S07.52-3027-06
Aufgabe
Erhöht den Wirkungsgrad des Katalysators.
Allgemeines
Bei Abgasreinigungsanlagen mit Lambda-Regelung und Dreiwege-Katalysator erfolgt die Anpassung der Gemischzusammen-setzung entsprechend dem Sauerstoff-gehalt im Abgas, welcher von der O2-Sonde (R22) an das Steuergerät PMS (A13) über-mittelt wird.
Aufbau
1 Katalysator
A13 Steuergerät PMS
R22 O2-Sonde (Lambda-Sonde)
Y16-Y19 Kraftstoff-Einspritzventile
Die Schadstoffumsetzung im Dreiwege-Katalysator erfolgt durch zwei chemische Vorgänge (Oxidation, Reduktion). Dazu muß die Gemischzusammensetzung ständig zwischen „fett” (Sauerstoff-mangel) und „mager” (Sauerstoffüberschuß) in einem engen Streubereich um das stöchiometrische Kraftstoff-Luft-Verhältnis (λ=1) pendeln.
Das stöchiometrische Kraftstoff-Luft-Verhältnis ist das zur voll-ständigen Verbrennung theoretisch notwendige Massenverhältnis von 1 kg Kraftstoff zu 14,7 kg Luft. Die Luftzahl bzw. das Luft-verhältnis Lambda [λ] gibt an, wieweit das tatsächlich vorhandene Kraftstoff-Luft-Gemisch vom theoretisch notwendigen abweicht.
Luftverhältnis Lambda (λ)
zugeführte Luftmasse
λ =
theoretischer Luftmassenbedarf
Chemische Vorgänge im 3-Wege Katalysator
Oxidation
CH + O2 CO2+H2O
CO + O2 CO2
Reduktion
NOx + CO N2+CO2
Aufbau/Funktion
Die O2-Sonde (R22) reagiert auf den Sauer-stoffanteil im Abgas und übermittelt ein entsprechendes Spannungssignal an das Steuergerät PMS (A13), welches daraufhin die Einspritzzeit der Einspritzventile (Y16-Y19) verlängert bzw. verkürzt. Dadurch verändert sich die Gemischzusammen-setzung. Dieser Vorgang wiederholt sich ständig (Regelkreis).
Ablauf bei geschlossenem Regelkreis
Einspritzmenge vergrößert
fettes Gemisch
O2-Sonde
Spannung (V)
> Sollwert
Steuergerät magert Gemisch ab
Steuergerät fettet Gemisch an
O2-Sonde
Spannung (V)
< Sollwert
viel O2 im Abgas
mageres Gemisch
Einspritzmenge reduziert
wenig O2 im Abgas