gf0752p3001a

Zündsystem PMS Funktion

Typ gf · Thema 07.52 · Version 0109 · 2019-11-25

Gültig für: Motor 111.920/940/941

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.52 Benzin-Einspritz- und Zündsystem PMS

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 111 920, 111 940, 111 941

GF07.52-P-3001A

Zündsystem PMS Funktion

25.11.2019

Motor

111.920/940/941

15.03.07

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1. Zündwinkel entsprechend den Eingangssignale bestimmen, Zündspulen ansteuern und Zündfunken auslösen

Das Steuergerät PMS (N3/6) wertet für die Zündwinkelbestimmung im wesentlichen folgende Signale aus:

Saugrohrdruck (Drucksensor Steuergerät PMS (N3/6))

Abgleichkupplung PMS (R16/7)

Positionsgeber Kurbelwelle (L5)

Temperaturfühler Ansaugluft (B17)

Temperaturfühler Kühlmittel (B11/3)

und unterbricht im Moment des Zündzeitpunktes masseseitig den Primärstromkreis der Zündspule.

Der Zündwinkel kann zur Zeit nur mit dem Hand-Held-Tester (HHT) geprüft werden.

2. Zündwinkelanpassung

Katalysator-Aufheizung (Warmlauf)

Um den Katalysator schneller auf Betriebstemperatur zu bringen, wird der Zündwinkel für ca. 30 Sekunden kontinuierlich nach "Spät" verstellt, wenn:

Kühlmitteltemperatur beim Start >15 °C und <40 °C

Wählhebelstellung P oder N

Gleichzeitig wird die Leerlaufdrehzahl durch die Leerlaufdrehzahlregelung auf 1150100/min erhöht.

Leerlauf

Zur Unterstützung der Leerlaufdrehzahlregelung kann der Zündwinkel bis zu 8° KW nach "Spät" bzw. "Früh" verstellt werden.

Der Eingriff durch die Zündwinkelveränderung reagiert schneller, als durch die Verstellung der Drosselklappe (Leerlaufregelung).

Schubabschaltung

Um beim Wiedereinsetzen der Verbrennung (Ansteuern der Kraftstoff-Einspritzventile) eine sprunghafte Drehmomentzunahme zu verhindern, wird der Zündwinkel kurzzeitig nach "Spät" verstellt.

Ansaugluft-/Kühlmitteltemperatur

Um die Klopfneigung bei erhöhten Ansaug- und Kühlmitteltemperaturen zu verhindern, wird der Zündwinkel bei Last in Abhängigkeit der Ansaugluft- und Kühlmitteltemperatur nach "Spät" verstellt.

Zündwinkelverstellung nach "Spät" erfolgt:

Ansauglufttemperatur >35 °C

Kühlmitteltemperatur >105 °C

Die Werte der Zündwinkelverstellung nach "Spät" von Ansaugluft- und Kühlmitteltemperatur addieren sich.

Antiruckelfunktion (nur MG)

Um das Aufschaukeln/Ruckelneigung im 1. Gang zu verhindern, wird nach einem Lastwechsel der Zündwinkel kurzzeitig nach "Spät" verstellt.

3. Überwachung Primärspannungs- und Primärstromverlauf

Um den Katalysator bei Zündungsfehlern vor thermischer Überlastung zu schützen, werden ständig überwacht:

Primärstrom der Zündspulen

Primärspannung von Klemme 1 der Zündspulen

Bei einer Fehlererkennung werden diese gespeichert und gruppenweise die entsprechenden Kraftstoff-Einspritzventile (Y62) nicht mehr angesteuert.

Als Fehler wird erkannt, wenn 50 Zündungen in Folge nicht in Ordnung sind.

Sind 255 aufeinander folgende Zündungen in Ordnung, werden die Kraftstoff-Einspritzventile (Y62) unter folgenden Bedingungen wieder zugeschaltet:

Schiebebetrieb (Schubabschaltung)

Motordrehzahl war >2500/min

4. Mehrere Zündfunken in Folge bei Start auslösen

(Mehrfunken-Zündung)

Um die Startwilligkeit des Motors zu erhöhen, wird im Zündzeitpunkt mehrfach nacheinander gezündet.

