gf0751p2007g

Zündsystem mit Segmentsteuerung Funktion

Typ gf · Thema 07.51 · Version 0100 · 2007-03-22

Gültig für: MOTOR 111.960 im TYP 124.022 /042 /062 /082 MOTOR 104.942 im TYP 124.008 /028 /029 /088 MOTOR 104.992 im TYP 124.032 /052 /066 /092 MOTOR 104.943 im TYP 129.058 bis 31.7.95 MOTOR 104.991 im TYP 129.063 bis 31.7.95 MOTOR 104.944 im TYP 140.028 bis 31.7.95 MOTOR 104.994 im TYP 140.032 /033 bis 31.7.95 MOTOR 111.945 im TYP 202.020 /080 bis 31.1.96 mit CODE (498) Japan-Ausführung MOTOR 111.961 im TYP 202.022'

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.51 Benzin-Einspritz- und Zündsystem HFM — Baureihe 124 (Baumuster 008, 022, 028, 029, 032, 042, 052, 062, 066, 082, 088, 092) · Baureihe 129 (Baumuster 058, 063) · Baureihe 140 (Baumuster 028, 032, 033) · Baureihe 202 (Baumuster 020, 022, 080)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 104 942, 104 943, 104 944, 104 991, 104 992, 104 994, 111 945, 111 960, 111 961

GF07.51-P-2007G

Zündsystem mit Segmentsteuerung Funktion

22.4.99

MOTOR 111.960 im TYP 124.022 /042 /062 /082

MOTOR 104.942 im TYP 124.008 /028 /029 /088

MOTOR 104.992 im TYP 124.032 /052 /066 /092

MOTOR 104.943 im TYP 129.058 bis 31.7.95

MOTOR 104.991 im TYP 129.063 bis 31.7.95

MOTOR 104.944 im TYP 140.028 bis 31.7.95

MOTOR 104.994 im TYP 140.032 /033 bis 31.7.95

MOTOR 111.945 im TYP 202.020 /080 bis 31.1.96 mit CODE (498) Japan-Ausführung

MOTOR 111.961 im TYP 202.022

15.03.07

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Zündsystem mit Segmentsteuerung Funktion

P07.51-0473-06

Dargestellt am Motor 111

Am Signalverlauf des Positionsgebers Kurbelwelle (L5) erkennt das Steuergerät HFM (N3/4), welche Zündspule (Zündkreis) angesteuert werden muß. Durch den Dauermagnet (e) im Segment Mitnehmerscheibe/Schwungrad (b) wird im Positionsgeber Kurbelwelle (L5) ein zusätzlicher Negativ-Impuls erzeugt. Dieser dient zur Erkennung von Zylinder 2+3 für die Ansteuerung der Zündspule (T1/2); Segment ohne Dauermagnet für die Ansteuerung der Zündspule (T1/1) (Zylinder 1+4). Die Hochspannungsverteilung erfolgt ruhend (kein Hochspannungsverteiler).

a Signal Positionsgeber Kurbelwelle

b Segmente Mitnehmerscheibe/Schwungrad

c Vorderkante Segment

d Hinterkante Segment

e Dauermagnet

f Zünd-OT (Zylinder 1)

Zündsystem mit Segmentsteuerung Funktion

P07.51-0474-06

Der Zündfunke springt gleichzeitig an den Zündkerzen von 2 Zylindern über, bei einem Zylinder im Verdichtungstakt, beim anderen Zylinder im Ausstoßtakt. Der im Verdichtungstakt ”überspringende” Zündfunke benötigt eine hohe Zündspannung, der im Ausstoßtakt ”überspringende” Zündfunke eine geringe Zündspannung.

1 Zylinder 1

2 Zylinder 2

3 Zylinder 3

4 Zylinder 4

a Zündfunke im Verdichtungstakt

b Zündfunke im Ausstoßtakt

c Zündspannungsverlauf

N3/4 Steuergerät HFM

T1/1 Zündspule (Zylinder 1+4)

T1/2 Zündspule (Zylinder 2+3)

Zündsystem mit Segmentsteuerung Funktion

P07.51-0472-06

Einspritz-/Zünddiagramm

Ansaugen

Verdichten

Arbeiten

Ausstoßen

Zündfunke (Verdichtungstakt)

Zündfunke (Ausstoßtakt)

Einspritzen

Vorteile der ruhenden Hochspannungsverteilung sind:

wesentlich geringerer elektromagnetischer Störpegel (keine offenen Funken)

keine rotierenden Teile

Geräuschreduzierung

weniger Hochspannungsverbindungen.

1. Zündwinkel entsprechend der Eingangssignale bestimmen, Zündspulen ansteuern und Zündfunken auslösen

Das Steuergerät HFM (N3/4) wertet für die Zündwinkelbestimmung im wesentlichen folgende Signale aus von:

Heißfilm-Luftmassenmesser

Positionsgeber Kurbelwelle

Positionsgeber Nockenwelle

Abgleichstecker HFM

Temperaturfühler Ansaugluft

Temperaturfühler Kühlmittel

und unterbricht im Moment des Zündzeitpunktes masseseitig den Primärstromkreis der Zündspule.

Der Zündwinkel kann zur Zeit nur mit dem Hand-Held-Tester (HHT) geprüft werden.

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2. Zündwinkelanpassung

2.1 Katalysator-Aufheizung (Warmlauf)

Um den Katalysator schneller auf Betriebstemperatur zu bringen, wird der Zündwinkel für ca. 30 Sekunden kontinuierlich nach ”Spät” verstellt, wenn:

Kühlmitteltemperatur beim Start >15 °C und <40 °C

Wählhebelstellung P oder N

Gleichzeitig wird die Leerlaufdrehzahl durch die Leerlaufdrehzahlregelung auf 1150100/min erhöht.

2.2 Leerlauf

Zur Unterstützung der Leerlaufdrehzahlregelung kann der Zündwinkel bis zu 8° KW nach ”Spät” bzw. ”Früh” verstellt werden.

Der Eingriff durch die Zündwinkelveränderung reagiert schneller, als durch die Verstellung der Drosselklappe (Leerlaufregelung).

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2.3 Schubabschaltung

Um beim Wiedereinsetzen der Verbrennung (Ansteuern der Kraftstoff-Einspritzventile) eine sprunghafte Drehmomentzunahme zu verhindern, wird der Zündwinkel kurzzeitig nach ”Spät” verstelIt.

2.4 Ansaugluft-/Kühlmitteltemperatur

Um die Klopfneigung bei erhöhten Ansaug- und Kühlmitteltemperaturen zu verhindern, wird der Zündwinkel bei Last in Abhängigkeit von Ansaugluft- und Kühlmitteltemperatur nach "Spät" verstellt. Die Zündwinkelverstellung nach "Spät" erfolgt:

– Ansauglufttemperatur > 35 °C

– Kühlmitteltemperatur > 105 °C

Die Werte der Zündwinkelverstellung nach "Spät" von Ansaugluft- und Kühlmitteltemperatur addieren sich.

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2.5 Getriebe Überlastschutz

Um die Schaltglieder des automatischen Getriebes bei Lastschaltung (1-2-1, 2-3-2) vor thermischer Überlastung zu schützen, wird der Zündwinkel während des Schaltvorganges kurzzeitig nach ”Spät” verstellt und dadurch das Motordrehmoment reduziert.

2.7 Antiklopfregelung (AKR)

Bei unkontrollierter Verbrennung (Klopfen) eines/mehrerer Zylinder(s) erfolgt eine Zündwinkelverstellung nach "Spät" an dem/den betreffenden Zylinder(n).

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