gf0716p3200ohl

Europäische On-Board Diagnose (EOBD) CDI Funktion

Typ gf · Thema 07.16 · Version 0100 · 2008-05-05

Gültig für: MOTOR 642.9 im TYP 221.0 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOTOR 642.9 im TYP 221.1 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.16 Dieseleinspritzsystem Common-Rail — Baureihe 221 (Baumuster 0**, 1**)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 642 9**

GF07.16-P-3200OHL

Europäische On-Board Diagnose (EOBD) CDI Funktion

5.5.08

MOTOR 642.9 im TYP 221.0 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

MOTOR 642.9 im TYP 221.1 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

Funktionsvoraussetzung allgemein

Kl. 61 EIN

Europäische On-Board Diagnose (EOBD) Common-Rail Diesel Injection CDI allgemein

Die EOBD hat folgende Aufgaben:

- Abgasrelevante Bauteile und Systeme während der Fahrt überwachen

- Fehlfunktionen feststellen und speichern

- Fehlfunktionen durch eine Warnlampe anzeigen

- Ermittelte Fehler über eine einheitliche Schnittstelle an ein Auslesegerät übertragen

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Folgende Systeme und Funktionen werden elektronisch überwacht:

- Abgasrückführung (AGR)

- Laufruheregelung (1. bis 6. Zylinder)

- Kraftstoffsystem

- Glühsystem

- Ansaug- und Ladeluftsystem

Die EOBD gliedert sich in folgende Funktionsabläufe:

Funktionsablauf Warmlaufzyklus

Funktionsablauf Fahrzyklus

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Funktionsablauf Fehlererkennung

Funktionsablauf Fehlerspeicherung

Funktionsablauf Speicherung der Umgebungsdaten und Betriebsbedingungen

Funktionsablauf Vermeidung von Folgefehlern

Funktionsablauf Fehlerspeicher auslesen

Funktionsablauf Nachlauf Steuergerät CDI (N3/9)

Funktionsablauf Warmlaufzyklus

Nicht permanent überwachte Systeme werden beim Durchfahren eines Warmlaufzyklus überprüft.

Ein Warmlaufzyklus besteht aus:

- Motorstart

- Temperaturerhöhung > 4,5 °C

- Endtemperatur > 60 °C

- Abstellen des Motors (Kl. 15 AUS)

- Rechnernachlauf mindestens 10 s (Kühlerlüfternachlauf abwarten)

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Funktionsablauf Fahrzyklus

Ein Fahrzyklus besteht aus:

- Motorstart (Kl. 61 EIN)

- 35 s im Leerlauf

- Abstellen des Motors (Kl. 15 AUS)

- Rechnernachlauf mindestens 10 s (Kühlerlüfternachlauf abwarten)

Funktionsablauf Fehlererkennung

Das Steuergerät CDI überprüft seine Ein- und Ausgangssignale auf Plausibilität und erkennt mögliche Fehler.

Folgende Fehler und Fehlerzustände werden erkannt:

- Signale über oder unter Grenzwert (z. B. Leitungsunterbrechung, Kurzschluss, defekter Sensor)

- Plausibilität der Signale

- Wirkungsketten mit Fehlern

- Fehlermeldungen über Control Area Network (Datenbus/CAN Bus) (CAN)

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Funktionsablauf Fehlerspeicherung

Erkannte Fehler werden mit den Umgebungsdaten im Fehlerspeicher abgelegt. Bestätigt sich der Fehler im folgenden Fahrzyklus nicht, wird er gelöscht. Abgasrelevante Fehler werden immer eingetragen, da sie eine hohe Priorität haben.

Nach 40 fehlerfreien Fahrzyklen wird ein abgasrelevanter Fehler aus dem Fehlerspeicher gelöscht.

Funktionsablauf Speicherung der Umgebungsdaten und Betriebsbedingungen

Bei Erkennung eines Fehlers werden zusätzlich zum Fehlercode folgende Umgebungsdaten abgespeichert:

- Geschwindigkeit

- Motordrehzahl

- Kühlmitteltemperatur

- Ladelufttemperatur

- Ladedruck

- Motorlastzustand

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Funktionsablauf Vermeidung von Folgefehlern

Ist ein fehlerhaftes Signal erkannt und der entsprechende Fehlercode gespeichert, werden sämtliche Prüfungen abgebrochen, bei denen dieses Signal als Vergleichsgröße benötigt wird. Dadurch wird das Speichern von Folgefehlern verhindert.

Funktionsablauf Fehlerspeicher auslesen

Abgespeicherte Fehler können mit Star Diagnosis bei "Kl. 15 EIN" oder bei "Kl. 61 EIN" über die Prüfkupplung Diagnose (X11/4) ausgelesen werden. Das Löschen des Fehlerspeichers ist nur bei "Kl. 15 EIN" möglich.

Der Fehlerspeicher wird mit dem Abklemmen der Bordnetzbatterie (G1) nicht gelöscht.

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Funktionsablauf Nachlauf Steuergerät CDI

Nach dem Löschen von Fehlern muss der Rechnernachlauf nach dem Ausschalten der Kl. 15 abgewartet werden. Der Rechnernachlauf beträgt maximal 10 s. Bei aktivem Kühlerlüfternachlauf muss dessen Nachlaufzeit abgewartet werden.

Bereitschaftscode (Readiness-Code)

Über diesen Code wird erkannt, dass die jeweiligen Prüfungsabläufe (Wirkungsketten) zur Fehlererkennung durchgeführt sind.

Der Bereitschaftscode (Readiness-Code) erfasst folgende elektronische Systeme:

Abgasrückführung

Kraftstoffsystem

Laufruheregelung

Der Bereitschaftscode (Readiness-Code) wird gesetzt, wenn 2 Fahrzyklen inklusive des Kaltstarts ohne Fehler abgelaufen sind.

Funktionsschema Elektrik Europäische On Board Diagnose (EOBD)

PE07.16-P-2752-97SAB

Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung

N3/9

GF07.16-P-6000OHL

Referenzierte Dokumente