gf5410p0010fgh

Stationäres Laden Funktion

Typ gf · Thema 54.10 · Version 0101 · 2017-11-02

Gültig für: Typ 213.016/216 mit Motor 654.920 Typ 213.050 mit Motor 274.9 Typ 213.053/153 mit Motor 274.920

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 54 Elektrische Anlage, Ausrüstung und Instrumente › 54.10 Batterie, Spannungsversorgung, Spannungswandler — Baureihe 213 (Baumuster 016, 050, 053, 153, 216) · Baureihe 654 (Baumuster 920)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 274 9**, 274 920

GF54.10-P-0010FGH

Stationäres Laden Funktion

02.11.2017

Typ

213.016/216 mit Motor 654.920

Typ

213.050 mit Motor 274.9

Typ

213.053/153 mit Motor 274.920

Funktionsvoraussetzung Stationäres Laden Funktion

Wählhebelstellung "P" oder "N"

Stationäres Laden allgemein

Durch Anschließen des Ladekabels an die Steckdose Einspeisung Ladegerät (X58/23) und an das private (stationärer Hausanschluss) oder an ein öffentliches Stromnetz (Ladestation) wird die Hochvoltbatterie (A100g1) extern aufgeladen. An diesem externen Ladevorgang sind primär folgende Bauteile beteiligt und kommunizieren über den CAN­Verbund miteinander:

Steuergerät Antriebsstrang (N127)

Ladegerät (N83/5)

Steuergerät Batteriemanagementsystem (N82/2)

Hochvoltbatterie

Steuergerät CDI (N3/9) (bei Dieselmotor)

Steuergerät ME (N3/10) (bei Benzinmotor)

Steckdose Einspeisung Ladegerät

Kombiinstrument (A1)

Stationäres Laden Funktionsablauf

Die beim Ladevorgang entstehende Wärme wird über den Niedertemperatur­Kreislauf 2 abgeführt. Nähere Informationen sind im Dokument "Kühlung Hochvoltsystem Funktion" beschrieben.

Der Fahrer hat die Möglichkeit, die Abfahrtszeit und den maximalen Ladestrom über das Kombiinstrument selbst zu bestimmen. Ihm stehen hierzu folgende zwei Lademöglichkeiten zur Verfügung:

Sofortladen

Laden mit Abfahrtszeit

Sofortladen

Wurde "Sofortladen" im Kombiinstrument angewählt, wird die Hochvoltbatterie sofort mit der zur Verfügung stehenden Energie aus dem Stromnetz aufgeladen.

Laden mit Abfahrtszeit

Wurde "Laden mit Abfahrtszeit" im Kombiinstrument angewählt, wird die Hochvoltbatterie ebenfalls mit der zur Verfügung stehenden Energie aus dem Stromnetz geladen. Die Einstellung der Abfahrtszeit ist für die Nutzung der Standklimatisierung relevant und stellt bei einem optimierten Ladevorgang das Ende des Ladevorgangs dar.

Ladevorgang

Der gesamte Ladevorgang wird überwacht. Das Ladegerät und die Energiequelle (z. B. Ladestation) kommunizieren dabei über eine Datenleitung im Ladekabel (Control Pilot (CP)). Beim Laden an einer Netzsteckdose muss der Ladestrom ggf. begrenzt werden, um das lokale Stromnetz nicht zu überlasten. Der maximal zulässige Ladestrom kann deshalb über die Kontrollbox im Ladekabel oder alternativ über das Kombiinstrument im Fahrzeug eingestellt werden. Im Kombiinstrument wird der zuletzt gewählte Wert bis zur erneuten Änderung beibehalten.

Das stationäre Laden gliedert sich in folgende Unterfunktionen:

Verriegeln der Steckdose Einspeisung Ladegerät

Aufladen

Verriegeln der Steckdose Einspeisung Ladegerät

Nach dem korrekten Einstecken des Ladekabels in die Steckdose Einspeisung Ladegerät, signalisiert durch die weiß leuchtende Ver- bzw. Entriegelungs­LED (Symbol „geöffnetes Schloss“) an der Steckdose Einspeisung Ladegerät, wird diese über den Stellmotor der elektrischen Verriegelung verriegelt (Ver- bzw. Entriegelungs­LED erlischt und die Ladekontroll LED leuchtet), um ein unbeabsichtigtes Abziehen des Ladekabels am Fahrzeug zu verhindern.