Funktion ist aktiv:

bis maximal 10° KW nach OT

Motordrehzahl <600/min

Zündsystem PMS Funktion

Zylinder 1

Zylinder 2

Zylinder 3

Zylinder 4

12

Mitnehmerscheibe/Schwungrad mit Segmenten

e

Dauermagnet

L5

Positionsgeber Kurbelwelle

N3/6

Steuergerät PMS

R4

Zündkerze

T1/1

Zündspule (Zylinder 1+4)

T1/2

Zündspule (Zylinder 2+3)

P07.52-0005-06

Zündsystem PMS Funktion

Am Signalverlauf des Positionsgebers Kurbelwelle (L5) erkennt das Steuergerät PMS (N3/6), welche Zündspule (Zündkreis) angesteuert werden muß. Durch den Dauermagnet (e) im Segment Mitnehmerscheibe/Schwungrad (b) wird im Positionsgeber Kurbelwelle (L5) ein zusätzlicher Negativ-Impuls erzeugt. Dieser dient zur Erkennung von Zylinder 2+3 für die Ansteuerung der Zündspule (T1/2); Segment ohne Dauermagnet für die Ansteuerung der Zündspule (T1/1) (Zylinder 1+4). Die Hochspannungsverteilung erfolgt ruhend (keine bewegten Bauteile).

a

Signal Positionsgeber Kurbelwelle

b

Segmente Schwungrad

c

Vorderkante Segment

d

Hinterkante Segment

e

Dauermagnet

f

Zünd-OT Zylinder 1

P15.00-0007-06

Zündsystem PMS Funktion

Zylinder 1

Zylinder 2

Zylinder 3

Zylinder 4

12

Mitnehmerscheibe/Schwungrad mit Segmenten

e

Dauermagnet

L5

Positionsgeber Kurbelwelle

N3/6

Steuergerät PMS

R4

Zündkerze

T1/1

Zündspule (Zylinder 1+4)

T1/2

Zündspule (Zylinder 2+3)

Zündfunke (Ausstoßtakt)

Zündfunke (Verdichtungstakt)

P07.52-0008-06

Zündsystem PMS Funktion

Der Zündfunke springt gleichzeitig an den Zündkerzen von 2 Zylindern über, bei einem Zylinder im Verdichtungstakt, beim anderen Zylinder im Ausstoßtakt. Der im Verdichtungstakt "überspringende" Zündfunke benötigt eine hohe Zündspannung, der im Ausstoßtakt "überspringende" Zündfunke eine geringe Zündspannung.

Zylinder 1

Zylinder 2

Zylinder 3

Zylinder 4

a

Zündfunke im Verdichtungstakt

b

Zündfunke im Ausstoßstakt

c

Zündspannungsverlauf

N3/6

Steuergerät PMS

T1/1

Zündspule (Zylinder 1+4)

T1/2

Zündspule (Zylinder 2+3)

P07.52-0009-06

Zündsystem PMS Funktion

Einspritz-/Zünddiagramm

Ansaugen

Verdichten

Arbeiten

Ausstoßen

Zündfunke (Verdichtungstakt)

Zündfunke (Ausstoßtakt)

Einspritzen (1. Teilmenge)

Einspritzen (2. Teilmenge)

P07.52-0010-06

Abgleichkupplung PMS Anordnung/Aufgabe/Aufbau

GF07.52-P-1002A

Zündspulen PMS Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF07.52-P-1005A

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge PMS Funktion

GF07.52-P-4009A

Kühlmitteltemperaturfühler Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF15.00-P-3005A

Ansauglufttemperaturfühler Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF15.00-P-3006A

Positionsgeber Kurbelwelle Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF15.00-P-3007A

Referenzierte Dokumente