gf0761p3014mar

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung ME Funktion

Typ gf · Thema 07.61 · Version 0100 · 2008-02-21

Gültig für: MOTOR 156.981 im TYP 230.470 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOPF

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.61 Benzin-Einspritz- und Zündsystem ME — Baureihe 156 (Baumuster 981) · Baureihe 230 (Baumuster 470)

GF07.61-P-3014MAR

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung ME Funktion

21.2.08

MOTOR 156.981 im TYP 230.470 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOPF

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung ME Funktion

P07.61-2691-01

Anreicherungsrate-/Zeitdiagramm

a Start

b Abregelbeginn Nachstartanreicherung

c Beginn Warmlaufanreicherung

t Zeit

t1 Startanreicherung (Dauer z. B. 2 s)

t2 Nachstartanreicherung (Dauer z. B. 15 s bei 15 °C Kühlmitteltemperatur)

t3 Warmlaufanreicherung (Dauer entsprechend Kühlmitteltemperatur)

A Anreicherungsrate

Funktionsvoraussetzungen Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein

Kl. 87M EIN (Motorsteuerung EIN)

Motor dreht

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein

Um beim Kaltstart einen stabilen und ruhigen Motorlauf zu erreichen, wird vom Steuergerät ME (N3/10) das Kraftstoff-Luftgemisch angereichert.

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Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgende Teilfunktionen gegliedert:

Funktionsablauf Startanreicherung

Funktionsablauf Nachstartanreicherung

Funktionsablauf Warmlaufanreicherung

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Funktionsablauf Startanreicherung

Um das Starten des kalten Motors zu erleichtern, muss während des Startvorgangs mehr Kraftstoff eingespritzt werden.

Die Berechnung der Einspritzzeit für die Startanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:

– Temperaturfühler Kühlmittel (B11/4)

– Hall-Geber Kurbelwelle (B70), Motordrehzahl

– Abstellzeit des Motors

– Steuergerät EZS (N73), Signal Kl. 50 über Motorraum-CAN
(CAN C)

– Spannung Bordnetzbatterie (G1) über "Kl. 30"

Das Steuergerät ME verlängert beim Erhalten des "Kl. 50-Signals" vom Steuergerät EZS über den Motorraum-CAN die Einspritzzeit der Kraftstoff-Einspritzventile (Y62).

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Die Startanreicherung bleibt so lange aktiviert, bis eine von der Kühlmitteltemperatur abhängige Motordrehzahl überschritten wird.

Je höher die Kühlmitteltemperatur, desto geringer ist die vom Steuergerät ME berechnete Einspritzzeit.

Die Einspritzzeiten sind außerdem von der Batteriespannung abhängig. Um die Startmenge bei geringer Batteriespannung zu gewährleisten, verlängert das Steuergerät ME die Einspritzzeiten.

Unter ca. 7 V Batteriespannung ist kein Motorstart möglich.

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Funktionsablauf Nachstartanreicherung

Nach dem Kaltstart wird für kurze Zeit das Kraftstoff-Luftgemisch angereichert, damit der Motor einwandfrei durchläuft.

Der an den kalten Zylinderlaufbahnen kondensierende Kraftstoff wird durch die Nachstartanreicherung ausgeglichen.

Die Berechnung der Einspritzzeit für die Nachstartanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:

– Temperaturfühler Kühlmittel, Kühlmitteltemperatur beim Start

– Verbrennungszyklen nach Start

– Elektrische Steuereinheit (VGS) (Y3/8), Wählhebelstellung über Motorraum-CAN

– Korrekturprogrammierung mit dem DAS

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Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt.

Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzzeit der Kraftstoff-Einspritzventile.

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Funktionsablauf Warmlaufanreicherung

Nach der Start- und Nachstartanreicherung wird das Kraftstoff-Luftgemisch über die Warmlaufanreicherung weiterhin angereichert.

Der an den noch kalten Zylinderlaufbahnen kondensierende Kraftstoff wird durch die Warmlaufanreicherung ausgeglichen.

Die Berechnung der Einspritzzeit für die Warmlaufanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:

– Heißfilm-Luftmassenmesser links und rechts (B2/6, B2/7), Motorlast

– Hall-Geber Einlass Nockenwelle, links und rechts (B6/4, B6/5), Einlass-Nockenwellenstellungen

– Hall-Geber Auslass Nockenwelle, links und rechts (B6/6, B6/7), Auslass-Nockenwellenstellungen

– Temperaturfühler Kühlmittel

– Temperaturfühler Ansaugluft (B17)

– Hall-Geber Kurbelwelle, Motordrehzahl

– Korrekturprogrammierung mit dem DAS

Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt.

Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzzeit der Kraftstoff-Einspritzventile.

Die Zündwinkel der Zündspulen (T1) werden im Warmlauf von einem eigenen Kennfeld bestimmt.

Über die Stellmagnete Einlass Nockenwelle, links und rechts (Y49/4, Y49/5) und die Stellmagnete Auslass Nockenwelle, links und rechts (Y49/6, Y49/7) wird mittels der Ventilüberschneidung die Abgasrückführrate bestimmt. Da dabei die heißen Abgase die Brennräume erwärmen, erhöht sich die Kraftstoffverdampfung und die Anreicherung mit Kraftstoff kann verringert werden.

Im leerlaufnahen Bereich ist die Einspritzzeit häuptsächlich von der Kühlmitteltemperatur beim Start abhängig.

Bei Teillast ist die Motorlast entscheidend.

Sobald die Lambda-Regelung freigegeben wird, überwacht diese die Einspritzzeit.

Funktionsschema Elektrik Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung

PE07.61-P-2787-97KB

Steuergerät ME Bauteilbeschreibung

N3/10

GF07.61-P-6000MAR

Heißfilm-Luftmassenmesser Bauteilbeschreibung

B2/6, B2/7

GF07.07-P-6000MAR

Hall-Geber Nockenwelle Bauteilbeschreibung

B6/4 - B6/7

GF07.04-P-6020MAR

Temperaturfühler Kühlmittel Bauteilbeschreibung

B11/4

GF07.04-P-6040MAR

Temperaturfühler Ansaugluft Bauteilbeschreibung

B17

GF07.04-P-6070MAR

Hall-Geber Kurbelwelle Bauteilbeschreibung

B70

GF07.04-P-6220MAR

Zündkerzen Bauteilbeschreibung

R4

GF15.10-P-2000MAR

Zündspulen Bauteilbeschreibung

T1/1 - T1/8

GF15.10-P-2100MAR

Stellmagnet Nockenwelle Bauteilbeschreibung

Y49/4 - Y49/7

GF05.20-P-2100MAR

Kraftstoff-Einspritzventile Bauteilbeschreibung

Y62/1 - Y62/8

GF07.03-P-6010MAR

Referenzierte Dokumente