gf2660y2001a

Mechanische Schaltung Funktion

Typ gf · Thema 26.60 · Version 0103 · 2019-11-07

Gültig für: Getriebe 400.720 im Typ 400.216/241/243/262/281

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 26 Mechanisches Getriebe › 26.60 Schaltung — Baureihe 400 (Baumuster 216, 241, 243, 262, 281, 720)

GF26.60-Y-2001A

Mechanische Schaltung Funktion

09.10.2019

Getriebe

400.720 im Typ 400.216/241/243/262/281

Mechanische Schaltung Funktion

Schaltschema

A

Geländegänge

B

Straßengänge

Y26.00-0045-01

Mechanische Schaltung Funktion

Geländegangbetrieb

Y26.00-0027-05

Mechanische Schaltung Funktion

Y26.00-0028-05

Mechanische Schaltung Funktion

Straßengangbetrieb

Y26.00-0029-05

Mechanische Schaltung Funktion

Y26.00-0030-05

Funktionsprinzip

Anforderungen an das Getriebe

Motordrehmoment gemäß den Drehzahl- und Lastbedingungen übertragen und vervielfachen

Rückwärtsfahrt ermöglichen

Antrieb von Zusatzeinrichtungen über einen Nebenabtrieb ermöglichen

Schaltschema

Das Schaltschema des Getriebes G131 ist eindeutig und bedienfreundlich. Das Getriebe verfügt über neun Vorwärtsgänge und einen Kriechgang mit einem Rückwärtsgang.

Das Hauptgetriebegehäuse bietet nur vier Vorwärtsgänge und einen Kriechgang. Durch die spezielle Ausführung des Planetengetriebes werden alle vier Vorwärtsgänge als Gelände- und Straßengänge verdoppelt, wodurch sich acht Übersetzungen ergeben. Die Schaltung wird pneumatisch unterstützt. Durch die Bereitstellung von Druckluft an zwei verschiedenen Anschlüssen wird das Planetengetriebe so geschaltet, dass Straßen- und Geländegänge zur Verfügung gestellt werden können.

Geländegangbetrieb

Wenn der Fahrer einen der Geländegänge wählt und einlegt (erster, zweiter, dritter oder vierter Gang), lässt die Schalteinheit Druckluft durch den Anschluss 45 strömen, wodurch der Schaltkolben in Rückwärtsrichtung bewegt wird. Da die Schaltgabel drehbar gelagert ist, bewegt sie sich in Vorwärtsrichtung und blockiert damit die Drehung des Zahnkranzes im Zahnkranzträger. Wenn das anhand einer Verzahnung auf der Schaltwelle montierte Sonnenrad sich dreht (im Uhrzeigersinn), treibt es die Planetenräder an, die wiederum versuchen, den Zahnkranz zu drehen. Da der Zahnkranz jedoch mit dem Zahnkranzträger am Gehäuse arretiert ist, drehen sich die Planetenräder im Zahnkranz (während der Zahnkranz stillsteht) und treiben den Planetenradträger an, der die Kraft auf die Abtriebswelle überträgt. Auf diese Weise wird eine Planetengetriebeuntersetzung bereitgestellt. Im Geländegangbetrieb stellt das Getriebe eine niedrige Drehzahl und ein hohes Drehmoment zur Verfügung.

Straßengangbetrieb

Wenn der Fahrer einen der Straßengänge einlegt (5., 6., 7. oder 8. Gang), lässt die Schalteinheit Druckluft durch den Anschluss 44 strömen, wodurch der Schaltkolben in Vorwärtsrichtung bewegt wird. Die Schaltgabel bewegt sich rückwärts und gibt damit die Drehung des Zahnkranzes frei, wodurch der Zahnkranz mit dem Planetenradträger durch die Synchroneinheit betätigt wird. In diesem Zustand, d. h., wenn sich das Sonnenrad dreht, drehen sich die Planetenräder, der Zahnkranz und der Planetenradträger als Einheit und stellen auf diese Weise den Abtrieb ohne Planetengetriebeuntersetzung bereit. Das Drehmoment der Schaltwelle wird damit direkt und ohne Getriebeuntersetzung an die Abtriebswelle übertragen. Im Straßengangbetrieb stellt das Getriebe daher eine hohe Drehzahl und ein niedriges Drehmoment zur Verfügung.