GF07.61-P-4019MIS | Schubabschaltung ME Funktion | 25.6.09 |
MOTOR 272.9 (ausser 272.974) im TYP 221.0 /1 (ausser 221.095 /195) ab Modell-J. 2009
/AEJ 08
MOTOR 273.9 im TYP 216.3, 221.0 /1 ab Modell-J. 2009
/AEJ 08
Funktionsvoraussetzungen Schubabschaltung allgemein
Kl. 87M EIN (Motorsteuerung EIN)
Motor läuft
Fahrzeug rollt
Fahrpedal nicht betätigt
Wählhebelstellung "D" oder "R"
Fahrzeug nicht im Tempomatbetrieb bzw. DISTRONIC-Betrieb (bei DISTRONIC PLUS)
Keine zu hohen Abgastemperaturen
Schubabschaltung allgemein
Die Schubabschaltung hat im Schubbetrieb des Motors folgende Aufgaben:
– Bremswirkung des Motors erhöhen
– Kraftstoffverbrauch reduzieren
– Abgasverhalten verbessern
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Das Steuergerät ME (N3/10) führt eine Schubabschaltung abhängig von folgenden Sensoren und Signalen durch:
– Temperaturfühler Kühlmittel (B11/4)
– Geber Fahrpedal (B37), Fahrpedalstellung
– Hall-Geber Kurbelwelle (B70), Motordrehzahl
– Elektrische Steuereinheit (VGS) (Y3/8), Schaltstufe über Antriebs-CAN (CAN C)
Schubabschaltung Funktionsablauf
Das Steuergerät ME schaltet im Schubbetrieb die Kraftstoff-Einspritzventile (Y62) abhängig von der Kühlmitteltemperatur, dem eingelegten Gang und der Motordrehzahl ab, wenn das Fahrpedal nicht betätigt wird.
Die Kraftstoff-Einspritzventile werden wieder zugeschaltet, wenn das Fahrpedal betätigt wird.
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Zusätzlich wird vom Steuergerät ME durch die Stellmagnete Einlass Nockenwelle, links und rechts (Y49/4, Y49/5) und die Stellmagnete Auslass Nockenwelle, links und rechts (Y49/6, Y49/7) die Ventilüberschneidung auf ihren Minimalwert verstellt. Dadurch wird die optimale Konvertierungsrate der Katalysatoren schneller erreicht.
Nach der Schubabschaltung reichert das Steuergerät ME das Kraftstoff-Luftgemisch durch Verlängern der Einspritzzeit kurz an, um die Katalysatoren vom angereicherten Sauerstoff zu befreien.
Um beim Wiedereinsetzen der Verbrennung nach der Schubabschaltung einen sprunghaften Drehmomentanstieg zu verhindern, werden vom Steuergerät ME die Zündwinkel der Zündspulen (T1) kurzzeitig in Richtung "spät" verstellt.
Die Schubabschaltung wird bei zu hohen Abgastemperaturen unterdrückt, da der hohe Sauerstoffanteil im Abgas bei einer Schubabschaltung zu einer erhöhten Oxidation (Nachverbrennung) von Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoff führt. Die dabei entstehende zusätzliche Wärme kann die Katalysatoren überhitzen.
Referenzierte Dokumente
- gf0761p6000mis Steuergerät ME Bauteilbeschreibung
- gf0761p6000mls Steuergerät ME Bauteilbeschreibung
- pe0761p277297cab Funktionsschema Elektrik Schubabschaltung ME
- pe0761p277297sab Funktionsschema Elektrik Schubabschaltung ME