Funktionsvoraussetzungen Motor-Notlauf allgemein
Klemme 87 (Motormanagement) EIN
Motor läuft
Motor-Notlauf allgemein
Die Aufgabe des Motor-Notlaufs besteht darin, ein sicheres Weiterfahren bei Störungen einzelner Komponenten des Motormanagements zu ermöglichen.
Das Steuergerät ME (N3/10) steuert den Motor-Notlauf auf Basis folgender Sensoren und Signale:
Hallsensor Einlassnockenwelle (B6/15), Einlass-Nockenwellenstellung
Hallsensor Auslassnockenwelle (B6/16), Auslass-Nockenwellenstellung
Fahrpedalsensor (B37), Fahrpedalstellung
Hallsensor Kurbelwelle (B70), Motordrehzahl
Drosselklappensteller (M16/6), Drosselklappenstellung
Schalter Bremslicht (S9/1), Bremspedalstellung
Motor-Notlauf Funktionsablauf
Der Funktionsablauf ist in folgenden Punkten beschrieben:
Funktionsablauf Motor-Notlauf bei Ausfall von Fahrpedalsensor Potenziometer 1 (B37r1) bzw. Fahrpedalsensor Potenziometer 2 (B37r2)
Funktionsablauf Motor-Notlauf bei Ausfall von Istwert-Potenziometer 1 (M16/6r1) bzw. Istwert-Potenziometer 2 (M16/6r2) des Drosselklappenstellers (M16/6)
Funktionsablauf Motor-Notlauf bei Ausfall des Stellmotors (M16/6m1)
Funktionsablauf Motor-Notlaufstellung
Funktionsablauf Motor-Notlauf bei Ausfall des Hallsensors Kurbelwelle (B70)
Funktionsablauf Motor-Notlauf bei Ausfall von Fahrpedalsensor Potenziometer 1 (B37r1) bzw. Fahrpedalsensor Potenziometer 2 (B37r2)
Bei Ausfall von Fahrpedalsensor Potenziometer 1 (B37r1) wird auf Fahrpedalsensor Potenziometer 2 (B37r2) umgeschaltet und umgekehrt. Die Drosselklappenöffnung wird auf ca. 60 % der Maximalöffnung begrenzt. Zusätzlich erfolgt eine dynamische Begrenzung der Drosselklappen-Öffnungsgeschwindigkeit. Fällt die Plausibilitätsprüfung der Signale von Fahrpedalsensor Potenziometer 1 (B37r1) und Fahrpedalsensor Potenziometer 2 (B37r2) negativ aus oder sind beide ausgefallen, wird nur noch die Leerlaufdrehzahl geregelt.
Funktionsablauf Motor-Notlauf bei Ausfall von Istwert-Potenziometer 1 (M16/6r1) bzw. Istwert-Potenziometer 2 (M16/6r2) des Drosselklappenstellers (M16/6)
Bei Ausfall von Istwert-Potenziometer 1 (M16/6r1) wird auf Istwert-Potenziometer 2 (M16/6r2) umgeschaltet und umgekehrt. Sind beide ausgefallen, wird die Drosselklappe durch eine Federkapsel in die Motor-Notlaufstellung mit kleinem Öffnungswinkel gestellt.
Funktionsablauf Motor-Notlauf bei Ausfall des Stellmotors (M16/6m1)
Der Stellmotor (M16/6m1) wird stromlos geschaltet und die Drosselklappe durch eine Federkapsel in die Motor-Notlaufstellung mit kleinem Öffnungswinkel gestellt.
Funktionsablauf Motor-Notlaufstellung
Wenn die Drosselklappe in Motor-Notlaufstellung steht, wird die Motordrehzahl durch kraftstoffseitiges Zylinderab- und -zuschalten im Leerlauf auf eine geringe Drehzahl und im Fahrbetrieb auf eine mittlere Drehzahl geregelt. Wird das Bremspedal betätigt, bedeutet dies immer Leerlaufvorgabe.
Das Zylinderab- und -zuschalten erfolgt, in Abhängigkeit der Motordrehzahl und der Fahrpedalvorgabe, durch Ab- und Zuschalten der Kraftstoffinjektoren (Y76).
Funktionsablauf Motor-Notlauf bei Ausfall des Hallsensors Kurbelwelle (B70)
Fällt das Signal des Hallsensors Kurbelwelle (B70) aus, wird ersatzweise das Signal des Hallsensors Einlassnockenwelle (B6/15) oder des Hallsensors Auslassnockenwelle (B6/16) verwendet. Die Maximaldrehzahl im Motor-Notlauf liegt bei 3000/min.
Referenzierte Dokumente
- gf0770s9998d Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung