P47.30-2162-09
Schematische Darstellung |
1 | Aktivkohlebehälter Kammer 1 | 75 | Kraftstoffbehälter | Y58/1 | Umschaltventil Regenerierung | ||
2 | Aktivkohlebehälter Kammer 2 | 75/1 | Betankungsventil, Druckbegrenzungsventil und Entlüftungsventil | Y58/4 | Absperrventil Aktivkohlebehälter | ||
3 | Aktivkohlebehälter Kammer 3 | 75/2 | Be- und Entlüftungsventil | A | Be- und Entlüftungsleitung | ||
45 | Einfüllstutzen | 77 | Aktivkohlebehälter | B | Regenerierleitung | ||
58 | Dämpferbehälter | B4/3 | Drucksensor Kraftstoffbehälter |
Bei Fahrzeugen bis Modell-J. 2016 ist unabhängig von der Ausstattung nur ein Fahrwerk-CAN vorhanden.
Bei Fahrzeugen ab Modell-J. 2016 sind je nach Ausstattung zwei Fahrwerk-CAN-Varianten vorhanden.
Variante 1
Hat das Fahrzeug keine der in Variante 2 genannten Ausstattungscodes, ist wie bis Modell-J. 2016 nur ein Fahrwerk-CAN (CAN E) vorhanden.
Variante 2
Hat das Fahrzeug einen der folgenden Ausstattungscodes, sind zwei Fahrwerk-CANs (Fahrwerk-CAN 1 (CAN E1), Fahrwerk-CAN 2 (CAN E2)) vorhanden:
CODE 218 (Rückfahrkamera)
CODE 234 (Totwinkel-Assistent)
CODE 459 (Stahlfederung mit Verstelldämpfung)
CODE 475 (Reifendruckkontrolle)
CODE 476 (Spurhalte-Assistent)
CODE 513 (Geschwindigkeitslimit-Assistent)
CODE 614 (Bi-Xenon-Scheinwerfer)
CODE 615 (Bi-Xenon-Scheinwerfer mit aktivem Kurvenlicht)
CODE 618 (Bi-Xenon Scheinwerfer)
CODE 621 (Intelligent Light System (Linksverkehr))
CODE 622 (Intelligent Light System)
CODE 631 (Scheinwerfer LED statisch Linksverkehr)
CODE 632 (Scheinwerfer LED statisch Rechtsverkehr)
Funktionsvoraussetzungen Regeneriersystem mit Dichtheitsprüfung allgemein
Motor im Leerlauf
Fahrzeugstillstand
Fahrstufe "D" oder "R" (bei CODE 429 (Doppelkupplungsgetriebe)) vom Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung (Y3/14n4) über Antriebs-CAN (CAN C)
Sperrzeit nach Motorstart abgelaufen (ca. 3 min) oder Selbstanpassung der Gemischbildung erfolgt
Ansauglufttemperatur über Temperatursensor Ladeluft vor Drosselklappe (B17/7) und Temperatursensor Ladeluft nach Drosselklappe (B17/9) < 45 °C
Lambdaregelung frei gegeben
Kühlmitteltemperatur über Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4) Motorstart < 100 °C
Luftdruck > 780 hPa (d. h., über ca. 2500 m Höhenlage erfolgt keine Prüfung)
Geringe Beladung des Aktivkohlebehälters
Kraftstoffstand im Kraftstoffbehälter zwischen ca. 1/4 und 3/4, Signal von Füllstandssensor Kraftstoffbehälter Kraftstoffanzeige, rechts (B4/2) vom Steuergerät SAM (N10) zum Kombiinstrument (A1) über den Innenraum-CAN (CAN B), vom Kombiinstrument über den Fahrwerk-CAN zum Steuergerät ME (N3/10) oder vom Kombiinstrument über den Fahrwerk-CAN 2, das Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) und den Fahrwerk-CAN 1 zum Steuergerät ME
Kein Fehler am Sensorelement Lambdasonde nach Katalysator (G3/1b1)
Kein Fehler am Sensorelement Lambdasonde vor Katalysator (G3/2b1)
Kein Fehler am Absperrventil Aktivkohlebehälter
Kein Fehler am Füllstandssensor Kraftstoffbehälter Kraftstoffanzeige, rechts
Kein Fehler am Umschaltventil Regenerierung
Batteriespannung > 11 V
Regeneriersystem mit Dichtheitsprüfung allgemein
Der Gesetzgeber verlangt, dass keine Kraftstoffdämpfe ins Freie gelangen.
