt, wird die Sensibilität der Überschusskraftbegrenzung verringert. Bei erneutem Erkennen eines Einklemmens wird die Ansteuerung des Fensterhebermotors abgebrochen und die Seitenscheibe automatisch um s = 20 mm geöffnet.
Liegt nach dem 2. Stopp wieder eine Anforderung vor, erfolgt das Schließen ohne Überschusskraftbegrenzung.
Bei nicht normierten elektrischen Fensterhebern wird die Überschusskraftbegrenzung nach zwei Schließanforderungen außer Kraft gesetzt. Somit ist die Normierung am oberen Anschlag möglich.
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Mechanische Schwingungen, hervorgerufen durch schlechte Straßenverhältnisse, werden dabei nicht als Einklemmen erkannt und führen nicht zum Reversieren des Seitenscheibenhochlaufs. Die dazu erforderliche "Schlechtwegeerkennung" ist daher ab einer Geschwindigkeit von v > 8 km/h aktiv.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Einklemmschutz
Elektrische Fensterheber normiert
Funktionsablauf Einklemmschutz
Erfasst das Türsteuergerät beim Hochlauf der Seitenscheibe innerhalb von t = 150 + 20 ms keine Änderung der Hallsensorsignale, wird dies als Einklemmen bewertet. Der Hochlauf wird sofort beendet und die Seitenscheibe um s = 20 mm geöffnet. Wenn direkt danach eine erneute Anforderung anliegt, erfolgt ein erneuter Abbruch und eine anschließende Öffnung. Wenn direkt nach der 2. Anforderung eine erneute Anforderung anliegt, ist nur noch ein manuelles Schließen möglich.
Die Funktion Einklemmschutz wird abhängig von der Art des Hochlaufs (automatisch oder manuell) aktiviert.
Vor Überschreiten einer Klemmkraft von F > 100 N muss die Seitenscheibe reversieren.
Funktionsablauf Thermoschutz
Der Schutz des Fensterhebermotors wird durch einen Software-Thermoschutz im jeweiligen Türsteuergerät gewährleistet.
Die Software simuliert das Temperaturverhalten abhängig von der Betriebsdauer. Die dazu notwendigen Parameter wurden in Versuchen ermittelt und sind im jeweiligen Türsteuergerät hinterlegt.
Derzulässige Umgebungstemperaturbereich des Fensterhebermotors beträgt: T – 40 bis + 85 °C.
Referenzierte Dokumente
- gf7229p9997ce Übersicht Systembauteile Elektrische Fensterheber (EFH)
- pe7229p205097faa Funktionsschema Elektrik Fensterheber