Funktionsvoraussetzungen Starten allgemein
Klemme 87M EIN (Motormanagement EIN)
Motor AUS
Startfreigabe Fahrberechtigungssystem Stufe 4 (FBS 4)
Eingelegte Fahrstufe "P" oder "N" (mit Code G43 (9GTRONIC))
Starten allgemein
Die Startersteuerung im Steuergerät CDI (N3/40) übernimmt die Ansteuerung und Abschaltung des Starters (M1).
Die für den Motorstart erforderlichen Systemzustände und Voraussetzungen werden in folgendem Dokument näher erläutert:
Motormanagement ECO Start-Stopp-Funktion Funktion
Weitere Teilfunktionen sind beim Starten aktiv und werden in den folgenden Dokumenten beschrieben:
Kraftstoffversorgung Funktion
Einspritzregelung Funktion
Glühen Funktion
Das Steuergerät CDI liest für das Starten folgende Signale ein:
Atmosphärendrucksensor (im Steuergerät CDI integriert), für die Erfassung des Atmosphärendrucks.
Kraftstoffdruck
Position Nockenwelle
Kühlmitteltemperatur
Motorölstand
Motoröltemperatur
Generator Status
Position Kurbelwelle für die Motordrehzahl
Eingelegte Fahrstufe
Steuergerät Elektronisches Zündschloss (EZS) (N73/8), Signal Klemme 50
Steuergerät AdBlue® (N118/5), Status
Das Steuergerät CDI koordiniert beim Starten die Einspritzfolge aus den Signalen vom Hallsensor Kurbelwelle (B70) und vom Hallsensor Nockenwelle (B97).
Das Steuergerät CDI steuert zum Starten des Motors folgende Bauteile an:
Starter über Relais Starter Kl. 50 (F152kC)
Steuergerät Kraftstoffpumpe (N118/9), zum Ansteuern der Kraftstoffpumpe mit Füllstandssensor (M3/6)
Druckregelventil (Y74)
Kraftstoffinjektoren (Y76)
Mengenregelventil (Y94)
Die Startmengensteuerung im Steuergerät CDI dient dazu, beim Motorstart, unabhängig von der Stellung des Fahrpedalmoduls (A68), eine spezifische Startmenge zu errechnen.
Starten Funktionsablauf
Die Startersteuerung im Steuergerät CDI übernimmt das Ansteuern und Abschalten des Starters.
Der Funktionsablauf ist in folgende Punkte gegliedert:
Funktionsablauf Starten
Funktionsablauf Startende
Funktionsablauf Starten
Durch 2-maliges Betätigen des Motor-Start-Stopp-Knopfs (S2/2) erhält das Steuergerät Antriebsstrang (N127) das Signal Klemme 50 vom Steuergerät Elektronisches Zündschloss (EZS). Das Steuergerät Antriebsstrang sendet daraufhin das Signal Klemme 50 an das Steuergerät CDI.
Das Steuergerät CDI steuert das Relais Starter Kl. 50 mit einem Massesignal an. Der Leistungskontakt des Relais schließt und der Magnetschalter des Starters wird an Klemme 50 mit Spannung von Klemme 30 versorgt.
Funktionsablauf Startende
Die Startersteuerung erfolgt über das Steuergerät CDI automatisch (Tippstart). Das heißt, ist der Startvorgang eingeleitet, hat das Abschalten der Klemme 50 keinen Einfluss mehr auf den Startvorgang. Bei Erreichen der Motorstartdrehzahl von 400 bis 700/min oder einer Startzeit von ca. 5 bis 40 s (abhängig von der Kühlmitteltemperatur) unterbricht das Steuergerät CDI die Masseansteuerung zum Relais Starter Kl. 50 und beendet damit den Startvorgang. Der Startvorgang kann nur durch das Ausschalten der Zündung abgebrochen werden.
Im Fall einer Startwiederholung wird nach Beendigung des Startvorgangs eine Sperrzeit von ca. 1,5 bis 3 s abgewartet. Dies geschieht, um das Einspuren vom drehenden Ritzel des Starters in die Verzahnung der Mitnehmerscheibe des Motors zu verhindern (Zahnkranzschutz).
Es erfolgt keine Startfreigabe über das Steuergerät AdBlue®, wenn der AdBlue® Behälter leer ist und die Anzahl der zulässigen Motorstarts mit leerem AdBlue® Behälter Null ist.
Erkennt das Steuergerät CDI durch den Hallsensor Kurbelwelle und durch die Botschaft "Klemme 61 EIN" den Motorlauf sowie über die Botschaft "Klemme 50 AUS", dass der Startvorgang beendet ist, kann der Fahrer über das Fahrpedalmodul die Einspritzmenge und somit die Motordrehzahl regeln.
Referenzierte Dokumente
- gf0716d9994tsd Übersicht Systembauteile Common Rail Direct Injection (CDI)