Wenn das Ladekabel nach einem Ladevorgang an der Fahrzeugsteckdose nicht auszustecken ist (im Fehlerfall), kann der Stellmotor der elektrischen Verriegelung mit einem Notentriegelungszug entriegelt werden. Der Notentriegelungszug befindet sich an der rechten Kofferraumkante. Durch das Ziehen am Notentriegelungszug der mechanischen Notentriegelung wird die Drehscheibe der mechanischen Notentriegelung verdreht und der Ladekabelstecker entriegelt.

Aufladen

Hat das Steuergerät Antriebsstrang die Wählhebelstellung "P" und den Status "Ladekabel gesteckt" erhalten, erteilt es die Ladefreigabe. Der Ladevorgang wird gestartet. Je nach Verfügbarkeit findet die Aufladung am 230­V­Wechselstromnetz mit einer Phase oder am 400­V­Drehstromnetz mit zwei Phasen statt. Der eingeleitete Ladevorgang wird durch das grüne Blinken der Ladekontroll­LED an der Steckdose Einspeisung Ladegerät angezeigt. Ist der Ladevorgang beendet, leuchtet die Ladekontroll­LED dauerhaft grün.

Treten vor oder während des Aufladens Fehler auf, blinkt die Ladekontroll­LED der Steckdose Einspeisung Ladegerät rot.

Die weiteren Zustände der Kontroll­LED und Ver- bzw. Entriegelungs­LED und deren Ursachen befinden sich in der nachfolgenden Tabelle.

Im Bedarfsfall wird die Bordnetzbatterie (G1) über den DC/DC­Wandler ebenfalls aufgeladen.

Anzeigekonzept der LEDs an der Steckdose Einspeisung Ladegerät

Anzeige Ver- bzw. Entriegelungs­LED

Zustand

Ursachen

Weiß (ständig leuchtend) mit Symbol „geöffnetes Schloss“

entriegelt

Anzeige entsprechend der Entriegelung des Ladekabelsteckers;
Fahrzeug entriegelt (bereit zum Stecken des Ladekabelsteckers);
Wenn Ladekabelstecker gesteckt, Fahrzeug entriegelt (bereit zum Ziehen);
Wenn innerhalb von 10 s der Ladekabelstecker nicht gezogen wird, wird automatisch verriegelt.

Weiß (ständig leuchtend) mit Symbol „geöffnetes Schloss“ in Verbindung mit Kontroll­LED (grün, orange, rot)

entriegelt

Bei gestecktem Ladekabelstecker zusätzlich Anzeige des aktuellen Ladestatus nach Entriegelung;
Mögliche Zustände siehe Zeilen zur Kontroll­LED

Keine Anzeige

verriegelt

Ladekabelstecker ist verriegelt;
10 s seit dem Anstecken des Ladekabelsteckers sind vergangen.

Weiß (90 s hochfrequent blinkend) mit Symbol „geöffnetes Schloss“
anschließend geht die Anzeige aus

Störung

Verriegelung nicht richtig verschlossen;
Ladekabelstecker nicht richtig gesteckt

Grün, orange oder rot leuchtende Kontroll-LED

Aus

Keine Aktivität

-

Orange (blinkend)

Verbindungsaufbau

-

Orange (ständig leuchtend)

Verbindung hergestellt

-

Grün (blinkend)

Hochvoltbatterie wird aufgeladen.

-

Grün (ständig leuchtend)

Hochvoltbatterie ist vollständig aufgeladen.

-

Rot (hochfrequent blinkend)

Störung

-

Übersicht der Ladezeiten

Lademöglichkeiten

Ladekabel Mode 2
1,8 kW

Ladekabel Mode 2
3 kW

Ladekabel Mode 2
3,6 kW (in Verbindung mit CEE-Stecker)

Ladekabel Mode 3
3,6 kW

Private Lademöglichkeit
1 Phase

285 min

165 min

135 min

-

Private Lademöglichkeit
3 Phasen

-

-

-

135 min

Öffentliche Lademöglichkeit
3 Phasen

-

-

-

135 min

Funktionsschema Elektrik Stationäres Laden

PE54.10-P-2073-97DBH

Kühlung Hochvoltsystem Funktion

GF20.00-P-2220FGH

Übersicht Systembauteile Hybridantriebssystem

GF08.30-P-9999FGH

Referenzierte Dokumente