gf4240p1001a

Traktionsregelung Grundfunktion

Typ gf · Thema 42.40 · Version 0101 · 2020-06-22

Gültig für: Typ alle (PKW)

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 42 Bremsen-Hydraulik und Mechanik › 42.40 Antriebsschlupfregelung (ASR) — Baureihe 900 (Baumuster 9**) · Baureihe 902 (Baumuster 9**) · Baureihe 904 (Baumuster 918, 919, 924, 925, 938, 943, 957) · Baureihe 906 (Baumuster 917, 918, 924, 953)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 139 ***, 254 ***, 256 ***, 272 ***, 276 ***, 282 ***, 457 9**, 541 9**, 542 9**, 608 ***, 700 4**, 700 420, 700 421, 700 422, 700 423, 715 3**, 715 5**, 722 6**, 722 9**, 724 ***, 724 0**, 724 033, 724 044, 724 045, 724 1**, 724 103, 724 114, 724 115, 724 120, 725 ***, 725 0**, 725 035, 725 037, 725 038, 725 085, 725 1**, 739 390, 739 391, 739 395, 739 396, 739 397, 739 398, 739 399, 740 698, 743 3**, 743 4**, 743 498, 746 971, 924 9**, 924 910, 925 9**, 926 9**

GF42.40-P-1001A

Traktionsregelung Grundfunktion

22.06.2020

Typ

alle (PKW)

Übersicht

Dieses Dokument enthält Informationen zu:

Allgemeines

Funktionsvoraussetzungen

Funktion

Allgemeines

Die Traktionsregelsysteme bestehen aus Antriebsschlupfregelung (ASR) und Elektronisches Traktionssystem (ETS). Dabei übernimmt die ASR die Steuerung des Antriebsmoments und das ETS die Steuerung des Bremsmoments. Die Traktionsregelung verhindert das Durchdrehen der Antriebsräder im Fahrbetrieb. Zusätzlich bewirkt die Traktionsregelung eine verbesserte Fahrstabilität bei erhöhter Traktion über den gesamten Geschwindigkeitsbereich.

Die Traktionsregelung verhindert folgende Zustände:

Einseitiges Durchdrehen der Antriebsräder beim Anfahren und Beschleunigen

Kurzzeitiges, beidseitiges Durchdrehen der Antriebsräder bei Kurvenfahrt

Funktionsvoraussetzungen

Antriebsstrang betriebsbereit

Motor in Betrieb

Brems- und Traktionssystem funktionsfähig

Funktion

Das Durchdrehen der Antriebsräder wird radselektiv über die Signale der Drehzahlsensoren vom Steuergerät ESP® erfasst. Drehen die Antriebsräder durch, wird das Antriebsmoment über das Motormanagement reduziert.

Erkennt das Steuergerät ESP® durch die Raddrehzahlsignale durchdrehende Räder, wird am durchdrehenden Rad automatisch der notwendige Bremsdruck durch die Hydraulikeinheit Traktionssystem aufgebaut. Die durchdrehenden Räder werden somit abgebremst. Durch die entstehende Sperrdifferenzialwirkung verschiebt sich gleichzeitig das Antriebsmoment zu den nicht durchdrehenden Rädern.

Um einen kontrollierbaren Fahrzustand zu erhalten, erfolgt parallel zu den radselektiven Bremseingriffen eine Drehmomentreduzierung durch das Steuergerät Verbrennungsmotor. Um ein Zurückschalten zu verhindern, sendet das Steuergerät Verbrennungsmotor den Status des ESP® Eingriffs an das Steuergerät vollintegrierte Getriebesteuerung.

Stimmt eine Radgeschwindigkeit nicht mit der Fahrzeuggeschwindigkeit überein, signalisiert das die Warnleuchte ESP® im Kombiinstrument. Die Warnleuchte ESP® weist den Fahrer darauf hin, dass er sich mit seinem Fahrzeug der fahrphysikalischen Grenze annähert.

Es wird laufend überprüft, ob das vom Fahrer über den Fahrpedalsensor vorgegebene Antriebsmoment wieder zugelassen werden kann, z. B. infolge verbesserter Fahrbahngriffigkeit.

Steuergeräte

Steuergerät Verbrennungsmotor Grundfunktion

Typ alle (PKW)

GF07.08-P-9890A

Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Grundfunktion

Typ alle (PKW)

GF42.45-P-9890A

Bauteile

Elektrohydraulische Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung Grundfunktion

Typ alle mit Getriebe 724.0/1

GF27.19-P-2003A

Fahrpedalsensor Grundfunktion

Typ alle (PKW)

GF30.20-P-2000A

Raddrehzahlsensoren Grundfunktion

Typ alle (PKW)

GF42.30-P-2007A

Referenzierte Dokumente