Am Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) (N26/15) ist ein zweiter Control Area Network (CAN) vorhanden, über den zusätzlich zu den Eingängen und Ausgängen ein Datenaustausch mit dem Steuergerät PSM möglich ist. Die Daten, die über den Aufbauhersteller-CAN abgegriffen werden können, finden Sie in der Beschreibung "CAN-Matrix PSM Funktion".
Der Aufbauhersteller-CAN kann durch ein Signal aus dem Signalpool aktiviert werden, z. B. mit dem Signal 1018 (Klemme 15).
Spezifikation:
Highspeed CAN Class C, Extended CAN-Identifier (29 Bit)
Baudrate umschaltbar zwischen 250 kBit/s und 125 kBit/s
Signalformat = Intel (LSB first)
Spannung nominal = 5 V
Sende- und Empfangsgerät (Transceiver) = TJA1041 (entspricht 11898)
Abschlusswiderstand Steuergerät PSM = 120 Ω
Alle CAN-Inhalte können per Parametrierung getrennt und unabhängig voneinander aktiviert werden.
Wenn Sie nur ein weiteres Aufbauhersteller-CAN Steuergerät (außer dem Steuergerät PSM) am Aufbauhersteller-CAN anschließen, sollte in diesem ein Abschlusswiderstand von 120 Ω realisiert sein. Verwenden Sie mehrere Steuergeräte am Aufbauhersteller-CAN, so sollte das letzte Steuergerät einen Abschlusswiderstand von 120 Ω haben, alle weiteren Steuergeräte müssen einen Abschlusswiderstand von ca. 3,3 kΩ haben.
Flottenmanagementsystem (FMS)
Das FMS beinhaltet nur vom Steuergerät PSM zu sendende Botschaften.
Inhalte sind z. B. folgende Fahrzeuginformationen:
Geschwindigkeit
Motorwerte
Fahrerinformationen
ISO11992-2/3
Diese Norm beinhaltet Sende- und Empfangsbotschaften. Die Sendebotschaften enthalten ähnliche Informationen wie bei FMS, ergänzt um einige Motorinformationen. Die vom Steuergerät PSM empfangenen Signale werden im Signalpool abgelegt und können z. B. bei der Arbeitsdrehzahlregelung verwendet werden.
Frei belegbare Botschaften
Dem Anwender stehen folgende frei belegbare Botschaften zur Verfügung:
In Senderichtung 4 Botschaften: GPM_1H, GPM_1I, GPM_1J, GPM_1K
In Empfangsrichtung 4 Botschaften: GPM_2H, GPM_2I, GPM_2J, GPM_2K
Um den Inhalt eines PSM-Signals auf dem Aufbauhersteller-CAN zusenden, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
Es muss ein passender interner Eingang des Moduls "Aufbauhersteller-CAN" ausgewählt sein
Diesem internen Eingang muss die passende Signal-ID aus dem Signal-Pool zugewiesen werden
Die Empfangssignale werden zur weiteren Verwendung im Signal-Pool abgelegt. Die Signale werden bezeichnet mit "AuxBit, AuxByte" etc.
Zur Aktivierung der frei belegbaren Botschaften muss zusätzlich das Botschaftspaket "ISO11992-2/3" aktiviert werden. Sonst werden die Sendebotschaften des Steuergeräts PSM (GPM_1H, GPM_1I, GPM_1J und GPM_1K) nicht versendet.
Aufbau der Botschaften:
8-Bitsignale
2-Bytesignale
2 2-Bytesignale
Zykluszeiten der gesendeten Botschaften:
2-mal mit 100 ms
1-mal mit 500 ms
1-mal mit 1000 ms
Die genauen Inhalte können Sie der "CAN-Matrix" in den Dokumenten "CAN-Matrix PSM Funktion" entnehmen.
Parametrierung zur Aufbauhersteller-CAN-Freigabe
Folgende Parameter müssen bei der Verwendung des Aufbauhersteller-CAN gesetzt werden:
Aufbauhersteller-CAN aktiv oder inaktiv
Botschaftspaket "FMS-Standard" aktiv oder inaktiv
Botschaftspaket "ISO11992-2/3" aktiv oder inaktiv
Baudrate 125 kBit/s oder 250 kBit/s
Aktivierung der freien Botschaften (Signalgruppe 1 bis 4)
Referenzierte Dokumente
- gf5421d9999p Übersicht Systembauteile Parametrierbares Sondermodul (PSM) Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion