gf0710p1007mie

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0102 · 2009-12-15

Gültig für: MOTOR 272.982 im TYP 204.0 MOTOR 272.983 im TYP 212.0 /2 MOTOR 272.984 im TYP 207.3 /4

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 204 (Baumuster 0**) · Baureihe 207 (Baumuster 3**, 4**) · Baureihe 212 (Baumuster 0**, 2**)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 272 982, 272 983, 272 984

GF07.10-P-1007MIE

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktion

15.12.09

MOTOR 272.982 im TYP 204.0

MOTOR 272.983 im TYP 212.0 /2

MOTOR 272.984 im TYP 207.3 /4

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktion

P07.61-2691-01

Anreicherungsrate-/Zeitdiagramm

a Start

b Abregelbeginn Nachstartanreicherung

c Beginn Warmlaufanreicherung

t Zeit

t1 Startanreicherung (Dauer z. B. 2 s)

t2 Nachstartanreicherung (Dauer z. B. 15 s bei 15 °C Kühlmitteltemperatur)

t3 Warmlaufanreicherung (Dauer entsprechend Kühlmitteltemperatur)

A Anreicherungsrate

Funktionsvoraussetzungen Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein

Klemme 87M EIN (Motorsteuerung EIN)

Motor dreht

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein

Um beim Kaltstart einen stabilen und ruhigen Motorlauf zu erreichen, wird vom Steuergerät ME (N3/10) das Kraftstoff-Luftgemisch angereichert.

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Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgende Teilfunktionen gegliedert:

Funktionsablauf Startanreicherung

Funktionsablauf Nachstartanreicherung

Funktionsablauf Warmlaufanreicherung

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Funktionsablauf Startanreicherung

Um das Starten des kalten Motors zu erleichtern, muss während des Startvorgangs mehr Kraftstoff eingespritzt werden.

Die Berechnung der Einspritzzeit für die Startanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:

– Kühlmittel-Temperatursensor (B11/4)

– Hallsensor Kurbelwelle (B70), Motordrehzahl

– Spannung Bordnetzbatterie (G1) über "Klemme 30"

– Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73), "Klemme 50-Signal" über Fahrwerk-CAN (CAN E)

– Abstellzeit des Motors

Das Steuergerät ME verlängert beim Erhalten des "Klemme 50-Signals" vom Steuergerät elektronisches Zündschloss über den Fahrwerk-CAN die Einspritzzeit der Kraftstoffinjektoren (Y76).

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Die Startanreicherung bleibt so lange aktiviert, bis eine von der Kühlmitteltemperatur abhängige Motordrehzahl überschritten wird.

Je höher die Kühlmitteltemperatur, desto geringer ist die vom Steuergerät ME berechnete Einspritzzeit.

Die Einspritzzeit ist außerdem von der Batteriespannung abhängig. Um die Startmenge bei geringer Batteriespannung zu gewährleisten, verlängert das Steuergerät ME die Einspritzzeit.

Unter ca. 7 V Batteriespannung ist kein Motorstart möglich.

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Funktionsablauf Nachstartanreicherung

Nach dem Kaltstart wird für kurze Zeit das Kraftstoff-Luftgemisch angereichert, damit der Motor einwandfrei durchläuft.

Der an den kalten Zylinderlaufbahnen kondensierende Kraftstoff wird durch die Nachstartanreicherung ausgeglichen.

Die Berechnung der Einspritzzeit für die Nachstartanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:

– Kühlmittel-Temperatursensor, Kühlmitteltemperatur beim Start

– Verbrennungszyklen nach Start

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– Steuereinheit Vollintegrierte Getriebesteuerung (Y3/8), Wählhebelstellung über Antriebs-CAN (CAN C)

– Korrekturprogrammierung mit dem Diagnose-Assistenz-System (DAS)

Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt.

Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzzeit der Kraftstoffinjektoren.

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Funktionsablauf Warmlaufanreicherung

Nach der Start- und Nachstartanreicherung wird das Kraftstoff-Luftgemisch über die Warmlaufanreicherung weiterhin angereichert.

Der an den noch kalten Zylinderlaufbahnen kondensierende Kraftstoff wird durch die Warmlaufanreicherung ausgeglichen.

Die Berechnung der Einspritzzeit für die Warmlaufanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:

– Heißfilm-Luftmassenmesser (B2/5), Motorlast

– Ansaugluft-Temperatursensor (B2/5b1)

– Hallsensoren Einlassnockenwelle links und rechts (B6/4, B6/5), Einlass-Nockenwellenstellungen

– Hallsensoren Auslassnockenwelle links und rechts (B6/6, B6/7), Auslass-Nockenwellenstellungen

– Kühlmittel-Temperatursensor

– Hallsensor Kurbelwelle, Motordrehzahl

– Korrekturprogrammierung mit dem DAS

Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt.

Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzzeit der Kraftstoffinjektoren.

Die Zündwinkel der Zündspulen (T1) werden im Warmlauf von einem eigenen Kennfeld bestimmt.

Die Stellmagnete Einlassnockenwelle links und rechts (Y49/4, Y49/5) und die Stellmagnete Auslassnockenwelle links und rechts (Y49/6, Y49/7) bestimmen durch die Ventilüberschneidung die Abgasrückführrate. Da dabei die heißen Abgase die Brennräume erwärmen, erhöht sich die Kraftstoffverdampfung und die Anreicherung mit Kraftstoff kann verringert werden.

Im leerlaufnahen Bereich ist die Einspritzzeit hauptsächlich von der Kühlmitteltemperatur beim Start abhängig.

Bei Teillast ist die Motorlast entscheidend.

Sobald die Lambda-Regelung freigegeben wird, überwacht diese die Einspritzzeit.

Funktionsschema Elektrik Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung

Typ 204

PE07.10-P-2707-97FAC

Typ 207

PE07.10-P-2707-97EAC

Typ 212

PE07.10-P-2707-97DAC

Steuergerät ME Bauteilbeschreibung

N3/10

GF07.61-P-6000MIE

Steuergerät elektronisches Zündschloss Bauteilbeschreibung

N73 Typ 204.0

GF80.57-P-6001CE

N73 Typ 207.3/4

GF80.57-P-6001CA

N73 Typ 212.0/2

GF80.57-P-6001FL

Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung Bauteilbeschreibung

Y3/8n4 Typ 204.0

GF27.60-P-5165AHW

Y3/8n4 Typ 207.3/4

GF27.60-P-5165AHC

Y3/8n4 Typ 212.0/2

GF27.60-P-5165AHL

Referenzierte Dokumente