Die Dichtheitsprüfung der Kraftstoffverdunstungsanlage muss in drei Stufen erfolgen (Wirkungskette) und dabei folgende Lecks erkennen:
Grobleck (Leck gleich oder größer als Ø 2,5 mm)
Feinleck (Leck gleich oder größer als Ø 1 mm)
Feinstleck (Leck gleich oder größer als Ø 0,5 mm)
Regeneriersystem mit Dichtheitsprüfung Funktionsablauf
Der Funktionsablauf ist in folgende Punkte gegliedert:
Funktionsablauf Prüfung auf Grobleck-Feinleck
Funktionsablauf Prüfung auf Grobleck-Feinstleck
Funktionsablauf Prüfung auf Grobleck-Feinleck
Bei der Prüfung auf Grobleck schließt das Absperrventil Aktivkohlebehälter und das Umschaltventil Regenerierung öffnet. Der Saugrohrunterdruck gelangt zum Kraftstoffbehälter. Dadurch baut sich im Kraftstoffbehälter ein Unterdruck auf, der vom Drucksensor Kraftstoffbehälter erfasst wird.
Kommt es im Kraftstoffbehälter zu keinem Unterdruckaufbau (ca. -6 mbar innerhalb von ca. 12 s), liegt eine größere Undichtheit vor (z. B. Tankdeckel offen, Schlauchleitung lose).
Die Prüfung wird abgebrochen und der Fehler "Grobleck" wird im Fehlerspeicher gespeichert.
Erkennt das Steuergerät ME ein grob undichtes System, wird über den Fahrwerk-CAN oder über Fahrwerk-CAN 1, das Steuergerät elektronisches Zündschloss und den Fahrwerk-CAN 2 die Warnleuchte Kraftstoffreserve (A1e4) im Kombiinstrument angesteuert (Warnleuchte blinkt).
Die zusätzliche Meldung "CHECK FILLER CAP" wird im Multifunktions-Display (A1p13) ausgegeben, wenn eine Betankung > 25 l erkannt wird. Ansonsten wird nur der Fehler "Grobleck" im Fehlerspeicher gespeichert.
Bei der Prüfung auf Feinleck wird erneut ein Unterdruck von ca. -6 mbar aufgebaut und das System luftdicht verschlossen. Anschließend wird der Unterdruck für ca. 30 s ausgewertet. Der Unterdruck darf sich nicht schneller als 0,3 bis 0,5 mbar/s (abhängig vom Kraftstoffstand) abbauen. Sinkt der Unterdruck schneller, liegt ein Feinleck vor.
Die Prüfung wird abgebrochen und der Fehler "Feinleck" wird gespeichert.
Ist keine Undichtheit für Fehler "Grobleck" zu finden (bei einem Leck Ø > 2,5 mm zischt es deutlich), den Drucksensor Kraftstoffbehälter erneuern.
Funktionsablauf Prüfung auf Grobleck-Feinstleck
Wurde kein "Feinleck" erkannt, wird die Regenerierung kurz frei gegeben und anschließend wieder der Unterdruck von ca. -6 mbar aufgebaut. Bei geschlossenem System darf sich der Unterdruck nicht schneller als 0,10 bis 0,15 mbar/s (abhängig vom Kraftstoffstand) abbauen. Baut sich der Unterdruck schneller ab, wird der Fehler "Feinstleck" gespeichert.
Der Unterdruckabbau hängt vom Kraftstoffstand im Kraftstoffbehälter und von der Ausgasung des Kraftstoffs ab. Die Ausgasung des Kraftstoffs wird kurz vor der Prüfung vom Drucksensor Kraftstoffbehälter gemessen und bei der Fehleraussage berücksichtigt.
Nach den Prüfungen wird das Absperrventil Aktivkohlebehälter wieder geöffnet.
Die Prüfung auf Fein- und Feinstleck wird abgebrochen, wenn während des Unterdruckaufbaus eine zu große Magerkorrektur der Lambdaregelung erfolgt.
Das Umschaltventil Regenerierung wird durch das Ansteuern gleichzeitig auf seine Funktion geprüft. Klemmt das geschlossene Umschaltventil, wird der Fehler "Grobleck" gespeichert.
Bei erkannten Fehlern werden diese vom Steuergerät ME im Fehlerspeicher gespeichert und die Kontrollleuchte Motordiagnose (A1e58) über den Fahrwerk-CAN oder über den Fahrwerk-CAN 1, das Steuergerät elektronisches Zündschloss und Fahrwerk-CAN 2 im Kombiinstrument angesteuert.
Referenzierte Dokumente
- gf0770p9998mt Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung
- gf0770p9998mta Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung
- gf0770p9998mtc Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung